Diesen Monat werde ich die 200.000 Euro netto Dividenden knacken.
Ich notiere meine Dividendeneinahmen seit Frühjahr 2013. Davor gabs auch schon welche aber ich habe keinen Plan wie viel das war.
Vor 13 Jahren habe ich ein Google Spreadsheet angelegt das ich heute immer noch benutze. Da trage ich alles brav ein. Die erste Dividende die da drin steht kam am 11.04. von Altria und es waren genau 99 Euro.
Die kassierten Dividenden verteilen sich wie folgt:
- 2025: 17.860 Euro (bis zum 03.07.)
- 2024: 29.106 Euro
- 2023: 25.941 Euro
- 2022: 24.206 Euro
- 2021: 18.550 Euro
- 2020: 17.250 Euro
- 2019: 15.974 Euro
- 2018: 13.092 Euro
- 2017: 11.596 Euro
- 2016: 8.565 Euro
- 2015: 7.439 Euro
- 2014: 5.918 Euro
- 2013: 4.040 Euro
Im Schnitt pro Jahr (bei 12 vollen Jahren): 16.666 Euro.
Die Dividenden sind ausnahmslos ins Depot zurückgeflossen.
In Autoeinheiten:
Neuer Lamborghini Huracán .. allerdings ohne viel Eskalation in der Sonderausstattung.
Depotwert Dividendendepot (heute): 1.295.000 Euro
Buchgewinne (heute): ca. 415.000 Euro
Kaufwert: knapp über 880.000 Euro
Die erhaltenen Dividenden befinden sich also im Kaufwert. Vereinfacht gesagt hat mich das Depot nur 680.000 Euro „gekostet“.
War das mein Plan als ich damit begonnen habe?
Nein.
Wusste ich, dass ich irgendwann mit solchen Summen rumhantiere?
Auch nicht.
Habe ich nen anderen Umgang mit Geld?
Schwierig zu sagen. Ich gebe es immer noch nicht mit dem großen Löffel aus schaue aber auch weniger wenn die Ausgaben unter 1.000 Euro bleiben .. also eher so .. ich kenne mich, ich kenne meinen Umgang mit Geld und weiß dass da wenig schief gehen kann.
Ob ich dann einfach mal neue Gartengeräte kaufe (weil die alten Schrott sind) und dafür dann dreistellige Beträge ausgebe ist halt so und stört mich nicht.
Sobald es in vierstellige Bereiche geht denke ich dann doch länger drüber nach und prüfe obs wirklich mein Leben verbessert oder nur ein „Haben Wollen“ Dingsi ist.
Da ich nach wie vor keinen Kram besitzen will, den ich nicht wirklich häufig benutze passiert das allerdings nicht allzu oft.
Vielleicht noch ein Wort zum Privatierdasein vs. Dividenden. Aktuell und die letzten Monate ist es so, dass meine Nebeneinahmen komplett zum Leben reichen .. also alle Kosten mehr als gedeckt sind. Darum kann ich Dividenden immer noch reinvestieren.
Hallo Matthias,
herzlichen Glückwunsch – das ist schon eine motivierende Zahl und bezeugt im positiven Sinne, was das Wort Zeit und kontinuierlich unaufgeregtes Investieren mit sich bringen kann. Ich darf bald die Summe von 55.000 Euro an Dividenden bei mir auf dem Excel-Sheet vermerken. Da kommt man schon ins Rechnen und ein wenig Träumen, wann erstmalig die 100.000 Euro fallen. Danke dir für den Artikel.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
Chris
Hallo Matthias,
Gratulation, ich hab dein Depot nicht exakt im Blick gerade aber das sind gute Dividenden ohne dass du ja extremst auf Dividendenaktien gehst.
Die Schilderung mit den Anschaffungen finde ich interessant und genauso sehe ich mich auch was die Denkweise angeht.
Ein guter Mittelweg ist meiner Meinung nach erlaubt und du hattest es nie nötig deine Leser zu blenden…manche meinen ja immer „Extreme“ vorzuleben bei solchen Strategien.
Ich habe meinen Job gekündigt da mir dieser extrem ungut getan hat, Ziel war an sich zwar weiter zu besparen in dem Umfang wie bisher (60% aller Einnahmen), aber manchmal muss man auch seines eigenen Friedens willen eine Zwischenpause einlegen. Ich schaue was ich die nächsten Monate mache oder und ob ich mich auf eine Auszeit mit Remotejob aus dem EU-Ausland begebe. Bis dahin betreibe ich meine Selbstständigkeit auf gleichen Level nebenberuflich und habe noch ein paar Mieteinnahmen.
Hast du eine gute Vorlage die man nutzen kann wenn man bei steigenden Dividenden aus 3 oder 4 Depots auch einmal Überblick gewinnen will…mir geht es so wie dir in 2014.
Hallo Matthias,
bei mir zeigt das spreadsheet 17000 an, der Weg also noch ein wenig länger….
Allerdings werden es dieses Jahr auch über 5000, bin also in etwa dort, wo deine Tabelle anfängt. Ziel ist, in zwei Jahren 10000 jährlich zu knacken. Tausend Dank für diese Motivation- dein Blog zählt zu den besten im deutschsprachigen Raum!!!!
LG
Absolut genial, Gratulation! 🙂
„ich kenne mich, ich kenne meinen Umgang mit Geld und weiß dass da wenig schief gehen kann.“
Erinnert mich an eine Gesprächsrunde letztens. Es ging um nicht unbedingt notwendige Ausgaben rund um ein paar Taxifahrten im Urlaub. Meine Gedanken waren ähnlich: Ja, klar kann man hier sparen, aber ich will gerade in diesem Moment den Luxus der Gemütlichkeit.
Und irgendwie trifft es dieser Satz. Is‘ ok. Weil es glücklicherweise geht. Weil ich es kann. Bewusst Geld ausgeben ist schön ;).
LG
Gratulation zum Meilenstein. Ich verfolge dein Weg auch schon etwas länger. Danke für die Tipps und auch Offenheit.
Ich habe da mal eine Frage. Du hast ja den JPMorgan Global Equity Premium Income Active UCITS ETF, welches mit einer „garantierten“ 7-8% Rendite wirbt. Also fast wie ein Tagesgeldkonto früher 😉 Bei einem hohen Invest würdest Du doch hier viel mehr (monatliche) Rendite erzielen und bräuchtest auch nicht mehr soviele Aktien „überwachen“ . Ja, das es dann ein Klumpenrisiko darstellt, ist mir natürlich auch bekannt. Dein jetzige Rendite vom Depot erscheint mir etwas niedrig, dafür das es auf Dividendenpapiere optimiert wurde.
Viele Grüße André
Hallo,
sowohl die 200.000 € an Nettodividende, wie auch das investierte Kapital und der momentane Buchwert sind tolle Ergebnisse um zu zeigen, dass Altien gepaart mit Buy and Holf alles andere als Teufelszeig sind.
Nur leider muss ich bei 200.000 € Nettodividende insgesamt, hier in Deutschland mit der Kapitalertragssteuer die, sehr vereinfacht gerechnet, ca. 67.000 € gezahlte Steuern zusätzlich sehen. (US-Quellensteurr genauso Anlegerfeindlich und das um Land des Kapitalismus, angeblich…).
Ca. 67.000 € Steuern durch Dividendenerträge und wofür letztlich, wenn die Dividenden reinvestiert werden?
In Deutschland leider verlorenen Geld, weil die finanzielle Bildung in diesem Land bei mehr als 90 % miserabel, gar nicht vorhanden oder sogar selbstschädigend ist.
Danke für deinen Blog und dessen Inhalte zum Thema Finanzen. Auch wenn ich mir nicht mehr aus Dividenden mache, ist es immer gut, wenn jemand einen so positiven Beitrag zu finanziellen Bildung, wie hier, leistet!
Viele Grüße
MarcMitC
@Chris
das ist aber auch schon eine schöne Summe!
@Alex
Danke. Es ist schön, dass du einfach so deinen Job kündigen kannst und dir eine Verschnaufpause gönnen kannst, das habe ich mir auch oft in Gedanken ausgemalt .. es kam bei mir nicht dazu .. aber das Geld das man schon hat gibt einem die Sicherheit und die Möglichkeit dazu es zu tun. Ich wünsche dir viel Glück bei der Suche nach einem besseren Job.
Eine gute Vorlage habe ich leider auch nicht .. ich schreib die in einer Spalte mit Datum einfach so runter.
@Medicus
Gerne .. und viel Erfolg dabei
@denkfabrik
Da hast du Recht. Auch einfach mal das bessere Hotel buchen oder einen teuerern Flug nehmen weil dieser bessere Flugzeiten hat. Das mache ich oft auch so.
@Andre
Genau .. Klumpenrisiko .. und ich sehe den auch eher als Cashbringer. Da sind wahrscheinlich keine großen Kurssteigerungen zu erwarten. Mit der aktuellen Rendite komme ich klar .. ich wollte das nie ausmaximieren.
@MarcMitC
Ja das ist mir bewusst. Aber irgendwann muss jeder diese Steuern zahlen .. zumindest wenn du das Depot nicht komplett vererbst. Und dann sind deine Nachkommen dran. Aus Zinseszins Sicht ist es bei mir sicher auch nicht optimal .. aber es geht mir um den Cashflow .. als ich damit angefangen habe war der Plan meine Fixkosten durch Dividenden zu zahlen ohne „Entsparen“ zu müssen.
Moin Matthias 😀
Sehr schön und herzlichen Glückwunsch ;-))
Runde Zahlen sind immer was feines 😀
Weiter so.
Sehe jetzt erst, dass du es doch nicht lassen kannst und
Unternehmer geworden bist. Auch dafür herzlichen Glückwunsch ;-)))
Lg ;-))
Danke Matthias für deinen Kommentar
„Einfach so“ war das sicher nicht.
Alternativ hätte ich weiter sparen können und durchhalten in einem sinnlosen „Bullshit Job“ mit einem Narzissten und einer extrem toxischen Stimmung welche dadurch im Raum ist. Ich wäre irgendwann finanziell freier…..aber bis zum Weg dahin dann völlig nervlich am Ende.
Sei dir sicher dass ich wie du denke, extrem auf Sicherheit und den Job aufgeben war erstmal so bissl wie „Scheitern“ im Sinne dass ich ja gerne durchgehalten hätte um monatlich das zu besparen was andere nichtmal verdienen.
Ich versuche nun einen Mittelweg und ich hoffe ich finde was mich erfüllt…und bestenfalls gleichzeitig mir wieder ermöglicht ohne Stress vielleicht nicht mehr zwangsweise 2500€ mtl. zu besparen sondern „nur“ die Hälfte….aber ich dann eben weiterhin lebe und jeden Tag Spass habe an dem was ich tue.
Ich glaube auch nicht, ich meine mir jetzt dennoch eine Meinung über dich zu bilden, dass wir alle komplett „aufhören“. Auch du hast ja dann doch wieder nen Job gemacht aber eben geistig deutlich freier…wir können dann beide mal ein „Minus“ machen nen Jahr lang, was aber nie das Ziel ist. Für mich ist zeitlich und örtlich flexibel wichtiger geworden.
Ein Dachdecker oder ein extrem körperlicher Job, da bist du froh wenn du dann aufhören kannst vermutlich bereits in den 50ern. Andererseits wünsche ich mir beidseitig mehr Verständnis…ein Büro-Job kann in Zeiten von immer mehr Profillierung, Rücksichtslosigkeit auch extrem belastend sein. Speziell durch immer mehr Meetings und quasi in einer Blase tätig zu sein in der viele Arbeit „simulieren“ und sich durch Meetings und immer neue Umorganisationen wichtig halten – auch wenn der Job – speziell im öffentlichen Dienst – schon länger wegoptimiert werden könnte…aber niemand hat daran in dem Umfang Interesse.
@Alex
mit „einfach so“ meinte ich, dass du es dir leisten kannst eine Auszeit zu machen .. die meisten Menschen haben diese Option nicht und müssen weiter machen.
Psychischen Stress finde ich weit problematischer als harte körperliche Arbeit .. bei letzterem stellt sich bei mir so eine Art Stolz und Zufriedenheit ein.
Gerade in Büro Jobs hat mich das hin und her, Umstrukturierungen, unfähige Vorgesetzte etc immer ausgelaugt