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22. April 2021

Podcast #002 – Phil

In der heutigen Folge rede ich mit Phil. Phil und seine Partnerin kommen aus Österreich und leben derzeit in Boulder, Colorado. Davor waren sie einige Zeit in Australien und Schottland. Sie sind finanziell frei und verfügen über etwa 2 Millionen Euro. Wir sprechen über Jobs und Gehälter, ein kleines bisschen über Politik, über Sport und Rad fahren und warum es sich lohnen kann einen Job im Ausland anzunehmen. Phil erzählt über seinen Weg zu FIRE, wie und wo er das Geld angelegt hat und was er mit seiner freien Zeit anstellt. 

Gerne Feedback!

Und wenn ihr auch teilnehmen wollt: matthias.hotz@gmail.com




Kommentare:

  1. Aktiensozialist

    Hallo Matthias,

    ist sicher wie die erste Podcast-Folge sehr interessant und würde ich prinzipiell auch gern anhören. Leider bin ich hochgradig schwerhörig (beidseitig Hörgeräteträger) und kann reine Audio-Geschichten wie Hörbücher, Audio-Apps wie Clubhouse & Co. oder eben Podcasts leider nicht nutzen, weil ich da zuwenig verstehe.

    Gibt es die Chance, dass du es wie der Finanzrocker machen würdest, der bei seinen Podcast-Folgen auf sehr vorbildliche Weise immer eine schöne schriftliche Zusammenfassung des jeweiligen Interviews verfasst und mitpostet? Dadurch können auch Finanz-Mitspieler mit Einschränkungen wie meinen zumindest etwas dran teilhaben =)

    Viele Grüße aus der Karlsruher Nachbarschaft und weiter so mit deinem tollen Blog

    der Aktiensozialist

  2. Marc

    Hallo Matze,

    auch eine tolle 2. Folge. Gleich heute morgen gehört und auch die Preise im Harz gecheckt.

    Entweder habe ich das verpasst, aber: Womit deckt denn Phil nun seine Ausgaben (mal ab vom 350 K (!) Gehalt der Frau 🙂 ); Dividenden bekommt er nicht und Verkäufe tätigt er nicht. Vielmehr klang es so, dass die 2000 k irgendwie am Start sind, aber eigentlich gar nicht für FIRE genutzt werden?!

    BG Marc

  3. Phil

    Hallo Marc,

    Phil hier. Zur Zeit haben wir mehr Einkuenfte als Ausgaben, da wird nur investiert und nichts verkauft.

    In ein paar Jahren wenn meine Partnerin auch nicht mehr arbeitet und wir vermutlich nach Oesterreich zurueckziehen, haben wir vor alle paar Monate etwas von unserem Portfolio zu verkaufen um unsere Lebenskosten zu decken.

    Wir planen dann mit zirka 40k EUR jaehrliche Ausgaben, hier in den USA sind wir bei $50k ($25k Miete, $7k Lebensmittel, jetzt mal $13k Auto, Sport, …). Unsere „safe withdrawal rate“ war immer so 4% (und dann 27.5% KESt Steuern in Oesterreich), da sind wir mit unserem Geldhaufen jetzt drueber.

    Und ja, es ist immer wieder interessant wenn ich wem erklaere dass ich nicht arbeite und meine Lebensabschnittspartnerin so viel verdient. Danach funktionieren meine Erklaerungen was FIRE ist nicht mehr so gut. 🙂

    cheers, phil

  4. Tom

    Zwei kurzweilige Podcasts mit spannenden Menschen. Danke dafür.

    Falls Phil hier noch mitliest hätte ich noch zwei Fragen:
    1. Ist die Allokation des Vermögens wirklich 100% Aktien ETF? Aus meiner Erfahrung gewöhnt man sich mit größeren Zahlen zwar an die Aktien-Schwankungen. Aber so ganz ohne andere Assets (Cash, Anleihen, Gold, Immobilien, etc.) wäre mir das irgendwie zu krass.
    2. Wenn man die Frage nach dem Sinn des Lebens mal ein wenig tiefer hängt: hast Du noch (nicht finanzielle) Ziel im Leben, die Du erreichen möchtest? Du hast dir ja offenbar so ein paar sportliche Ziele gesucht, die dich eine Zeit lang antreiben. Reicht das oder suchst du noch neue Ziele?

    Viele Grüße aus Hamburg,
    Tom

  5. Phil

    Hallo Tom,

    1. Wir haben (so ziemlich) 100% ETFs – S&P500/Total US Market. Zu Beginn wollten wir auch Staatsanleihen halten (wie in einem „Target Retirement Fund“), aber mittlerweile tut sich bei Bonds fast nichts. Und ich fand ein paar Simulationen die behaupten dass langfristig, fuer FIRE, 100% Stocks in fast jedem (historischem) Szenario besser abschneiden. Aber ich versteh es voll wenn jemand diverser als nur S&P500 anlegen moechte. Allerdings: je sicherer, desto weniger Potenzial. „Never bear too much or too little risk.“ Easy. 😀

    2. Ich glaub ich werd keine grossen Ziele mehr im Leben haben. Bei den meisten Zielen die ich jemals hatte ging es eigentlich darum andere Leute zu beeindrucken, und das ist nicht ideal. Sportliche Ziele hab ich immer wieder mal, wobei ich die meistens nicht gross ankuendig und nur fuer mich mache. Ich versuche immer wieder zu reflektieren was mich (un)gluecklich macht und ich hoffe im Leben nie zu traege zu werden. To paraphrase Steve Jobs „if you look in the mirror and are unhappy for more than a couple of days in the row, you know you need to change something“. And that’s about the best we can hope for.

    Wie schaut’s bei dir aus? (1) Fuer was haeufst du Geld an und wieso ist dir die Krisensicherheit wichtig? (2) Und was willst du im Leben?

    Greetings to Hamburg, Phil

  6. Patrick

    Phil, Mad

    Ich möchte mich auch für die Podcast Serie bedanken. Der Stil gefällt mir ebenfalls gut.

    Fragen an Phil:

    Sind die Destination unabhängig vom Geld anvisiert? Du möchtest beispielsweise in ein paar Jahren zurück nach Österreich. Warum?Ich bin selbst schon in Boulder gewesen. Das wäre eine Stadt in den USA, in der ich mir ebenfalls vorstellen könnte zu leben. Vielleicht ist ja noch ein Haus in der Nachbarschaft von MMM frei.

    Radfahren
    Hier hat Jeder seine Wünsche. In der großen Gruppe muss ich jetzt nicht fahren, aber in Bezug auf Corona… Was hälst Du von Bike Packing? Du könntest in der aktuellen Zeit beispielsweise einmal eine längere Strecke fahren. Das würde mir gefallen.

    Appalachian trail finde ich selbst auch sehr interessant und habe darüber auch ein wenig recherchiert. Gibt schon tolle Möglichkeiten auf der Welt.

    Ich habe im übrigen zwei Kinder und bin auch je nach betrachtungsweise Fi. Mir ist es aktuell noch etwas knapp, aber momentan kann ich auch nicht viel mit dem Geld anfangen. Schließlich müssen die Kinder besonders bei Homeschooling betreut werden. Meine Frau arbeitet auch noch und da ist das volle Programm auch keine schöne Option für einen Zeitraum. Mal sehen, ich würde gerne in der nächsten Zeit eine Woche wandern. Durch Corona ist es nicht möglich in einem Hotel zu übernachten. Essen gibt es auch nur recht limitiert.
    7 Tage im Zelt ist vielleicht etwas viel. Am Ende bringt mich der Zug nicht mehr zurück.

    Eure Gehälter sind in der Tat unglaublich gut. Ist wahnsinnig, was in den USA bezahlt wird. Boulder geht in Bezug auf Ausgaben dabei preislich sogar noch. Im Vergleich mit anderen Tech Regionen. Gratulation, Euer Mut für Neues wurde reichlich belohnt.

  7. Tom Quellenberg

    Hallo Phil,

    vielen Dank für die Antwort. Die Fragen nach Allokation und Zielen sind zwei Themen, die mich umtreiben. Ich bin gerade mit 53 dabei aus dem IT-Job auszusteigen und hab eigentlich genug Geld, um nicht mehr arbeiten zu müssen. Aber ich habe auch schon ein paar echte Crashes mitgemacht und weiß, wie hart das sein kann, wenn das Depot nur noch eine Richtung (nach unten) kennt. Und dann in 10 Jahren oder so noch mal gezwungen zu sein mit der Arbeit anzufangen, wäre natürlich superdumm. Da ich aktuell aber auch zu über 90% in (Einzel-)Aktien stecke, frage ich mich wie andere das so machen.

    Wie du schon sagtest überdeckt der tägliche Job die Sinn- und Ziel-Frage. Seit ich jetzt Zeit und Freiheit habe stellt sich die Frage aber plötzlich sehr laut neu. Ich habe da noch keine Antwort und bin gerade erst dabei verschüttete Interesse und Themen heraus zu kramen. Aber neben so „einfachen“ Zielen (Wander-Fitness, Wissensaufbau in Kunst und Geschichte) habe ich irgendwie das Gefühl, dass da noch was Größeres sein sollte. Und dabei frage ich mich auch, ob mein Glück, mit Anfang 50 ausgesorgt zu haben, nicht auch eine Verantwortung mit sich bringt, irgendwem oder irgendwie was zurück zu geben. Zumindest volkswirtschaftlich betrachtet ist es ja recht traurig, wenn gefragte Fachkräfte ihr Leben mit Wandern und Radfahren „verschwenden“. Naja, vielleicht sind das auch merkwürdige Gedanken. Ich bin da noch ein bisschen verwirrt 🙂

    Viele Grüße,
    Tom

  8. Mad

    @Aktiensozialist

    Danke für dein Feedback. Ich werde das in der nächsten Folge mal machen. Melde dich dann gerne ob das so gut ist oder ob es da noch Dinge gibt welche dir helfen würden.

    Viele Grüße
    Matthias

  9. Phil

    Hi Patrick,

    Unsere Destinations waren bis jetzt immer recht … „random“. Wir sind jedesmal ungesehen in Staedte gezogen von denen wir glaubten dass sie „cool“ sein. Wenn man vorhat nur zwei Jahre zu bleiben kann es ja gar nicht so schlimm sein.
    In Oesterreich sind viele unserer Freunde und Familie, ansonsten wuerden wir vielleicht eh in Boulder bleiben – eine ganz tolle Stadt! Geb Bescheid falls du doch wieder mal hier bist. MMM wohnt im etwas guenstigeren (aber bestimmt auch schoenem) Longmont – wie kann es auch anders sein.

    Letzten Sommer wanderte ich mit einem Freund einen Teil des Colorado Trails – waehrend der Wanderung planten wir schon dieses Jahr das Ganze mit dem Bike zu machen. Ich besitze noch nicht mal ein Mountainbike, koennte also spannend werden. Hast du irgendwelche Bikepacking Ziele? Ein wenig Motivation ( https://www.youtube.com/watch?v=e74xncSCoqw ) und geht schon…

    Ich seh bei Freunden dass Kinderbetreuung in Covid-Zeiten ziemlich crazy sein kann. Hat sich bei dir irgendwas seit FI (im Kopf) veraendert? Oder vielleicht noch nicht ganz so akzeptiert? („je nach Betrachtungsweise“)

    Die Gehaltszahlen in den USA sind crazy. Mittlerweile haben wir uns, nach etwas Imposter-Syndrome, an die Absurditaet gewohnt. Aber dass Software-Entwickller Gehaelter hier (in FAAMG) da anfangen ($80k-120), wo sie in DE/AT aufhoeren find ich noch immer strange. Die Qualitaet der Arbeit ist diesselbe.

    ———————————–

    Hey Tom,

    Du hast Einzelaktien – dabei waere mir dafuer nicht ganz wohl. Aber ja, Crashes sind so ein Thema. Meine Philosphie ist dass „langfristig der (US) Aktienmarkt rauf geht“ und „fuenf Jahre reichen um die meisten Crashes“ zu ueberbruecken.

    Bezueglich Ziele und Zurueckgeben, da taugt mir Unterrichten (an der Uni) recht. Sind zwar nur ein paar Stunden pro Jahr, aber es macht Spass mich mit den Studenten auszutauschen. Ich denke uebrigens, je mehr Zeit Menschen haben um sich mit sich selbst auseinanderzusetzen (und zu Wandern und Radzufahren), umso besser geht’s der Gesellschaft.
    Grosse Ziele? Ich hab mir letzte Jahr die Frage gestellt, was ist wenn ich nichts grosses mehr mache? Und was ist wenn das ok ist? Wie kann ich sonst meine Zufriedenheit und mein Leben messen? Keine Ahnung. Was schwebt dir so vor an Großem?

  10. Stefan

    Hallo Matthias,

    beide Folgen angehört und direkt abonniert auf Spotify. Mir gefällt das freie Format und die Geschichten über das Leben und die Geldanlage sehr. Direkt erfrischend und hilft einem als Motivation sein ETF Sparziel zu erreichen.

    Viele Grüße

    Stefan

  11. Dubaischeich

    „Grosse Ziele? Ich hab mir letzte Jahr die Frage gestellt, was ist wenn ich nichts grosses mehr mache? Und was ist wenn das ok ist?“

    Das ist einfach das beste was ich seit langem im Internet gelesen habe. Ich finde Leute mit großen Zielen bisweilen auch ein bisschen unheimlich.

    Grüße,
    Duba

  12. Patrick

    Phil,

    Aktuelle plane ich einen Wanderweg nach Basel. Mit Corona, Ausgangssperre und geschlossenen Unterkünften und Restaurants ist das aber auch eine Herausforderung. Bei Bike Packing sieht es noch schwieriger aus. Hier strenge ich mich mehr an, wenn ich 100-15km am Tag fahren möchte. Da benötige ich auch bessere Möglichkeiten für Erholung, Dusche usw. Ansonsten wäre Nizza beispielsweise ein Ziel. Die Rapha Videos gefallen mir auch, aber es ist natürlich ein Premium Anbieter mit viel Möglichkeiten. Alleine ohne Begleitfahrzeug wird es vielleicht schwieriger 300km am Tag in England zu fahren. Ich möchte auch mehr von der Landschaft mitbekommen. Der Fahrer aus dem Video würde hinter mir auch fast im luftleeren Raum fahren. Gut würde er bei dem Tempo vermutlich nicht gerne lange machen.
    In GB fände ich die Eroica interessanter:

    https://eroicabritannia.co.uk/
    Ist allerdings nur eine Tagesfahrt. Oder natürlich klassisch in der Toskana auf Strade Bianche. Zweites habe ich übrigens bald vor, sobald es wieder möglich ist und der Termin für mich und Familie vereinbar ist.

    Norwegen würde mir für Bikepackung ebenfalls gefallen. Dafür fehlt mir aber die Zeit. Mir gefallen die YouTube Videos ganz gut:
    https://youtu.be/MT8Zd0e9TS8
    Matthew Norway. Ich finde sie authentisch und schön. Die Tunnel würden mir da aber auch nicht so gefallen…

    Die FI spüre ich jetzt nicht unbedingt. Corona ist aktuell wesentlich präsenter. Allerdings konnte ich dadurch überhaupt einen Jobwechsel mit Abfindung wagen. Der Jobwechsel wird natürlich viel Veränderungen mit sich bringen. Mit FI hat es aber nicht viel zu tun. Ein Vermögen ist eher ein Beschleuniger, die Dinge zu tun, die man eh tun möchte. Hilft natürlich ungemein. Geht eher in Richtung wie Deine Frau. Nur am anderen Ende des Gehaltsspektrums 😉 Das passt aber, da ich nicht zu viel Verantwortung und damit auch präsens haben möchte. In Deutschland wird mit Eindämmung von Corona die Home-Office Zeiten sicher wieder stark reduziert werden.

  13. Fab

    Moin Matthias,

    ich mag eigentlich keine Podcasts, aber den hier habe ich bis zum Ende gehört und finde ihn super.
    vielleicht, weil ich auch in der IT arbeite und auf der selben Reise wie ihr anderen bin. Ich finde es super, dass du offen über Geld sprichst, das machen meiner Meinung nach viel zu wenige.
    Ohne das Wissen weiß man ab

  14. Fab

    er gar nicht, was so alles möglich ist.

    Vielen Dank!

  15. Fab

    Ach, Mist. Wurstfinger auf Touchscreen. Sorry

  16. Mad

    @Fab

    kein Problem 🙂 und danke für dein Feedback!

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