getmad wer nichts verlieren kann .. ist frei
10. Oktober 2019

Dividenden vs. Kursgewinne

Auf einigen Blogs und in diversen Kommentarspalten ließt man ab und zu, dass die Dividendenstrategie mehr oder weniger Selbstbetrug ist. Die Firmen die Dividenden zahlen fehlt das Geld, sie können weniger investieren. Kurse steigen weniger, da weniger „Mehrwert“ erzeugt wird. Dividenden müssen versteuert werden, Kursgewinne usw. nur wenn die Aktien verkauft werden.

Manche Menschen argumentieren, dass viele Firmen ihre Dividendenausschüttungen teilweise aus der Substanz bezahlen und ich mehr oder weniger meine Ausschüttungen durch sinkende Kurse selbst bezahle ..

Und so weiter …

Kann sein, kann auch nicht sein.

Es gibt Firmen, die keine Dividenden zahlen deren Kurs fällt.
Es gibt Firmen, die Dividenden zahlen deren Kurs steigt.

Und ebenso auch andersrum.

Kursgewinne bzw. Kursverluste sind nicht planbar.
Dividenden bis zu einem gewissen Maße schon. (Aristokraten)

Kursgewinne sind Buchwerte.
Dividenden sind Bargeld.

Ein Tenbagger kann morgen massiv abschmieren und meine schönen Buchgewinne vernichten .. Beispiele gibt es genug (Solar, GT Advanced usw.)
Die gezahlte Dividende kann mir keiner mehr wegnehmen.

Ich kann aus dem Cashflow der Dividenden mir selbst eine Art Rente bezahlen und muss keine Aktien verkaufen.

Ich muss mir nur darum Gedanken machen ob die Firma nachhaltig wirtschaftet und nicht an die Substanz geht und eben nicht wann vielleicht der beste Verkaufszeitpunkt nach einer Kursrally ist.

Heutige Dividenden sind für mich der Spatz in der Hand.
Zukünftige Kursgewinne die Taube auf dem Dach.

1. Oktober 2019

500k

Nachdem ich letzten Monat das erste mal 400k Anlagesumme erreicht habe geht es diesen Monat gleich weiter.

Ich habe das erste mal 500k Nettovermögen überschritten. Ich zähle dazu nur meinen aktuellen Depotwert, die eiserne Reserve und das Girokonto des Depots.

Verteilt sich heute wie folgt:

  • 491.000 Euro Depotwert
  • 7.000 Euro eiserne Reserve
  • 7.000 Euro Girokonto

Macht zusammen 505.000 Euro zum 01.10.2019. Die eiserne Reserve habe ich vor einigen Jahren von 12.000 Euro auf 7.000 Euro zurück gefahren, da die Dividenden Einnahmen meine Fixkosten damals schon zu einem großen Teil gedeckt haben und heute vollständig abdecken.

Ist quasi nur dazu da, falls ich morgen schnell kündigen muss und gleichzeitig das Auto verreckt .. oder so ..

Die 7k auf dem Girokonto werden demnächst investiert. Ich kaufe in der Regel immer für 5.000 Euro Aktien auf einmal und warte dann bis das Girokonto sich wieder aufgefüllt hat.

Ich bin einigermaßen überrascht das ich die 500k so schnell erreicht habe. Zumal das Depot Ende 2018 noch bei 390.000 Euro stand. In meine Plan war das auch erst für 2021 vorgesehen ..

Scheiße .. und jetzt?

27. September 2019

Zuerst das Geld ..

Finanzblogger und Websites die sich mit privaten Finanzen befassen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Vor 8 Jahren (als ich auf diese Nische aufmerksam geworden bin) waren es nur eine Handvoll. Das erste Blog welches ich entdeckt habe war https://finanzielle-freiheit-dividende-blog.de dann aber schnell Mr. Money Mustache und http://earlyretirementextreme.com/ ..

Irgendwann ist das Ganze dann explodiert und heute kann man die Szene gar nicht mehr überblicken. Ich werte das auch nicht.

Nur .. mit zunehmender Zeit scheinen vielen die Themen auszugehen .. und dann wiederholt Blogger X den Artikel von Blogger Y mehr oder weniger komplett ohne der Sachlage was Neues hinzuzufügen.

Ist mir auch egal .. ich muss es ja nicht lesen.

Was mich eher stört ist die zunehmende Tendenz Alles und vor allem jeden Scheiß zu monetarisieren .. oder zumindest es zu versuchen.

Das fängt mit Affiliate Links an, dem Sammeln von E-Mail Adressen für Newsletter, dem Verkauf der Blogartikel in Buchform usw.

Manche Seiten verkaufen Excel Tabellen die es anderswo kostenlos gibt, andere verlangen recht sportliche Preise für Coaching Sessions oder Workshops. Es gibt ganze „Online Akademien“ für finanzielle Bildung die sich den Zugang auch noch entlohnen lassen.

Teile der ganzen Finanzbloggerszene sind zu dem geworden über das sie oft und gerne schimpfen .. einer Art Bankberater der nur den Vertrieb seiner eigenen Produkte als Ziel kennt.

Frei nach dem Motto:

Wie mach ich zu aller erst meine eigene Tasche voll?

Und ich habe wirklich nichts gegen volle Taschen.

Wenn der Mehrwert stimmt, die Inhalte wenigstens unterhaltsam sind oder in die verkauften Daten und Listen wirklich viel Arbeit geflossen ist.

Ich hatte immer das Gefühl wir wollten anders sein, gerade nicht so wie Banken, Finanzvertriebe und die ganzen anderen Klinkenputzer ..

Aber am Ende ist sich doch jeder selbst der Nächste?

Wir hatten uns zu 18:30 Uhr im Augustiner in Erfurt verabredet.
Ich selbst kam mit einem Kumpel und war mit der deutschen Pünktlichkeit 5 min vorher anwesend.
Das Augustiner liegt sehr zentral, steht frei, direkt an einem kleinen Bächlein. Drinnen hatte Carola, die Organisatorin, für uns eine ganze Sitzreihe reserviert. 

Nach und nach kamen die Leute und füllten die Sitzreihen nachhaltig auf. Zum Schluss waren wir ca. 10 Leute. Erstaunlicherweise kannten mich zwei Personen beim Namen. Da sage mal jemand ich hätte keine Marktdurchdringung 😀 

Die Themen:

Das erste Thema war die TWS und wie sie bedient wird, da es leider auch um die Mobile App ging konnte ich nicht weiterhelfen. Auch waren ETFs und deren Besteuerung ein Thema. 

Scheinbar hatte die Investmentsteuerreform so einige dazu gebracht ihre ETFs komplett zu veräußern. Da scheint der Sparbuch-Scholz seine Ziele ja richtig erreicht zu haben. Auch ich beobachte die Entwicklung mit Sorge. 

Auch P2P Kredite, zusammen mit den Auswirkungen bei Rezessionen war ein heiß diskutiertes Thema. 

Die Monopolstellung der Bahn und Telekom, samt Bachelor Arbeit wurden angeschnitten. Schattenfinanzierung durch Staaten (DB-Netze AG), Quersubventionierungen, Wettbewerbsverzerrungen und Anreizsysteme lagen im Fokus. Dazu sei ein Video von Simplicissimus empfohlen, welches die Lage gut zusammenfasst:

Deutsche Bahn – Simplicissimus

Auch wurde heftigst über die EZB diskutiert, wie es weitergeht oder ob wir nach Markus Krall alle sterben werden. Wie sichert man sich ab? Was passiert dann? Wann kommt (endlich) der Absturz? Wie geht die EZB Politik weiter? Viele viele Fragen, auf die ich auch heutzutage keine Antwort habe. Ich hoffe nur das Beste für uns alle und das manche fehlgeleitete Ökonomen mal wieder zur Vernunft kommen werden. An dieser Stelle sei ein wenig Finanzporn empfohlen:

Finanzporn – Aber doch irgendwie interessant

Kennt man irgendwie alles. Jetzt gab es aber mal richtig neuen Stoff:

PORN ODER KEIN PORN 

Dass ist hier die Frage! Das Thema wurde angeschnitten, weil die allgemeine Meinung sei, das gäbe es hier nicht in Jena/ Erfurt und man solle so doch nie anfangen zu “arbeiten”. Man könne kein Geld mehr mit Porn verdienen.

Ich warf Anne Eden ein. Studiert in Jena und zieht ihren Instagram Account sehr erfolgreich durch Porn auf. (Im übrigen habe ich noch nie so schnell Leute ihr Handy zücken und auf Insta gehen sehen.)  Auch gibt es in Jena den ein oder anderen Webmaster von den Damen, die allesamt sehr gut davon leben können. Da der Wettbewerb in diesem Bereich niedriger sei als z.B. auf Instagram kann man so super sichtbar werden, warf ich ein.
Es entstand eine Diskussion. Sollte man es probieren über den Porn Bereich oder nicht. Einige meinten: “Sie wäre für immer in anderen Branchen verbrannt, niemals machen”
Die Mehrheit war der Meinung: “Warum nicht?”

Was ist eure Meinung dazu?
Sollte man es im Porn versuchen oder ist man für immer verbrannt?
Ich bin wirklich gespannt auf eure Kommentare.

Abschließend wurden wir langsam weniger. Die Gesprächstiefe nahm zu. Ich konnte auch ein wenig aus meinen Börsen- und meinen Lebenserfahrungen erzählen. Über das Abitur, die Sache mit dem Ämtern usw. gegen 23.00 Uhr gingen dann auch wir.

Fazit:
Ein Treffen unter Privatanlegern ist schon anders als mit Vollprofis aus der Finanzbranche. Die Art zu diskutieren ist anders. Ein wenig oberflächlicher, vermutlich auch einfach bedingt durch den Zeitfaktor.
Dennoch fand ich den Abend sehr genial. Jede Menge nette Leute kennengelernt, neue Sichtweisen. Leckeres Essen gehabt. Alles in allem ein Erfolgreicher Abend. 

Ihr seid die Besten,
Euer Pascal

PS.
Sollte man es im Porn versuchen oder ist man für Immer verbrannt? 

Was ist eure Meinung dazu?
Ich bin echt gespannt auf eure Kommentare. 

Folgt mir auf Twitter

Hallo Leute, 

viel ist in der letzten Zeit passiert. 

Zuallererst habe ich jemanden kennen gelernt. Er ist Risikokapitalgeber. Irgendwie ist mein Name bei ihm gefallen. War schließlich auch sehr nieschig im Onlinemarketing unterwegs. 

Jedenfalls kam er auf einem Kumpel von mir zu. Wollte uns beide besser kennen lernen, aber maximal eine halbe Stunde / Stunde sollte das Gespräch gehen, weil er ja schließlich viel zu tun hatte. 

Aus den geplanten 30 min sind fast 4 ½ h geworden. Wir waren auf einer Wellenlänge. 

Das zweite Gespräch folgte. Es war ähnlich lang. Zum Ende merkte ich noch an, dass ich dieses Wochenende noch ein paar Bewerbungen schreiben werde 450€ Job und so, weil mein Hauptkonto schon echt hart am Dispo war. 

So kam es am Wochenende, Freitagabend schrieb ich Bewerbungen. Sehr nervig dieses „Ich bin so toll“, eigentlich dachte ich in dem Moment. Das war es. Unten angekommen. Doch dann ein Geräusch:

„Wrrwrr“ mein Handy vibrierte. Eine SMS von dem Risikokapitalgeber. „Pascal machst du eigentlich auch SEO?“, ich antwortete ihn: „Natürlich. Ja.“

Schließlich war das der einzige Skill den ich auch in meiner Auszeit weiterpflegte. „Ja dann bewirb dich mal dort, die suchen noch Einen“

DIE Bewerbung

Mein Blick ging auf das Word Dokument. Ich war so satt eine Bewerbung nach Schema F zu schreiben. Ich will Nutzen bringen und rüberbringen, dass ich es kann. 

Also setzte ich mich ran. Jagte SEORCH ein paar mal über die Website. Meldete mich bei der einen oder anderen Testversion an und nahm am Wochenende die gesamte Webseite auseinander. Schlaf Fehlanzeige! Es musste sitzen. Zum Schluss war alleine das Word Dokument, welches nur die Fehler auflistete,  36 Seiten lang. Die dazugehörigen Excel Tabellen hatten teilweise über 1.000 Zeilen. 

Montag: 

Pünktlich um 12.00 Uhr reichte ich das Dokument als Bewerbung ein. Puh … erstmal ausschlafen. Einen Tag später, hat der Chef angerufen. Für mich machte es den Eindruck, dass er mich am liebsten direkt einstellen hätte wollen. Ich kannte ihn aber absolut nicht. Deshalb schlug ich vor erstmal ein kleines Kennenlern-Essen zu machen. 

Mein Chef lebt und arbeitet aber in Berlin. Ich in Jena. Er bot mir an mich in Erfurt zu besuchen.

Und dazu kam es dann direkt am Freitag. 

Ihr müsst euch vorstellen. Chef von einem großen Unternehmen (Marktführer in seinem Bereich, Marktplatz) kommt für so jemanden wie mich nach Erfurt. 

Nur zur Erinnerung, zu dem Zeitpunkt glaubte ich noch nicht mal, dass ich einen 450€ Job wert war. Doch dieser Tag legte den Schalter in meinem Kopf wieder nach vorne. 

Das Bewerbungsgespräch an sich war retrospektiv betrachtet auch sehr amüsant. 

„Wie viel Urlaub möchtest du haben“ 

Ich schaute ihn nur ganz verdutzt an. „Urlaub, ich bin zum arbeiten hier. Ja ganz normal ein paar Sickness Days „. So im Nachhinein dachte ich schon, dass ich zu viel mit Leuten im angelsächsischen Raum rumhänge 😅 

Wir sprachen über das Gehalt. Da ich relativ klamm war, wollte ich lieber den Job als als mein Gehalt zu maximieren. Deshalb verkaufte ich mich, aus heutiger Sicht unter Wert. 

Learnings bis hier hin: 

  • Vitamin B ist das A und O 
  • Ein Notgroschen ist essentiell, hilft dir besseres Gehalt durchzusetzen 

Meine ersten Wochen 

Waren für mich gefühlt der Horror, obwohl ich einen sehr guten Chef habe. Obwohl ich sehr gute Kollegen hatte. 

Dass ich, ein WordPress Scriptkiddie, ein System aus 2004 der Marke Eigenbau optimieren soll, ist echt hart. 

Selbst heutzutage struggle ich mit dem System immer noch. Es braucht viel Geduld und Liebe. Und wenn man so wie ich Leistung bringen möchte, kann es sehr demotivierend sein. Mal abgesehen von dem Fakt, dass mit dieser Website mein gesamtes SEO Wissen auf dem Kopf stand. Eine Webseite die 0 optimiert ist, aber dennoch teilweise sowohl auf Platz 1 und 2 auf den Suchergebnissen steht.

Altneue Programme 

Wait was?! Hieß der Scheiß nicht Adwords? (Jetzt nur noch Google Ads) Auch viele Programme habe ich sehr lange nicht mehr benutzt. 

Es ist wie nach Hause fahren 

Als ob man 3 Jahre nicht mehr zuhause war. Die Straßen sind noch dieselben. Man kennt den Anfang und das Ziel. Über den Weg muss ich das ein oder andere mal doch schon nachdenken. Die Welt dreht sich weiter und zudem vergisst man sehr schnell. Dennoch geht es voran.

Mein erstes Angestelltengehalt

1.197,93€ irgendwie war ich doch schon stolz auf mich. 

Ich hatte gehofft dieses Gefühl des Bedürfnisses mehr ausgeben zu wollen über mich ergehen zu lassen. Dieses Gefühl Ausgaben tätigen zu wollen, die berühmt berüchtigte Lifestyle-Inflation. Ich freute mich schon fast darauf, dieses neue Gefühl zu entdecken… aber es kam nicht :/ 

Also ja natürlich denke ich jetzt nicht mehr drüber nach, ob ich die 1,80€ für ein Tram Ticket ausgebe oder zurück laufe. Dies liegt freilich auch daran, dass Zeit einen höheren Wert genießt.

Networth positiv

Auch das habe ich geschafft. 

Zugegebenermaßen nicht allein. 

Als ich meinen Job bekommen hatte, habe ich mit meinen Vater wegen KV und Kindergeld gesprochen. Er fand es gut, dass ich eine Job bekommen hatte und hat mir 2.000€ geschickt. Er wollte, dass ich mir davon einen sehr guten Laptop für die Arbeit hole. Von diesen 2k sind aber nur 399€ in einem Laptop geflossen und gute 50€ in neue Bettwäsche (Hah doch Lifestyle Inflation!). Gute 800€ gingen für die Uni drauf. Der Rest wurde gespart.

Und das zusammen mit dem Gehalt, hat mich Networth positiv gemacht ^^

Im Gegensatz zum Job brachte ihn mein erstes Gehalt zu keiner (positiven) Emotion :/ 

Learnings: 

  • Ich muss aufpassen nicht zu „geizig“ zu werden
  • Lifestyle ist Typsache 
  • Die Welt dreht sich weiter. Man stelle sich vor ich hätte nicht nebenbei noch SEO Projekte absolviert. Nicht umsonst heißt es: 3 Jahre ohne Job = Keine Berufserfahrung. Man verlernt schnell 

Fazit: 

In mir drin habe ich wieder ein Wachstumsdenken. Welches mich sehr lange ausgezeichnet hatte. Ein Denken mehr zu wollen, mehr zu schaffen. Das dich dazu bringt vieles auszuprobieren, zu scheitern, aber und das ist das wichtigste, schnell wieder aufzustehen. 

Euch alles Gute. 
Euer Pascal 

1. September 2019

The Signal Fire – 400k

Seit heute habe ich 400.000 Euro in Aktien investiert. Ich spreche von der initialen Anlagesumme ohne Kursgewinne oder Kursverluste. Der letzte Kauf war Leggett & Platt.

Ein Großteil davon sind Dividenden-Wachstums-Aktien, ein weiterer Teil Hochdividenden-Aktien (> 8% Yield) und ein kleiner Teil Aktien bei welchen ich nur auf Kursgewinne setze (Adobe und Cytosorbents). Das Portfolio generiert ca. 23.000 Euro an brutto Dividenden pro Jahr (ca. 16.600 netto).

Von den 400.000 Euro wurden alleine 61.000 Euro durch eingenommene Dividenden finanziert. Das ist der Wert den ich bisher an netto Dividenden erhalten habe seit dem ich die Dividenden Strategie verfolge.

Die Kursgewinne des Portfolios (Stand 01.09.2019) liegen bei 65.000 Euro .. also etwa 17,5%. Die Gurke im Depot ist Cytosorbents, seit Kauf hat die Aktie ca. 60% an Wert verloren. Spitzenreiter im Norden ist OneOk mit knapp 200% Wertsteigerung seit ich die 2016 gekauft habe.

Die Dividendenaktien zahlen im Schnitt 6% Dividende in 2019. Die jährliche Gehaltserhöhung (Dividendensteigerung) liegt im Schnitt bei 10%.

Bezogen auf die Anlagesumme hat OneOk auch die höchste Verzinsung des eingesetzten Kapitals (14,4%) .. alleine von 2017 auf 2019 stieg die Dividende von 2,45 Euro pro Aktie auf 3,17 Euro. Platz Zwei belegt Apollo Commercial Real Estate mit 12,3% und auf Platz Drei befindet sich Altria mit 11,8% Verzinsung.

Die höchste Dividendensteigerung von 2017 auf 2019 hatte Abbvie mit 67,19%. Nur 6 Aktien von 75 haben in den letzten zwei Jahren die Dividenden gesenkt. Schlusslicht ist hier Waddell & Reed mit nem Cut von 45% (sind aber immer noch 4,5% Dividende). Sieben Aktien haben die Dividenden von 2017 auf 2019 nicht erhöht. Alle anderen 62 Werte haben die Dividenden gesteigert.

Klar die Hochdividenden-Aktien sind bei diesem Spiel immer riskanter als die Aristokraten .. das Risiko gehe ich ein.
Gefühlt habe ich nach 4-5 Dividenden-Wachstums-Aktien immer einen Hochdividenden-Wert gekauft. Allerdings dabei auch ins Klo gegriffen. Einige davon sind schon lange wieder aus dem Portfolio verschwunden (Seadrill, Lightstream ..) weil sie natürlich die Dividende nicht halten konnten.

Die Hochdividenden-Aktien die ich jetzt noch im Depot habe sind nur REITs und BDCs.

Hinterher ist man immer schlauer und als Tipp für alle die noch am Anfang stehen .. kauft am besten Aktien welche solide Gewinne einfahren, viel Potential haben Dividenden zu steigern und das auch tun. Langfristig sind die Dividendensteigerungen alles was zählt.


30. Juli 2019

A Million

Eine Episode aus meinem Berufsleben, welche mich wohl maßgeblich geprägt hat.

Mit zuckersüßen 22 Jahren arbeitete ich für eine Firma, im Prinzip einen US Konzern welcher im S&P 500 gelistet ist. Ich schätze der Konzern hatte damals 15.000 bis 20.000 Angestellte auf der ganzen Welt. Ich arbeitete in Deutschland und zwar ziemlich genau 10 Jahre lang. In diesen 10 Jahren wurden alle drei Jahre 10% der Mitarbeiter abgebaut (nur um einige dann wieder einzustellen). Die Argumentation war immer die selbe. Die „Zahlen“ stimmen nicht. Die US Zentrale erwartet bessere Renditen. Die Wirtschaft schwächelt und die Auftragslage ist schlecht. You name it.

In den ganzen 10 Jahren wurde ich nie darüber informiert wieviel Umsatz und wieviel Gewinn/Verlust die deutsche Niederlassung machte .. nur als Anmerkung. Ich musste den Ansagen des Managements glauben / oder auch nicht. Machen konnte ich sowieso nichts.

Der Ankündigung erfolgte dann die Angst, die der Kollegen und Meine. Die Angst auf der Liste der Menschen zu stehen welche man los werden wollte. Diese Liste nannte man Sozialplan.

Im Grunde musste jede Abteilung (bis auf wenige Ausnahmen) 10% kleiner werden. Teilweise wurden Abfindungsangebote gemacht und auch angenommen. Wenn aber jemand partout nicht gehen wollte wurde die Kündigungszeit ausgesessen. Ein Kollege war sage und schreibe noch 9 Monate im Betrieb nachdem er entlassen wurde.

Allerdings ging es auch anders .. und das ist was ich eigentlich erzählen will:

Zwischen 12:00 und 12:30 war fixe Mittagspause. Diese halbe Stunde wurde auch pauschal von der Stempelzeit abgezogen. Passt soweit und ist logisch. Einige Kollegen mussten jedoch zwischen 12:00 und 12:30 Telefondienst schieben (Vertrieb). Auch diese bekamen erst mal die Pausenzeit abgezogen.

Nun gab es neben der Personalabteilung auch Mitarbeiter welche ebenfalls auf das Zeiterfassungssystem zugreifen konnten. Besonders Sekretärinnen welche für ihre Chefs oder die Abteilung ab und zu Zeiten nachgetragen haben.

Eine Sekretärin hatte nun (freiwillig) eine Doppelrolle. Die machten den Telefondienst und konnte Arbeitszeiten im System abändern. Da sie keine Mittagspause hatte und diese teilweise auch nicht nachholen konnte, buchte sie sich selbst an diversen Tagen diese 30 Minuten auf ihr Arbeitszeitkonto. Das war mit ihren Chefs abgesprochen und wurde über Jahre so praktiziert.

Als dann die Entlassungsrunde kam wurde dieser Sekretärin gekündigt. Als Grund wurde die Manipulation am Zeiterfassungssystem genannt. Da sie nichts schriftlich hatte konnte sie sich nicht wehren und bekam auch keine Abfindung.

Damals hatten wir ne Arbeitslosenquote in Deutschland von um die 10%. Es war also alles andere als sicher recht schnell nen neuen Job zu finden.

Ich habe das Szenario damals (ohne Grund) auf mich adaptiert. Das erzeugte Angst. Und Angst führt bei mir immer zu Handlung. Ich habe mir überlegt wieviel Geld ich brauche damit mir das Beschriebene egal sein kann. Heute würde man es Fuck You Money nennen. Ich habe mein Nettovermögen aufgeschrieben und angefangen ein simples Haushaltsbuch zu führen. In einer Tabelle habe ich mehrere Szenarien durchgerechnet. Also wieviel kann ich im Jahr sparen, wie verzinst sich das Geld, wo lande ich damit in x Jahren.

Das sah so aus:

Theoretische Verzinsung und der jährliche Sparbetrag, hochgerechnet auf 10 Jahre. Hinten noch eine Spalte in welcher ich nicht spare und quasi nur die Zinsen habe.

Die Unterschiede sind massiv. Aber solange das Kapital eher gering ist hat man den größten Hebel über die Sparquote. Das wurde mir recht schnell bewusst.

In den folgenden Jahren habe ich meine Ausgaben reduziert und auf die ganzen sinnlosen Lifestyle Ausgaben verzichtet.

So ging das Ganze mit der Idee der finanziellen Freiheit los ..

23. Juli 2019

Fleischruinen

Wenn mir etwas in den letzten Monaten an mir auffällt: Ich habe wenig Lust auf Menschen. Da wäre auf der einen Seite der Smalltalk der bei Treffen und Begegnungen so abläuft. Mir ist das zu flach, mich ermüdet das und ich kann da einfach nicht (mehr) mitmachen. Meistens werde ich dann zynisch oder reiße doofe Witze die meine Gesprächspartner eher nicht verstehen. Vielleicht gelte ich dann als Socially Akward aber das macht mir nichts.

Über meinen Job oder über persönliche Finanzen kann ich stundenlang reden. Aber ehrlich gesagt behellige ich außerhalb dieser Filterblasen eher wenig Menschen damit. SEO oder Aktien sind für viele auch einfach nicht spannend. Man erkennt ja das Interesse des Gegenübers an der Quantität und Qualität der Rückfragen.

Sonst interessiere ich mich eigentlich für viele Dinge. Ich kann stundenlang über Flugzeugthemen oder Musik reden, Computerspiele, Bücher, spannende Länder, Reisen, Lego, Fahrräder, Filme und Serien usw.

Aber ich muss nicht reden. Oft frage ich meinen Gesprächspartner Löcher in den Bauch und versuche zu verstehen für was dieser/diese brennt, welche Leidenschaften es gibt usw. Manchmal spannend .. zu oft eher banal. Über das was gestern im Fernseher lief und wie Fussball am Wochenende war kann ich nicht sprechen .. mangels Fernseher und Interesse.

Ich frage gern und viel ..

Dann finde ich, dass es immer weniger Menschen gibt die aufmerksam zuhören können oder wollen. Klar jeder erzählt gerne seine Geschichten. Das ist auch okay. Aber wenn mein Gegenüber gefühlt 95% der Zeit spricht und weder auf meine Anmerkungen und Fragen groß eingeht verliere ich die Lust. Das sind vielleicht Narzissten .. was weiß ich. Ich versuche den Menschen aus dem Weg zu gehen .. da es anstrengend ist dauerbeschallt zu werden und zum Glück gibt es Alkohol.

Seit mir das bewusster geworden ist versuche ich Gesprächspartnern Raum zu lassen um ihre Gedanken auszuführen. Es ist durchaus möglich, dass ich in der Vergangenheit so eine endlose Labertasche war. Aber seit mir das auf den Sack geht halte ich öfter mal die Fresse und stelle Rückfragen.

Ist auch quasi eine Art Challenge geworden. Ich gehe mittlerweile oft in ein Gespräch mit der Absicht, nur von mir zu erzählen, wenn ich gefragt werde oder meine Meinung das Ganze vielleicht weiterbringt. Sonst höre ich zu und stelle Fragen.

Es ist nicht so das ich mundfaul bin. Im Gegenteil. Ich gebe gerne Rat und helfe weiter wenn ich denke ich habe das nötige Wissen bzw. die Erfahrung. Aber ich lerne auch gern was dazu.

Schlimm sind Menschen deren Meinung, Haltung, Reflektion und Lebensstil unverrückbar, wie der Himalaya, feststehen. Das Gegenteil nenne ich übrigens den liquiden Geist.

Es kann mich schließlich keiner (außer mir) daran hindern jeden Tag neue Fehler zu machen und dabei auch etwas schlauer zu werden.

Und damit das nochwas mit Finanzen zu tun hat:

Nachdem der Garnix so von Beyond Meat geschwärmt hat habe ich Ende Mai davon Aktien gekauft (Kurs müsste so 80 Euro gewesen sein). Gestern verkauft für etwa 160 Euro. Entspricht null meiner Anlagestrategie .. aber ab und zu ein Zock .. naja.

Ich nenne es auch einen Trotteltrade .. weil es war reines Glück. Ohne Sinn und Verstand.

Der Song dazu:

Kurzes Status Update zu den ersten 6 Monaten 2019.

  • Ausgaben overall: 6.746 Euro
  • Dividenden netto: 7.494 Euro
  • Depotwert Ende 2018: 387.000 Euro
  • Depotwert 4. Juli 2019: 475.000 Euro

Bei den Ausgaben sind zwei Kurzurlaube und Inspektion / Reparatur am Auto enthalten.

Der Depotwert lag im November 2018 schon einmal bei 417.000 Euro. Die Korrektur der Indizes Ende Dezember hat sich natürlich auch bei mir abgebildet. Die erfolgreichste Kuh im Depot ist ONEOK Inc. mit einem Zuwachs von 187% .. am Ende steht L Brands mit einem Minus von -49%.

Ein absoluter Zuwachs von 88.000 Euro ist allerdings trotz allem ziemlich fett und der höchste Zuwachs den ich bisher hatte. Mal sehen ob das auch im zweiten Halbjahr so bleibt.

Ein paar Leute haben mich in letzter Zeit gefragt was es mit Pascal auf sich hat und ob ich das bin.

Dem ist nicht so. Pascal hat mich vor einiger Zeit angeschrieben ob ich vielleicht von ihm was veröffentlichen würde. Das habe ich bisher getan. Ich kenne Pascal nicht persönlich und habe auch sonst keine direkte Beziehung zu ihm.

Das nur zur Klarstellung. Alle Beiträge die mit „Pascal:“ beginnen sind nicht von mir 😉

Hallo Leute,

ihr habt es vielleicht mitbekommen. Ich wollte von Kissig und C. W. Roehl die Webseiten überarbeiten.

Ich wollte mir in erster Linie selbst beweisen, dass ich performantes Webseiten Redesign noch kann. Der nette Nebeneffekt wäre gewesen, direkt zwei Testimonials zu haben falls man durchstarten möchte. Verlernt habe ich die ganzen SEO Themen wie Silo-Architektur (bei Kissig unmöglich, halb so schlimm, ist für Shops eher wichtig) TTFB und all die Dinge die damit her kommen nicht.
Müsst euch vorstellen, die neue Intelligent Investieren Webseite wäre optisch ansprechender und gleichzeitig performanter gewesen.

2 Jahre war ich ja im Onlinemarketing selbständig und habe vieles ausprobiert. Auch als ich das letzte Jahr die Zwangspause nehmen musste, habe ich oft, unentgeltlich, bei Freunden beim SEO ausgeholfen. Die letzten Tage habe ich mich nochmals intensiv mit dem Thema SEO beschäftigt, weil die Welt im Marketing und SEO dreht sich schnell. Die Grundlagen bleiben gleich, die Umsetzung kann sich in einem Jahr komplett unterscheiden.

Zurück zu C. W. Roehl

Unter meinem Letzten Twitter Post, meinte C. W. Roehl: “Wenn Kissig das nicht will nehme ich das gerne”. Ich dachte mir nur, 2 Fliegen mit einer Klappe, ich nehme euch beide. Gerade weil sich bei der Dividendenadel Webseite ein paar kleinere Fehler eingeschlichen haben im System, die vielleicht die ein oder andere Platzstrafe bei Google bedingen könnte. SEO Auszeichnung technisch war die Webseite hingegen gut. 

In der nächsten Woche standen die Investor Days in Erfurt an. Ich schrieb Christian direkt, lass mich das dieses WE machen, ich brauch nur dies jenes, zieh mir direkt die Daten und dann leg ich direkt los. 

Und das war mein Fehler. 

Zugegebenermaßen war ich in an dem Tag als mir Kissig, Christian und Pascal von Fyoumoney, geantwortet haben, sehr euphorisch. Ich wollte direkt Umsetzen und habe zu sehr gedrückt, wie so ein unseriöser MLM Marketer, ist mir aber zu spät aufgefallen. 

Das man danach auf Abstand geht ist für mich, im nachhinein, natürlich sehr verständlich. 

Was ist mit Kissig?

Er denkt drüber nach. 

Was ist jetzt das Gute an der Sache?

Vor gut eineinhalb Jahren wäre ich Emotional wahrscheinlich eingeknickt. Jetzt sag ich mir, Fehler passieren, auch mir. 

Schade drum. Wäre mir echt eine Ehre gewesen den beiden mehr Reichweite zu verschaffen.

Aber egal, weiter gehts!

Somit bin ich bereit für den Grind.
Auch habe ich mir selbst bewiesen, dass ich viele Sachen bezüglich Webseiten noch drauf habe. 

Gelernt habe ich auch, bei Euphorie genauso wie beim Gegenteil, lieber das Handy 30 min länger wegzulegen.

Was wird?

Als ein paar Freunde von mir entdeckt haben, dass ich vielleicht die Webseiten für Roehl und Co. bauen werden, haben sie mir, wie so oft schon in der Vergangenheit geraten in diesen Bereich durchzustarten. Denn im Berufsleben kommt es immer auf die Stärken an. So bin ich, laut meinen Freunden, zumindest in den SEO Bereich ein ehrlicher Experte. Sie meinen ich solle mich wieder Selbständig machen. 

Rührstab oder Maschine

Ich dachte einige Zeit darüber nach. Google Partner zu werden wäre mit Sicherheit wieder schön. Aber aber aber… in den letzten Beiträgen habe ich aufgezeigt, dass ich unbedingt sportlich mich wieder betätigen muss. Eine Freundin von mir erzählte ich von der mir selbst auferlegten Fabian Fröhlich Challenge.
In der ich binnen 4 Jahren von Lauch zur Maschine werden möchte.

Daraufhin meinte sie nur:

“Aach Pascal…. Du musst nicht direkt zur Maschine werden. Du hast mir als Rührstab auch sehr gefallen” 

In mir arbeitete es. Ich glaube sie wollte mir damit etwas sagen. Ich denke oft, ich bin nicht gut genug, muss nur noch dies oder jenes lernen damit es los geht. Obwohl ich wahrscheinlich schon mehr Expertise gesammelt habe als der ein oder andere. So kommt man natürlich nicht schnell zur Umsetzung. Aber darauf kommt es an. Fortsetzung Folgt…

Ihr seid die Besten.
Euer Pascal.

21. Juni 2019

Disguise – Antworten

Im letzten Beitrag sind ja einige Fragen aufgetaucht auf die ich gern eingehen würde.

Danke an Daniel, SeaPaddler, Gabriela, Maurice, Garnix, Nero, Robitobi und Blubber für die Kommentare und Denkanstöße

Die Frage nach der Krankenversicherung:

Ich kann mich freiwillig gesetztlich versichern. Die Beitragsbemessung erfolgt auf meine „Einnahmen“ beträgt aber mindestens ca. 160 Euro / Monat. Würde ich z.b. 1500 netto an Dividenden einnehmen wären das je nach KV ca. 230 Euro. Unter der Voraussetzung, das ich keine weiteren Einnahmen habe. Nich ideal da das Geld natürlich fehlt aber durchaus machbar und mehr oder weniger berücksichtigt.

Wie steht’s um die Wohnsituation? Wie würdest du mit Mietsteigerungen umgehen?

Ich wohne mietfrei und zahle nur Nebenkosten und habe nicht vor das zu ändern.

Reicht die Kohle für den neuen Lebensstil – so mit reisen?

Ja .. 2-3 Urlaube passen pro Jahr ins Budget, da keine Miete.

Was machst du, wenn die nächste Lebensabschnittspartnerin Drillinge bekommt? Kommst du wieder in den Job rein?

Die verkaufe ich bei Ebay .. ääähm .. natürlich nicht. Dann ist das so und ich muss wohl Kohle ranschaffen.

Aktuell finde ich Jobs .. ich bin SEO (Suchmaschinen Optimierer), Frontend Entwickler und Backend Entwickler.
Wie das in 10 Jahren aussieht weiß keiner. Habe aber auch keine Probleme bei McDonalds Burger zu braten.

Gibt es sonst Personen, die du ggf. gerne irgendwann finanziell unterstützen würdest (Eltern)?

Glück gehabt .. beide ehemalige Beamte aus dem gehobenen Dienst. Vater Staat zahlt da üppige Pensionen.

Gibt es sonst größere Anschaffungen, die unerwartet oder geplant abgedeckt werden müssen – Auto oder sowas?

Jep, da ich auf dem Land wohne wäre alle 10 Jahre mal ein Auto fällig … grob kalkuliert mit 10k.
Oder ich nehm Papas Benz wenn er es nicht mitbekommt ..

Besteht die Möglichkeit, ein Sabbatical mit dem aktuellen Arbeitgeber auszuhandeln, um erstmal zu „üben“?

Ja, wahrscheinlich schon .. habe ich bisher nicht so wirklich drüber nachgedacht da ich Dinge gerne hart beende wenn ich was Neues mache.
Wäre aber sicher ne Option.

Wie kämst du psychisch klar, wenn dein Depot 50 % in die Knie geht?

Nicht angenehm aber ich kenne das .. war 2001 und 2008 investiert. Ist nicht schön .. aber ich bekomme keine Weinkrämpfe.

Anstelle des Sabbaticals alternativ erstmal radikal die Arbeitszeit reduzieren?

Hab ich drüber nachgedacht und scheint mir aktuell eine Möglichkeit zu sein. Aktuell überlege ich mir noch wie genau das aussehen kann und wie ich das platziere.

zu Blubbers: Absolute Sicherheit ist leider grad ausverkauft.

Das ist richtig. Keine Ahnung was in 10 Jahren ist. Ist auch nicht wichtig. Ich bin flexibel genug mich anzupassen und ggf. wieder einen Job anzunehmen oder zu versuchen auf anderem Weg Geld zu verdienen.

Zu der Entnahme die konservativ mit 2% kalkuliere kommen ja noch die Nettodividenden. Die wegen der Entnahme im idealfall gleich bleiben durch Steigerungen oder leicht sinken. Also die Entnahme muss ich versteuern. Die Dividenden sind schon versteuert.

Die Rentenansprüche lasse ich komplett außer acht. Das dauert noch 26 Jahre und wir werden sehen was da dann übrig bleibt.

Wenn ich die Nebeneinkünfte aktuell dazu rechne wäre das alles ein no-brainer. Da hätte ich schon vor 4 Jahren ernsthaft drüber nachdenken können ob ich die Angestellten Tätigkeit an den Nagel hänge.

Aber irgendwas (in meinem Kopf) hindert mich da zu sehr drauf zu vertrauen.

Ich denke derzeit einfach drauf rum und bin wirklich über alle Meinungen und Aspekte dankbar.

Aktuell ist mein Plan die 500k Depotwert vollzumachen aber eher darum das ich mal in nen Club komme (Comdirect First) .. ist mir zwar wurscht .. aber ich freue mich schon die Hotline zu trollen. Hon Circle Member bei der Lufthansa wäre mir zwar lieber aber das wird wohl nichts mehr.

18. Juni 2019

Disguise

Hier hatte ich ja euch Leser gefragt ab welchem Betrag ihr der Zeche den Rücken kehrt. Es sind ein paar spannende Antworten dabei. Das alles ist jetzt nicht repräsentativ (ist mir schon klar). Aber zwei Dinge sind für mich irgendwie ersichtlich.

Die Frage: Was mache ich mit meiner freien Zeit bzw. wie beschäftige ich mich?

Die Überlegung: Unterschiedliche Lebensentwürfe bedeuten unterschiedlichen Kapitalbedarf.

Die erste Frage stellt sich mir nicht. Mir ist nie langweilig .. ganz im Gegenteil. Mir fehlt oft die Zeit das tun was mir alles im Kopf rumspukt. Einige von euch hatten ja geschrieben, dass sie die Arbeitszeit reduzieren würden um z.b. die Krankenversicherung nicht komplett privat tragen zu müssen. Macht durchaus Sinn und ist ja auch schön, bedeutet doch auch das diese Leute ihren Job zum Großteil gerne machen.

Andere würden sich (weit mehr) im Verein, Politik oder bei Non Profit Organisationen engagieren.

Natürlich gibt es auch noch jedem Menge Orte auf der Welt zu entdecken.

Wenn ich Leuten erzähle das ich mir vorstellen könnte meinen Job an den Nagel zu hängen stellen sie mir oft die Frage: „Und was machst du dann den ganzen Tag? – Mir wäre da ja total langweilig.“

Ich finde die Frage bzw. den Satz „Mir wäre dann ja langweilig“ ziemlich verstörend. Impliziert das doch, dass diese Menschen ohne ihren Job keine Ideen hätten was sie sonst tun sollten.

Ich frage mich oft ob die Wahrnehmung hier noch stimmt .. bin ich mehr als mein Job? Bin ich weniger? Was bin ich? Was will ich sein?

Abgedroschen aber dennoch wahr: Von innen sieht das Hamsterrad wie eine Karriereleiter aus.

Du erreichst Ziele im Job, du bekommst mehr Gehalt, du wirst befördert, du gewinnst neue Aufträge, du planierst den ganzen Laden und sparst deinem Chef ein Heidengeld ein usw.

Alles toll und prima, alles kann dir Befriedigung bringen .. doch tust du es nicht für dich .. sondern für den oder die Besitzer der Firma. Der Laden verdient nur Geld wenn sie mit deiner Arbeitsleistung und deinen Ideen, deinem Engagement mindestens doppelt soviel Kohle scheffeln (oder sparen) wie sie dir bezahlen. Wieso sollten die dich sonst beschäftigen.

Auch das kann dir egal sein, dein Gehalt stimmt, die Überstunden sind im Rahmen und die Kollegen nett.

Super.

Dann bleib dort und mach weiter, Freizeit oder Freiheit ist nichts für dich.
Manche brauchen ihre Ketten.

Resignation?

Nein .. nicht bei mir .. aber weder kann ich mich in jedem Menschen hineinversetzen noch maße ich mir an zu wissen was gut für andere Menschen ist.

Du must am Ende selbst rausfinden was dich glücklich macht.

Zum Thema Kohle:

Auch hier kann ich nicht für viele Menschen sprechen. Die meisten mit denen ich über die letzten Jahre geredet habe glauben, das sie mit 1500 Euro / Monat über die Runden kommen. Auch hier lebe ich wahrscheinlich in einer Filterblase aber für mich ganz persönlich erscheint mir der Betrag realistisch. Mir ist durchaus klar das es mit drei Kindern und als Alleinverdiener in München, Frankfurt oder Hamburg nicht reichen wird. Während ich in Mecklenburg auf dem Land ne Großfamilie durchbekomme.

Und warum habe ich nun die Frage gestellt?

Mein Kapital erreicht gerade die Schwelle die für „mich“ reichen würde.

Ich habe heute einen Depotwert von 450.000+ Euro.
Ich kassiere dieses Jahr 13.000+ Euro an Dividenden (netto).
Eine Entnahmerate von 2% wären 9000 Euro.
(Meine Nebeneinahmen lasse ich außen vor.)

13.000 + 9000 Euro = 22.000 Euro.

Oder 1800 Euro im Monat / netto.

Kommentare?

Vorgeschichte:

Ich war auf dem Treffen “der Armen Gesellschaft” des Maschinisten. Wir besprachen unter anderem die Informationsbeschaffung. Den wunderbaren Blog von Michael Kissig, Intelligent investieren warf ich ein.

Die Antwort von vielen:
“Ist das dieser hässliche Blog, den lese ich nicht.”

Zugegebenermaßen der Blog ist wirklich nicht hübsch, auf die inneren Werte kommt es an. Ich wollte das mehr Leute diesen wunderbaren Blog lesen können. Deshalb setzte ich mich vor gut zwei Wochen ans Werk. Das Ergebnis gibt es unten zu bestaunen.

Akt 1. Der Anfang. Der Übermut.

Ein neuer Blog muss her und zwar geschwind. Responsive soll er sein. Beiträge sollten gut erfasst werden können, SEO technisch sollte es auch gut sein.

WEBFLOW?
Ist super, kostet aber für mich dann Monatlich 19€. Also nee.

WordPress?
Ist ein bisschen träger, aber für den Anwender super. Okay dann nehme ich es. Es muss aber Fetzten. Kein Standard.

WordPress ist gesetzt .. super. Dann fangen wir mal mit einem Konzept an. Ich wollte das es fetzt, Matthias meinte mal was von Highcharts/Highstocks. Die zu implementieren wäre doch super. Ich lass mich in die Dokumentation ein, probierte aus. Irgendwie wollte es nicht. Dann fiel mir auf, es würde sowieso viel zu unübersichtlich werden.

Apropos Unübersichtlichkeit:

Akt 2. unübersehbare Unübersichtlichkeit

Wenn Kissing eins kann, dann viele Kategorien erschaffen, die gerne in einander übergehen und dabei sehr lange Titel haben. Auch findet man die ein oder andere nicht direkt.

Ich fing an die Website zu mappen. Übersichtlich sollte sie schließlich sein. (ohne Witz ich saß noch nie so lange daran das zu mappen)

(Ich hab mal Analysen gefunden mal Portfolio Analysen, die Kategorie wurde mittlerweile zu Portfoliochecks)

Akt 3. WordPress macht was WordPress will

Mittlerweile war ich im Flow, nichts konnte mich mehr aufhalten. Ich musste für heute nur noch den Header (oberer Webseiten Nereich) umändern. Normalerweise ist in WordPress eine Schaltfläche zum bearbeiten. War nicht da…
In Panik schrieb ich Matthias. 2h später, ohne mein zutun war der Button wieder da.

Akt 4. Titel Meister Kissig

Kennt ihr Titel von Doktorarbeiten, die immer sehr, sehr lang sind, und über mehrere Sätze gehen? Grade als ich dachte den perfekten Aufbau für eine Beitragsseite zusammengebaut hatte, droppt Kissing diesen Titel:
Mein Investor-Update mit Amazon, Blue Cap, Funkwerk, IAC InterActiveCorp, MasterCard, MBB, Navigator Equity, PayPal, Texas Pacific Land Trust, TTL Beteiligugen

Dies sprengte meine Titelleiste. Also nochmal von vorn. Neue Titelbilder müssen her und der Beitragsbereich muss überall nochmal überarbeitet werden.

Akt 5. Kissig er heißt Kissig

Die meisten Seiten waren mittlerweile fertig. Da viel mir auf. Kissing heißt gar nicht Kissing sondern Kissig. Nochmal alle Seiten überarbeiten.

Akt 6. Die Lizenzen

Die Seite sollte richtig fetzen. Wie wäre es also, wenn wir bei den legendären Investoren jeden legendären Investor mit einem kurzen Text und Bild vorstellen? Bei einem Klick wird der Besucher zur jeweiligen Seite weitergeleitet. Nach einer ¾ h Recherche graute es mir langsam. Man findet kaum Fotos die nicht unter Copyright sind. Also auch verwerfen…

Sehr erfahrungsreich war es auf alle Fälle.

Hätte man dieses Redesign für ein Unternehmen umgesetzt, wäre es in der Preisspanne 3k+ gelandet. Nur mal ein Paar Beispiele was ich alles gemacht habe:

  • Theme heraussuchen
  • neue Startseite
  • Plugins installieren
  • Einrichtung einer Backupsoftware
  • Mapping,
  • acht neue Kategorie Seiten
  • Bilder heraussuchen
  • Bilder komprimieren
  • Header neu bauen
  • Logik für Beiträge erstellen
  • Social Tags einfügen
  • Empfehlungsliste neu designen
  • Beobachtungsliste und Transaktionsliste komplett neu gestaltet
  • usw.

Das vorläufige Ergebnis:
(noch nicht fertig)

Jetzt seid ihr gefragt.
Macht dem Kissi(n)g Druck.

Sagt ihm, dass er unbedingt dieses Redesign haben möchte. Damit mehr Leute auf seinen wunderbaren Blog kommen. Damit mehr Leute verstehen was Value ist. Sein Twitter Account:
https://twitter.com/michael_kissig

Aber ey Pascal was willst du dafür haben?

Grundsätzlich ist dies eine einmalige private Sache. Ich hab Kissig nicht gefragt ob er eine Webseite haben möchte, sondern zeige ihn diese direkt, hat ein bisschen was guerilla-mäßiges, deshalb erwarte ich nicht viel. Kissig kann das geben was er für Fair hält. Dennoch es gibt schon ein paar Dinge die gut wären:

Okay. Theme Preis bekommste wieder:
Das Theme hat gut 60€ gekostet. Das würde ich schon ganz gerne ersetzt haben. Draufzahlen wollte und werde ich jetzt nicht ^^

Super ist es schon, wenn du sagen würdest, ich unterstütze dich bei der Laptop Reparatur. Weil es echt schwer ist auf dem Ding eine Webseite zu Designen. Das würde mir sehr helfen.

Wenn du da noch einen drauf setzen willst, kannst du mich ja mal zum Essen einladen.

Bedenke, selbst wenn du alles drei machst, ist das immer noch um längen günstiger als sich eine einzige Seite von einem WP Entwickler designen zu lassen.

Alle Details können wir gerne privat z.B. via Twitter direkt besprechen.

Falls du jetzt denkst, Mensch Pascal die Webseite sieht super aus! Kannst du das auch mal bei mir machen? Schreibt mir eine Mail: pascalweichert.buchungen[at]gmail.com

Euer Pascal

30. Mai 2019

Fast ..

wären es 2000 Euro geworden .. hier einmalig die Dividendeneinnahmen für den Mai 2019:

01.05. Gladstone Inv. €22.36
01.05. Gladstone Cap. €36.81
01.05. Oxford Square €30.82
01.05. JP Morgan €28.92
01.05. Altria €184.00
03.05. Generall Mills €45.13
03.05. Wadell & Reed €42.75
05.05. CVS €39.45
06.05. Munich Re €233.70
07.05. Blackstone €44.00
07.05. PNC €28.14
07.05. Universal €56.74
08.05. BASF €161.70
14.05. Global X €44.34
16.05. OneOk €125.24
16.05. Realty €14.88
16.05. Omega Healthcare €67.31
16.05. National Retail €46.07
16.05. Procter €34.35
16.05. Tanger €58.40
16.05. Main Street €40.80
16.05. Abbvie €116.19
16.05. BAT €66.93
17.05. Alliance Bernstein €38.37
21.05. Hercules €108.99
21.05. Lazard €40.00
21.05. Caterpillar €56.81
27.05. Starbucks €26.09
28.05. Marine Harvest (MoWi) €41.42
29.05. Welltower €48.70

Macht alles in allem 1929 Euro .. netto .. also nach Abzug der Kapitalertragssteuer.

Stolz?

Nope ..

außer Aktien zu kaufen habe ich ja nix gemacht.

Bisher sind im Jahr 2019 6564 Euro an Dividenden zusammen gekommen. Ziel bis Ende des Jahres sind > 13.500 Euro.