getmad allem kann ich widerstehen, nur der versuchung nicht

Hier nun die Ergebnisse der zweiten Woche meines Daytrading Experiments.

Start ist der Stand des Kontos bevor ich Trades gemacht habe.
Ende ist der Stand des Kontos nachdem ich für den Tag alle Trades geschlossen hatte.

Ich hatte immer nur einen offenen Trade. Ich habe den DAX 30 Short und Long gehandelt.

Ein Punkt im Dax = 1 Euro. 5er/10er Hebel.

Der aufmerksame Leser sieht, dass ich ich zwar immer mehr Gewinntrades als Verlustetrades hatte, aber am Dienstag (Overall) mit einem Minus aus dem Tag gegangen bin. Am Freitag habe ich mit 5 Euro auch keinen nenneswerten Gewinn mitgenommen.

Ebenso ist die Höhe der restlichen Tagesgewinne etwas weiter von der ersten Woche entfernt.

Man kann sagen, dass ich Probleme habe einen Verlust (früh) zu realisieren.

Was ich diese Woche gelernt habe:

  • Disziplin, Disziplin, Disziplin und nochmal Disziplin.
  • wenn du dich nicht an deine Regeln hälst = Verluste
  • überlege dir genau was du traden willst: Trends, Gaps, welche Muster usw.
  • wie ist das Setup? Willst du schnell wieder raus, den Trade laufen lassen, wie lange willst du drin bleiben?
  • handle NIE impusiv .. schalte deine Emotionen ab.
  • formuliere (laut) den Grund warum du einen Trade eröffnest.
  • definiere vorher wann du verkaufst (Stop Loss, Take Profit).
  • mache nach einem Trade mindestens 15 Minuten Pause und schau dir dabei nicht den Chart an.
  • warte ab, wie ist der Trend?
  • gegen den Trend zu handeln ist gefährlich.
  • der Spatz in der Hand ..
  • die erste Woche war von viel, viel Glück bestimmt
  • die Basics von Charttechnik, Mustern usw. solltest du im Schlaf können

Ich habe mich des öfteren nicht an meine Regeln gehalten (besonders Dienstag und Freitag).

Wenn ich an den zwei Tagen meine Spatz in der Hand Regel beachtet hätte, wären beide Tage mit einem Plus von fast 200 Euro beendet gewesen.

Die Gier hat aber übernommen und ich hielt mich für nen tollen Hecht .. schön das es bestraft wurde.

Kommentare:


  1. Carpediem

    Hallo,
    es ist schön zu sehen, dass es immer noch Menschen gibt, die Daytrading ausprobieren wollen.
    Möchte dir hiermit noch einen ganzen wichtigen Ratschlag geben.
    Ich betreibe dieses Daytrading mittlerweilen seit 20 Jahren. Und ich kann dir und allen anderen sagen, dass es bei mir mehr als 5 Jahre gedauert hat bis ich es wirklich gelernt habe. Habe somit sehr viel Geld für diese „Ausbildung“ gezahlt.
    All die Regeln, die du oben beschrieben hast, sind natürlich richtig. Sie sind jedoch nur die Spitze vom Eisberg.
    Damit Daytrading wirklich dauerhaft und dublizierbar lukrativ werden soll, dürfen all diese Regeln und Erfahrungen nicht mehr in deinem Kopf sein.
    D.h. sie müssen in dein Unterbewusstsein wandern. Erst dann wirst du die absolute Kontrolle über deine Emotionen, Gedanken und Triebe bekommen.
    Und das ist, finanziell gesehen, überlebenswichtig. Daher heißt es auch, dass Daytrading einer der härtesten Jobs ist. Dies kann dir auch jeder bestätigen, der minimum ein Jahrzehnt dabei ist.
    Einen Buchtipp habe ich für dich auch noch: Die Buchreihe von Michael Voigt „Der Händler“.
    Sehr trocken zu lesen, aber in dieser Reihe wird am besten beschrieben, was dieses tägliche handeln wirklich bedeutet und wie es einen Menschen ändert.

    In dem Sinn, wünsche ich dir noch viel Erfolg (kein Glück) auf deinem Weg.

    Peace

  2. Florian

    Auch interessant zu sehen, dass man mit einem Konto von nur 10K schon durchaus Erträge hat von denen man leben kann, wenn man es richtig macht.

    Ich kenne jetzt Deinen Skill nicht und woher du das Wissen hast um erfolgreich traden zu können, habe aber mal gelesen, dass man als Profi Trader mit keinen Gewinnen über 1% pro Tag rechnen sollte. Da bist du fast schon in Deiner „schlechten“ Woche dran.

    Grüße

  3. Alexander

    Die gute alte Gier. Matthias, ich sehe so viel in dir wie ich damals auch war. Man hat zwar sich selber klare Regeln gesteckt,will diszipliniert handeln und lieber den Spatz in der Hand haben, aber am Ende des Tages ist es irgendwie anders als gedacht und ehe man sich versieht sagt man „hätte, hätte, fahradkette“
    Da muss man echt knall hart mit sich sein und einfach ein Cut machen. Ich hab mir irgendwann den „Eiskalten-Stop-Loss“ gesetzt. Lieber kleine Verluste, dafür die eigene Strategie umgesetzt und am Ende des Tages wären dann auch bessere Ergebnisse gewesen.

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