getmad

if you pay peanuts, you get monkeys

Mark Twain hat unrecht ..

1. Juni 2009

Man könnte viele Beispiele für unsinnige Ausgaben nennen, aber keines ist treffender als die Errichtung einer Friedhofsmauer. Die, die drinnen sind, können sowieso nicht hinaus, und die, die draußen sind, wollen nicht hinein.

Das ist ein Zitat von Mark Twain .. den kennt ihr .. sieht aus wie Einstein und hat Tom Sawyer und Huckleberry Finn geschrieben … außerdem hieß er Samuel Langhorne Clemens .. Mark Twain war nur ein Pseudonym ..

UND ICH MUSS IHM WIEDERSPRECHEN

Nein nicht was ihr jetzt denkt .. das der Trottel (also ich) an Zombies glaubt .. für die man die Friedhofsmauern baut … wenn wir ehrlich sind ist für nen ordungsgemäßen Zombie so ne Friedhofsmauer kein Problem. Das die Toten nicht raus kommen ist auch klar .. die sind ja tot .. und wenn sie Zombies werden .. mmh .. aber lassen wir das.

Ich meine Mark Twain hat mit denen da draußen unrecht … ich wohne nicht weit vom Friedhof weg und fahre sehr sehr oft mit dem Rad dran vorbei und wirklich jedesmal herrscht quasi Partystimmung auf dem Friedhof hier. Wenn man Parkgebühren und Eintritt verlangen würde könnte sich die Gemeinde hier bald eine Einschienenbahn bauen .. oder auch wahlweise nen brennenden Reifenstapel unterhalten. Auf dem Friedhof hier ist auf jeden Fall ne Menge los .. und ich frag mich immer wieso das so ist?

Die Toten merken es eh nicht ob sie besucht werden .. und für den unwahrscheinlichen Fall das es ein Leben nach dem Tod gibt .. würd ich zumindest nicht die ganze Zeit an meinem Grab rumsitzen und schauen ob wer vorbei kommt. Ich meine wenn es ein Leben nach dem Tod gibt (gibt es aber nicht) würd ich mich wohl die ganze Zeit mit Ben & Jerrys Eis vollstopfen und die Futurama Zeichner Überstunden schieben lassen.

Was zum Geier bringt dann diese vielen Leute zu jeder erdenklichen Stunde auf den Friedhof … Todessehnsucht? Na ich weiß nicht .. ich glaube eher die haben hier einen Grabcontest laufen .. so nach dem Motto mein Opa hat cooleres Grünzeug und weniger Schnecken (die das Grünzeug essen) auf dem Grab als deine Oma .. oder so .. vielleicht gibts da aber auch was umsonst? (Wohl aber keine Eiscreme?)

Fakt ist .. ich verstehe es nicht .. und schreibe auch gleich einen Reminder an meine Nachfahren: Bitte mich einäschern und ins Meer kippen .. ich will mich schön über den Planeten verteilen und zur Umweltverschmutzung beitragen .. auf keinen Fall habe ich Lust von Regenwürmern, Maden und Kellerasseln zerlegt zu werden …

Wie kam ich jetzt eigentlich darauf?

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Kommentare:

  1. racing_custodian

    Könnte alternativ noch anbieten, dich am Schweizerkopf zu verbuddeln oder vom Hohlohturm in alle Richtungen zu verstreuen :-)
    Happy 2-workingday-week!

  2. Mad

    ne verbuddeln is nicht … die hohlohturmaktion wäre aber auch cool .. da wäre ich dann für immer da wo ich am liebsten bin ..

  3. racing_custodian

    äh, ich könnte aber leider NICHT garantieren, dass die ein oder andere Windströmung dich (oder Partikel von dir) NICHT ins Straubenhardter Industriegebiet treibt

  4. Mad

    aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah …….. dann nehme ich doch das meer

  5. DerUnTote

    Die Mauer könnte man sich natürlich sparen, aber eventuell vermittelt sie auch ein gewisses Mas an Privatsphäre oder verschafft diesem “ruhigen Ort” seine Ruhe. Warum dort so viel los ist?! Es gibt Menschen, die gehen ihre Toten besuchen um den selbigen zu würdigen bzw. um sich eventuell ein wenig Inspiration zu verschaffen. Nochmal an den Menschen denken und an die Zeit die man mit ihm verbracht hat, einfach nochmal Erinenrungen an den oder die jenigen haben. Friedhöfe sind nicht von der Sicht aus der Toten zu betrachten, sondern aus Sicht der Verbliebenen, ist eigentlcih auch logisch, weil tote sicher keinen Friedhof anlegen.

  6. Urmel

    Jep das seh ich genauso. Es geht um die Verarbeitung der Trauer und darum gegen das Gefühl der Leere anzugehen, welches ein verschiedener geliebter Mensch hinterlässt. Das kannst du dir glaub ich am besten so vorstellen:

    Jemand nimmt dir dein Bike und verbuddelt es, stellt oben Palmen und schönes Wetter drauf und schraubt die einzige TAE – Dose weit und breit an den Grabstein. Und schwupps bist du jeden Tag auf dem Friedhof.

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