Diese Woche hat Apple das MacBook Neo vorgestellt. Und das ist, das erste mal das man einen neuen Apple Laptop für weit unter 1000 Euro kaufen kann (699 Euro).
Mit dem Bildungsrabatt für Studenten und Schüler sogar für 599 Euro.
Wer bisher auf MacOS arbeiten wollte und ein knappes Budget hatte musste einen Mac Mini kaufen. Dazu brauchte man aber dann noch einen Monitor, eine Tastatur und eine Maus und mitnehmen konnte man den auch nicht.
Die Zielgruppe sind junge Menschen die nicht bereit sind einen „teuren“ Laptop zu kaufen. In der Regel würden diese dann einen günstigen Windows Laptop oder ein Chromebook anschaffen.
Das sind dann meist hässliche Plastikbomber die an diversen Features Abstriche machen und in der Regel auch keine allzu lange Lebenserwartung haben.
Ich vermute das MacBook Neo wird diese Kategorie der Windows Laptops killen.
Auch beim Neo muss man auf Dinge verzichten (RAM und Festplattengröße) aber es kommt in einem schicken Alugehäuse, hat ne sehr lange Akkulaufzeit, ein gutes Display und einen Chip der fürs Excel schubsen, surfen usw. komplett ausreichend ist.
Und wenn ich mich so umsehe, haben in dieser Zielgruppe viele Menschen ein iPhone und Apple Kopfhörer und was liegt dann näher als für die Schule oder das Studium das MacBook Neo zu kaufen.
Das hat aus meiner Sicht einige Auswirkungen:
Ich war selbst 6 Jahre auf MacOS unterwegs (iMac, MacBooks ..) und weiß wie gut der Lock In funktioniert. Apple hat ein extrem poliertes Produkt das ziemlich gut funktioniert. Wenn du da erst mal drin bist sieht so ein Windows oder ein Linux wie ein Unfall aus.
Will sagen .. wer einmal den Schritt ins Apple Ökosystem gemacht hat bleibt in der Regel da drin. Und wenn man nun noch mehr junge Menschen anspricht schafft man sich (auch für später) eine weit größere Userbase.
In den USA besitzen mittlerweile rund 88 % der Jugendlichen ein iPhone. Wer einmal mit iTunes, FaceTime und iCloud aufgewachsen ist, empfindet den Wechsel zu einem anderen System oft als technischen Rückschritt.
Und je mehr Geräte und Dienste man von Apple nutzt, desto höher werden die Wechselkosten:
Die Apple Watch funktioniert nur mit dem iPhone. Die AirPods wechseln nahtlos zwischen Mac, iPhone und iPad. Wer eine Uhr für 500 € am Handgelenk hat, kauft als nächstes Handy sicher kein Android.
Du kannst zwar auch viele Apple Geräte mit Windows oder Android nutzen .. verlierst dann aber Komfortfunktionen und Ease Of Use.
Dann liegen deine ganzen Daten bei Apple (gekaufte Apps, Musik, Gesundheitsdaten, Trainingserfolge, Chat Historie). Niemand will diese einmal aufgebaute Datensammlung verlieren geschweige denn auf Android und Windows die Apps neu kaufen bzw. neu erstellen.
Der Restwert für das NEO dürfte nach ein paar Jahren auch weit höher sein als für einen Windows Laptop.
Ich bin auf jeden Fall gespannt wie die Verkaufszahlen sein werden und ob Apple damit einen Volltreffer landet.
Seit 20 Jahren sinkt der Marktanteil von Windows bei Desktops und Laptops. Anfang der 2000er Jahre lag der noch bei etwa 95% und aktuell sind wir etwa bei 66% angekommen.
Bei Microsoft ist Windows „nur“ noch für 9% des Gesamtumsatzes verantwortlich .. das sind aber immerhin auch ca. 25 Mrd USD.
Und was tut Microsoft?
Eigentlich nix.
Windows 11 ist scheiße aber für viele immer noch alternativlos.
Dadurch, dass 20 Jahre alter Ballast mitgeschleppt wird, ist es mit Abstand das langsamste Betriebssystem auf dem Markt: die Registry müllt zu, das Dateisystem ist veraltet und fragmentiert, dauernd müssen Virenscanner laufen, Bloatware, AI Funktionen (die keiner will) und nach ein paar Jahren Benutzung muss man quasi neu installieren.
Dann zwingt einen Microsoft zur Registrierung, drängt einem OneDrive auf und alle Nase lang gibts ein Update, dass den Rechner lahmlegt. Menüs sind inkonsistent und seit Version 11 kann man kaum noch die Taskleiste anpassen.
Es ist ein Frankenstein Betriebssystem. Du hast das einigermaßen schicke Win11-Design, machst drei Klicks zu viel und landest im Gerätemanager oder der Datenträgerverwaltung, die seit Windows 2000 optisch eingefroren sind.
Windows lebt eigentlich nur noch von zwei Zielgruppen: Corporate und Gamer.
In nahezu allen Firmen ist Windows so tief verankert, dass ein Wechsel ausgeschlossen ist. Das Geld nimmt kein Mensch in die Hand zumal die meiste Corporate Software (zumindest auf den Clients) exklusiv auf Windows läuft. (Und das weiß Microsoft natürlich).
Gamer haben (dank Valve und SteamOS) zwar mittlerweile viel mehr Möglichkeiten Windows Spiele auf Linux zu spielen, aber alles funktioniert noch nicht. Gerade Online Shooter oder MMOPRGS laufen meist nicht auf Linux. Der Nvidia Support (Grafikkarten) für Linux ist mangelhaft und wenn man 1000 Euro für ne Grafikkarte ausgibt will man wahrscheinlich auch das volle Potential haben. Und natürlich weiß Microsoft das auch.
MacOS ist für Gamer komplett ausgeschlossen, da die meisten AAA Titel dort gar nicht erscheinen.
So kann man als Windows User nur hoffen, dass Valve und Apple, Microsoft so viele Marktanteile kosten, dass man in Redmond irgendwann zu dem Entschluss kommt wieder ein gutes Betriebssystem zu entwickeln oder zumindest eins, das den User nicht gängelt.
Servus Mad,
ich kann das ganze technisch nicht beurteilen sondern nur aus der Sicht eines DAU.
Ich bin tatsächlich 2009 über das iPhone in den Apple Kosmos und seit dem geblieben, weil es für mich funktioniert und einfach zu bedienen ist. Allein der Homebutton beim ersten iPhone… konntest du deiner Mutter geben.. wenn du nicht weiterweißt.. drück drauf bist du wieder im Hauptmenü.
Was du nicht haben darfst, ist der ich will haben Effekt.
Mein kleines MacBook Air M1 tut seinen Dienst seit 2020. Wahrscheinlich noch 1 Jahr. Also knapp 150 pro Jahr. iPhone XR seit 2019. muss jetzt aber ausgetauscht werden.
Microsoft, SAP, Oracle oder DATEV, die alle wissen, das ein Austausch ihrer Software ein Riesenprojekt ist. Und keiner unterschätzt das du gegen den Willen deiner Mitarbeiter keine neue Software einführst (außer alle haben Angst um ihren Job.. aber du kannst auch nicht alle austauschen)
Manchmal muss ich aber auch schmunzeln, weil Microsoft gegen Apple mich an Atari ST vs Amiga 500, Playstation gegen X-Box usw erinnert.
Deswegen schauen wir, ob das ein guter Schachzug war oder ein Rohrkrepierer wie der Apple Lautsprecher, die Brille, die Touch Bar…
Hallo Matthias,
Mein MacBook Pro von 2015 habe ich in Corona Zeiten als absoluter Laie für 100 Euro mit einer 1Tb Ssd und max RAM wieder fit gemacht- läuft noch heute, auch der Akku hält noch gut 3 Stunden… das iPhone SE von 2016 wurde im letzten Jahr von mir nur in Rente geschickt, da ich die ING App sonst nicht mehr hätte nutzen können. Für das Uralt MacBook Pro zahlen auf eBay Leute bis 150 Euro.
Auf der Arbeit muss ich mich mit Windows herumschlagen- ständige Abstürze, ewiges Warten sind da die ständigen Begleiter…
Wenn man als User möglichst wenig Stress und langlebige Geräte haben möchte ist der Apfel alternativlos. Dass die Geräte auch noch schick aussehen kommt dazu.
PS: bin kein apple Jünger, hab keine Apple Watch sondern einen uralt Garmin forerunner, kein iPad, keine bezahl- iCloud….
LG Medicus
Mal schauen, wie lange der Kampfpreis von 599€ bei den aktuellen Speicherpreisen gehalten werden kann…
Ich bin seit den 80ern im Apple Kosmos und da haben mich schon einige strategische Produkte begleitet, die ich nicht unbedingt als „Rohrkrepierer“ bezeichnen würde. (Newton, div Ipod’s, Notebooks, Schnittstellen, WLAN Router, Programme (claris)etc pp). Den strategischen Sinn erkenne ich auch erst später, so wie aktuell bei der Umstellung auf „Home“ / Matter und den ganzen Automationen. Ohne die „Lautsprecher“ würden die nicht so smart funktionieren. Und da kommen permanent neue Geräte und Anwendungen hinzu. Das Potenzial hatte ich zunächst auch total unterschätzt. Und nein, nicht jedes Produkt wird zum Blockbuster. Und manchmal geht ein Produkt um dann wieder verbessert zurück zu kommen, wie Bildschirme, HomePod2, Eingabe Stift…. Wobei wir beim Rohrkrepierer Newton und dem ipad wären. Von daher schätze ich, daß auch die Brille ein 2. Leben haben wird
[…] Huhn findet mal ein Korn und auch sonst liege ich gerne daneben .. aber was meine Aussagen zu Apple und Lufthansa angingen hatte ich wohl […]