getmad

serenity
18. August 2016

Hurra wir leben noch V

Mal wieder Zeit für ein Update an der LECKT MICH AM ARSCH Front .. der letzte Beitrag war vom 29. Januar 2016.

In den ersten sieben Monaten 2016 beliefen sich meine passiven Einnahmen (Dividenden und SEORCH) auf 3148 Euro / Monat / Schnitt. Mein Ziel in 2016 hatte ich mit 2580 Euro formuliert. Tja .. verfehlt 🙂

Auf das Jahr gesehen werde ich wahrscheinlich nicht die 3148 Euro halten können da August / September und November in meinem Depot eher dividendenschwache Monate sind. Wir werden sehen wie sich das entwickelt.

Auch hatte ich bis dato etwa 14.000 Euro Sonderausgaben für einen großen Umbau in meiner Wohnung. Dieses Geld konnte ich also nicht in Aktien oder ETFs anlegen. Ich liege trotzdem vor meinem Finanzplan was das angeht da sich diverse Aktien sehr gut entwickelt haben.

Die Einnahmen durch SEORCH sind leicht gestiegen obwohl einige Kunden bei den Whitelabel Versionen abgesprungen sind. Auch sind die Adsense Einnahmen leicht zurück gegangen. Der Keywordmonitor kompensiert das aktuell. Außerdem sind einige neue Kunden in Aussicht.

Die Einnahmen aus Dividenden sind auch gestiegen um etwa 20% im Vergleich zum Vorjahr.

Warum arbeite ich also noch?

Geile Frage wie ich finde .. ich müsste ja nicht. Aber witzigerweise mag ich meine Kollegen und meinen Chef und der Job ist spannend. Das Gehalt ist gut und wenn es so weiterläuft habe ich das Ziel aus meinem Finanzplan (Passives Einkommen durch Dividenden von 1500 Euro netto / Monat) 3-4 Jahre früher erreicht als geplant. Das mir 1500 Euro / netto im Monat reichen habe ich hier beleuchtet.

Bedeutet ich bin (ohne SEORCH dazu zu rechnen) in den Jahren 2020 / 2021 finanziell frei und nicht erst 2024.

Wenn also meine Existenzängste aus der Dunkelheit herauskriechen muss ich einfach nur das hier lesen .. und finde meinen Trost.

  • Peritus €11.97
  • Powershares €28.70
  • Gladstone €37.03
  • Ticc €134.23
  • Fifth Street €23.80
  • United Bankshares €50.27
  • Westwood Holdings €22.65
  • Deka Dax Plus €278.68
  • Altria 131.89
  • Whole Foods €14.35
  • Global X €21.64
  • Glaxo €40.83
  • iShares Select DIV €66.42
  • Apollo Commercial Real Estate €121.74
  • WP Carey €58.35
  • Main Street €11.92
  • Bank of Nova Scotia €31.60

Macht 1086 Euro .. netto.

Im Schnitt sind es nun 2016 pro Monat 787 Euro / netto gewesen.

22. Juli 2016

10 Jahre Kosten

Da ich Spießer ja schon seit 10 Jahren ein Haushaltsbuch führe weiß ich ziemlich genau was mein Leben so kostet und was ich im Monat an Geld brauche. Im Jahresvergleich sehe ich das auch da dieses Haushaltsbuch „pro Jahr“ gefüht wird.

Aber wie sah das nun die letzten Jahren KOMPLETT aus?

Mir ging es darum zu sehen wieviel Geld ich brauche um mein Leben genau so zu führen wie ich es in den letzten 10 Jahren getan habe. Dazu gehören dann auch alle Ausgaben. Also auch so Dinge wie Urlaub, Neues Auto, Inspektionen, Reparaturen, Klamotten, Fahrradsachen, technische Gadgets, Geschenke, Strafzettel, Renovierungen, Möbel, Rechner, Handys .. also alles was zu einem normalen Leben dazu gehört.

Die Idee dahinter ist einfach zu wissen wieviel Netto ich im Monat brauche um keiner Erwerbstätigkeit nachgehen zu müssen. Allerdings muss ich mich dann selbst krankenversichern und das würde mich mindestens 200 Euro (eher mehr) im Monat kosten. Rentenversicherung und den ganzen anderen Unfug brauch ich nicht.

Ich habe die durchschnittlichen Kosten pro Monat für alle Jahre aufaddiert und durch die Anzahl der Jahre geteilt.

Herausgekommen ist die Summe von 1149 Euro.

Und nicht falsch verstehen .. das war ein normales Leben mit teuren Urlauben, nicht so teuren Fahrrädern und günstigen Autos. Markenklamotten brauch ich nicht dafür öfter man neue technische Spielerreien.

Wenn ich sparsamer gewesen wäre und jedes Jahr mindestens einen Urlaub abziehe käme ich unter 1000 Euro.

Bleiben meine Ausgaben so und rechne ich noch 200 Euro Krankenversicherung drauf sind also 1350 Euro im Monat notwendig.

Am Rande ..
Seit dem ich das Haushaltsbuch führe haben sich meine Ausgaben im Schnitt pro Jahr gesenkt.

  • Fifth Street €23.79
  • Powershares €29.71
  • Peritus €11.45
  • Gladstone €37.00
  • Phillips 66 €18.73
  • The Southern €43.70
  • Baldwin Lyons €40.49
  • Emerson €38.72
  • GlobalX €21.24
  • Pitney Bowes €52.11
  • iShares DJ Asia €54.92
  • Safety Insurance €59.74
  • Main Street €11.83
  • Northern Tier €12.71
  • Main Street €18.40
  • MPH €144.14
  • SPDR €48.88

Macht 667 Euro .. netto.

Wahrscheinlich aktuell die beste Late Night Show .. 20 Minuten die sich lohnen.

  • BASF €146.54
  • Fifth Street €23.29
  • Powershares €33.94
  • Peritus €11.08
  • Gladstone €35.95
  • Wadell & Reed €32.49
  • Universal €39.42
  • Global X €21.05
  • OneOk €87.87
  • VOC €16.24
  • National Retail Properties €39.64
  • Main Street €11.73
  • Caterpillar €78.42
  • HCP €45.46

Macht 623 Euro.

Dann habe ich ein Kaufangebot für SEORCH erhalten. Brutto knapp 300.000 Euro. Hört sich gut an?
Vielleicht ..

Netto blieben mir davon 165.000 Euro da ich ja hier mit dem persönlichen Steuersatz besteuert werde. Wenn ich 165.000 Euro dann zu sagen wir 6% pro Jahr verzinst bekomme sind das etwa 10.000 Euro im Jahr. Davon muss ich dann 25% Kapitalertragssteuer abziehen .. bleiben 7500 Euro im Jahr an Nettoeinnahmen. 7500 / 12 sind 625 Euro im Monat an passiven Einnahmen.

SEORCH verdient aber aktuell mehr als 625 Euro / Monat .. naja weit mehr.

Somit irgendwie ein no-brainer .. aus dieser Sichtweise und zum jetzigen Zeitpunkt.

18. Mai 2016

Chef oder nicht Chef?

In meinem Berufsleben hatte ich schon diverse Chefs. Die meisten waren echt scheisse (Leser ausgenommen). Statt mich doofen kleinen Mitarbeiter zu motivieren haben sich mich meistens demotiviert.

Ein paar Beispiele:

  • Entscheidungen die ich nicht nachvollziehen konnte
  • Emails mit persönlichen (und nicht fachlichen) Anschuldigungen
  • Schweigen zu Fragen die ich hatte
  • negative Grundstimmung
  • nicht formulierten Erwartungshaltungen
  • Absprachen wurden nicht eingehalten oder vergessen
  • wütenden Emails die Sonntag Nacht in der Inbox aufschlugen (hab mir angewöhnt am WE keine Mails zu lesen)
  • keine Kommunikation über mehrere Tage (Ignoranz)
  • unnötigem Druck bzw. den Druck den der Chef hat einfach zum Mitarbeiter durchzureichen
  • mit subtilen, mißverständlichen Aussagen mir ein schlechtes Gewissen machen
  • keine klare Priorisierung der Aufgaben, Zielvorstellungen

Von Freunden und Kollegen kenne ich noch weit krassere Beispiele .. von „Kopf ab“ Gesten über Beleidigungen in Emails bis hin zu Terroranrufen am Sonntag ist da alles dabei.

Leider bin ich jetzt ein Mensch der in der Chef -> Mitarbeiter Beziehung ein dünnes Fell hat. Einfach so zu sagen „Rutsch mit den Buckel runter“ bekomme ich nicht hin. Ich hatte mehr als einmal ein furchtbares Wochenende weil ich mir zu viele Gedanken gemacht habe und mir mal wieder irgendwas zu Herzen genommen habe was ich in ne Aussage des Chefs hineininterpretiert hatte.

Die meisten Chefs hätten wohl nie in eine Position mit Personalverantwortung kommen dürfen. Ihnen fehlt oft schon minimale soziale Kompetenz bzw. einfach zu verstehen wie gewisse Aussagen beim Untergebenen ankommen und was sie dort dann anrichten können.

Vielen Chefs ist das sicher auch egal. Das ist allerdings Pech.

Ein motivierter Mitarbeiter der sich verstanden fühlt ist bereit so viel mehr zu leisten als einer der dauernd ein schlechtes Gewissen hat oder das Gefühl das er seine Aufgaben nicht richtig macht.

Ein guter Chef muss in erster Linie ein Kindermädchen für einen Stall von 3 Jährigen sein die sich gerade beim Spielen ein Bein aufgeschlagen haben. Zu denen sage ich dann ja auch nicht: Pech, biste selbst schuld. Die heulen dann nämlich weiter und sind bockig. Wenn ich mich aber um sie kümmere, sie tröste und verarzte hab ich Ruhe und die Kleinen dann bald auch wieder Spass.

Beispiel zu platt?

Dann der wohlwollende Opa einer Schar Enkel? Die kann ich mal rügen wenn sie richtig Scheisse gebaut haben. Das ist okay. Aber besser ist doch wenn ich ab und zu was Süßes verteile und Geschichten vorlese. Hat dein Opa wenn er Druck hatte ihn an dich weitergegeben? Wie hättest du dich gefühlt?

Mit Druck bekomme ich vielleicht kurzzeitig ein schnelles Ergebnis, auf lange Sicht habe ich aber einen Mitarbeiter der mich als Chef nicht mehr mag und seinen Groll pflegt und konserviert.

Ich kenne genug Menschen, die wenn der Chef auf ner Kreuzfahrt über Board geht, ihn freudig beim Absaufen applaudieren würden.

Und .. ich kann das selbst nachvollziehen.

Klar man hat schlechte Tage und der Chef ebenso .. aber wenn das oben beschriebene über Wochen und Monate anhält taugt der Chef nichts und man sollte sich besser einfach einen Neuen suchen.

  • Powershares €29.16
  • Ticc €131.46
  • Gladstone €36.28
  • Peritus €5.09
  • SPDR €15.33
  • Fifth Street €23.31
  • United Bankshares €49.01
  • Westwood Holdings €22.09
  • Deka Dax Plus € 14.66
  • Altria € 127.93
  • Global X € 21.03
  • ISHARES SELECT DIVIDEND € 30.62
  • Glaxo €97.39
  • Apollo Commercial Real Estate €120.22
  • W.P. Carey €57.29
  • Main Street €11.77
  • Whole Foods €14.06
  • Bank of Nova Scotia €32.15
  • Munch Re €208.43

1047 Euro .. Alle Fixkosten gedeckt .. und getankt.

FUCK IT!

Da mich nun doch ab und zu Menschen ansprechen die sich auch gerne ein passives Einkommen erarbeiten möchten:

Ich erkläre gerne auf was es ankommt .. überleg dir wann und wo und melde ich einfach 🙂
Zur Not auch per Mail ..

  • Fifth Street: €27.68
  • Powershares: €31.15
  • Peritus: €20.22
  • Gladstone: €43.61
  • Baldwin Lyons: €48.18
  • Southern Company: €50.39
  • Global X: €25.14
  • Emerson: €45.87
  • Pitney Bowes: €60.82
  • iShares DJ Asia: €25.40
  • Publity: €119.32
  • Main Street: €11.96
  • Safety Insurance: €60.42

Macht 570 Euro.

Bezahlt: Sämtliche Lebenshaltungskosten, Benzin, Strom, Telefon, Handy, BU Versicherung .. im Grunde alles außer Miete.

22. März 2016

Fuck You Money

John Goodman in The Gambler:

James Collins mit der für mich angepassten Version:

Per Definition:
Fuck You Money ist das Geld, das du brauchst, um nicht mehr arbeiten zu müssen und von nichts und niemandem abhängig zu sein.
Also Arbeitgeber, Bank, Rente, Staat usw.

Etwas abgeschwächt:
Kann es aber auch ein Vermögen in Immobilien, Aktien, Unternehmensbeteiligungen etc. sein. Der ROI oder die Rendite daraus abzüglich der Steuern überschreitet deine monatlichen Fixkosten und du entnimmst dem investierten Kapital nichts ..

Also eher dann .. Fuck You if needed 😉

Fuck You if needed Status hab ich erreicht … auf dem Weg zu Fuck You Money bin ich ..

Ein Vorgesetzter von mir hat mir mal nahegelegt Karriereziele zu haben .. #check

11. März 2016

Karriere? Bitch!

So eine Karriere ist erst mal verlockend. Du stehst frisch mit dem Bachelor oder dem Master da und was willst du da mehr als Geld verdienen, Gas geben, den Laden rocken und möglichst recht schnell die Leiter hochkrabbeln.

In zwei bis drei Jahren Head of (irgendwas) und ein paar Jahre später gleich Abteilungsleiter. Mit Anfang / Mitte dreißig willst du Personalverantwortung. Und die wird schließlich auch entsprechend belohnt. Also .. scheiss drauf du machst keine Gefangenen.

Du hast schon sechsstellige Jahresgehälter und ein schickes Firmenfahrzeug vor Augen. Ist ja auch geil wenn man dann vor den Bekannten und Freunden so sagen kann das man ein hohes Tier ist. Das schafft Prestige. In unserer Gesellschaft zählt das. Man definiert sich schließlich über den Job, das Gehalt, den Bildungsabschluss. Man zeigt das man leistungsfähig ist.

Kein Treffen mit fremden Menschen wo nicht gefragt wird was du „machst“ .. also beruflich. Ist klar. Interessiert ja keinen wie dein Stuhlgang die letzen Tage war.

Head of (dingsda) ist auch mehr ein Punch als Bleistiftspitzer im örtlichen Müllentsorgungsbetrieb. Der erste Eindruck zählt. Vor allem was würden sich die jetzt nicht mehr ganz so Unbekannten denken? Büroheini = IQ 90, Head of (trallalla) = IQ 110? Sowas in der Art?

Dein Job nordet dich ein zumindest in vielen Bereichen unserer Gesellschaft. Meine Schwester hat den Master, meine Cousins ebenso. Alle meine Cousinen haben studiert, eine hat nen Doktor. Ich bin der einzige in meiner Familie der höchstens mal in ner Uni zum pinkeln war. Ich bin ein „Industriekaufmann“. Das ist eher so untermittel. Nicht wirklich schlecht .. aber come on ist schon so echt am Rande .. oder? Und selbst meine Orthographie ist für den Arsch 🙁

Okay .. also mein Bildungsabschluss? Mööp!
Mein gelernter Beruf? Mööp!

Alles nix mit dem man hausieren geht .. heute wo jeder Lemming nen Bachelor bekommt. Weiß ich. Habe jahrelang Diplomarbeiten betreut. Hieß damals noch so. Zwei habe ich komplett neu schreiben lassen weil sie so unterirdisch waren das ich weinen musste. Die Dame und der Herr leben noch .. leider.

Mein Gehalt ist hoch. Meine passiven Einnahmen noch höher. Zumindest das passt! Ääätsch! Aber das erzählt man nicht rum. Ich weiß ja nicht mal von meinen Freunden wieviel sie verdienen. Selbst mein Vater hat mir das nie gesagt als er noch nicht Pensionär war. Man unterstellt das einfach. Fancy Job = MUCHOS €€€€€€€. Rumproleten kommt hier in Deutschland nicht so gut an. Machen trotzdem viele .. sie bleiben aber meist vage .. wenn man dann mal direkt nachfrägt.

Was aber wichtig ist .. alles da oben ist Show. Du machst das doch alles nicht für dich. Du machst das für das Bild von dir.

Was sagt es über einen Menschen aus welchen Job er hat?
Es sagt mir in der Regel wieviel Überstunden er pro Woche klopft, und damit auch das der IQ nicht soooo hoch sein kann. Würdest du echt als Head of (schnubibums) arbeiten wenn du kein Geld dafür bekommen würdest?

Was sagt es über einen Menschen aus welchen Schein er an der Wand hängen hat? Oder welche Uni er besucht hat?
Das er gut auswendig lernen kann? Ich kenne schließlich wirklich keinen der den Bachelor angefangen aber nicht geschafft hat. Würdest du wirklich BWL studieren wenns damit kein Geld zu verdienen gäbe? Kann ich mir nicht vorstellen.

Was sagt es über dich aus wieviel Geld du verdienst?
Und das ist für mich der einzige Knackpunkt. Ohne Geld gehts nicht. Ohne Job, Bildung und Titel schon. Aber ohne Geld machst du keinen Satz. Nicht mal einen Hüpfer.

Und das ist auch der Bodensatz des Ganzen.

Auf meine Visitenkarten könnte man „Bottom of Kläranlage“ schreiben. Ich würde öffentlich bekennen das ich wegen mangelnder Intelligenz aus der Grundschule verwiesen wurde. Wenn mir jemand dafür 250.000 Euro im Jahr gibt .. absolut kein Problem.

Also wenn du schon nen hübschen Schein und die Karriere im Visier hat .. lass dich fett dafür bezahlen. Du machst den Job aus Spass? Ne sorry .. es gibt nur EINEN Menschen auf der Welt der seinen Job 100% aus Spass macht .. und das bin ICH!

Du lässt dir die besten Jahre deines Lebens von einer Firma abkaufen die im schlimmsten Fall gebogenes Blech herstellt? Und das meinst du ernst? Bist du doof? Anstatt mit deinen Freunden zusammen zu sein, neue Dinge zu lernen oder dich andere Menschen zu kümmern .. solche die dir wichtig sind.

Nimm das viele, viele Geld und mach noch mehr draus .. verballer es nicht unnütz. Sammle es und schau das du 15 – 20 Jahre vor der Rente aufhören kannst du zu arbeiten. Schau dir verdammt nochmal lieber die Welt an .. schweiße deinen eigenen Grill zusammen oder lerne japanisch. Das macht dich zum Menschen .. sonst bist und bleibst du doch nur ein Zombie.

7. März 2016

Du skalierst nicht

Eine Firma baut Quietscheentchen. Eine Million gelbe Quietscheentchen mit roten Schnäbeln im Monat. Sie macht das auf einer Maschine. Die Maschine läuft 24 Stunden / 7 Tage die Woche. Nun frägt das Sesamstraßenland im Vertrieb unserer Quietscheentchenfirma nach, ob man nicht nächsten Monat 2 Millionen kaufen könnte.
Was macht die Firma? Sie kauft eine weitere Maschine und kann zukünftig zwei Millionen Quietscheentchen im Monat herstellen.

Du bist aber keine Quietscheentchenfirma.

Warum?

Übersetzt bedeutet das da oben ja, wenn du mehr Geld verdienen willst, musst du einen zusätzlichen Ganztagsjob annehmen. Geht aber nicht. Du hast ja schon einen. Deine Zeit in der du arbeiten kannst ist begrenzt.

Wenn du nun mehr Geld verdienen willst kannst du zu deinem Chef gehen und danach fragen. Für die Quietscheentchenfirma wäre das in etwa so als ob sie die Preise pro Ente von 1,00 Euro auf 2,00 Euro erhöhen würde .. ohne eine weitere Maschine zu kaufen.

In beiden Fällen kommt mehr Geld in die Kasse.

Allerdings ist das begrenzt. Kein Mensch würde Quietscheentchen für 5,00 Euro pro Stück kaufen. Ebenso wird dein Chef dir vielleicht 10% oder 20% Gehaltserhöhung geben. Aber eben nicht 100% und schon gar nicht jedes Jahr.

Dein Gehalt als Angestellter ist ebenso gedeckelt wie der Preis der Quietscheentchen. Du kannst bis zum angestellten Geschäftsführer aufsteigen und dann vielleicht eine halbe oder eine ganze Million pro Jahr verdienen. Aber das wars dann in der Regel.

Weil du einfach nicht skalierst.

Da kannst du noch soviel studiert haben und dich mit Überstunden beliebt machen .. irgendwann ist kohletechnisch Schluss.

Und warum erzähle ich das?

Du kannst anfangen zu skalieren ..

J. K. Rowling lebte in der Zeit als sie den ersten Band von Harry Potter schrieb von Sozialhilfe. Keine Ahnung wie lange sie daran gearbeitet hat aber durch das Schreiben der Bücher hatte sie plötzlich ein Produkt geschaffen das skaliert. Sie bekam 80% der Nettoerlöse durch die Buchverkäufe. Die Bücher wurden 400 Millionen mal verkauft. Sie investierte einige Monate ihres Lebens in das Schreiben des ersten Bandes und nahm es in Kauf von Sozialhilfe zu leben. Klar .. Glück, Zufall etc.

Unsere Quietscheentchen Firma muss auch diese zweite Maschine erst kaufen um mehr Entchen herstellen zu können. Dafür benötigt sie vielleicht einen Kredit. Das ist ein Riskio.

Wenn du monatlich über 20 Jahre 200 Euro in einen DAX ETF investierst der sich historisch mit etwa 7,5% pro Jahr verzinst hast du am Ende 108.000 Euro. Aufgewendet hast du aber nur 48.000 Euro. Du hast 60.000 Euro Zinsen / Wertzuwachs kassiert. Dein Einsatz bleibt gleich, der Wertzuwachs ist aber expotentiell. Risko .. klar vorhanden.

Du kannst auch ein populärer YouTuber werden. Einmal Filmchen machen und jede Woche schauen mehr Leute zu. Risiko? Keiner schaut dir zu. Du brauchst Jahre bis zu den ersten 10.000 Zuschauern usw.

Oder eine Software entwickeln und verkaufen. Du schreibst diese einmal und verkaufst sie dann 1000 mal. Risiko? Keiner will sie haben.

Es gibt viele Wege um als Einzelperson zu skalieren und mit möglichst wenig Aufwand hohe Summen zu verdienen. Alle haben aber gemeinsam das sie nicht so simpel sind wie einfach einen Job anzunehmen.

Wenn du nicht bis 67 arbeiten willst lohnt es sich aber mal darüber nachzudenken. Es muss ja kein Bestseller werden. Sondern irgendwas das deine monatlichen Kosten deckt und dir mehr Lebenszeit freischaufelt für Dinge die du wirklich machen willst.

Der Februar neigt sich dem Ende zu und alle Dividenden sind da und er ist für mich eher ein dividendenschwacher Monat.

  • Fifth Street €27.96
  • Peritus €19.76
  • Powershares €27.18
  • Gladstone €43.47
  • Universal Corporation €46.46
  • Global X €24.50
  • ONEOK €101.72
  • VOC €16.91
  • National Retail Properties €46.27
  • Northern Tier €49.48
  • Caterpillar €91.69
  • HCP €53.21

Macht zusammen knapp 550 Euro für die ich nicht arbeiten musste. Deckt sämtliche Kosten des Monats bis auf die Miete. Bei nem theoretischen (mittleren) Stundenlohn von 12.50 netto entspricht das also mehr als einer Woche Arbeitszeit.

29. Januar 2016

Hurra wird leben noch IV

Der letzte Beitrag in dieser Serie ist vom Oktober 2015. Damals hatte ich freudig berichtet das es mir gelungen war meine passiven Einnahmen jeden Monat (JAN-OKT) 2015 über 2100 Euro zu halten.

Jetzt kommt noch kurz das Update für das ganze Jahr:
Meine passiven Einnahmen beliefen sich im Schnitt auf 2260 Euro / Monat für das Jahr 2015. Mein Ziel das ich mir Mitte 2015 gesteckt hatte waren 2100 Euro. Ziel erreicht und noch was draufgelegt .. soweit geil. Meine (leider) oft eher (leicht) pessimistische (hahaha) Zukunftssicht scheint mir dabei zu helfen bei sowas ziemlich auf dem Boden zu bleiben.

Warum?

Im Dezember und Januar 2015/2016 lagen meine passiven Einnahmen bei 7700 Euro. Was dann mal so ohne Krampf 3850 Euro pro Monat entspricht. Das ist dann auch mehr als mein Nettogehalt. Ich rechne aber nun nicht das es das ganze Jahr so bleibt. Der Dezember und Januar waren sehr dividendenstarke Monate und zumindest für mein Portfolio ist der Februar einer der schwächsten.

Außerdem sollten vielleicht auch mal bei SEORCH ein paar Kunden abspringen ..

Mein Ziel für mein passives Einkommen in diesem Jahr sind dann auch „nur“ 2580 / Euro im Monat. Das scheint für mich ein realistisches Ziel zu sein und ist immer noch eine Steigerung von 480 / Euro / Monat zum Vorjahr.

Schönes Gedankenspiel am Rande .. ich hätte 2015 keiner Erwerbstätigkeit nachgehen müssen und hätte trotzdem Geld zur Seite legen können.

Am Ende noch zum Vergleich ..

Das durschnschnittliche Bruttogehalt aller angestellten deutschen Arbeitnehmer (keine Minijobber, oder Selbständige) lag letztes Jahr bei 42.000 Euro brutto / Jahr .. oder bei 3500 brutto im Monat. Bei meiner Steuerklasse entspricht das einem Nettogehalt von etwa 2150 Euro.

Ich lag 2015 genau 110 Euro im Monat drüber .. soviel dazu das ich jedem empfehle an seiner Fuck You Attitüde zu arbeiten.