getmad man kann einem menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken
19. Juli 2006

FUCK the Hayes

Da war es also wieder soweit … bei der Demontage der Hayes Nine Scheibenbremse reiße ich zum dritten mal beim Handling mit exakt diesem Bremsmodell eine Schraube ab. Die Bremse hab ich damals billig erstanden .. wenn ich gewußt hätte was das Teil mich Nerven und Geld kostet würd ich das SCHEISSDING nicht mal mit der Kneifzange anfassen. Okay aber ich bin auch selbst schuld .. beim ersten mal hätte ich schon wissen müssen das die Schrauben der Bremse den Begriff "Qualität" nie erfahren haben und man extrem vorsichtig sein muss.

Trotzdem ist es gestern wieder passiert .. Schraubenkopf abgerissen und der Bolzen steckt prima im Gewinde der Nabe drin. Nun werde ich mir doch einen "Schraubenausdrehersatz" anschaffen … kostet zum Glück nicht die Welt und ich hoffe damit bekomm ichs hin. Wenn nicht ist ne neue Naben fällig .. und diese scheiss Hayes Nine war die teuerste Scheibenbremse die ich je gekauft habe. Sowas versaut mir echt den Tag.

Hier noch ein HOWTO .. für die Zukunft:

Abgerissene Schrauben und Bolzen entfernen

Eines der immer wiederkehrenden Probleme beim Schrauben an altem Eisen sind abgerissene Schrauben oder Bolzen. Dabei steckt ein Teil des Verbindungselements noch im Sackloch fest. Die Tipps, die es hier gibt, sind vielfältig und hängen ganz vom Schadensfall ab. Dabei ist immer auf Links- oder Rechtsgewinde zu achten.

  • Es soll schon vorgekommen sein, dass der Schraubenkopf abgerissen wurde und sich der Gewinderest ganz leicht entfernen lässt. Durch den Drehimpuls beim Abreißen hat sich manchmal das Gewinde gelockert und der Bolzen kann vorsichtig herausgedreht werden. Also erst mal prüfen, bevor zu anderen Maßnahmen gegriffen wird.

    Steht noch ein Rest des Bolzens hervor, kann man ihn mit einer Gripzange fassen und herausdrehen. Vorher das Gewinde gut mit Rostlöser oder Kriechöl behandeln und einwirken lassen. Beim Lösen zuerst mit hin- und hergehenden Bewegungen lockern und dann erst herausdrehen.

    Mit einem Kleinschleifer (z.B. Dremel) kann man einen Schlitz in den Bolzenrest schneiden und dann mit einem Schraubendreher arbeiten.

    In manchen Fällen hilft ein Spezialwerkzeug, ein sogenannter Linksdrall, den es in verschiedenen Stärken gibt. Zunächst wird in den Bolzenkern ein Loch gebohrt und darin der Linksdrall eingeschraubt. Hat man Glück, löst sich das Gewinde. Manchmal wird jedoch der Bolzen oben aufgeweitet und sitzt jetzt bombenfest. Bei kleinen Gewinden reißt der Linksdrall auch gerne ab. Also vorsichtig vorgehen.

    An anderer Trick ist, in den Bolzen ein Loch zu bohren, welches etwas kleiner als der Kernlochdurchmesser ist (z.B. M6 = 3,7-3,8 mm, M8 = 5,6 – 5,7 mm) und welches ganz durch den Bolzen geht. Nun spritzt man Rostlöser in das Loch, bis es ganz voll ist und lässt ihn über Nacht einwirken.
    Danach schlägt man eine passende TORX-Nuss (M6 = T4, M8 = T6) in das Loch und dreht das Teil mit Gefühl heraus.

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