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24. Januar 2022

Podcast #23 – Joana

Joana ist Mitte dreißig und lebt in München. Schon in ihrer Jugend hat sie irgendwie immer (automatisch) drauf geachtet nicht über ihre Verhältnisse zu leben und hat das selbst im Studium (BAFÖG) geschafft.

Sie stieß im Jahr 2017 durch Zufall auf die F.I.R.E. (Financial Independence, Retire Early) Bewegung und das Thema hat sie dann nicht mehr losgelassen. Durch Jobwechsel konnte sie ihr Gehalt immens steigern und schafft derzeit eine Sparquote von > 60%. Trotzdem muss sie auf nichts verzichten und leistet sich alles was sie braucht oder haben möchte.

Joana erzählt wie hoch ihre angestrebte FIRE Zahl ist und was sie gerne machen würde wenn sie diese erreicht hat. Wir sprechen lange über Nachhaltigkeit, Moral und Werte und wie man es schafft neugierig zu bleiben und immer wieder seine eigenen Komfortzone zu verlassen.

Irgendwie war es für mich ein sehr inspirierendes Gespräch und ich musste am Ende noch ne ganze Weile drüber nachdenken. 

Wenn du auch Lust hast mit mir zu sprechen, melde dich gerne: matthias.hotz@gmail.com

Hier ist das Transcript.




Kommentare:

  1. Aktiensozialist

    Hallo Matthias,

    gibt es wieder nachträglich noch ein grobes Transkript dazu? Ich weiß, das ist immer Extraarbeit, aber falls möglich, wäre es wieder sehr hilfreich für mich =)

    Herzliche Grüße

  2. Matthias

    Sorry .. das habe ich total vergessen.
    Habs ergänzt 😉

  3. Aktiensozialist

    Alles gut und ganz lieben Dank dafür!

  4. Dagoberts Nichte

    Ein toller Podcast! Da habe ich mich zu 100% widererkannt.
    Viele Grüße
    Jenni

    P.S. Mobil ist die Schrift bei mir jetzt immer noch sehr auf Senioren optimiert 😉 Diese paar Zeilen sprengen schon das Kommentarfenster.

  5. Stefan

    Moin Moin,

    Wollte nur Mal hier lassen das ich dein Podcast sehr gerne höre und immer gespannt auf eine neue Folge warte.
    Wünsche dir weiterhin viel Erfolg.
    Beste Grüße

  6. Mad

    Danke Jenni und Stefan 😉

    Wenn ihr auch mal Lust habt mitzumachen meldet euch gerne!

  7. Joana

    Es wäre interessant zu hören welche persönliche Detail-Ausgestaltung ihr euch für ein Post-FI Leben vorstellt? Bei mit ist es, wie gesagt, das Communityzentrum für lebenslanges lernen und ggfs. halbes Jahr Deutschland, halbes Jahr Südostasien im Wechsel. Aber es gilt natürlich immer: nicht alles ist 100% planbar im Leben 😉

  8. Andrea

    Schöner Podcast, hast Spaß gemacht zu hören!
    Und danke für das Transkript, das ist ja ein toller Service!

  9. Kiev

    @ Joana

    Ich fand das Interview sehr gut und erkenne viele Fragestellungen bei mir wieder. Vielleicht haben wir uns einmal auf einem Finanzwezir treffen kennengelernt? Bin mir hier gerade nicht sicher, möchte es hier aber auch nicht genau klären. Vielleicht gibt es bei Matthias einmal ein Wander oder Gravel Treffen?

    Deine Suche nach Interessen für die Postfire Zeit kenne ich zu gut. All die Jahre setzt man sich Ziele, arbeitet darauf hin, wird sich immer klarer über die tatsächlichen eignen gemittelten Ausgaben. Und dann? Kurz vor FiRe weiß man Ich nicht so genau wie ein besseres Leben eigentlich aussehen könnte.

    Mit Familie und zwei Kindern bin ich eh an ein üblicheres Leben gebunden. FiRe bringt mir hier nicht sehr viel. Eine Arbeitszeit Reduktion schafft allerdings Freiräume, die ich durchaus nutzen kann.

    Ich habe allerdings Beinen Arbeitgeberwechsel mit goldenem Handschlag durchgeführt und konnte mein gutes Gehalt nicht steigern. Das ist nur nicht mehr wichtig, aber reduzieren könnte ich es leider auch noch nicht. Hier benötige ich noch ein paar Monate und dann den Mut den Schritt zu gehen. Das ist heutzutage als Mann weiterhin eher unüblich. Bei mir ist das eher hinderlich als eine Gehaltseinbuße. Das Gehalt in kleinerer Höhe zu strecken und länger zu arbeiten ist steuerlich nicht unbedingt verkehrt.

    Vielleicht findest Du auf den letzten 20% zu dem kalkulierbaren FiRe Betrag auch eine Möglichkeit weniger zu arbeiten. Damit könntest Du besser ausprobieren womit Du Dich in Zukunft vielleicht mehr beschäftigen möchtest. Du könntest auch einmal ausprobieren Work & Travel in Kombination mit Urlaub bei Deinem Arbeitgeber durchzusetzen. Vielleicht kannst Du die Arbeit auf ein Maß reduzieren bei dem Du ein Maximum an Netto Gehalt bei einem Minimum an Zeitaufwand Ei bringen musst. Zusätzlich gibt es Sicherheiten für die Frage, habe ich jetzt wirklich genug? Das Schiller KGV steht doch bei… Und wenn die Börse 50% einbricht und um Anschluss eine längere Baisse folgt. Da schläft es sich mit beispielsweise einer 50% Stelle besser. Auch wenn in einem Krusenmodus die Remotearbeit aus dem Homeoffice dann vermutlich nicht mehr möglich sein wird.

    Viel Erfolg auf Deinem weiteren Weg!

  10. Joana

    @Mad second vote für ein Wandertreffen.
    @Kiev haha, die Community ist so klein, vielleicht haben wir uns tatsächlich mal beim Finanzwesir Stammtisch getroffen. Danke für deine Anregungen. Teilzeit schwebt tatsächlich als Gedanke durch den Raum. Wenn man das wie Saisonarbeit 50% der Jahres machen könnte, würde ich sofort „hier“ schreien. Aber wenn ich doch vielleicht plane noch eine Sprosse auf der Konzernleiter zu klettern ist Teilzeit in Deutschland leider ein KO-Kriterium. Also eher ein Sabbatical in ein, zwei Jahren…

  11. Kiev

    @ Joana

    Das freut mich. Die Community ist wirklich sehr klein. Es gibt auch fast Niemanden, der ernsthaft FI oder FIRE verfolgt. Du hattest bei dem Treffen vor langer Zeit aber schon FIRE als klares Ziel.

    Ich bin schon mit FI zufrieden. Wir leben aktuell in einer Welt mit vielen Möglichkeiten. Vielleicht wartet Dein Traumjob auch nicht nach Erreichen von FIRE auf Dich? Ich habe auch gehört, dass ein Fehlen von Gehalt, auch ohne Notwendigkeit, als Mangel an Wertschätzung gesehen wurde. Vielleicht findest Du auch nicht genau das was Du Dir vorstellst? Eventuell könntest Du bereits heute einen Job finden, der Deinem Ideal nahe kommt. In dem Fall wäre es fast Zeitverschwendung darauf so lange hinzuarbeiten. Mit den flexiblen Arbeitszeitmodellen lässt sich eventuell auf Teilzeitbasis längere Urlaube mit Arbeitszeitausgleich und eventuell zusätzlich Remotearbeit nutzen. Das entspricht vielleicht keinem halben Jahr Urlaub, aber 1-2 Monate sind eventuell möglich mit ein wenig Tätigkeit aus dem Urlaub. Zusätzlich würdest Du so das Gehalt permanent auf etwas niedrigeren Niveau erhalten und damit uaf Mehrjahressicht Steuern sparen. Nehmen wir FIRE oder ein unbezahltes Sabbatical als Vergleich. Ich strebe selbst längere Urlaubsaufenthalte mit 50 Jahren an. Ich möchte es mit Teilzeit realisieren bei der ich einfach mehr arbeite und Stunden aufbaue, die ich dann auch in mehreren Urlaubstagen abbauen möchte. Vielleicht macht mein Arbeitgeber das nicht mit. Vielleicht bleibt ihm aber auch keine Wahl 😉 Die demografische Entwicklung spielt in diesem Punkt für uns. In meiner Branche wird mit hohen Gehaltssteigerungen gerechnet. Für mich ist das nicht interessant, aber ein höherer Freizeitfaktor durchaus. Kollegen von mir würden vielleicht das höhere Gehalt bevorzugen, somit ist für Alle das passende dabei.

    Aktuell würde mir FIRE nicht viel bringen, da die Kinder noch zur Grundschule gehen. An einem Tag in der Woche Wandern oder Radfahren wäre aber durchaus interessant. Mit 1-3 Wochen mehr Urlaub könnte ich wesentlich mehr anfangen. Schulferien gibt es schließlich mehr als genug. Eine Woche kann ich im Jahr locker mit Überstunden realisieren. Drei sind vermutlich ohne generelle Absprache eher nicht gewünscht. Die Homeoffice Möglichkeit macht mir die Arbeit und Freizeitgestaltung allerdings leicht. Vielleicht wird hier manches bleiben. Vielleicht wird mein Arbeitgeber aber auch Alles verwerfen. Damit würde er sich im Vergleich mit der Konkurrenz um Fachkräfte schlechter stellen und es entwickelt sich langsam zum Arbeitnehmernarkt.

    In dem Hinblick wünsche ich Dir schon vor FIRE eine Arbeit, die Dich nicht stark in Hinblick auf Deine Post FIRE Wünsche beschränkt. Mit Deiner 70% Sparrate hast Du eh viel Luft. Wir haben selbst immer über 60%. Mit Einbeziehung von Mieteinnahmen liegen wir auch um 70%.

    Ich hatte einmal eine dreimonatige Freistellung. In der Zeit habe ich eine Zweitagestour mit dem Gravel unternommen und 350km mit über 4000hm zurück gelegt. Zusätzlich bin ich mehrere Tage gewandert im harten Lockdown. Das war schon hart, da fast alles geschlossen hatte. Letztendlich habe ich aber sehr wenig in der Zeit Unternehmen können. Ich habe mich eher um den Alltag gekümmert und hier durchaus Besonderheiten eingebaut. Die Tage hätte ich wesentlich effizienter und ohne Freizeitstress über das Jahr verteilt abwenden können.

  12. Dagoberts Nichte

    Ich möchte, wenn FIRE erreicht ist, noch einmal studieren. Im Moment schwebt mir Geographie vor, was ich schon immer spannend fand, aber als Schüler nie ernsthaft in Betracht gezogen habe, weil die Jobperspektive einfach zu schlecht ist – bzw. genauer gesagt, das was man mit einem Abschluss machen kann nicht meinen Vorstellungen von einem erfüllten Berufsleben entsprach. Meine Vorstellung von einem guten Berufsleben haben sich allerdings auch im Studium noch einmal ziemlich stark gedreht (ich wollte ursprünglich Forscher werden). Jetzt fände ich es schön, zu lernen, um des lernen Willens, nicht für einen Abschluss oder spezifischen Job/den Arbeitsmarkt.
    Was mir bisher immer richtig Spaß gemacht hat in meinem Leben waren (interdisziplinäre) Zusatzstudien, die zwar eine Prüfungsleistung enthielten (ganz ohne Druck kann ich mich nicht gut motivieren ;), aber wo die Note keinen Einfluss auf meinen weiteren beruflichen Weg hatte. Solch eine Art von Studium möchte ich nach FIRE verfolgen, Vorträge besuchen und die faszinierende Welt um uns herum genauer verstehen lernen. Ich freu mich jetzt schon drauf.
    Viele Grüße
    Jenni

  13. Thomas

    @Joana et al zum Thema Sachen ausprobieren in München: Ganz praktisch gibt es bspw. das Munich Maker Lab, die Werkbox, oder den Impact Hub.
    Vielleicht hilft es dir oder anderen einen Einstieg oder Gleichgesinnte zu treffen.

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