getmad wer nichts verlieren kann .. ist frei

Ich war etwa 10 Jahre harter Apple Fanboy: iPods, iPhones, iMacs, MacBooks usw. ich hatte Dutzende. Am Ende habe ich sicher einen fünfstelligen Betrag nach Cupertino überwiesen.

Nun habe ich nur noch Apple Aktien.

Brüche bekam die Liebe vor etwa 4 Jahren. Von der Firma hatte ich ein neues MacBookPro mit Touchbar und Butterfly Tastatur bekommen und nach vier Wochen fingen die Tasten an zu klemmen.

Mit grenzenlosem Optimismus machte ich mich dran den Problem auf dem Grund zu gehen und es zu fixen. Dabei hatte ich aber nicht mit Apple gerechnet. Durch das Entfernen der Taste aus dem Keyboard zerstört man mit hoher Wahrscheinlichkeit den kompletten Mechanismus (was mir nicht bewusst war). Nix mit Taste rausfummeln, säubern, Taste reinklicken (wie man es halt kannte).

Okay .. mein Fehler.

Zum Apple Laden gelatscht, Problem geschildert, Kostenvoranschlag bekommen.

Zack: 480 Euro.

Grund: Das ganze Topcase (inklusive Akku) muss getauscht werden, da es nicht vorgesehen ist „nur“ die Tastatur zu reparieren.

Obwohl es ein Firmenlaptop ist, die Firma die Rechnung bezahlt hat usw. war ich so pissed, dass ich mir am selben Tag einen Dell XPS bestellt habe und fortan beschlossen habe mein Geld nicht mehr an Apple zu überweisen.

Right To Repair

Es ist bei diesem MacBook Modell nicht möglich es selbst zu reparieren. Ich kann nicht mal ne neue Tastaturmatte (wie bei Lenovo etc.) kaufen und es fixen. So eine Tastatur kostet in der Regel 40 – 80 Euro, was für mich okay gewesen wäre.

Das finde ich scheiße.

Dinge gehen kaputt, am Dell ist irgendwann ein Scharnier gebrochen. Ich konnte für 70 Euro ein neues Ersatzteil kaufen und mit etwas Fingerspitzengefühl das Gerät in einer Stunde selbst reparieren. Meine Herdplatte ist gebrochen (Ceranfeld) .. für 100 Euro bekomme ich ein Neues, baue die Heizschleifen ein und gut ist. Ich könnte ne ganze Weile so weiter machen ..

Reparieren ist nachhaltig, es schont die Umwelt und es schont meinen Geldbeutel.

Apple hat in einer der letzten Keynotes nen extra Part für CO2 und Nachhaltigkeit drin gehabt. Hilft mir aber alles nix wenn Geräte nach kurzer Zeit Elektroschrott sind weil sie sich eben nicht fixen lassen.

Und derzeit wird das nur noch schlimmer.

Bei den M1 Geräten ist die SSD auf dem Mainboard verlötet, genau so wie der RAM. Upgrades fallen also schon mal unter den Tisch. Aber eine Festplatte (egal ob HDD oder SSD) ist ein Verschleißteil. Eine SSD übersteht eine bestimmte Anzahl von Schreib- und Lesezyklen bevor sie anfängt kaputt zu gehen. Hast du nun wenig RAM schreibt die Kiste eine Swap Datei auf die SSD (also viel schreiben und lesen) .. ja und jetzt rate mal was gerade mit neuen M1 Geräten passiert.

Da sich die SSD nicht tauschen lässt musst du das Mainboard ersetzen. Denke mal da wird nichts unter 500 Euro gehen während ne neue SSD für weniger als 100 Euro zu haben ist.

Den Fanboys wirds egal sein ..

Die Aktionäre freuen sich ..

Und Apple produziert massenhaft völlig vermeidbaren Elektroschrott.

1. März 2021

Arschcreme

.. nennt man bei Bikern ein Schmiermittel welches man sich auf den Popo packt. Meist dann wenn man Sitzprobleme hat bzw. viele Stunden (mehr als sonst) im Sattel verbringt.

Im Februar hätte ich gerne eine Arschcreme für die Arbeit gehabt.

Nach meinem Rentenpunkte, Dividenden und FIRE Artikeln hätte die Eine oder der Andere denken können ich habe mich verpisst. Das Gegenteil war der Fall. Auf Zeche war so viel zu tun, dass ich mir an manchen Abenden wie ein lobotomierter Frosch vorkam.

Darum habe ich nun auch die 4-Tage Woche beantragt. Zuerst mal für ein halbes Jahr.

Ich tendiere dazu, zuviel zu arbeiten wenn noch was erledigt werden muss und obwohl ich jeden Tag plane spät. um 16:00 Feierabend zu machen, klappt das des öfteren nicht. Gerade dann wenn Kollegen meine Hilfe brauchen oder ich (netterweise) für 17:00 Uhr noch ein Meeting reinbekomme.

Aber ich will nicht rumheulen. Viele müssen weit mehr arbeiten als ich und andere wären aktuell froh sie hätten einen Job oder Aufträge.

Das ist also eher ein „Ich lebe noch“ Update.

Depot und Vermögen

Der Februar war freundlich zum Depot. Ich lag das erste mal über 600.000 Euro Vermögen was einem Zuwachst von etwa 30.000 Euro im Vergleich zum Januar entsprach. Zwischenzeitlich waren es auch mal 40.000 Euro aber an die Schwankungen habe ich mich schon vor langer Zeit gewöhnt.

Bei den Dividenden sieht es nicht so nett aus, da ich hauptsächlich in US Firmen investiert bin und diese die Dividenden in Dollar bezahlen. Vor einem Jahr war der Dollar noch 10% mehr Wert (im vgl. zum Euro) als heute. Das überträgt sich 1:1 auf die Dividenden. Mal schauen wie sich das im Jahresverlauf entwickelt.

Nebenprojekte

Um mein wichtigstes Nebenprojekt (seorch.de) konnte ich mich diesen Monat auch nicht wirklich kümmern und die Einnahmen sinken ein bisschen. Ich hoffe, das ich hier zukünftig wieder mehr machen kann wenn ich nur noch 4 Tage die Woche arbeite. Wobei ich eigentlich auch mehr Rad fahren will .. ach immer diese Zwickmühlen.

Nun habe ich erst mal eine Woche Urlaub und werde die abwechselnd auf der Couch und auf dem Bike verbringen. Ich hoffe ich komme mal wieder etwas runter und kann mir ein paar Gedanken machen wie es weiter gehen soll.

Bei Georg im Blog gab es von User Joerg berechtigte Kritik ob man (m)eine Dividendenstrategie nach Georgs Simulation durchrechnen kann.

Jede Kritik und andere Betrachtungsweise ist mir willkommen. Ich bin nicht Einstein und selbst der war nicht unfehlbar und wenn ich hier schon rumtröte wie Benjamin Blümchen muss ich eure Meinungen auch aushalten 🙂

Darum .. gerne Stresstest, Fragen, Ideen, Anmerkungen.

Ich habe mein einfaches Spread aus diesem Beitrag etwas abgeändert:

Neue Eckpunkte:

  • nur noch 3% Deport Zuwachs pro Jahr (Dividendenstrategie ist einer thesaurierenden ETF Strategie unterlegen, die ETFs dürften aber auch mehr als 4% schaffen)
  • nur noch 1% Entnahme pro Jahr (anstatt 4%)
  • dafür meine aktuellen Brutto-Dividenden / Jahr .. ca. 22.000 bis 23.000 Euro
  • keine Verringerung der der Entnahme bei Rentenbeginn
  • Dividendenwachstum von 0,5% Jahr
  • nur 0,5% pro Jahr da ich ja trotzdem Aktien verkaufe und die Dividenden dadurch marginal sinken (absolut)
  • mein gemitteltes Dividendenwachstum lag die letzten Jahre bei ca. 2%

Die Berechnung:



Fazit:

  • auf dem Papier sieht das nun besser aus als eine reine Entnahmestrategie, da es zu keinem Kapitalverzehr kommt
  • am Ende bleibt weit mehr übrig
  • kein Rentencut wie im Beispiel davor

Dieses mal bei Georg auf Finanzen Erklärt!

Er hat meine Berechnung auseinander genommen und mit seinem Tool getestet.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Georg!

Dieser Artikel bezieht sich direkt auf den vorhergehenden Beitrag. Unter folgenden Annahmen habe ich das Fuck You Money Szenario für mich persönlich durchgerechnet:

  • ich bin 42 Jahre alt
  • ich verfüge über 30 Rentenpunkte
  • Renteneintritt im Alter von 67 Jahren
  • ~600.000 Euro im Depot
  • 4% Wertzuwachs (Depot) pro Jahr ohne neue Einlagen
  • 24.000 Euro Entnahme pro Jahr
  • Inflation pro Jahr 1,4%
  • Keine Rentenprogression, da keiner weiß wie sich die staatl. Rente entwickelt, ich aber davon ausgehe, dass es eine Rente geben wird
  • die Rentendaten sind also Basis 2021

Wie liest man die Tabelle:

  • links das Jahr und mein Alter in diesem Jahr
  • dann die Kapitalentwicklung OHNE Entnahme bei angenommenen 4% Zuwachs pro Jahr
  • daneben dann mit Entnahme
  • ab dem Jahr 2047 gehe ich in Rente und kann die Entnahme im Depot quasi halbieren (grüne Zeile)
  • die Werte sind brutto
  • die Entnahmen steigen pro Jahr auf Basis der durchschnittlichen Inflationsrate der letzten 20 Jahre (1,4% in Deutschland)
  • aja .. ich gehe nicht davon aus, dass ich 100 Jahre alt werde

Die Berechnung:



Fazit:

  • unter der Annahme, dass ich eine Rente erhalten würde, sollte ich eigentlich ab morgen nur noch rumpimmeln (cc @ Oliver)
  • nach dem Szenario da oben, habe ich zu jederzeit einen bequemen Puffer
  • bei Rentenbeginn verfüge ich immer noch über 400.000 Euro, was wahrscheinlich mehr ist, als die meisten meines Jahrgangs je ansparen werden
  • selbst wenn ich „uralt“ werden sollte, wird die Party zur Beerdigung voll finanziert sein

28. Januar 2021

Rentenpunkte & F.I.R.E.

Für jedes Jahr welches du in die staatliche Rentenversicherung einbezahlst bekommst du in Deutschland +/- einen Rentenpunkt. Liegt dein Gehalt unter dem zugrunde liegenden Durchschnittsgehalt (40.500 Euro im Jahr 2020) ist es weniger als ein Punkt. Liegt es darüber ist es mehr als ein Punkt.

Zahlst du 30 Jahre exakt mit dem Durchschnittsgehalt in die Rentenversicherung ein, gibt es es 30 Rentenpunkte. Deine persönlichen Punkte kannst du dem Brief der Rentenversicherung entnehmen welchen du einmal im Jahr bekommst.

Diese Rentenpunkte bestimmen deine Rente, sobald du das Rentenalter erreicht hast bzw. eine Erwerbsminderung zu Grunde liegt.

Ein Rentenpunkt ist 2021 in Deutschland etwas über 34 Euro wert, im Osten der Republik etwas über 33 Euro.

Mehr dazu findet ihr auf den Seiten der Rentenversicherung

Das Kleingedruckte:

Du musst mindestens 5 Jahre einzahlen um Anspruch zu haben. Der reguläre Renteneintritt erfolgt wenn du 67 Jahre alt bist, außer wenn du 45 Jahre einbezahlt hast und noch nicht 67 Jahre alt bist. Zahlst du also seit dem 18 Lebensjahr ein, kannst du mit 63 in Rente gehen.

Du kannst auch früher in Rente gehen, nach mindestens 35 Jahren, allerdings werden dir dann 0,3% der Rente abgezogen und zwar für jeden Monat den du früher gehst. Der Abzug ist dauerhaft, also wenn du 20 Monate früher in Rente gehen willst ,sinkt die Rentenzahlung für immer um 6%.

Daneben fallen aktuell etwa 10% Abgaben (KV und PV) auf die Bruttorente an.

Warum ich das hier thematisiere?

Sofern du Rentenpunkte hast bzw. aufbaust und irgendwie F.I.R.E. als Ziel hast, ist das ein nicht unerheblicher Faktor.

Oder auch für alle Menschen die nicht bis zum Eintrittsalter arbeiten wollen, da der absoluter Kapitalbedarf geringer ist.

In vielen Blogs wird angenommen, dass man etwa das 25-fache seiner jährlichen Ausgaben ansparen muss, um den Job an den Nagel zu hängen (4% Regel). Über den Sinn und Unsinn kann man streiten .. die Regel soll hier aber einmal als Basis dienen:

Bei 2.000 Euro Ausgaben im Monat, brauchst 600.000 Euro in einem MSCI World ETF, um quasi bis an dein Lebensende nicht mehr arbeiten zu müssen.

Angenommen du hast nun aber schon 30 Rentenpunkte angesammelt, würde das einer Bruttorente von 1025 Euro / Monat (900 Euro netto) entsprechen.

Deine Entnahmen (aus dem Depot) würden sich also ab dem 67 Lebensjahr fast halbieren und du bräuchtest ab diesem Zeitpunkt nur noch 1.100 Euro im Monat.

1.100 auf die 4% Regel angewandt bedeuten einen Kapitalbedarf von 330.000 ab dem 67 Lebensjahr.

Du kannst also, vom Zeitpunkt wenn du den Job an den Nagel hängst, quasi 270.000 verballern oder nimmst das als Puffer bzw. als Inflationsschutz, falls du die 4% Regel für zu optimistisch hältst. Alternativ kannst du die 4% Regel zur 5% oder gar 6% Regel machen falls du die zusätzliche Sicherheit nicht brauchst.

Sprich: Du entnimmst mehr als 4%.

Beispiel (vereinfacht):

Bei 2.000 Euro Ausgaben im Monat und 5% jährlicher Entnahme brauchst du „nur“ 480.000 Euro im Depot.

Die 4% Wertzuwachs gelten weiterhin.

Du schrumpfst das Depot durch die Entnahmen aber um 1% pro Jahr. Nach 25 Jahren bleiben immer noch 370.000 Euro übrig.

Du könntest bei dieser Rechnung im Alter von 42 Jahren aufhören zu arbeiten unter der Voraussetzung das du die 30 Rentenpunkte angesammelt hast .. was bedeutet das du überdurchschnittlich verdient haben musst.

Bonus:
Ab dem Rentenbeginn bist du über die KV der Rentner versichert.

Okay .. das hört sich gerade alles zu gut an.

Habe ich nen Denkfehler?

24. Januar 2021

Führungskräfte

Jeder kennt sie, nicht jeder mag sie. Es gibt gute und es gibt schlechte.

Als normaler Angestellter hast du niemanden unter Dir, außer hier und da mal nen Azubi oder Trainee. Dafür eine ganze Latte an Chefs über Dir. Und wie es so ist .. in der Regel sitzt der Chef am längeren Hebel. Kommst Du gut mit ihr/ihm aus, kann das für Dich und deine Karriere förderlich sein. Klappt es nicht so gut kannst du nur hoffen, dass du bald einen neuen bekommst.

Im Nachhinein betrachtet waren viele meiner Führungskräfte Nieten oder sagen wir mal fehl am Platz. (Möglicherweise sagen die das über mich auch)

Das liegt aus meiner Sicht daran, dass nicht die Person befördert wird, welche die besten Peopleskills hat, sondern die, welche ihren vorhergehenden Job besser gemacht hat als der Durchschnitt, daneben vielleicht noch prima netzwerken kann, viele Überstunden geschrubbt hat und sich zusätzlich gut selbst vermarkten kann.

Weiße Männer ohne Migrationshintergrund (wie ich) genießen da „gefühlt“ auch noch einen zusätzlichen Bonus .. war zumindest bei meinen bisherigen Arbeitgebern so.

Hast du einen klassischen Vertrieb wird der/die welche den meisten Umsatz einfährt in der Regel befördert. Hast du Software Entwickler wirst du zum Abteilungsleiter wenn du schnell und gut das geforderte ablieferst.

Wirst du aber von normalen Angestellten zur Führungskraft brauchst du deine vorhergehnden Skills weit weniger als vorher.

Als stinknormaler Software Entwickler musst 80% der Zeit Code schreiben und 20% mit Leuten klar kommen, kaum einen juckts wenn du irgendwelche Marotten hast oder wenig emotionales Einfühlungsvermögen. Wirst du dann zum Head Of befördert schreibst du in er Regel nur noch 20% der Zeit (oder weniger) Code und musst 80% mit Leuten arbeiten, sowohl mit deinem Team, als auch mit deiner Führungskraft.

Und das ist für mich das Problem ..

Du brauchst plötzlich ein komplett anderes Skillset:

Menschen motivieren, Gesichter und Stimmungen lesen, Dinge erklären, zuhören, Puffer zwischen Team und dem Management sein, Druck aushalten und nicht weitergeben, sich Zeit für Gespräche nehmen, diskutieren, erkennen wenn dein Team auf dem Zahnfleisch geht, Ressourcen und Fähigkeiten gut einschätzen, Leute weiterentwickeln, Planen von Kapazitäten, Vertrauen schenken, Kontrolle abgeben, und der Ganze diplomatische Unsinn mit anderen Abteilungen und deren Leitungen usw.

In einigen Firmen gibt es dann Workshops für Führungskräfte wo man solche Dinge lernen kann. Andere Firmen interessiert das weniger und ich habe wenig Unterschied zwischen dem Einem und dem Anderen festgestellt.

Manche Dinge die eine Führungskraft ausmachen kann man sicher lernen.

Andere eher weniger.

Die schlechtesten Führungskräfte die ich hatte, hatten nur ihre eigene Karriere im Blick und waren Kontrollfreaks. Wenn Sie dann noch nach oben gebuckelt und nach unten getreten haben, litten die Teams und die Motivation kehrte sich ins Gegenteil bzw. die Personalfluktuation wurde so immens hoch, das neue Namen merken zu einer Denksportaufgabe wurde.

Dann gab es noch andere .. ich nenne sie mal „Verwaltungskräfte“ nicht so schlimm wie die Karrieristen aber auch wenig tauglich. Kopf unten halten, Status quo bewahren, Wein trinken und Wasser predigen und sonst halt Dienst nach Vorschrift. Auch wenig inspirierend.

Nicht falsch verstehen bitte.

Wahrscheinlich waren die oben beschriebenen Exemplare vorher super in ihrem Job. Nur taugen sie halt nicht um Menschen zu führen.

Oder jeder wird so lange befördert bis sie/er auf einer Position ist, auf welcher sie/er völlig inkompetent ist. (Peter Prinzip)

Da gehören allerdings immer zwei dazu .. derjenige welcher befördert werden will, und derjenige der befördert.

Grain of Salt, aber inspiriert von diversen anderen Finanzbloggern.

Wie werde ich gesünder?

Am besten gar nicht. Da hab ich nämlich nix davon. Schau .. ich bin in diverse Brause-, Medizin- und Snack- Hersteller investiert es hilft mir also eher wenn du bald Teilnehmer bei Mein Leben mit 300 kg wirst. Außerdem .. was bringt es Dir? Wir haben Klimaerwärmung. Die Pole und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt ABER Fett schwimmt oben. Und ertrinken ist auch eher so semi-gut.

1,8 Millionen Schritte, 2.500 Kilometer Rad und 10.000 Liegestütze

Weißt du was 1,8 Millionen Schritte bzw. 10k Liegestütze mit deinen Gelenken anrichten? Da kannst du gleich ein Abo für Mobilat abschließen. Steine wissen, das Bewegung nicht gut ist. Steine werden älter, sind entspannter und gelassener als Du. Von den 2500 km auf dem Rad kann ich auch nur abraten. Du quetschst dir am laufenden Band deine primären Geschlechtsmerkmale und das ist schmerzhaft.

Minus 9 Kilo bitte

Bedenke die Kosten! Du brauchst dann eine komplett neue Gardarobe und ggf. Bleigewichte das du bei einem Sturm nicht weggeweht wirst. Außerdem haben wir das Zeitalter der Body Positivity und der Fat Acceptance Bewegung. Steh zu Dir und lass dich nicht von den ganzen Sport Schwurblern verunsichern. Die haben auch nur eine geheime Agenda ..

Frühjahrscheck

Bei den Corona Zahlen zum Arzt? Nur um bestätigt zu bekommen was ich dir oben gerade zu vermitteln versuche? Bist du des Wahnsinns?
Außerdem ist der Planet übervoll, du tust uns allen einen Gefallen wenn du die Rente nicht erlebst.

Seelenruhe und mehr Frieden

Dazu empfehle ich Wirsing und Rosenkohl. Bitte nur wenig gekocht und in großen Mengen. Das sorgt für eine Seelenruhe in deinem Kopf. Möglicherweise aber für Krieg im Darm. Zack Ziel erreicht.

Ja zum Nein

Oder wie ich es sage: Nein zum Ja. Also immer wenn du Ja sagen würdest sag Nein und umgekehrt. Halte es penibel durch sonst ist der Effekt gleich null.

Auszeiten und weniger arbeiten

Ich empfehle hierfür Chlorofom. Spart das Runterkommen und du kannst die Auszeit maximal nutzen. Kannst du auch selbst herstellen.

Reisen – das beste Mittel zur Selbstbildung

Jaaaa .. werde Superspreader. Mach doch einen Roadtrip zu allen Altenheimen in deinem Bundesland und kuschle die älteren Herrschaften intensiv. Bonus: Die haben dort Lebenserfahrung und können Dir sicher sagen wie man eine gute Blutwurstsuppe macht.

Beziehungen festigen

Mit Drei Wetter Taft geht das gut, meine Popohaare kennen sich nun besser als vorher. Nein .. mal im Ernst .. die meisten Menschen sind Idioten und atmen Dir Deine Luft weg, du solltest froh sein wenn sie weg sind.

Mehr Zeit mit Freunden verbringen

Aber erst nachdem du die Altenheime durch hast. Bitte!

FCK Off Menschen

Siehe Altenheime und Freunde.
Erledigt sich dann ja von selbst.

Qualität in der Kommunikation

Der Wechsel von WhatsApp zu Telegram ist durch? Dann solltest du dort den Channels von Attila, Xavier und dem Wendler beitreten. Neue Horizonte und so!

Grenzen sprengen

Meine Wirsing und Rosenkohl Diät könnte man als solch ein Ereignis beschreiben.

In YouTube Gesicht zeigen

Ja, los geht es .. unterrepräsentierte Themen: Von 0 auf 17% vegan in einer Woche, Vom Finanzwesir zum Bitcoinkaiser, In 3,5 Jahren zum Millionär mit ProWin.

Ich lasse mich coachen

Lass dich zum Coach coachen und coache dann andere zum Coach. Es ist nie zu spät glücklich zu werden und man lebt nur einmal. Eine mächtige Flamme entsteht aus einem winzigen Funken und wenn der Mensch kein Ziel hat, ist ihm jeder Weg zu weit. Außerdem: jeder Leistung fängt mit der Entscheidung an, es zu versuchen.
Wichtig ist aber das Zertifikat am Ende für die Wand im Gästeklo.

Wert des Jobs runter schrauben

Schnell und effektiv: Morgens als erster im Büro sein, dem Chef ein Häufchen auf den Tisch setzen und ein Fähnchen reinstecken mit nem Gruß von Dir.

Klarer sein

Hast du schon das mit dem Wirsing und Rosenkohl ausprobiert?
Klarer wirds nicht.

Privates Geld-Management

Coaching ist das neue Management, zeige Deinem Geld auf, sich selbst zu optimieren, dann kann es auch anderem Geld helfen.
Vergiss nicht: Man kann Geld nichts beibringen, sondern ihm nur Helfen es in sich selbst zu entdecken.

12. Januar 2021

Fürchtet euch!

Mein selbst gesetztes Ziel habe ich erreicht.
Drei Jahre früher als geplant.

Vermögen:

  • auf dem Depot steht die halbe Million (>560k)
  • angelegt habe ich knapp 480.000 Euro
  • bar gammeln auch noch 15.000 Euro rum

Einnahmen:

  • Dividenden bekomme ich netto ca. 1400 – 1500 Euro / Monat
  • Bonus: schwankende Einnahmen aus diversen Nebenprojekten

Ausgaben:

  • < 1100 Euro / Monat flat .. alles drin (ich zahle keine Miete nur NK)
  • theoretische GKV: 250 Euro
  • macht 1350 Euro Ausgaben / Monat

Und jetzt?

.. tendiere ich dazu, die drei Jahre bis ich 45 bin, weiterzumachen wie aktuell. Wenn alles klappt sollte mein Depot dann nochmals angewachsen sein.

Transzendental gehe ich von etwa 600.000 Euro investiertem Kapital aus.

Bei 5% Div Rendite wären das 30.000 Euro an Dividenden (brutto).

Und Netto (-25%) 22.500 Euro / Jahr oder 1.875 Euro / Monat.

Einwände oder Gedanken?


7. Januar 2021

Fehler

Angeregt von einem Kommentar hier alle Fehler die ich bei der Geldanlage in den letzten +20 Jahren gemacht habe. Alle Fehler haben reale Verluste erzeugt.

  • eine kleine Kapitallebensversicherung abgeschlossen
  • Aktien / Fonds auf Empfehlung von Bekannten gekauft: China Online, nordasia.com, Lycos, Viva usw.
  • die .com Blase nicht als solche zu erkennen (kaum eine der Firmen hat ja Substanz gehabt)
  • blind jeden IPO mitgegangen
  • nach dem Crash viel, viel zu früh wieder eingestiegen und auch wieder nichts mit Substanz gekauft
  • Trading Abo abgeschlossen, mit Handelssignalen und dann wie wild Hebelzertifikate gekauft und verkauft
  • nicht immer hat der Stop damals gezogen und manche Emittenten haben teilweise fragwürdige Kurse gestellt
  • wie wild Aktien gekauft und nach mageren Gewinnen bzw. kleinen Verlusten wieder verkauft, das war den Aufwand nicht wert, ganz abgesehen von den Ordergebühren
  • wieder auf Tipps von „Kollegen“ gehört
  • Technologie Shiftings nicht erkannt bzw. kennt ihr jemanden der so blöd war im Jahr 2009 Nokia Aktien zu kaufen (jetzt kennt ihr einen)
  • Griechische Staatsanleihen im fünfstelligen Bereich gekauft und JA vor dem Haircut, damals habe ich Angie vertraut die meinte „Wir stehen dafür ein“ … 90% Verlust
  • im Rückblick bin ich immer noch übervorsichtig bei Technologiewerten
  • und dann habe ich doch wieder Hypes gekauft wie GT Advanced (Apple wollte dort Displays bestellen) die kurz darauf Insolvenz angemeldet haben
  • diverse Aktien nur WEGEN ihrer hohen Dividendenrendite gekauft: Seadrill, Lightstream, Northern Tier, Pitney Bowes, VOC Energy Trust, Balda, Vale (ich hab bei allen aufs Maul bekommen)
  • Rohstoffe … das ist jetzt subjektiv .. aber KEINS meiner reinen Rohstoff Investments .. also Erzeuger ..(Gold, Öl, Erze usw) war ach nur annähernd im Plus als ich verkauft habe
  • zu wenig auf Gewinn- bzw. Umsatzwachstum oder zumindest einen Burggraben geachtet
  • über ein Jahrzehnt hatte ich keine nachhaltige Strategie
  • oft war ich zu emotional mit einer Aktie: „Das Scheißding ist jetzt schon 75% gefallen, die verkaufe ich nicht, das sitze ich aus“
  • ich hab zwar im Frühjahr 2009 (nach der Finanzkrise) viele Aktien gekauft (den halben DAX) bin aber viel zu früh ausgestiegen und hab mir höhere Gewinne entgehen lassen

Wenn es 2000 schon so viele Finanzblogger:innen gegeben hätte … aber … hätte hätte Fahrradkette.

Die Liste ist sicher nicht vollständig .. aber mehr fällt mir gerade nicht ein.

4. Januar 2021

Dividenden 2020

Seit 2013 notiere ich verbissen diszipliniert meine Dividenden Einnahmen. Davor habe ich es damit nicht so genau genommen ..

Alle Zahlen die nun folgen sind netto, alles versteuert und Geld welches auf dem Girokonto angekommen ist.

  • 2020: €17.188 / Jahr bzw. €1.432/ Monat
  • 2019: €15.969 / Jahr bzw. €1.330/ Monat
  • 2018: €13.092 / Jahr bzw. €1.091/ Monat
  • 2017: €11.596 / Jahr bzw. €966 / Monat
  • 2016: €8.565 / Jahr bzw. €713 / Monat
  • 2015: €7.439 / Jahr bzw. €619 / Monat
  • 2014: €5.918 / Jahr bzw. €493 / Monat
  • 2013: €4.040 / Jahr bzw. €336 / Monat

Macht in Summe knapp: 84.000 Euro oder ein neues Tesla Model S in der Grundausstattung mit etwas Schnickschnack (ich rechne gern in Autoeinheiten).

Mein Ziel für 2020 waren eigentlich 1.500 Euro / Monat.

Durch die Abschwächung des Dollar im Vergleich zum Euro (von 0,90 auf 0,81 Cent) und die Corona Pandemie habe ich das nicht erreicht.

Ich bleibe daher erst mal bei 1.500 Euro / Monat / netto als Ziel für 2021.

Wir werden sehen …

19. Dezember 2020

Animals

Im letzten Beitrag wurde ich von User Kuma (in den Kommentaren) für mein Depot kritisiert.

Das ist erst mal völlig in Ordnung.

Kritik muss ich ertragen und ich bin dann auch Einer der darüber nachdenkt.

Kern von Kumas Kritik:

Mein Depot ist nicht 100% zukunftsfähig, da ich globale Megatrends (Cloud, Digitalisierung usw.) zu wenig abbilde. Die Performance meines Depots ist unterdurchschnittlich im Vergleich zu einem globalen ETF bzw. natürlich im Vergleich zu einem NASDAQ ETF.

Die geäußerte Kritik ist nicht falsch.

Darum empfehle ich auch nie jemandem mein Depot nachzubauen. Ganz im Gegenteil. Jeder der mich persönlich fragt bekommt die ETF Antwort (Sparplan in MSCI World ..)

Jeder der Einzelaktien kaufen mag, dem empfehle ich: Überlege Dir ob das Business Zukunft hat, ob du verstehst wie die Firma Geld verdient, ob die Marge stimmt, was Deine Idee hinter dem Kauf ist, das Risiko usw.

Mein Depot performt schlechter als ein Vergleichsindex, das weiß ich und habe hier auch drüber geschrieben.

ABER

Für mich stehen Kursgewinne an zweiter Stelle.
An erster Stelle steht der monatliche Cashflow, die Dividenden.

Das mag an meiner Psyche liegen (wer ganz hinten im Blog wühlt findet da ein paar Dinge zu Angststörungen), oder es liegt an Ignoranz, mangelnder Cleverness .. such Dir was aus 🙂

Also die Performance zu nem Vergleichsindex ist schlechter: passt.

Megatrends bilde ich zu wenig ab.

Auf der einen Seite denke ich, dass aktuelle Megatrends nicht so disruptiv sind wie sie scheinen und auf der anderen Seite glaube ich, dass viele etablierte „alte“ Firmen Trends nicht mehr so verschlafen wie noch vor 20 Jahren ..

Microsoft war zur Ballmer Ära eine Firma deren Chart nur seitwärts lief. Apple war vor der Rückkehr von Jobs fast an der Pleite usw. Wer konnte ahnen, dass Nokia (vom Weltmarktführer zur Nullnummer) quasi verschwunden ist. Aus der zweiten Reihe gibt es noch dutzende Beispiele (Wirecard, GT Advanced, Balda usw.)

Das ist das Risiko mit Trends.

Aber man kann halt auch richtig liegen (Tesla, Shopify, Zoom, Alphabet, Alibaba usw.) genau wie mit etablierten Firmen.

Und man lässt sich massive Kursgewinne durch die Lappen gehen ..

Vielleicht muss ich das in Zukunft ändern ..

Trotzdem .. alle Leser sollten berücksichtigen:

Ich bin weder Experte in Aktien Dingen, ich mache viele Fehler (immer noch), ich fahre eine Art Schrot Strategie (Viel hilft Viel und ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn) und ich empfehle Menschen immer eine andere Strategie (als meine eigene).

10. Dezember 2020

One For Sorrow

Im Jahr 2011 hatte ich das erste mal 100.000 Euro Depotwert geknackt. Da war ich 33 Jahre alt. Etwas spät wenn ich mir diverse Finanzblogger*innen so ansehe. Sieben Jahre vorher (ich war 26) hatte ich 20.000 Euro auf der hohen Kante. Diese Jahr werden es über 500.000 Euro sein und ich bin 42 Jahre alt (Diesen Meilenstein hatte ich Ende 2019 schon einmal erreicht .. aber dank Corona war das nicht von Bestand).

16 Jahre also.

16 Jahre um von 20.000 Euro auf +500.000 Euro zu kommen.
16 Jahre mit zwei Börsencrashs.
16 Jahre in welchen ich viele Länder bereist habe.
16 Jahre in denen ich zwei (günstige) Autos gekauft habe.
16 Jahre in denen ich unzählige Fahrräder und Zubehör gekauft habe.
16 Jahre in denen ich eine große Renovierung bezahlt habe.
16 Jahre in denen ich zwei mal den Arbeitgeber gewechselt habe.

16 Jahre in denen ich (aus meiner Sicht) auf nichts verzichten musste.
Vielleicht bin ich aus Sicht meines Umfeldes ein Minimalist. Ich selbst fühle mich aber nicht so.

Was war vor 16 Jahren?

  • Zuckerberg hat Facebook gegründet
  • Bush wird zum zweiten mal Präsident der USA
  • Griechenland wird Fußball Europameister
  • Die EU-Osterweiterung tritt in Kraft

Das musste ich allerdings alles googeln.

Vor 16 Jahren habe ich mir das erste mal ein Spreadsheet aufgesetzt und durchgerechnet wie lange ich brauche um nördlich der halben Million zu landen.

Das habe ich nicht aus Langeweile getan. Ich war von meinem Job so gefrustet, dass ich einen Grund gesucht habe den ganzen Scheiss durchzuhalten. Lag vielleicht auch an der Firma damals, die mehr oder weniger so vor sich hin stagnierte, diverse Geschäftsführer in kurzer Zeit hatte und sich gerne einen abgespart hat anstatt zu investieren. Für mich war das damals ein Umfeld der konstanten Ungewissheit, hat man morgen seinen Job noch, muss man wieder unbezahlte Mehrarbeit bringen, wird es wieder Kürzungen und Personalabbau geben etc.

Die halbe Million war damals die „magische“ Zahl: das reicht um dem Laden den Finger zeigen und dieses Hamsterrad zu verlassen.

So ging das los .. damals kannte ich den Begriff der Finanziellen Freiheit aber noch nicht.

2011 (bei einem neuen Arbeitgeber) habe ich dann die 100.000 Euro überschritten. Hat sich geil angefühlt, obwohl ich natürlich wusste, dass ich von meinem Ziel noch ein ganzes Stück weg bin. Die 100.000 bedeuten schließlich das ich jeder Zeit den Job an den Nagel hängen kann und dann diverse Jahre tun kann wonach mir ist (Rad fahren). Das Gefühl zu haben, einige Jahre, von keiner angestellten Tätigkeit abhängig zu sein war gigantisch.

Ich kann mich noch erinnern, dass ich in den folgenden Tagen verschiedene Menschen gefragt habe was sie denn machen würden wenn sie plötzlich zu 100.000 Euro kämen. Diverse Kollegen meinten, dass sie sich erst mal ein Jahr ne Auszeit gönnen würden. Keiner mit dem ich gesprochen habe, hatte so viel Geld zur Verfügung.

2019 habe ich dann das erste mal die 500.000 Euro erreicht und 2020 dann noch einmal 😉

500.000 Euro bzw. einfach mal ein Haus hier in der Gegend bar bezahlen (Nicht das ich das vor hätte).
500.000 Euro die aktuell etwa 17.000 – 18.000 Euro netto Cashflow pro Jahr aufs Girokonto spülen (Dank der Dividenden).
500.000 Euro die es mir erlauben würden meinen Lebensstandard (ohne weitere Einnahmen) mindestens 20 Jahre zu halten.

500.000 Euro die mir frei verfügbare Zeit kaufen und Freiheit geben.

Es ging nie um das Geld.

Schon damals nicht.

In meiner Utopie kann jeder immer das tun was er möchte, man kann frei und vollständig über seine Zeit verfügen. Man MUSS rein gar nichts.

Wie der Koala auf dem Baum. 16 Stunden schlafen. 8 Stunden essen. Reicht dem Bärchen zum glücklich sein.

Das ist Geld, vollständige und bedingungslose Entscheidungsfreiheit ohne Konsequenzen zum Status Quo.



23. November 2020

Dividenden vs. US-Dollar Kurs

Die meisten Firmen in die ich investiert habe sitzen in den USA. Folglich bekomme ich meine Dividenden auch in US-Dollar. Sie werden von der Bank gewechselt und mir in Euro gutgeschrieben.

Der US-Dollar Kurs ist seit dem Frühjahr 2020 recht stark gefallen. Von 0,93 Euro/Cent auf 0,84 Euro/Cent.

Oder anders ausgedrückt .. im März 2020 bekam ich für einen Euro 1,08 USD während ich heute 1,19 USD bekomme.

Das ist gut wenn ich also Eurozonen Bewohner etwas in USD kaufen will.

Das ist schlecht wenn ich als Eurozonen Bewohner in USD bezahlt werde.

Die 10 Cent erscheinen nun nicht sonderlich viel zu sein aber je mehr Dividenen du in USD bekommst desto massiver der Impact.

Beispiel gefällig?

Bei nem USD Kurs von 93 Euro/Cent würde ich in 2020 etwa 18.400 Euro netto Dividenden kassieren.

Bei einem USD Kurs von 0,84/Cent sind es nur noch 16.700 Euro.

Immerhin eine Differenz von 1700 Euro.

Hört sich nun härter an als es ist da der Kurs ja nicht plötzlich von 93 Cent auf 84 Cent gefallen ist.

Wenn man noch einige (Coronabedingte) Dividendenstreichungen und Kürzungen dazu nimmt sieht es noch etwas böser aus.

Aber ich will hier gar nicht jammern, nur zeigen, dass ich die Währungsschwankungen so nicht auf dem Schirm hatte.

Auf der anderen Seite kann ich günstiger US Aktien kaufen und mein gesamtes Depot hat durch die Erholung an den Aktienmärkten quasi den vor Corona Stand erreicht und steht aktuell 14% im Plus.

12. November 2020

Bums, Zack … Reich.

Sparen oder Minimalismus sind in ihrem monetären Effekt begrenzt.
Deine Sparquote kann 100% nicht übersteigen.

Einnahmen sind aber unlimitiert.
Du kannst nächstes Jahr 300% mehr verdienen als dieses Jahr.

Dann lass uns schnell ein profitables Business aufbauen?

Ich erzähle dir jetzt nicht, was die besten Ideen dafür sind und das du am besten ein Buch schreibst.

Ich erzähle dir auch nicht, dass es heut leichter denn je ist. Das ist es nicht.

Ich erzähle dir eine kleine Geschichte:

Im Jahr 2007 wurde der neue Fiat 500 der Öffentlichkeit präsentiert. Als ich den zum ersten mal gesehen habe war ich hin und weg. Ich fuhr zu der Zeit einen Mini Cooper und die BMW Werkstätten haben mich ordentlich geschröpft. Ich kann mich noch dran erinnern, dass ich für ne Inspektion inkl. undichter Seitenscheibe 850 Euro bezahlt habe. Da war ich so sauer, dass ich bei BMW vom Hof gefahren bin und schwupps bei Fiat auf den Hof.

Plan: den Mini in Zahlung geben und einen Fiat 500 kaufen.

Doof nur das ich nach der Bestellung (ja ein Neuwagen) 5 Monate warten musste.

Auf einer Radtour fiel mir dann ein, dass ich die Vorfreude doch irgendwie kanalisieren könnte.
Machste ein Blog auf und schreibste dir die Vorfreude von der Seele.

Tadaaa: fiat500blog.de

Am Abend war auch schon das Blog live und ich habe mit dem Schreiben von kurzen Artikeln losgelegt.

Doof nur, dass sie keiner gelesen hat .. aber es waren auch nicht so viele.

Ich wollte erst mal schauen ob ich es mehrere Monate am Stück hinbekomme 3-4 mal pro Woche einen Post rauszuhauen.
Nach nem Monat war aber schon klar, dass das kein Problem wird und es hatten sich auch schon knapp 30 Posts angesammelt.

Gelesen hat sie aber immer noch keiner.

Also habe ich angefangen Klinken zu putzen: SEO, Backlinks, Partnerschaften, Foren besucht und Beiträge hinterlassen usw.
Facebook war damals noch nicht so relevant, Instagram gab es nicht, Twitter steckte eher noch in der Kinderschuhen.

Gaaaanz langsam kamen dann ein paar Besucher vorbei. So vielleicht 20 Stück am Tag.

War mir aber auch wurscht .. ich habs ja in erster Linie für mich gemacht. Trotzem … so ein kleines bischen Reichweite hätte man schon gerne.

… Fast Forward -> 2 Jahre …

Der Fiat 500 (als Fahrzeug) war bekannter geworden, SEO, Backlinks und Partnerschaften habe ich weiter verfolgt und intensiviert und ich habe jede Woche 3-4 Artikel geschrieben und siehe da es begann sich auszuzahlen.

Ich hatte an manchen Tagen 2000 Besucher und durch Google Adsense habe ich Monat etwa 100 Euro verdient … YAY.

Außerdem habe ich Backlinks verkauft und Werbebanner von Shops etc. eingebunden was ab dem Jahr 2009 sicher nochmal 100 Euro im Monat gebracht hat.

Hört sich jetzt alles einfach an?

Nope.

Der Ca­sus knack­sus: Fast Forward -> 2 Jahre

In den zwei Jahren habe ich täglich mindestens eine Stunde an irgendwas für das Fiat 500 Blog gearbeitet. Nicht nur Artikel schreiben sondern Leute um Links bitten, SEO etc.

In den zwei Jahren gab es keine finanzielle Entlohnung dafür. Das waren etwa 600 – 700 Stunden Freizeit. Und ja .. ich habs auch für mich gemacht und es als Hobby betrachtet und es hat auch oft Spass gemacht.

Am Ende der zwei Jahre habe ich es immerhin geschafft „läppische“ 200 Euro / Monat brutto / Monat einzunehmen das war zwar anfangs kein Ziel aber irgendwann rechnet man dann doch mal nach.

Nett gesagt entspricht das einem Stundenlohn von 10 Euro.

Ich habe das Blog Ende 2010 eingestampft. Es wurde gehackt und die meisten Daten waren flöten gegangen und ich hatte auch keine Lust mehr.
Wäre spannend zu wissen was daraus heute geworden wäre wenn ich weitergemacht hätte.

tl;dr

  • wenn du dir einen Nebenerwerb aufbauen willst brauchst du Sitzfleisch, Motivation und Geduld ODER Glück
  • wenn du kein Glück hast .. wirds eher ein Marathon
  • und selbst dann kann es sein, dass nur ein paar Kröten rumkommen
  • dein Produkt kann noch so geil sein (meins war es nicht), wenn es niemand kennt, kauft oder besucht es keiner
  • höre aufs Feedback der wenigen Leute die dir Feedback geben
  • und schätze das Potential deiner Idee realistisch ab (mit manchen Dingen kann man einfach kein Geld verdienen)
  • sei bereit viele Stunden deiner Freizeit zu investieren (vor allem zu Tageszeiten wo du normalerweise entspannst, Sport machst oder Freunde triffts)
  • schaffe deinen Fernseher ab (gilt auch wenn du kein Nebengewerbe aufbauen willst)

Ich hatte damals das (thematisch) einzige Fiat 500 Blog in Deutschland. Es gab noch ein paar Foren etc. aber eben keine echte Konkurrenz.

Von mir selbst kann ich dir sagen, ich halte nur lange durch und bin motiviert wenn mir eine Sache wirklich Spass macht. Wenn ich mich tagsüber schon freue, am Abend wieder eine Stunde damit zu verbringen.

Wohl kaum jemand kann sich über zwei Jahre zu etwas zwingen und selbst wenn, das Ergebniss wäre wohl scheiße.

Ich kann trotzdem jedem Menschen raten (sofern er/sie eine gute Idee hat) es einfach zu machen und auszuprobieren. Besser scheitern oder keinen Erfolg haben als es gar nicht zu tun. Am Ende bleibt immer die neue Erfahrung und die Lernkurve.