Seit mehr als 25 Jahren füttere ich mein Depot mit Geld das ich nicht brauche.
Über diesen Zeitraum sind in das Depot 650.000 Euro geflossen .. pro Jahr also 26.000 Euro oder mehr als 2000 Euro im Monat. Das war natürlich nicht linear. In den ersten Jahren konnte ich pro Jahr vielleicht gerade mal 4000 bis 5000 Euro sparen. Später wurde das mehr.
Die Gründe sind vielfältig:
ich habe irgendwann mit zunehmender Berufserfahrung mehr verdient, ich habe ein Nebengewerbe aufgebaut mit dem ich zeitweise mehr netto verdient habe als mit meiner Vollzeitstelle. Ich habe zwei mal den Job gewechselt und dadurch ordentliche Gehaltssteigerungen mitgenommen. Und offensichtlich habe ich mich in den Jobs nicht allzu doof angestellt weil auch da bekam ich regelmäßig Gehaltserhöhungen. Ich habe mich an einer GmbH beteiligt, eine andere GmbH gegründet usw.
Dabei habe hatte ich nie ne Lifestyle Inflation .. also keine größeren Autos, keine teuren Möbel, keine teure Wohnung, kein Hausbau etc. Nur für Urlaube habe ich immer gerne viel Geld ausgegeben. Aber die macht man ja nicht so oft.
In ein paar guten Jahren konnte ich so auch mal 60.000 Euro ins Depot buttern.
Studiert habe ich nicht. Nach dem Abi habe ich ne Ausbildung als Industriekaufmann gemacht und hab mir dann Webdesign, HTML, CSS, JavaScript usw. selbst beigebracht. Also Industriekaufmann habe ich nie gearbeitet sondern von Anfang an als Webentwickler, später dann als Full Stack Developer für Webkram und als SEO (Suchmaschinenoptimierer).
Wer verschenkt denn eine Million Euro?
Wenn ich (wie die meisten Deutschen) das Geld bei Sparkasse hätte verrotten lassen wäre es keine 650k mehr .. eher weniger.
Die 650k sind der harte Schweiß.
Durch das Investieren in Wertpapiere habe ich in diesen 25 Jahren 228.000 Euro Dividenden kassiert, die ich alle wieder in neue Aktien gesteckt habe. Also Geld das ich ohne Investitionen nie gesehen hätte und das ich zum „arbeiten“ einfach wieder reinvestiert habe.
Die 228k sind die Dividenden Minions.
Da oben drauf kommen aber noch die Kursgewinne die aktuell bei über 900.000 Euro liegen. Das sind natürlich Buchwerte, aber wer schaut da schon genau.
Die 900k sind der Wertzuwachs den ich nie gesehen hätte wäre ich beim Sparbuch geblieben.
Von den über 1.750.000 Euro von denen wir sprechen wurden mir über eine Million vom Markt geschenkt.
Das bedeutet konkret:
Weit mehr als die Hälfte meines gesamten Vermögens existiert nur, weil ich Geld dumm herumliegen lasse.
Oder: ich habe 650.000 Euro an der Startlinie abgeliefert, und der Zinseszins hat mehr als eine Million Euro obendrauf gepackt.
Und der Anfang war zäh .. ich hab weit mehr als 10 Jahre gebraucht um die ersten 100.000 Euro im Depot zu haben.
Heute macht das Depot diese ersten 100.000 Euro an einem guten Quartal im reinen Marktrauschen .. ganz ohne mein Zutun.
Ist schon irgendwie surreal ..
Love it!
Beharrlichkeit ist der Schlüssel.
Cheers
Falls dich vor lauter Geldsegen nachts doch mal das schlechte Gewissen plagt, Matthias, musst du gar nicht verzweifeln. Klingel doch einfach mal ganz unschuldig bei Sahra Wagenknecht, Janine Wissler oder Martin Schirdewan durch, die haben garantiert sofort ein paar absolut krisensichere Pläne parat, wie man so eine Million im Sinne des Volkes fachgerecht unters Volk bringt! 😉
Hallo Thomas,
wie kommst du auf die Namen? Die haben doch nix zu melden.
Da hat’s in der aktuellen Regierung garantiert auch ein paar Leute, die mit der Million was sinnvolles anzufangen wissen.
Gruß
Paul
Hallo Mad,
das ist wirklich beeindruckend!
„Weit mehr als die Hälfte meines gesamten Vermögens existiert nur, weil ich Geld dumm herumliegen lasse.“
naja, das muß man 1. zunächst mal können und durchziehen und 2. natürlich wissen, WO man es herumliegen lassen sollte 😉
LG
Andrea
Hallo Mad,
die Million ist nicht wirklich geschenkt.
Du hast über 20 Jahre gearbeitet,
auf Luxus und Konsum verzichtet,
bist Risiken eingegangen.
Oder anders, manche fahren dicke Autos,
andere haben dicke Depots.
Wirklich brauchen wirst du das Geld
wohl nicht mehr, zumal du weiter arbeitest.
Alles Gute und viele Grüße
Denis