getmad the edge of sanity
9. November 2019

Fürs Hamsterrad

Ungeplante und doch erreichte Meilensteine im Herbst 2019.

September: 400.000 Euro – Kaufwert
Oktober: 500.000 Euro – Depotwert
November: 100.000 Euro – Wertzuwachs

Nur so als Reminder .. falls es wieder zu ner Weihnachstkorrektur kommt.

Depotwert 2019

Ich war schlecht in der Schule. Nach der Grundschule ging ich auf die Realschule und habe dort den Abschluss mit der Durchschnittsnote 3.0 gemacht .. sieht für Arbeitgeber eher nach fauler Socke oder doofem Individuum aus. Da man sich mit so nem Realschulabschluss gar nicht erst bewerben braucht (90er) bin ich glatt aufs Wirschaftsgymnasium. Dort bin ich in der 11. Klasse erst mal sitzen geblieben. Mathe:5, Physik:5 und auch nichts zum Ausgleichen da.

Die zweite Runde habe ich geschafft und das Abi dann auch mit einem Schnitt von 3.0 gemacht. Konsistenz kann ich. Nach etwa 30 Bewerbungen für ein duales Studium (und 30 Absagen) habe ich einen Ausbildungsplatz als Industriekaufmann ergattert. Gehen wir davon aus, dass der Ausbildungsbetrieb die Stelle dringend noch besetzten musste und ich ehrlich gesagt dankbar war, dass die mich genommen haben.

Dank Abi ging die Ausbildung nur zwei Jahre und ich habe diese auch durchgezogen.

Yay .. ich war nun ein Mensch mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Zukunfstaussichten: Sachbearbeiter .. GEIL.

Mein erstes Gehalt waren dann 3700 D-Mark brutto (in 2001) .. etwa 1950 Euro brutto oder 1550 Euro netto. Damit macht man keine großen Sprünge. Ich blieb knapp 10 Jahre bei der Firma und mein letztes Gehalt waren 1950 Euro netto in 2010.

Beweis

2004 betrug mein Depotwert .. mit hohem Bargeld-Anteil 19.500 Euro. Im Jahr 2010 waren daraus 81.000 Euro geworden. Das hätte auch weit mehr sein können aber ich musste mir ja einen fast neuen Mini Cooper für 20.000 Euro kaufen und etwa nochmal 20.000 Euro in Mountainbikes versenken. Auch war ich jedes Jahr zwei mal im Urlaub und da das eher Fernreisen waren … teuer. Sagen wir pro Jahr nochmal 4000 Euro für Reisen. In den 6 Jahren habe ich also 64.000 Euro NICHT gespart.

Ob das doof war oder nicht .. darüber bilde ich mir kein Urteil. Ändern kann ich es sowieso nicht mehr. Die Reisen haben meinen Horizont erweitert (Laos, Kambodscha, Vietnam, Indien, Nepal, Senegal, Gambia, Mali, Oman, Ägypten, Indonesien usw.). Der Mini war ein tolles Auto welches im Unterhalt aber recht teuer war. Und die Mountainbikes .. naja .. ich war halt etwas maßlos.

Irgendwann zwischen 2008 und 2012 hatte ich mir auch das Programmieren beigebracht und angefangen hier eine weitere Einnahmequelle aufzutun. Was man früher nie geglaubt hatte .. also ich .. mit meinem nicht vorhandenen Mathe Kenntnissen .. werde ein guter Software Entwickler .. war eingetreten. Und als Softwareentwickler lässt sich halt auch weit mehr verdienen, als als einfacher Sachbearbeiter.

Während ich früher viele CDs und DVDs besaß und gekauft habe, außerdem wahrscheinlich zwei mal im Monat bei Amazon irgendwelchen Schrott bestellt habe, passiert das heute nicht mehr. Ich hab keine Abos, keine CDs/DVDs mehr, keinen Fernseher und auch sonst fällt mir nichts ein was ich kaufen könnte.

Ich kann mich an Shopping Trips in die City erinnern wo ich an einem Samstag 500 Euro in Klamotten versenkt habe. Sport-Scheck Bestellungen .. dort ein Gadget .. hier ein Möbel usw. Ich hatte ne ganze Ralph Lauren Kollektion im Schrank hängen .. heute sind das Putzlappen.

Ich brauchte das alles nicht wirklich ..

Heute kaufe ich Ersatz, wenn etwas kaputt ist und damit hat es sich .. Lustkäufe gibt es schon viele Jahre nicht mehr. Meine Bikes sind Jobbikes .. also 1% Regelung wie beim Auto nur das ich sie danach auch behalten kann.

2014 betrug mein Depotwert 173.000 Euro. Ich hatte billigere Autos gekauft, etwas weniger Reisen gemacht und meine Bikes auch mal länger als 1-2 Jahre gefahren. Das Gehalt war gestiegen und meine Investmentstrategie (die vor 2010 eher chaotisch war) wurde zu einer soliden Strategie (aus meiner Sicht).

Wenn es 2019 keine Korrektur mehr gibt werde ich das Jahr mit über 500.000 Euro Depotwert beenden.

TL;DR?

Auch ein mittelschlaues Konsumopfer mit semi-geilem Job kann das hinbekommen .. vor allem wenn ich das geschafft hab.

17. Oktober 2019

Comdirect First

Seit kurzem bin ich Comdirect First Kunde .. das wird man wenn man eine der folgenden Kriterien erfüllt: > 125 Trades im Halbjahr, 10k Gehaltseingang pro Monat oder 500k Vermögen bei Comdirect.

Nett .. jetzt bin ich auch mal in nem Club ..

Nur irgendwie brauch ich nix davon.

Mein Depot ist schon seit Jahren kostenlos. Angerufen hab ich dort noch nie. So eine Session Time Einstellung brauche ich offensichtlich auch nicht (hab sie bisher nicht vermisst) und ich werde einen Teufel tun und irgend ne Veranstaltung besuchen (wo mir wahrscheinlich nur was verkauft werden soll).

Einen Kasten Bier pro Woche würde ich aber nehmen .. @Comdirect

1. Tanken

Ist teuer, ich weiß, darum habe ich mir nen Gummischlauch und nen Kanister besorgt. Stelle mir dann den Wecker auf drei Uhr morgens und ziehe los um Tankdeckel zu knacken. Ein großer Schraubenzieher* reicht hier meist. Bonus: Du sparst dir das Zähne putzen, da der Sprit den Mundraum gut desinfiziert und alle Keime tötet. Nicht ganz legal aber ich mopse immer nur wenige Liter pro Fahrzeug .. das ist okay.

2. Klopapier

Max. ein Blatt. Bei optimaler Flächeneinteilung des Papiers reicht das fast zweimal. Wenn du dir den Po rasierst brauchst du ebenfalls weniger weil es nicht so schmiert. Außerdem sammle ich Blätter von Bäumen. Die sind fast genau so gut. Wegen der Form empfehle ich Ahorn. Bonus: Während des Sammelns der Blätter sein Geschäft gleich draußen verrichten, das spart zusätzlich Wasser.

3. Fleisch

Das Lidl Fleisch ist viel zu teuer. Darum füttere ich Katzen, Igel und Mäuse an. Vor meinem Haus stehen immer ein paar Näpfe mit Fleischabfällen. Die süßen Tierchen lieben das. Je nach Bedarf und Hunger fange ich ein paar mit Lebendfallen und hau sie mir dann in die Pfanne. Bonus: Gutes Gewissen da ich die Viecher ja selbst erlegt habe.

4. Klamotten

Überall stehen diese Kleidercontainer wo man dicke Winterjacken an Südkongolesen spenden kann. Die Einwurföffnungen kann man einfach mit einer langen und stabilen Holzlatte (von der Baustelle nebenan) blockieren. Die Spender sind meist zu faul die Klamotten wieder mitzunehmen und stapeln die Tüten neben den Containern. Und zack habe ich eine gute Auswahl für meine Garderobe. Bonus: Warten bis der Nachbar mit dem Q7 da war und die Markenklamotten aus letzten Jahr abstauben.

5. Geld verdienen

Ist dir schon mal aufgefallen, das du zwei Nieren hast? Du brauchst aber nur eine. Ganz schön doof vom Körper. Wichtig ist, dass du die Niere nicht schon an einen mittellosen Verwandten gespendet hast. In Ägypten gibt es einen florierenden Markt wo du ganz schnell deine überflüssige Niere an nen morbid-adipösen reichen Amerikaner verkaufen kannst. So lassen sich schnell ein paar tausend Euro machen. Bonus: Du hast übrigens auch zwei Augen, was soll das?

6. Essen gehen

Zugegeben, wäre nicht nötig da ich gern Katze esse. Aber ab und zu zwingt mich die soziale Pflicht. Wichtig ist hier die Vorbereitung. In den Tagen vor dem Restaurantbesuch sammle ich alle Fußnägel, Nasen Popel und Haare die ich finden kann und packe sie sorgfältig in eine Dose, die ich ins Restaurant mitnehme. Wenn ich die Mahlzeit zu 95% beendet habe streue ich meine Mitbringsel aufs Essen und rufe empört die Bedienung. Ich raste regelrecht aus, und drohe dem Etablissement mit dem WKD. Rechnung? Nicht mit mir! Bonus: Wenn du Vergiftungssymptome simulieren kannst (Schaum vorm Mund) lässt sich damit sogar noch Geld verdienen.

7. Zigaretten

Ja .. ich weiß ein unnötiges Laster. Aber für alle Raucher habe ich den ultimativen Geheimtip: Aschenbecher. Einmal in der Woche mache ich mich auf zum Hauptbahnhof und sammle aus den Aschenbechern und vom Gleis nicht fertig gerauchten Kippen, aus denen ich dann den Tabak rausfriemle. Da kommt ganz schön was zusammen und ich spare jede menge Geld. Am Besten ist aber das ich dem Staat keine Tabaksteuer bezahle. Bonus: Als Papers eignen sich Zeitungen ganz hervorragend.

8. Körperpflege

Vermeidet teure Lotionen, Shampoos und Parfums. Bartpflege ist was für Hipster. Spüli reicht vollkommen aus. Sehr sauber macht das von Aldi*. Hier reicht schon ein kleiner Tropfen bei meiner zweiwöchentlichen Dusche und ich komme mit einer Packung ca. 9 Jahre+ hin.
Bonus: Wenn man nach dem duschen die Unterhose auf links dreht ist diese quasi frisch und man kann zwei weitere Wochen darin verbringen.

9. Urlaub

Günstig in den Urlaub kommt man nur mit der Bahn. Absoluter Insider: Güterzüge halten oft an bestimmten Stellen um schnelleren Personenzügen den Vortritt zu lassen. Ich habe mittlerweile eine europaweite Karte, wo sich die größten Rangierbahnhöfe befinden. Dort suche ich mir dann einen offenen Schüttgutwagen und klettere hinein. Ich wurde dort wirklich noch nie nach einer Fahrkarte gefragt. Bonus: Vorher wissen in welche Himmelsrichtung der Zug fährt und schon kann es los gehen.

10. Ultimativer Millionärstip

Den ultimativen Millionärstip, also wie du wirklich und echt ganz, ganz schnell reich wirst ist MLM. Sagt dir nix? Das bedeutet Multi Level Marketing und die Essenz ist, dass du ahnungslosen Leuten, überteuerten Mist andrehst, den sie nicht brauchen um dir selbst deine Taschen vollzustopfen. Bonus: Wenn du das bei Leuten machst die du nicht magst, siehst du die nie wieder.

*keine Affiliate Links

10. Oktober 2019

Dividenden vs. Kursgewinne

Auf einigen Blogs und in diversen Kommentarspalten ließt man ab und zu, dass die Dividendenstrategie mehr oder weniger Selbstbetrug ist. Die Firmen die Dividenden zahlen fehlt das Geld, sie können weniger investieren. Kurse steigen weniger, da weniger „Mehrwert“ erzeugt wird. Dividenden müssen versteuert werden, Kursgewinne usw. nur wenn die Aktien verkauft werden.

Manche Menschen argumentieren, dass viele Firmen ihre Dividendenausschüttungen teilweise aus der Substanz bezahlen und ich mehr oder weniger meine Ausschüttungen durch sinkende Kurse selbst bezahle ..

Und so weiter …

Kann sein, kann auch nicht sein.

Es gibt Firmen, die keine Dividenden zahlen deren Kurs fällt.
Es gibt Firmen, die Dividenden zahlen deren Kurs steigt.

Und ebenso auch andersrum.

Kursgewinne bzw. Kursverluste sind nicht planbar.
Dividenden bis zu einem gewissen Maße schon. (Aristokraten)

Kursgewinne sind Buchwerte.
Dividenden sind Bargeld.

Ein Tenbagger kann morgen massiv abschmieren und meine schönen Buchgewinne vernichten .. Beispiele gibt es genug (Solar, GT Advanced usw.)
Die gezahlte Dividende kann mir keiner mehr wegnehmen.

Ich kann aus dem Cashflow der Dividenden mir selbst eine Art Rente bezahlen und muss keine Aktien verkaufen.

Ich muss mir nur darum Gedanken machen ob die Firma nachhaltig wirtschaftet und nicht an die Substanz geht und eben nicht wann vielleicht der beste Verkaufszeitpunkt nach einer Kursrally ist.

Heutige Dividenden sind für mich der Spatz in der Hand.
Zukünftige Kursgewinne die Taube auf dem Dach.

1. Oktober 2019

500k

Nachdem ich letzten Monat das erste mal 400k Anlagesumme erreicht habe geht es diesen Monat gleich weiter.

Ich habe das erste mal 500k Nettovermögen überschritten. Ich zähle dazu nur meinen aktuellen Depotwert, die eiserne Reserve und das Girokonto des Depots.

Verteilt sich heute wie folgt:

  • 491.000 Euro Depotwert
  • 7.000 Euro eiserne Reserve
  • 7.000 Euro Girokonto

Macht zusammen 505.000 Euro zum 01.10.2019. Die eiserne Reserve habe ich vor einigen Jahren von 12.000 Euro auf 7.000 Euro zurück gefahren, da die Dividenden Einnahmen meine Fixkosten damals schon zu einem großen Teil gedeckt haben und heute vollständig abdecken.

Ist quasi nur dazu da, falls ich morgen schnell kündigen muss und gleichzeitig das Auto verreckt .. oder so ..

Die 7k auf dem Girokonto werden demnächst investiert. Ich kaufe in der Regel immer für 5.000 Euro Aktien auf einmal und warte dann bis das Girokonto sich wieder aufgefüllt hat.

Ich bin einigermaßen überrascht das ich die 500k so schnell erreicht habe. Zumal das Depot Ende 2018 noch bei 390.000 Euro stand. In meine Plan war das auch erst für 2021 vorgesehen ..

Scheiße .. und jetzt?

27. September 2019

Zuerst das Geld ..

Finanzblogger und Websites die sich mit privaten Finanzen befassen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Vor 8 Jahren (als ich auf diese Nische aufmerksam geworden bin) waren es nur eine Handvoll. Das erste Blog welches ich entdeckt habe war https://finanzielle-freiheit-dividende-blog.de dann aber schnell Mr. Money Mustache und http://earlyretirementextreme.com/ ..

Irgendwann ist das Ganze dann explodiert und heute kann man die Szene gar nicht mehr überblicken. Ich werte das auch nicht.

Nur .. mit zunehmender Zeit scheinen vielen die Themen auszugehen .. und dann wiederholt Blogger X den Artikel von Blogger Y mehr oder weniger komplett ohne der Sachlage was Neues hinzuzufügen.

Ist mir auch egal .. ich muss es ja nicht lesen.

Was mich eher stört ist die zunehmende Tendenz Alles und vor allem jeden Scheiß zu monetarisieren .. oder zumindest es zu versuchen.

Das fängt mit Affiliate Links an, dem Sammeln von E-Mail Adressen für Newsletter, dem Verkauf der Blogartikel in Buchform usw.

Manche Seiten verkaufen Excel Tabellen die es anderswo kostenlos gibt, andere verlangen recht sportliche Preise für Coaching Sessions oder Workshops. Es gibt ganze „Online Akademien“ für finanzielle Bildung die sich den Zugang auch noch entlohnen lassen.

Teile der ganzen Finanzbloggerszene sind zu dem geworden über das sie oft und gerne schimpfen .. einer Art Bankberater der nur den Vertrieb seiner eigenen Produkte als Ziel kennt.

Frei nach dem Motto:

Wie mach ich zu aller erst meine eigene Tasche voll?

Und ich habe wirklich nichts gegen volle Taschen.

Wenn der Mehrwert stimmt, die Inhalte wenigstens unterhaltsam sind oder in die verkauften Daten und Listen wirklich viel Arbeit geflossen ist.

Ich hatte immer das Gefühl wir wollten anders sein, gerade nicht so wie Banken, Finanzvertriebe und die ganzen anderen Klinkenputzer ..

Aber am Ende ist sich doch jeder selbst der Nächste?

Wir hatten uns zu 18:30 Uhr im Augustiner in Erfurt verabredet.
Ich selbst kam mit einem Kumpel und war mit der deutschen Pünktlichkeit 5 min vorher anwesend.
Das Augustiner liegt sehr zentral, steht frei, direkt an einem kleinen Bächlein. Drinnen hatte Carola, die Organisatorin, für uns eine ganze Sitzreihe reserviert. 

Nach und nach kamen die Leute und füllten die Sitzreihen nachhaltig auf. Zum Schluss waren wir ca. 10 Leute. Erstaunlicherweise kannten mich zwei Personen beim Namen. Da sage mal jemand ich hätte keine Marktdurchdringung 😀 

Die Themen:

Das erste Thema war die TWS und wie sie bedient wird, da es leider auch um die Mobile App ging konnte ich nicht weiterhelfen. Auch waren ETFs und deren Besteuerung ein Thema. 

Scheinbar hatte die Investmentsteuerreform so einige dazu gebracht ihre ETFs komplett zu veräußern. Da scheint der Sparbuch-Scholz seine Ziele ja richtig erreicht zu haben. Auch ich beobachte die Entwicklung mit Sorge. 

Auch P2P Kredite, zusammen mit den Auswirkungen bei Rezessionen war ein heiß diskutiertes Thema. 

Die Monopolstellung der Bahn und Telekom, samt Bachelor Arbeit wurden angeschnitten. Schattenfinanzierung durch Staaten (DB-Netze AG), Quersubventionierungen, Wettbewerbsverzerrungen und Anreizsysteme lagen im Fokus. Dazu sei ein Video von Simplicissimus empfohlen, welches die Lage gut zusammenfasst:

Deutsche Bahn – Simplicissimus

Auch wurde heftigst über die EZB diskutiert, wie es weitergeht oder ob wir nach Markus Krall alle sterben werden. Wie sichert man sich ab? Was passiert dann? Wann kommt (endlich) der Absturz? Wie geht die EZB Politik weiter? Viele viele Fragen, auf die ich auch heutzutage keine Antwort habe. Ich hoffe nur das Beste für uns alle und das manche fehlgeleitete Ökonomen mal wieder zur Vernunft kommen werden. An dieser Stelle sei ein wenig Finanzporn empfohlen:

Finanzporn – Aber doch irgendwie interessant

Kennt man irgendwie alles. Jetzt gab es aber mal richtig neuen Stoff:

PORN ODER KEIN PORN 

Dass ist hier die Frage! Das Thema wurde angeschnitten, weil die allgemeine Meinung sei, das gäbe es hier nicht in Jena/ Erfurt und man solle so doch nie anfangen zu “arbeiten”. Man könne kein Geld mehr mit Porn verdienen.

Ich warf Anne Eden ein. Studiert in Jena und zieht ihren Instagram Account sehr erfolgreich durch Porn auf. (Im übrigen habe ich noch nie so schnell Leute ihr Handy zücken und auf Insta gehen sehen.)  Auch gibt es in Jena den ein oder anderen Webmaster von den Damen, die allesamt sehr gut davon leben können. Da der Wettbewerb in diesem Bereich niedriger sei als z.B. auf Instagram kann man so super sichtbar werden, warf ich ein.
Es entstand eine Diskussion. Sollte man es probieren über den Porn Bereich oder nicht. Einige meinten: “Sie wäre für immer in anderen Branchen verbrannt, niemals machen”
Die Mehrheit war der Meinung: “Warum nicht?”

Was ist eure Meinung dazu?
Sollte man es im Porn versuchen oder ist man für immer verbrannt?
Ich bin wirklich gespannt auf eure Kommentare.

Abschließend wurden wir langsam weniger. Die Gesprächstiefe nahm zu. Ich konnte auch ein wenig aus meinen Börsen- und meinen Lebenserfahrungen erzählen. Über das Abitur, die Sache mit dem Ämtern usw. gegen 23.00 Uhr gingen dann auch wir.

Fazit:
Ein Treffen unter Privatanlegern ist schon anders als mit Vollprofis aus der Finanzbranche. Die Art zu diskutieren ist anders. Ein wenig oberflächlicher, vermutlich auch einfach bedingt durch den Zeitfaktor.
Dennoch fand ich den Abend sehr genial. Jede Menge nette Leute kennengelernt, neue Sichtweisen. Leckeres Essen gehabt. Alles in allem ein Erfolgreicher Abend. 

Ihr seid die Besten,
Euer Pascal

PS.
Sollte man es im Porn versuchen oder ist man für Immer verbrannt? 

Was ist eure Meinung dazu?
Ich bin echt gespannt auf eure Kommentare. 

Folgt mir auf Twitter

Hallo Leute, 

viel ist in der letzten Zeit passiert. 

Zuallererst habe ich jemanden kennen gelernt. Er ist Risikokapitalgeber. Irgendwie ist mein Name bei ihm gefallen. War schließlich auch sehr nieschig im Onlinemarketing unterwegs. 

Jedenfalls kam er auf einem Kumpel von mir zu. Wollte uns beide besser kennen lernen, aber maximal eine halbe Stunde / Stunde sollte das Gespräch gehen, weil er ja schließlich viel zu tun hatte. 

Aus den geplanten 30 min sind fast 4 ½ h geworden. Wir waren auf einer Wellenlänge. 

Das zweite Gespräch folgte. Es war ähnlich lang. Zum Ende merkte ich noch an, dass ich dieses Wochenende noch ein paar Bewerbungen schreiben werde 450€ Job und so, weil mein Hauptkonto schon echt hart am Dispo war. 

So kam es am Wochenende, Freitagabend schrieb ich Bewerbungen. Sehr nervig dieses „Ich bin so toll“, eigentlich dachte ich in dem Moment. Das war es. Unten angekommen. Doch dann ein Geräusch:

„Wrrwrr“ mein Handy vibrierte. Eine SMS von dem Risikokapitalgeber. „Pascal machst du eigentlich auch SEO?“, ich antwortete ihn: „Natürlich. Ja.“

Schließlich war das der einzige Skill den ich auch in meiner Auszeit weiterpflegte. „Ja dann bewirb dich mal dort, die suchen noch Einen“

DIE Bewerbung

Mein Blick ging auf das Word Dokument. Ich war so satt eine Bewerbung nach Schema F zu schreiben. Ich will Nutzen bringen und rüberbringen, dass ich es kann. 

Also setzte ich mich ran. Jagte SEORCH ein paar mal über die Website. Meldete mich bei der einen oder anderen Testversion an und nahm am Wochenende die gesamte Webseite auseinander. Schlaf Fehlanzeige! Es musste sitzen. Zum Schluss war alleine das Word Dokument, welches nur die Fehler auflistete,  36 Seiten lang. Die dazugehörigen Excel Tabellen hatten teilweise über 1.000 Zeilen. 

Montag: 

Pünktlich um 12.00 Uhr reichte ich das Dokument als Bewerbung ein. Puh … erstmal ausschlafen. Einen Tag später, hat der Chef angerufen. Für mich machte es den Eindruck, dass er mich am liebsten direkt einstellen hätte wollen. Ich kannte ihn aber absolut nicht. Deshalb schlug ich vor erstmal ein kleines Kennenlern-Essen zu machen. 

Mein Chef lebt und arbeitet aber in Berlin. Ich in Jena. Er bot mir an mich in Erfurt zu besuchen.

Und dazu kam es dann direkt am Freitag. 

Ihr müsst euch vorstellen. Chef von einem großen Unternehmen (Marktführer in seinem Bereich, Marktplatz) kommt für so jemanden wie mich nach Erfurt. 

Nur zur Erinnerung, zu dem Zeitpunkt glaubte ich noch nicht mal, dass ich einen 450€ Job wert war. Doch dieser Tag legte den Schalter in meinem Kopf wieder nach vorne. 

Das Bewerbungsgespräch an sich war retrospektiv betrachtet auch sehr amüsant. 

„Wie viel Urlaub möchtest du haben“ 

Ich schaute ihn nur ganz verdutzt an. „Urlaub, ich bin zum arbeiten hier. Ja ganz normal ein paar Sickness Days „. So im Nachhinein dachte ich schon, dass ich zu viel mit Leuten im angelsächsischen Raum rumhänge 😅 

Wir sprachen über das Gehalt. Da ich relativ klamm war, wollte ich lieber den Job als als mein Gehalt zu maximieren. Deshalb verkaufte ich mich, aus heutiger Sicht unter Wert. 

Learnings bis hier hin: 

  • Vitamin B ist das A und O 
  • Ein Notgroschen ist essentiell, hilft dir besseres Gehalt durchzusetzen 

Meine ersten Wochen 

Waren für mich gefühlt der Horror, obwohl ich einen sehr guten Chef habe. Obwohl ich sehr gute Kollegen hatte. 

Dass ich, ein WordPress Scriptkiddie, ein System aus 2004 der Marke Eigenbau optimieren soll, ist echt hart. 

Selbst heutzutage struggle ich mit dem System immer noch. Es braucht viel Geduld und Liebe. Und wenn man so wie ich Leistung bringen möchte, kann es sehr demotivierend sein. Mal abgesehen von dem Fakt, dass mit dieser Website mein gesamtes SEO Wissen auf dem Kopf stand. Eine Webseite die 0 optimiert ist, aber dennoch teilweise sowohl auf Platz 1 und 2 auf den Suchergebnissen steht.

Altneue Programme 

Wait was?! Hieß der Scheiß nicht Adwords? (Jetzt nur noch Google Ads) Auch viele Programme habe ich sehr lange nicht mehr benutzt. 

Es ist wie nach Hause fahren 

Als ob man 3 Jahre nicht mehr zuhause war. Die Straßen sind noch dieselben. Man kennt den Anfang und das Ziel. Über den Weg muss ich das ein oder andere mal doch schon nachdenken. Die Welt dreht sich weiter und zudem vergisst man sehr schnell. Dennoch geht es voran.

Mein erstes Angestelltengehalt

1.197,93€ irgendwie war ich doch schon stolz auf mich. 

Ich hatte gehofft dieses Gefühl des Bedürfnisses mehr ausgeben zu wollen über mich ergehen zu lassen. Dieses Gefühl Ausgaben tätigen zu wollen, die berühmt berüchtigte Lifestyle-Inflation. Ich freute mich schon fast darauf, dieses neue Gefühl zu entdecken… aber es kam nicht :/ 

Also ja natürlich denke ich jetzt nicht mehr drüber nach, ob ich die 1,80€ für ein Tram Ticket ausgebe oder zurück laufe. Dies liegt freilich auch daran, dass Zeit einen höheren Wert genießt.

Networth positiv

Auch das habe ich geschafft. 

Zugegebenermaßen nicht allein. 

Als ich meinen Job bekommen hatte, habe ich mit meinen Vater wegen KV und Kindergeld gesprochen. Er fand es gut, dass ich eine Job bekommen hatte und hat mir 2.000€ geschickt. Er wollte, dass ich mir davon einen sehr guten Laptop für die Arbeit hole. Von diesen 2k sind aber nur 399€ in einem Laptop geflossen und gute 50€ in neue Bettwäsche (Hah doch Lifestyle Inflation!). Gute 800€ gingen für die Uni drauf. Der Rest wurde gespart.

Und das zusammen mit dem Gehalt, hat mich Networth positiv gemacht ^^

Im Gegensatz zum Job brachte ihn mein erstes Gehalt zu keiner (positiven) Emotion :/ 

Learnings: 

  • Ich muss aufpassen nicht zu „geizig“ zu werden
  • Lifestyle ist Typsache 
  • Die Welt dreht sich weiter. Man stelle sich vor ich hätte nicht nebenbei noch SEO Projekte absolviert. Nicht umsonst heißt es: 3 Jahre ohne Job = Keine Berufserfahrung. Man verlernt schnell 

Fazit: 

In mir drin habe ich wieder ein Wachstumsdenken. Welches mich sehr lange ausgezeichnet hatte. Ein Denken mehr zu wollen, mehr zu schaffen. Das dich dazu bringt vieles auszuprobieren, zu scheitern, aber und das ist das wichtigste, schnell wieder aufzustehen. 

Euch alles Gute. 
Euer Pascal 

1. September 2019

The Signal Fire – 400k

Seit heute habe ich 400.000 Euro in Aktien investiert. Ich spreche von der initialen Anlagesumme ohne Kursgewinne oder Kursverluste. Der letzte Kauf war Leggett & Platt.

Ein Großteil davon sind Dividenden-Wachstums-Aktien, ein weiterer Teil Hochdividenden-Aktien (> 8% Yield) und ein kleiner Teil Aktien bei welchen ich nur auf Kursgewinne setze (Adobe und Cytosorbents). Das Portfolio generiert ca. 23.000 Euro an brutto Dividenden pro Jahr (ca. 16.600 netto).

Von den 400.000 Euro wurden alleine 61.000 Euro durch eingenommene Dividenden finanziert. Das ist der Wert den ich bisher an netto Dividenden erhalten habe seit dem ich die Dividenden Strategie verfolge.

Die Kursgewinne des Portfolios (Stand 01.09.2019) liegen bei 65.000 Euro .. also etwa 17,5%. Die Gurke im Depot ist Cytosorbents, seit Kauf hat die Aktie ca. 60% an Wert verloren. Spitzenreiter im Norden ist OneOk mit knapp 200% Wertsteigerung seit ich die 2016 gekauft habe.

Die Dividendenaktien zahlen im Schnitt 6% Dividende in 2019. Die jährliche Gehaltserhöhung (Dividendensteigerung) liegt im Schnitt bei 10%.

Bezogen auf die Anlagesumme hat OneOk auch die höchste Verzinsung des eingesetzten Kapitals (14,4%) .. alleine von 2017 auf 2019 stieg die Dividende von 2,45 Euro pro Aktie auf 3,17 Euro. Platz Zwei belegt Apollo Commercial Real Estate mit 12,3% und auf Platz Drei befindet sich Altria mit 11,8% Verzinsung.

Die höchste Dividendensteigerung von 2017 auf 2019 hatte Abbvie mit 67,19%. Nur 6 Aktien von 75 haben in den letzten zwei Jahren die Dividenden gesenkt. Schlusslicht ist hier Waddell & Reed mit nem Cut von 45% (sind aber immer noch 4,5% Dividende). Sieben Aktien haben die Dividenden von 2017 auf 2019 nicht erhöht. Alle anderen 62 Werte haben die Dividenden gesteigert.

Klar die Hochdividenden-Aktien sind bei diesem Spiel immer riskanter als die Aristokraten .. das Risiko gehe ich ein.
Gefühlt habe ich nach 4-5 Dividenden-Wachstums-Aktien immer einen Hochdividenden-Wert gekauft. Allerdings dabei auch ins Klo gegriffen. Einige davon sind schon lange wieder aus dem Portfolio verschwunden (Seadrill, Lightstream ..) weil sie natürlich die Dividende nicht halten konnten.

Die Hochdividenden-Aktien die ich jetzt noch im Depot habe sind nur REITs und BDCs.

Hinterher ist man immer schlauer und als Tipp für alle die noch am Anfang stehen .. kauft am besten Aktien welche solide Gewinne einfahren, viel Potential haben Dividenden zu steigern und das auch tun. Langfristig sind die Dividendensteigerungen alles was zählt.


30. Juli 2019

A Million

Eine Episode aus meinem Berufsleben, welche mich wohl maßgeblich geprägt hat.

Mit zuckersüßen 22 Jahren arbeitete ich für eine Firma, im Prinzip einen US Konzern welcher im S&P 500 gelistet ist. Ich schätze der Konzern hatte damals 15.000 bis 20.000 Angestellte auf der ganzen Welt. Ich arbeitete in Deutschland und zwar ziemlich genau 10 Jahre lang. In diesen 10 Jahren wurden alle drei Jahre 10% der Mitarbeiter abgebaut (nur um einige dann wieder einzustellen). Die Argumentation war immer die selbe. Die „Zahlen“ stimmen nicht. Die US Zentrale erwartet bessere Renditen. Die Wirtschaft schwächelt und die Auftragslage ist schlecht. You name it.

In den ganzen 10 Jahren wurde ich nie darüber informiert wieviel Umsatz und wieviel Gewinn/Verlust die deutsche Niederlassung machte .. nur als Anmerkung. Ich musste den Ansagen des Managements glauben / oder auch nicht. Machen konnte ich sowieso nichts.

Der Ankündigung erfolgte dann die Angst, die der Kollegen und Meine. Die Angst auf der Liste der Menschen zu stehen welche man los werden wollte. Diese Liste nannte man Sozialplan.

Im Grunde musste jede Abteilung (bis auf wenige Ausnahmen) 10% kleiner werden. Teilweise wurden Abfindungsangebote gemacht und auch angenommen. Wenn aber jemand partout nicht gehen wollte wurde die Kündigungszeit ausgesessen. Ein Kollege war sage und schreibe noch 9 Monate im Betrieb nachdem er entlassen wurde.

Allerdings ging es auch anders .. und das ist was ich eigentlich erzählen will:

Zwischen 12:00 und 12:30 war fixe Mittagspause. Diese halbe Stunde wurde auch pauschal von der Stempelzeit abgezogen. Passt soweit und ist logisch. Einige Kollegen mussten jedoch zwischen 12:00 und 12:30 Telefondienst schieben (Vertrieb). Auch diese bekamen erst mal die Pausenzeit abgezogen.

Nun gab es neben der Personalabteilung auch Mitarbeiter welche ebenfalls auf das Zeiterfassungssystem zugreifen konnten. Besonders Sekretärinnen welche für ihre Chefs oder die Abteilung ab und zu Zeiten nachgetragen haben.

Eine Sekretärin hatte nun (freiwillig) eine Doppelrolle. Die machten den Telefondienst und konnte Arbeitszeiten im System abändern. Da sie keine Mittagspause hatte und diese teilweise auch nicht nachholen konnte, buchte sie sich selbst an diversen Tagen diese 30 Minuten auf ihr Arbeitszeitkonto. Das war mit ihren Chefs abgesprochen und wurde über Jahre so praktiziert.

Als dann die Entlassungsrunde kam wurde dieser Sekretärin gekündigt. Als Grund wurde die Manipulation am Zeiterfassungssystem genannt. Da sie nichts schriftlich hatte konnte sie sich nicht wehren und bekam auch keine Abfindung.

Damals hatten wir ne Arbeitslosenquote in Deutschland von um die 10%. Es war also alles andere als sicher recht schnell nen neuen Job zu finden.

Ich habe das Szenario damals (ohne Grund) auf mich adaptiert. Das erzeugte Angst. Und Angst führt bei mir immer zu Handlung. Ich habe mir überlegt wieviel Geld ich brauche damit mir das Beschriebene egal sein kann. Heute würde man es Fuck You Money nennen. Ich habe mein Nettovermögen aufgeschrieben und angefangen ein simples Haushaltsbuch zu führen. In einer Tabelle habe ich mehrere Szenarien durchgerechnet. Also wieviel kann ich im Jahr sparen, wie verzinst sich das Geld, wo lande ich damit in x Jahren.

Das sah so aus:

Theoretische Verzinsung und der jährliche Sparbetrag, hochgerechnet auf 10 Jahre. Hinten noch eine Spalte in welcher ich nicht spare und quasi nur die Zinsen habe.

Die Unterschiede sind massiv. Aber solange das Kapital eher gering ist hat man den größten Hebel über die Sparquote. Das wurde mir recht schnell bewusst.

In den folgenden Jahren habe ich meine Ausgaben reduziert und auf die ganzen sinnlosen Lifestyle Ausgaben verzichtet.

So ging das Ganze mit der Idee der finanziellen Freiheit los ..

23. Juli 2019

Fleischruinen

Wenn mir etwas in den letzten Monaten an mir auffällt: Ich habe wenig Lust auf Menschen. Da wäre auf der einen Seite der Smalltalk der bei Treffen und Begegnungen so abläuft. Mir ist das zu flach, mich ermüdet das und ich kann da einfach nicht (mehr) mitmachen. Meistens werde ich dann zynisch oder reiße doofe Witze die meine Gesprächspartner eher nicht verstehen. Vielleicht gelte ich dann als Socially Akward aber das macht mir nichts.

Über meinen Job oder über persönliche Finanzen kann ich stundenlang reden. Aber ehrlich gesagt behellige ich außerhalb dieser Filterblasen eher wenig Menschen damit. SEO oder Aktien sind für viele auch einfach nicht spannend. Man erkennt ja das Interesse des Gegenübers an der Quantität und Qualität der Rückfragen.

Sonst interessiere ich mich eigentlich für viele Dinge. Ich kann stundenlang über Flugzeugthemen oder Musik reden, Computerspiele, Bücher, spannende Länder, Reisen, Lego, Fahrräder, Filme und Serien usw.

Aber ich muss nicht reden. Oft frage ich meinen Gesprächspartner Löcher in den Bauch und versuche zu verstehen für was dieser/diese brennt, welche Leidenschaften es gibt usw. Manchmal spannend .. zu oft eher banal. Über das was gestern im Fernseher lief und wie Fussball am Wochenende war kann ich nicht sprechen .. mangels Fernseher und Interesse.

Ich frage gern und viel ..

Dann finde ich, dass es immer weniger Menschen gibt die aufmerksam zuhören können oder wollen. Klar jeder erzählt gerne seine Geschichten. Das ist auch okay. Aber wenn mein Gegenüber gefühlt 95% der Zeit spricht und weder auf meine Anmerkungen und Fragen groß eingeht verliere ich die Lust. Das sind vielleicht Narzissten .. was weiß ich. Ich versuche den Menschen aus dem Weg zu gehen .. da es anstrengend ist dauerbeschallt zu werden und zum Glück gibt es Alkohol.

Seit mir das bewusster geworden ist versuche ich Gesprächspartnern Raum zu lassen um ihre Gedanken auszuführen. Es ist durchaus möglich, dass ich in der Vergangenheit so eine endlose Labertasche war. Aber seit mir das auf den Sack geht halte ich öfter mal die Fresse und stelle Rückfragen.

Ist auch quasi eine Art Challenge geworden. Ich gehe mittlerweile oft in ein Gespräch mit der Absicht, nur von mir zu erzählen, wenn ich gefragt werde oder meine Meinung das Ganze vielleicht weiterbringt. Sonst höre ich zu und stelle Fragen.

Es ist nicht so das ich mundfaul bin. Im Gegenteil. Ich gebe gerne Rat und helfe weiter wenn ich denke ich habe das nötige Wissen bzw. die Erfahrung. Aber ich lerne auch gern was dazu.

Schlimm sind Menschen deren Meinung, Haltung, Reflektion und Lebensstil unverrückbar, wie der Himalaya, feststehen. Das Gegenteil nenne ich übrigens den liquiden Geist.

Es kann mich schließlich keiner (außer mir) daran hindern jeden Tag neue Fehler zu machen und dabei auch etwas schlauer zu werden.

Und damit das nochwas mit Finanzen zu tun hat:

Nachdem der Garnix so von Beyond Meat geschwärmt hat habe ich Ende Mai davon Aktien gekauft (Kurs müsste so 80 Euro gewesen sein). Gestern verkauft für etwa 160 Euro. Entspricht null meiner Anlagestrategie .. aber ab und zu ein Zock .. naja.

Ich nenne es auch einen Trotteltrade .. weil es war reines Glück. Ohne Sinn und Verstand.

Der Song dazu:

Kurzes Status Update zu den ersten 6 Monaten 2019.

  • Ausgaben overall: 6.746 Euro
  • Dividenden netto: 7.494 Euro
  • Depotwert Ende 2018: 387.000 Euro
  • Depotwert 4. Juli 2019: 475.000 Euro

Bei den Ausgaben sind zwei Kurzurlaube und Inspektion / Reparatur am Auto enthalten.

Der Depotwert lag im November 2018 schon einmal bei 417.000 Euro. Die Korrektur der Indizes Ende Dezember hat sich natürlich auch bei mir abgebildet. Die erfolgreichste Kuh im Depot ist ONEOK Inc. mit einem Zuwachs von 187% .. am Ende steht L Brands mit einem Minus von -49%.

Ein absoluter Zuwachs von 88.000 Euro ist allerdings trotz allem ziemlich fett und der höchste Zuwachs den ich bisher hatte. Mal sehen ob das auch im zweiten Halbjahr so bleibt.

Ein paar Leute haben mich in letzter Zeit gefragt was es mit Pascal auf sich hat und ob ich das bin.

Dem ist nicht so. Pascal hat mich vor einiger Zeit angeschrieben ob ich vielleicht von ihm was veröffentlichen würde. Das habe ich bisher getan. Ich kenne Pascal nicht persönlich und habe auch sonst keine direkte Beziehung zu ihm.

Das nur zur Klarstellung. Alle Beiträge die mit „Pascal:“ beginnen sind nicht von mir 😉

Hallo Leute,

ihr habt es vielleicht mitbekommen. Ich wollte von Kissig und C. W. Roehl die Webseiten überarbeiten.

Ich wollte mir in erster Linie selbst beweisen, dass ich performantes Webseiten Redesign noch kann. Der nette Nebeneffekt wäre gewesen, direkt zwei Testimonials zu haben falls man durchstarten möchte. Verlernt habe ich die ganzen SEO Themen wie Silo-Architektur (bei Kissig unmöglich, halb so schlimm, ist für Shops eher wichtig) TTFB und all die Dinge die damit her kommen nicht.
Müsst euch vorstellen, die neue Intelligent Investieren Webseite wäre optisch ansprechender und gleichzeitig performanter gewesen.

2 Jahre war ich ja im Onlinemarketing selbständig und habe vieles ausprobiert. Auch als ich das letzte Jahr die Zwangspause nehmen musste, habe ich oft, unentgeltlich, bei Freunden beim SEO ausgeholfen. Die letzten Tage habe ich mich nochmals intensiv mit dem Thema SEO beschäftigt, weil die Welt im Marketing und SEO dreht sich schnell. Die Grundlagen bleiben gleich, die Umsetzung kann sich in einem Jahr komplett unterscheiden.

Zurück zu C. W. Roehl

Unter meinem Letzten Twitter Post, meinte C. W. Roehl: “Wenn Kissig das nicht will nehme ich das gerne”. Ich dachte mir nur, 2 Fliegen mit einer Klappe, ich nehme euch beide. Gerade weil sich bei der Dividendenadel Webseite ein paar kleinere Fehler eingeschlichen haben im System, die vielleicht die ein oder andere Platzstrafe bei Google bedingen könnte. SEO Auszeichnung technisch war die Webseite hingegen gut. 

In der nächsten Woche standen die Investor Days in Erfurt an. Ich schrieb Christian direkt, lass mich das dieses WE machen, ich brauch nur dies jenes, zieh mir direkt die Daten und dann leg ich direkt los. 

Und das war mein Fehler. 

Zugegebenermaßen war ich in an dem Tag als mir Kissig, Christian und Pascal von Fyoumoney, geantwortet haben, sehr euphorisch. Ich wollte direkt Umsetzen und habe zu sehr gedrückt, wie so ein unseriöser MLM Marketer, ist mir aber zu spät aufgefallen. 

Das man danach auf Abstand geht ist für mich, im nachhinein, natürlich sehr verständlich. 

Was ist mit Kissig?

Er denkt drüber nach. 

Was ist jetzt das Gute an der Sache?

Vor gut eineinhalb Jahren wäre ich Emotional wahrscheinlich eingeknickt. Jetzt sag ich mir, Fehler passieren, auch mir. 

Schade drum. Wäre mir echt eine Ehre gewesen den beiden mehr Reichweite zu verschaffen.

Aber egal, weiter gehts!

Somit bin ich bereit für den Grind.
Auch habe ich mir selbst bewiesen, dass ich viele Sachen bezüglich Webseiten noch drauf habe. 

Gelernt habe ich auch, bei Euphorie genauso wie beim Gegenteil, lieber das Handy 30 min länger wegzulegen.

Was wird?

Als ein paar Freunde von mir entdeckt haben, dass ich vielleicht die Webseiten für Roehl und Co. bauen werden, haben sie mir, wie so oft schon in der Vergangenheit geraten in diesen Bereich durchzustarten. Denn im Berufsleben kommt es immer auf die Stärken an. So bin ich, laut meinen Freunden, zumindest in den SEO Bereich ein ehrlicher Experte. Sie meinen ich solle mich wieder Selbständig machen. 

Rührstab oder Maschine

Ich dachte einige Zeit darüber nach. Google Partner zu werden wäre mit Sicherheit wieder schön. Aber aber aber… in den letzten Beiträgen habe ich aufgezeigt, dass ich unbedingt sportlich mich wieder betätigen muss. Eine Freundin von mir erzählte ich von der mir selbst auferlegten Fabian Fröhlich Challenge.
In der ich binnen 4 Jahren von Lauch zur Maschine werden möchte.

Daraufhin meinte sie nur:

“Aach Pascal…. Du musst nicht direkt zur Maschine werden. Du hast mir als Rührstab auch sehr gefallen” 

In mir arbeitete es. Ich glaube sie wollte mir damit etwas sagen. Ich denke oft, ich bin nicht gut genug, muss nur noch dies oder jenes lernen damit es los geht. Obwohl ich wahrscheinlich schon mehr Expertise gesammelt habe als der ein oder andere. So kommt man natürlich nicht schnell zur Umsetzung. Aber darauf kommt es an. Fortsetzung Folgt…

Ihr seid die Besten.
Euer Pascal.