getmad man kann einem menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken
28. März 2010

Oman – Ramlat al-Wahiba

brot_backen_omanDie Wahiba ist eine beeindruckende Sandwüste im Oman. Nachdem wir die Berge verlassen hatten und uns das letzte mal in einem Wadi erfrischt haben ging es mit den Geländewagen an den Rand der Wüste wo wir unser erstes Nachtlager inmitten von riesigen Sanddünen aufgeschlagen haben. Kurz vor Sonnenuntergang ist die schönste Zeit in der Wüste. Die Hitze und die mörderische Sonne lassen nach und man kann sich einfach in den reinen, warmen Sand legen .. die Beine ausstrecken und die Zeit genießen.

Die Holzbeschaffung fürs Lagerfeuer war etwas problematischer .. aber nach ner Weile hatte man dann auch genügend Holz beisammen um zumindest ein kleines Feuer zu machen. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit kam meist ein strammer Wind auf der 1-2 Stunden anhielt und nachdem man sich irgendwie sandgestrahlt vorkam. Sand war dann auch überall .. und ich meine überall. Auch war die Wüste alles andere als eine tote Region .. diverse Käfer .. vorzugsweise Skarabäen, Wüstenmäuse, Wüstenfüchse, Schlangen, kleine lustige Echsen und natürlich jede Menge Skorpione .. diese waren dann auch überaus agil aber zum Glück scheu.

War auch besser .. denn (aber das habe ich erst bei der Rückkehr rausbekommen) es handelte sich um den Gelben Mittelmeerskorpion .. der auch noch einer der giftigsten ist. Wir haben nicht nur einmal irgendwelche Decken ausgeschüttelt und 1-2 der Tiere rannten in wilder Panik davon. Vom Schlafsack haben sie sich (soweit ich das sagen kann) aber ferngehalten.

Begleitet wurden wir von Kamelen auf denen wir auch reiten konnten .. einmal mehr habe ich mich als Tierbändiger hervorgetan und habe mein Kamel alleine zum hinlegen und wieder aufstehen überredet .. auch steuern ließ sich der Hengst ganz passabel .. außer wenn er was zu fressen erblickt hat .. dann ignorierte er eisern seinen Reiter.

Nachdem ich mich auf ein „leichteres“ Trekking in der Wüste gefreut hatte (nach den Bergen) stellte sich das leider als Trugschluss heraus .. im weichen Sand zu laufen ist extrem anstrengend .. vor allem wenn man das viele Stunden und Tage am Stück macht. Jeder Schattenplatz war dann auch willkommen denn die Sonne brannte schon ab 9:30 Uhr unbarmherzig und ich will gar nicht wissen wie oft ich meine Shirts durchgeschwitzt habe .. aber auch das war irgendwie reinigend 🙂

Am Feuer Abends haben unsere Kamelführer dann meist leckeres Brot im Sand unter dem Feuer gebacken und Knoblauchhühnchen zubereitet. Wobei ich immer noch glaube das uns die Omanis für völlig durchgeknallt halten .. die Blicke sprachen Bände wenn man ihnen erklärte das wir gerne noch ne Stunde weiter im heißen Wüstensand laufen wollten und nicht schon um 15:00 Uhr unser Nachtlager aufschlagen möchten.

Fazit .. Wüste rockt .. wobei mir das ja schon nach Timbuktu und dem Sinai klar war .. aber ich brauche wohl mehr .. ich mag das Sandkastengefühl.

Die gabs dort wie bei uns Eichhörnchen:

Gelber Mittelmeer Skorpion

Gelber Mittelmeer Skorpion

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