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18. Juni 2022

Tagebuch eines Bärenmarktes #3

Ein paar Anmerkungen zu den Kommentaren des zweiten Tagebucheintrags:

Inflationstreiber Kilmapolitik:

Ja, die Energiepreise sind schon in den letzen Jahren gestiegen. Aber was haben wir für Alternativen wenn wir CO2 reduzieren wollen UND weniger Abhängigkeit von fossilen Energieträgern haben möchten? Es gibt aus meiner Sicht keine günstige, klimafreundliche und nachhaltige Energiequelle. Klar jetzt kann man mit Atomkraftwerken argumentieren, aber hier entsteht viel radioaktiver Abfall welchen wir an die nächsten Generationen vererben.

Wir haben aus meiner Sicht nur die Wahl günstige Energie auf Kosten des Klimas zu haben oder massiv in erneuerbare Energien und Technologien zu investieren und den Preis dafür zu bezahlen. Oder übersehe ich was?

Märkte:

Am Anleihenmarkt brennt auch die Luft. Relativ gesehen niedrig verzinste Anleihen mit langer Laufzeit (Italien, 30 Jahre) haben seit März etwa 35% an Wert verloren .. wie User Thomas anmerkt .. im Zuge steigender Zinsen will die jetzt keiner mehr haben da die Zinsen für neu emittierte Anleihen kräftig ansteigen.

Kryptos befinden sich ebenfalls im freien Fall. Die von der Marktkapitalisierung größten Währungen Bitcoin und Ethereum haben über 40% bzw. über 50% an Wert eingebüßt. Was für mich grundsätzlich nur aussagt, dass sie zu einem Großteil als reines Spekulationsobjekt betrachtet werden. Da sie keinen intrinsischen Wert wie z.B. eine Aktie haben bleiben nur die Die Hard Fans investiert. Die ganze Crypto Branche befindet sich offenbar in Schwierigkeiten .. Crypto.com und Coinbase entlassen Mitarbeiter, streichen Benfits zusammen und einige Plattformen und Netzwerke verwehren ihren Kunden Auszahlungen (Celsius). Auch hier ist die Party vorbei.

Aktien:

Die FED hat den US Leitzins diese Woche so stark erhöht wie seit 1994 nicht mehr. Das führt zu einem Wochenverlust von 4,25% beim S&P 500 und etwa 4% beim DOW. Der S&P hat seit 01.01.2022 etwa 23% and Wert verloren, der DOW 18,3% und der Nasdaq 31,8%. Ende nicht in Sicht.

Influencer:

Einige lagen mit ihren Einschätzungen wohl etwas daneben und andere kümmern sich nun um ihren Körper oder lassen sich zu sehr die Sonne auf den Kopf scheinen. Viele (auch hier nicht genannte) sind erst nach 2008 an den Märkten aktiv geworden und haben 14 Jahre (mehr oder weniger) nur einen Bullenmarkt erlebt. Nun muss man erst mal damit klar kommen was das mit einem macht, wenn das Depot ins Minus rutscht und aktuell kein Ende abzusehen ist.

Wie geht es weiter?

Es macht keinen Sinn von historischen Bärenmärkten Projektionen auf aktuelle Entwicklungen zu machen. Dotcom war anders, Finanzkrise war anders ..

Aber nur als Indikator .. in der Finanzkrise 2007/2008 haben wir 1,5 Jahre gewartet bis der DOW den Tiefststand erreicht hatte. In dieser Zeit ging es von etwa 14.000 auf ca. 7.000 Punkte runter. Vom Start des Crashs bis der DOW wieder altes Niveau erreicht hatte vergingen über 5 Jahre.

Der Dotcom Crash hat knapp über 7 Jahren gebraucht um auf das „vor Crash“ Niveau zu kommen.

Für viele Anleger ist das nun die erste richtige Krise an den Aktienmärkten (der Corona Flash Crash war kein richtiger Bärenmarkt). Viele werden frustriert mit hohen Verlusten verkaufen und Aktien danach nie wieder anfassen, andere haben sich frühzeitig von ihren Papieren getrennt und warten nun auf eine Bodenbildung und wieder andere kaufen stoisch weiter nach.

Was mache ich?

Für mich ist es der dritte richtige Crash.

Beim Dotcom Crash hatte ich viele Jahre die Lust auf Aktien verloren und habe nur noch sporadisch angelegt.

Bei der Finanzkrise habe ich ab 2008 Cash gehortet und bin 2010 (etwas zu spät) massiv wieder eingestiegen.

Und jetzt werde ich das selbe machen.

Ich werde mein Depot so beibehalten wie es ist, außer ein Wert entwickelt sich fundamental sehr negativ und ich versuche die Bodenbildung an den Märkten abzuwarten um dann zu kaufen.

Kommentare:

  1. Andy

    Danke für Deine Einschätzung. Ich gebe zu, für mich ist es gefühlt eher so, wie im Corona-Crash mit der Hoffnung, dass es ruck zuck wieder nach oben geht. Deine Ausführungen zeigen, dass es durchaus Jahre dauern kann mit der Durststrecke.

    Ich fahren in letzter Zeit zweigleisig, einerseits baue ich mehr Cash auf und investiere trotzdem jeden Monat stoisch weiter. Zumindest bei den Dividenden geht es weiter bergauf.

    Gruß
    Andy

  2. Marcus

    Summiere bitte ALLE Kosten der einzelnen Energieträger (vom Abbau über Verarbeitung bis zur letzten Sekunde der Endlagerung, einschließlich aller Kosten der Umweltschäden) und dann sag mir bitte ob Erneuerbare tatsächlich „nicht günstig“ sind

  3. Tim

    Hallo Matthias, du schreibst, du wartest die Bodenbildung ab. Woran machst du die fest? Wie hast du sie 2010 festgestellt? Der Markt macht ja nicht einfach eine große U-Bewegung. Woran merkt man, dass die Tiefs erreicht oder dass die Erholung nachhaltig ist? Ich traue mir dieses Market-Timing nicht zu und investiere weiter kontinuierlich, bzw. werde versuchen, sogar mehr zu investieren, je niedriger die Cape-Ratios werden. Aber sag gerne Bescheid, wenn es soweit ist 😉

  4. Alberich

    „Wir haben aus meiner Sicht nur die Wahl günstige Energie auf Kosten des Klimas zu haben oder massiv in erneuerbare Energien und Technologien zu investieren und den Preis dafür zu bezahlen. Oder übersehe ich was?“

    Wir bezahlen mit dem Festhalten an fossilen Energieträgern einen gewaltigen Preis – nur später. Klassische Überschuldungssituation, und wo heute noch die Amputation eines Fingers reichen würde, muss morgen schon der Unterarm abgenommen werden. Es ist einfach zum Verrücktwerden. 🙁

  5. ziola

    Hallo,

    ich mag den Begriff erneubare Energie nicht, da es uns etwas vorgaukelt, was es eigentlich nicht geht.
    PV – wie bekommen Energie von der Sonne und durch Verschleiß von Silizium-Zellen wandeln es in Strom. Nach 25 Jahren gibt die Zelle ihren Geist auf, nach 9 – 10 ist der Wechselrichter defekt. Es wird hier nichts „erneuert“ außer defekten Komponenten.
    Klar – es produziert keine Abgase. Mindestens keine Hier. Versteht mich bitte nicht falsch – ich habe es auch, insgesamt 3 PV-Anlagen, davon 2 selbst aufgebaut. Ich habe es, weil ich es mir leisten kann und ich betrachte es als Investment, das für mich persönlich aufgrund des Nutzungsverhalten, lukrativ ist.
    Ich wurde aber von der ganzen „religiösen“ Hoffnung, dass das die Endlösung unserer Energieprobleme ist, großen Abstand halten. Daran glaube ich nicht – wir tauschen nur Teufel durch etwas anderes. Sowohl Silizium, seltene Erden wie auch Lithium sind endlich und werden irgendwann „fertig“ sein. Dabei sollte man auch nicht vergessen, wo das ganze Zeug herkommt und wo es zu unseren „sauberen“ Produkten hergestellt wird. Es ist scheinheilig jetzt so zu tun, als alleine durch grünen Aufkleber auf dem Endprodukt alle diese Probleme verschwinden. Ich warte schon auch die „fair trade“ PV-Module…
    Um nicht nur zu kritisieren.
    Man sollte schauen wo wir her kamen und wohin wir möchten. Die fossilen Energieträger haben uns aus dem Mittelalter in die industrielle Zeit hergebracht. Dank der günstigen Energie ist der Wohlstand in die Breite gegangen und einfache Arbeiter konnten sich irgendwann Sachen leisten, von welchen deren Eltern nicht mal träumen konnten. Davon profitieren wir als Aktieninhaber jetzt auch. Klar – wir möchten sauber und noch besser leben – keiner mag den Geruch eines Kohleofens – ich kenn es gut aus meiner Kindheit… So entwickeln wir uns auch weiter und suchen nach besseren Lösungen. Hierbei wurden wir aus meiner Sicht, in einer Sackgasse getrieben und durch die jetzige Lage und kurzfristige Abzug der günstigen Energiequellen, wird uns es über längere Zeit erstmal verarmen.
    Bildung & Forschung und günstige Energie – das ist der clevere Weg.
    Ich bin der Meinung, dass die Leistung sich durchsetzen sollte – alleine politische Entscheidung, dass eine bestimmte Art der Energieschöpfung besser als anderen ist, ist einfach falsch. Politik sollte den Rahmen schaffen und den Menschen / Forscher ihren Weg gehen lassen. Ob man am Ende bei Kernfusion landet – das wäre nicht schlecht.

    Gruss
    ziola

  6. Thomas

    Zur Energie,
    ganz rational, neutral und ohne Emotionen.
    Nach dieser für mich vertrauenswürdigen Quelle
    https://ag-energiebilanzen.de/ag-energiebilanzen-legt-bericht-fuer-2021-vor/#:~:text=in%20Petajoule%20(PJ),%C3%BCber%20dem%20Wert%20von%202020.

    Verbrauch Energie Deutschland gesamt in einem Jahr ( 2021 )
    gesamt 12.265 Petajoule (PJ)
    davon 3.961 PJ Mineralöl das sind 32.3 Prozent
    davon 3.288 PJ Erdgas das sind 26.8 Prozent
    davon 1.044 PJ Steinkohle das sind 8,5 Prozent
    davon 1.128 PJ Braunkohle das sind 9,2 Prozent
    davon 754 PJ Kernenergie das sind 6,1 Prozent
    davon 1.947 PJ erneuerbare Energien das sind 15.9 Prozent (mit leicht sinkender Tendenz)
    (Zwischensumme gesamt Fossil ohne Kernenergie 76,8 Prozent am Gesamtverbrauch)

    Ich gehe davon aus, das alle die hier mitlesen, gut mit Zahlen und Größenordnungen umgehen können.

    Ich frage nun, wie realistisch ist es, und in welchen Zeiträumen die 76,8 Prozent fossile Energie ohne Kernenergie durch Regenerative zu ersetzen?

    Ich stelle die Frage, ohne Antworten zu erwarten.

    Ich lese das Gaskraftwerke zur Zeit trotz Sparapellen unter Volllast fahren.

    Ich ahne, warum diese Dinge nie in solcher Klarheit medial kommuniziert werden.

    Ich ahne, das wir schlimmer als Drogenjunkies davon abhängig sind.

    Ich stelle fest, das wir ( die älteren mehr als die jüngeren, uns einen derartigen wahnwitzigen Wohlstand erarbeiten haben mit Fleiss und Know How und mit fossiler Energie,
    weil wir es konnten.
    Wir wollen den Wohlstand nicht verlieren, möglichst nichts dafür tun ( F.I.R.E. bitte nicht beleidigt sein) und wir wollen noch mehr Wohlstand.
    Ist das realistisch?
    Was ist mit N.i.m.b.y. (not in my backyard)
    Ohne Energie fallen wir zurück ins Mittelalter und wenn diese Erkenntnis tagespolitisch omnipräsent werden sollte, beginnen die Verteilungskämpfe.
    Sie haben schon begonnen.
    Es heißt “ No society is more than three meals away from revolution“ und was denkt Ihr, was los ist, wenn Deutschland anfängt im Winter zu frieren. Das hat es seit 1945 nicht mehr gegeben.
    Möglicherweise beginnt sich das auch am Markt in Klarheit zu verwandeln, das sich sehr viele Verbraucher stark auf die wesentlichen Basics konzentrieren müssen.
    Noch was zu Warren Buffet: Eins meiner Lieblingszitate : Erst bei Ebbe sieht man, wer nackt geschwommen ist. Es wird wohl viele Margin Calls geben demnächst.

    Zur Bodenbildung am Markt: Wenn es einen Selling Climax gibt, noch drei bis 4 Tage warten, bis sich der Markt ausgekotzt hat und nicht mehr kann, keine Kraft mehr hat auch nicht mehr nach unten.
    dann ist ein guter Zeitpunkt zum Einstieg. Sonst prozentual vorgehen. Wenn es keinen Climax gibt, beispielsweise 25% vom freien Kapital investieren. Wenn es weiter fällt, dann noch mal 25% investieren usw.

  7. TickyTacka

    Was wir alle (hoffentlich) wissen: Market timing funktioniert nicht. Also sind Dinge wie „Bodenbildung abwarten“ und beim „Höchstkurs verkaufen“ ziemlich aussichtslos.

    Auch wenn die Kurse fallen, werfen doch deine Aktien nach wie vor steigende Dividenden ab. Und das Dividendenwachstum kann in der Regel ganz gut mit der Inflation Schritt halten. Beim Kauf neuer Aktien bekommen wir eine attraktive Dividendenrendite, weil die Kurse unten sind. Das war in den letzten Jahren nicht immer so.

    Ich bin noch in der Ansparphase, weil ich erst in ca. 10 Jahren mit dem Kapitalverzehr beginnen werde. Darum freue ich mich über die besseren Einstiegspreise auch wenn die Kurse meiner Aktien übel aussehen. Vor ein paar Jahren, habe ich angefangen, aktiv in Aktien und auch ETFs anzulegen. Mittlerweile sind’s fast 300 € monatliche Dividenden. Die steigen, auch wenn die Kurse fallen.

  8. Mad

    Thema Bodenbildung:

    Das war falsch ausgedrückt. Natürlich kann ich das nicht timen. Nach der Finanzkrise ging es an den Märkten (Dow) schon das ganze Jahr 2009 nach oben. Im Jahr 2010, nachdem es keine merklichen Rücksetzer in 2009 gab, bin ich dann eingestiegen. Den „besten“ Einstiegspunkt habe ich allerdings verpasst und den hätte ich auch nie erwischt.

    Thema Energie:

    Einerseits wollen wir den Planeten nicht brennen sehen und andererseits unseren Wohlstand (oder zumindest unsere Lebensweise) erhalten.

    Einen einfachen Weg gibt es nicht.

    Persönlich denke ich, es ist zu spät .. wir halten hier gar nichts mehr auf. Allenfalls verlangsamen wir den Klimawandel .. aber auch das glaube ich nicht.

    Ich sehe in meinem Umfeld das sich nur wenige Menschen dazu aufraffen können aktiv am Klimaschutz zu arbeiten oder auch nur ihre Lebensweise anzupassen.

    Ohne harten Zwang ändert sich nix oder das Problem wird verlagert.

    Bedeutet nun aber nicht, dass ich sage Feuer Frei .. Burn The Planet .. ganz im Gegenteil .. ich bin bereit meinen Teil zu tun (und tue ihn auch) gehöre aber (denke ich) zu einer Minderheit.

  9. chn

    Ich glaube, die meisten Menschen haben sich noch nicht klar gemacht, welche gewaltigen auch gesellchaftlichen Veränderungen durch den Klimawandel da gerade im Gange sind. Sie geben sich der Illusion hin, man könne durch neue Technik hier und da Anpassungen vornehmen, z.B. mit Elektromobilität, und ansonsten im Großen und Ganzen so weiter machen wie bisher. Wenn wir diesen Planeten (und damit uns selbst) nicht zugrunde richten wollen, dann müssen wir unsere Lebens- und Wirtschaftsweise grundlegend ändern. Leider haben zu viele Menschen speziell in Europa und Nordamerika dabei das Gefühl, etwas zu verlieren zu haben (materieller Wohlstand) und übersehen, dass dabei aber eine ganze Menge zu gewinnen wäre. Z.B. mehr Zeit und Muße, mehr Natur und Gemeinschaftssinn, weniger Lärm und Hektik, lebenswertere Städte (z.B. durch die Abschaffung von motorisiertem Individualverkehr).
    Ich denke aber auch, dass es schon zu spät ist. Dieser Planet wird uns zu den notwendigen Änderungen zwingen, und das wird erstmal sehr schmerzhaft. Vielleicht kommen wir in ein neues Mittelalter. Aber das letzte war besser als sein Ruf 🙂

    Achso, viele Leute drehen offenbar momentan am Rad wegen der (Aktien-)marktlage. Der Markt testet uns eben auf verschiedene Arten. Im März 2020 auf die eine (schnelle und heftige), jetzt auf die andere (langsamere zermürbende) Weise. Sowas kommt vor, ist ganz normal. Meine 3 Tips für’s eigene Depot:

    1. Nicht hinschauen (sofern man seine Hausaufgaben gemacht hat)
    2. Weiter kaufen
    3. Wenn man hinschauen muss, dann bitte nicht auf aktuelle Bewertungen sondern prozentuale Verteilungen achten

  10. Markus

    Gutes Fazit! Bin ebenfalls seit 2001 an den Märkten aktiv und habe in den letzten 20 Jahren so einiges gesehen und mitgemacht… im Moment freue ich mich einfach nur wieder regelmäßig Unternehmensanteile zu angenehmeren Preisen einsammeln zu können.

  11. Was tun im Bärenmarkt? › Fuseboroto.info

    […] Frage ist wie es weiter geht. Matthias hat ein paar Ideen in seinem Blogartikel „Tagebuch eines Bärenmarktes #3„. Hier erinnert er auch schmerzlich daran, dass die Kurse noch einige Zeit fallen können und […]

  12. Kiev

    @ chn

    Ich sehe es ähnlich, auch wenn ich keine Einschätzung geben kann, ob wir noch rechtzeitig Änderungen an unserem Verhalten durchführen können. Der Mensch ist äußerst kreativ, wenn es sein muss. Ich kann mir vorstellen, dass es neue Wege geben wird mit neuen Gegebenheiten zurecht zu kommen.

    Eine Einschränkung des Individualverkehrs sehe ich im Gegensatz zu den meisten Menschen auch als gesetzt an. Ich muss kein eigenes KFZ haben. Carsharing finde ich aus mehrerlei Hinsicht sehr interessant und wir werden vielleicht durch einen weiteren Jobwechsel dies nutzen. Es hängt aber von Dingen ab wie oft Präsens im neuen Büro gefordert ist, ob es irgendwelche preisliche Nahverkehrsänderungen geben wird usw. Carsharing lohnt sich nicht, wenn man 2 Tage die Woche in ein entlegenes Büro fahren muss (zumindest als alleiniges Mittel der Wahl). Wir sind aber flexibel und werden auch hier eine für uns gute Lösung finden.

    Corona in Bezug auf mobile Arbeit gepart mit dem Wegfall der Babybommer in Zusammenhang mit Digitalisierung ist allerdings ein sehr interessanter Arbeitsbereich. Wir haben heute bereits so viele neue Möglichkeiten. Dabei sind diese hybriden Lösungen noch gar nicht umgänglich durchdacht. Auf Änderungen in dem Bereich bin ich sehr gespannt. Anstatt aktueller Forderungen bezüglich einer Rente mit 70 oder einer 42h Woche, sollte vielleicht versucht werden mehr Frauen in besser bezahlte Berufe zu integrieren. Und das sicherlich nicht mit dem Lockmittel einer 40+xh Woche. Größere Unternehmen können ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem vielleicht Projektleiter, Teamleiter oder Experten sich auch in Teilzeit verwirklichen können. Agile Prozesse und Digitalisierung machen dies möglich. Ich bin nicht sicher, ob den Firmen überhaupt bewusst ist welchen Wettbewerbsvorteil sie bei der Suche nach Talenten mit einer wirklich frei wählbaren Arbeitszeit hätten. Es würde den Mitarbeitern Sicherheit geben, die Stunden für eine Zeit reduzieren zu können, ohne dass dadurch der Job oder die Stelle als Teamleiter in einem agilen Team verloren gehen muss.

  13. Dagoberts Nichte

    Gerade die Corona-Krise hat doch gezeigt, wie schnell Menschen fähig sind, ihr Verhalten und Lebensgewohnheiten zu ändern, wenn es dringend notwendig ist. Die Klimakrise ist genauso wenig sichtbar wie ein Virus, aber auf einer langfristigen Skala gesehen deutlich gefährlicher. Ich sehe, vor allen Dingen in der älteren Generation, keinerlei Einsicht, dass das eigene Verhalten sich ändern muss, um die eigenen Kinder und deren Enkel zu retten. Und gerade die eigenen Kinder werden da gerne als Ausrede herangezogen à la „ich möchte, dass es meinen Kindern besser geht als mir, daher habe ich hart gearbeitet – und im Umkehrschluss mir jetzt auch verdient, mich nicht einschränken zu müssen, immerhin habe ich so lange hart gearbeitet dafür“.
    Ach, ich werde nur wieder wütend… lieber schnell weg damit 😉

  14. Laza

    Ich finde die Kommentare witzig die sich freuen billiger nachzukaufen. Anfänger, Dummköpfe, Vollidioten sag ich da nur!
    Mein Depot hatte in der Spitze knapp 1 Mio. (Jan.). Jetzt bin ich auf 810k runter. Immer voll investiert.
    Was bringen mir 5000 EUR pro Monat „billigen“ Nachkaufens, 2500 neu + 2500 Div. / Monat?
    Das bringt keinem was, auch den herumlaberden Dummköpfen mit 300 EUR Dividende bringt das nichts – sie beweisen nur das sie keine Ahnung von nix haben.

  15. Vroma

    @Laza: Nanana! Da wird wohl einer ziemlich nervös. Von den 810k kaufst Dir einen Benimmkurs :X

  16. Laza

    @Vroma
    Besser wäre wenn ich für die verloren 190.000 EUR einen Hörsaal voll Studenten für zwei oder mehr Semester damit beauftragt hätte zu forschen, woher die vielen Dummkoppen kommen die glauben das es für ihr Depot günstiger ist für 300 EUR nachzukaufen und dabei vergessen das der Depotwert um mindestens das 100fache gesunken ist…

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