getmad dead again

auf die Grüne Kanzlerin und das Gespenst.

Mir ist es schwer gefallen alle Kommentare irgendwie angemessen zu würdigen. Darum oder vielleicht deshalb hier ein Video wo ich es zumindest versuche.

Das war auch (glaube ich) der vierte Anlauf … und wahrscheinlich mache ich nie wieder ein Video 🙂



Samuel kommt aus Heidelberg, hat vor Kurzem sein Abi gemacht und studiert in Stuttgart Wirtschaftswissenschaften. Er ist erst seit einem Jahr an den Kapitalmärkten aktiv und hat in dieser kurzen Zeit schon so einige Dinge (neben Aktien) ausprobiert.

Er hilft seinen Eltern bei der Verwaltung ihres Vermögens und hat eine  wirtschaftsliberale Grundhaltung. Am Anfang erzählt Samuel was er schon alles gehandelt hat, aber mit der Zeit entspinnt sich eine sehr spannende politische Diskussion.

Wir reden über den Berliner Mietpreisdeckel, das Bundesverfassungsgericht und wie viel „Staat“ wir im täglichen Leben haben wollen. Ist mehr Eigenverantwortung der Bürger notwendig und was ist eine sinnvolle Mischung zwischen Staatseingriff und Liberalität? Samuel hat mich mit seinen 19 Jahren einige Male zum Nachdenken gebracht.

Hier ist das Transcript.




Das ist nun vorerst die letzte Folge die ich in der Pipeline habe. Ich würde aber gerne weitere Folgen machen.

Darum ein Aufruf:

Wenn ihr auch Lust habt mit mir zu sprechen schreibt mir doch einfach: matthias.hotz@gmail.com

Mein Gast heute ist Daniel. Er ist 28 Jahre alt und kommt aus der Nähe von Regensburg. Als Daniel sein Depot eröffnet hat, musste er den Antrag noch von seiner Mutter unterschreiben lassen. Wir reden über den Kauf seiner allerersten Aktie, was für ihn ein Investment Case ist und wann Daniel sich wieder von Aktien trennt.

Er investiert aber nicht nur in Aktien sondern auch in Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum und IOTA) und Peer2Peer Kredite. Mit Bitcoin hat er seinen Einsatz mehr als verzehnfacht und aktuell verfügt er über ein Vermögen von etwa 700.000 Euro. Mit den Jahren und dem wachsenden Depot ist er auch sparsamer geworden und gibt nur Geld für Dinge aus die ihm wirklich wichtig sind.

Wir sprechen ne ganze Weile über unsere unterschiedlichen Ansichten zu Kryptowährungen und Daniel kann sehr gut darlegen, warum er Bitcoin für eine sichere und bessere Alternative, im Vergleich zu herkömmliche Währungen, hält. 

Gerne Feedback!

Hier ist das Transcript.

Und wenn ihr auch teilnehmen wollt: matthias.hotz@gmail.com




28. April 2021

Podcast #003 – Imanuel

Dieses mal spreche ich mit Imanuel. Er ist 24 Jahre alt, verheiratet und lebt in Brandenburg. Imanuel ist gläubiger Christ und wegen der Coronakrise hat er seinen Job als Industriemechaniker verloren.

Etwas desillusioniert durch die Maßnahmen der Agentur für Arbeit bezieht er aber kein Arbeitslosengeld mehr, sondern arbeitet an einem Projekt um Geldanlage mit christlichen bzw. moralischen Werten zu vereinbaren und an andere Menschen zu vermitteln.

In den letzten 2,5 Jahren haben seine Frau und er über 70.000 Euro in ETFs investiert und selbst mit einem Einkommen, schaffen sie es immer noch Geld zu sparen. Imanuel erzählt warum er nicht studieren oder umschulen will und wie er sich seine Zukunft vorstellt.

Gerne Feedback!

Und wenn ihr auch teilnehmen wollt: matthias.hotz@gmail.com




Transkript

Dann habe ich ich (testweise) hier ein Transkript. Lieber Aktiensozialist vielleicht schaust du mal rein und gibst Feedback. Es sind nur die ersten 10 Minuten und das Transkript wurde automatisch erzeugt. Die Trefferquote der erkannten Wörter liegt bei +/- 90%.

Hier der Link

Ich weiß, das es nicht perfekt ist. Aber es lässt sich für mich mit recht geringem Aufwand erzeugen und du könntest das Gespräch als Ganzes nachlesen?

Verfügbarkeit

In allen großen und bekannten Podcast Verzeichnissen solltet ihr mich nun auch finden:

Apple Podcasts
Spotify
Google Podcasts
Pocket Casts

Fehlt was wichtiges? -> Melden 🙂

Update 30.04.2021 – Transcript

Lieber Aktiensozialist,

hier ist das komplette Transkript:
https://prey.getmad.de/podcast/#003-imanuel

Du kannst gerne noch einmal Feedback geben.
Für die nächsten Folgen plane ich das auf dem selben Weg zu machen.

– das Gespenst der grünen Kanzlerin.

(gemoppst von Marx und Engels und für 173 Jahre später angepasst)

In meiner Filterblase (Twitter) haben diverse Investoren und Anleger etwas Angst. Angst vor einer Grünen Regierung. Nimmt man dann noch als mögliche Koalitionspartner die SPD und die Linke dazu, wird aus dieser Angst schon fast Panik. Die Ankündigung das Land zu verlassen habe ich nicht selten gelesen.

Die Angst ist ganz konkret folgende:

  • Höhere Steuern für Gutverdiener
  • Höhere Steuern auf Aktiengewinne und Kapitalerträge
  • Einführung einer Vermögenssteuer
  • Einführung einer Finanztransaktionssteuer
  • Abschaffung der Abgeltungssteuer
  • Allgemein mehr Umverteilung von „Reich zu Arm“
  • Höhere Erbschaftssteuer für „Reiche“

Was ist dran?

Das meiste da oben steht im Wahlprogramm der Grünen.
Soweit so gut.

Also Angst gerechtfertigt?

Gehen wir mal davon aus, die Grünen können alles so umsetzten wie sie sich das vorstellen (was in der Vergangenheit nicht oft der Fall war und es eher zum Kompromissen kam).

Gucken wir mal:

Höhere Steuern für Gutverdiener

Konkret:
Anhebung den Spitzensteuersatzes für Single Einkommen ab 100.000 Euro auf 45%

Praktisch:
Erhöhung um 3%, da der ja schon bei 42% liegt. Das führt zu einer Mehrbelastung von min. 3000 Euro im Jahr für Leute die über > 50k netto liegen .. und die Grünen sprechen NICHT vom Grundtarif sonder explizit nur vom Spitzensteuersatz

Was denke ich:
Gott .. nicht geil .. aber lässt sich verschmerzen.

Höhere Steuern auf Aktiengewinne und Kapitalerträge / Abschaffung der Abgeltungssteuer

Konkret:
Abschaffung der Kapitalertragssteuer (~25%). Versteuerung erfolgt mit persönlichem Steuersatz.

Praktisch:
Belaufen sich deine Einnahmen pro Jahr auf ca. 44.000 Euro BRUTTO zahlst du weiter 25% Steuern auf Kapitalerträge. Liegen sie drüber zahlst du mehr. Liegen sie drunter zahlst du weniger. Kommst du auf ca. 35000 Euro/brutto wären es nur 20%. Kommst du auf 100k brutto wären es etwa 33% (Beispiele für Singles).

Was denke ich:
Hört sich irgendwie fair an .. auch wenn ich mehr Steuern zahlen muss.

Einführung einer Vermögenssteuer

Konkret:
Ab 2 Mio Vermögen: 1% Steuer pro Jahr

Praktisch:
Keine Äußerung was die Bemessungsgrundlage sein soll. Wahrscheinlich Immos, Bargeld, Depots, Sparguthaben, Unternehmen, Lebensversicherungen, Kunst und Luxusgüter etc.

Was denke ich:
Hmm .. ist mir aktuell eigentlich egal.

Einführung einer Finanztransaktionssteuer

Konkret:
Steuern auf Kauf und Verkauf von jeder Art Wertpapier.

Praktisch:
Höhe ist nicht bekannt. Man kann aber spekulieren, dass die bei +/- 0,2% liegen könnte. Kaufst du für 5000 Euro Aktien, gehen also 10 Euro an den Fiskus.

Was denke ich:
Jo .. wenn es die Zocker abkühlt soll es mir recht sein.

Allgemein mehr Umverteilung von „Reich zu Arm“

Konkret:
Siehe Maßnahmen oben. Gibt es denn weitere?

Praktisch:
Keiner wird sich 3000 Euro von einem Konto schnappen und es dem verschuldeten Hartz IV Empfänger überweisen. Nein auch gibt es keine Enteignungen.

Was denke ich:
Umverteilung ist mir zu „schwammig“. Ich brauche konkrete Fakten.

Höhere Erbschaftssteuer für „Reiche“

Konkret:
Die Erbschaftssteuer berücksichtigt Freibeträge, Verwandtschaftsverhältnisse usw. und kann so pauschal nicht ausgedrückt werden.

Praktisch:
Erbst du von deinen Eltern 1 Mio Euro und bis über 27 Jahre zahlst du 90.000 Euro Steuern. Eine selbstgenutzte Immobilie ist steuerfrei. Erbst du zusätzlich eine vermietetes Haus im Wert von 500.000 Euro sind wir schon bei knapp 200.000 Erbschaftsteuer.

Was denke ich:
Wir werden uns überraschen lassen müssen wie eine Änderung konkret aussieht.

Und sonst so?

Du kannst natürlich sagen, wenn die Linken in der Regierung mit am Start sind wird alles vielleicht noch schlimmer. Dann kann ich aber sagen, viele Grünen Wähler dürften Gutverdiener sein. Möglicherweise will man es sich mit dieser Gruppe doch nicht komplett verscherzen.

Schlagwörter wie Enteignung, Steuern sind Raub usw. lasse ich auch nicht gelten da dies einfach nicht stimmt.

So .. und was denkt ihr?

Update: 26.04. – 20:25 Uhr

Ich habe da wohl ein sensibles Thema erwischt. Finde ich okay und ich lasse hier ja auch gerne jede Meinung zu. Ich selbst habe noch nie Die Grünen gewählt und weiß bis jetzt noch nicht ob ich es im Herbst 2021 tun werde.

Mein ganz grundsätzliche politische Einstellung ist liberal, tolerant und weltoffen. Jede Art von menschenverachtender Politik lehne ich ab.

Thema: Grenzsteuersatz vs. Durchschnittssteuersatz

Mir ist der Unterschied bewusst. Darum habe ich oben auch nicht von Gehältern geschrieben.

Aber zur Aufklärung: Götz und der Maschinist haben grundsätzlich recht wenn man Angestellter ist.

Bei 55k Brutto zahlt ein Single etwa 28% Steuern (persönlicher Steuersatz). JEDER weitere Euro der zusätzlich verdient wird, wird aber mit etwa 44,5% besteuert. Und man kann das durchaus so sehen, dass eine Zusatzleistung (nebenher was verdienen, Kapitalerträge ..) steuerlich bestraft wird.

Thema: Gerechtigkeit / Ungerechtigkeit / Allgemeine Steuerbelastung

Die Abgabenlast in Deutschland ist hoch, bevor man noch mehr verlangt sollte man den Apparat / Bürokratie / Staat untersuchen und vereinfachen. Auch das Steuersystem als solches ist ein Moloch. Nicht umsonst brauchen viele Privatpersonen Steuerberater um überhaupt damit klar zu kommen. Die massive Komplexität der Regeln, Gesetze und Auflagen der man in Deutschland als Unternehmer oder auch Privatperson ausgeliefert ist, ist nicht mehr zu rechtfertigen ..

Alles richtig.

Aber mir ging es im Ursprung nicht darum. Ich wollte nur sehen ob die „Gefahr“ einer Grünen Regierung so eine Endzeitstimmung wirklich rechtfertigt.

Eine Vermögenssteuer ist mir egal. Blicke ich neutral drauf finde ich sie allerdings auch nicht wirklich fair .. aus den Gründen die ihr in den Kommentaren genannt habt.

22. April 2021

Podcast #002 – Phil

In der heutigen Folge rede ich mit Phil. Phil und seine Partnerin kommen aus Österreich und leben derzeit in Boulder, Colorado. Davor waren sie einige Zeit in Australien und Schottland. Sie sind finanziell frei und verfügen über etwa 2 Millionen Euro. Wir sprechen über Jobs und Gehälter, ein kleines bisschen über Politik, über Sport und Rad fahren und warum es sich lohnen kann einen Job im Ausland anzunehmen. Phil erzählt über seinen Weg zu FIRE, wie und wo er das Geld angelegt hat und was er mit seiner freien Zeit anstellt. 

Gerne Feedback!

Und wenn ihr auch teilnehmen wollt: matthias.hotz@gmail.com




17. April 2021

Podcast #001 – Minesh

Hier nun die erste Folge.

Ich spreche mit Minesh über seine mehrmonatige Reise mit dem Auto von Deutschland nach Myanmar, über das Reisen so ganz allgemein. Natürlich reden wir über Geld und wie man sich so eine Auszeit finanzieren kann. Außerdem wie Minesh Geld anlegt, wieviel er spart und was Frugalismus bzw. Minimalismus für ihn bedeuten. Gegen Ende geht es noch um seinen Job und warum er diesen eigentlich an den Nagel hängen will und was er dann plant.

Feedback is KING!

Mich dürft ihr auch gerne kritisieren .. zu Minesh müsst ihr aber nett sein.

Der Feed: https://anchor.fm/s/56726e3c/podcast/rss




13. April 2021

Why Bitcoin is not for me

Jetzt fange ich mal mit einem: ALLES IST GUT … ABER an.

Ich habe nichts gegen Bitcoin .. aber: ich besitze keine. Nicht mal als Beimischung und das hat Gründe.

Bitcoin ist (in sich) kein Investment.

Es generiert nur Wert durch Angebot und Nachfrage und den Glauben der Menschen die Bitcoin besitzen.

Das ist auch so bei Gold und ich habe kein Gold.

Bitcoin ist eine Plattform.

Diese ist zwar bumssolide und, soweit ich das beurteilen kann, sicher. Aber es bleibt EINE Plattform.

Deployen die Entwickler Bugs kann Bitcoin crashen. Eignet sich irgend ein Fancy Quanten Computer Netzwerk (in der Zukunft) das Netzwerk an, kann es Einfluss nehmen und die Blockchain zerstören.

Diese Gefahr besteht bei jeder Plattform (P2P, Währungen, Börsen usw.) darum habe ich mein P2P Engagement nie nennenswert ausgebaut und darum ist mein Cash Anteil überschaubar.

Bitcoin eignet sich nicht als Cash Ersatz.

Dafür ist es zu langsam und die Gebühren sind normalerweise auch zu hoch. Um ein Cash Ersatz zu sein müssten Transaktionen in Millisekunden möglich sein.

Es taugt also auch nicht als Währung im klassischen Sinn.

Versteht mich nicht falsch. Blockchain und Kryptos haben auf jeden Fall ihre berechtigten Anwendungsfälle. Aber (für mich) ist Bitcoin in diesem Ökosystem irgendwie nutzlos.

Man kann nichts damit anfangen, es generiert nichts, es ist kein Werkzeug und kann nichts besser als vorhandene Systeme oder andere Kryptos.

Gold wird wenigstens noch im industriellen Umfeld und im Schmuckbereich verwendet. Etherum hat seine Smart Contracts, IOTA macht Sinn als System für Micropayments usw.

Bitcoin eignet sich nicht einmal als Bankkonto Ersatz für Menschen die keinen Zugriff auf ein Bankensystem haben, dazu sind die Schwankungen zu hoch und man muss immer in „lokale“ Währungen tauschen.

Klar .. Aktien unterliegen auch der „Plattform“ Börse. Aber ich kann den Handelsplatz in der Regel wählen, eine AG erzeugt Umsatz und Geld, es wird etwas geschaffen, entwickelt, verkauft usw.

Angebot und Nachfrage bei Aktien beziehen sich normalerweise zu einem sehr großen Teil daraus, wie das Unternehmen wirtschaftet und wie die Zukunft gesehen wird.

Angebot und Nachfrage bei Bitcoin generieren sich aus dem System Bitcoin selbst und haben keine darunterliegende Basis die ein Investment dort (aus meiner Sicht) rechtfertigt.

So .. und jetzt dürft ihr mich steinigen.

12. April 2021

Podcast – Update

Nach meinem Aufruf letzte Woche haben sich bisher vier Leute gemeldet und die erste Aufzeichnung ist für diese Woche geplant.

Das Thema soll im weitesten Sinne die Finanzielle Freiheit sein, wobei ich das als lockeres Gespräch betrachte und absolut kein Problem damit habe wenn wir abschweifen.

Die Dauer soll so etwa 60 Minuten sein.

Solltet ihr (als Leser und hoffentlich Hörer) noch Wünsche oder Ideen haben dürft ihr gerne kommentieren.

Also Fragen die ich stellen soll, Themen die für euch spannend sind etc. sollte es Fragen an mich geben werde ich diese natürlich auch beantworten.

Ihr dürft euch auch weiter melden wenn ihr mit mir sprechen wollt: matthias.hotz@gmail.com

7. April 2021

Hätte wer Lust ..

.. sich von mir interviewen zu lassen?

Also so im Podcast Style, Audio bzw. Video?

Ich würde das gerne mal ausprobieren und dann hier veröffentlichen.

Themen:
Alles was in weitestem Sinne mit Geld, FIRE etc. zu tun hat, inkl. persönlicher Fragen.

Voraussetzungen:
Lust, gutes Mikro und ne Stunde Zeit ..

Wenn ja .. schreib mir: matthias.hotz@gmail.com

31. März 2021

Dies Irae

Ein krasser Monat endet, ein neuer Monat beginnt. Keine Dimensionen in denen man wirklich denken sollte. Aber man tut es nun einfach, die Welt tickt so.

Hier ein Screenshot meines Depots von gerade eben. Man muss noch 15k Cash drauf rechnen.

Im Vergleich zum Vormonat sind das einfach mal 70.000 Euro bzw. 10% Wertzuwachs – in 31 Tagen. Das gab es, seit dem ich ein sechsstelliges Depot habe, eigentlich nur direkt nach dem Corona Crash vor nem Jahr und da war ich so ausgebombt, das es auch nötig war.

Obs so bleibt oder ob wir ne Korrektur sehen .. wer weiß das schon.

Von allen Gammelaktien und Zocks welche die letzten Jahre so geboten haben (Wirecard, Nio, Palantir, GameStop, CD Project, China-Aktien, Wasserstoff, Elektroautos usw.) habe ich ich mich komplett ferngehalten.

Auch höre ich oft, dass ich so nen starken Fokus auf Nordamerika im Depot habe. Wenn man mal für einen US Konzern gearbeitet hat (in meinem Fall Pentair) kann man da vielleicht den Grund finden.

Die denken, leben und atmen Shareholder Value mit jeder Entscheidung die sie dort treffen. Ob das gut oder schlecht ist müssen andere entscheiden.

Mein Mittelweg:
Nie mehr für einen börsennotierten US Konzern arbeiten, aber brav dort investieren. Den Rest könnt ihr euch denken.

Auch wenn meine Strategie nicht die Beste ist, sie passt zu mir.

Ich muss nicht das größte Wachstum oder den Tenbagger im Depot haben (klar .. nett wäre es schon) weil das Depot mittlerweile so ein großes Volumen hat, das eine moderate positive Entwicklung schon genug Asche erzeugt.

Allerdings habe ich mir auch vor einem Jahr während des Crashs keine allzu großen Sorgen gemacht. Cool war es zwar nicht, aber ich habe auch nichts verkauft und brav weiter investiert was sich zumindest bis heute ausbezahlt hat.


24. März 2021

A luxury once enjoyed ..

.. becomes a necessity.

(Übersetzung: Ein einmal genossener Luxus wird zur Notwendigkeit.)

Der Spruch kommt von der Zitateschleuder Cyril Northcote Parkinson. Von ihm stammen auch die Parkinsonschen Gesetze und ich mag seinen ironischen Unterton.

Den beschriebenen Effekt haben wir (denke ich) alle schon einmal erlebt.

Hast du dich einmal an den Komfort eines Vier Sterne Hotels gewöhnt wirst du beim nächsten Urlaub kein Drei Sterne Hotel buchen.

War dein alter Fernseher ein 50 Zoll Gerät, wird dein nächster TV ebenfalls eins sein bzw. ein noch Größeres.

Einer meiner Nachbarn ist ein lebendes Beispiel dafür. Seine Autos über die letzten 20 Jahre: VW Golf -> VW Jetta -> VW Passat -> Audi A4 -> Mercedes C-Klasse.

Oder wie ich das sage: Downgrades sind scheinbar uncool.

Im erweiterten Sinne kann man das auch Lifestyle Inflation nennen. Du verdienst mehr, also gibts du auch mehr aus. (Dazu hat unser Cyrill N. Parkinson auch ne Menge Zitate auf Lager)

Keine Kritik daran.

Ich erzähle Menschen nicht, dass sie sparen sollen wenn sie sich die Sache oder Ding leisten können.

Bin selbst bei einigen Bereichen kein leuchtendes Vorbild was das angeht.

Die Notwendigkeit einen einmal genossenen Luxus beizubehalten habe ich mir aber abgewöhnt.

Oder anders gesagt: Ich kann Downgrade … ohne Schmerzen.

Urlaub, Auto, Fahrräder, IT Equipment, Klamotten mir egal. Am Ende muss es seinen Zweck erfüllen.

Beispiele:

Ich brauche diesen Laptop unbedingt und er muss ein Stück besser sein, als der Vorgänger (MacBook PRO, Dell XPS) .. heute reicht mir ein Huawei, der die Hälfte gekostet hat.

In Asien war ich mehrfach in Luxushotels, als ich Afrika und die arabischen Länder bereist habe, habe ich teilweise im Schlafsack auf dem Boden gepennt.

Von meinem Mini Cooper habe ich 2007 auf einen Fiat 500 mit halb soviel PS, ohne fancy Soundsystem und ohne Klimaautomatk, gewechselt.

An Mountainbikes kann man sich die teure XTR Gruppe von Shimano ranbauen. Habe ich schon getan. Nur um später wieder günstigere SLX oder XT Gruppen zu fahren.

Die Eigenschaft, mit Dingen klar zu kommen die offensichtlich (in den Augen der Mehrheit) eine Verschlechterung darstellen, ist für mich eher eine Art Superkraft. Es bedeutet nämlich nicht, auf etwas zu verzichten sondern viel mehr sich an die Gegebenheiten anzupassen.

Denn, du darfst gerne mal einen Luxusurlaub machen, wenn es dir möglich bleibt im nächsten Urlaub wieder im Zelt zu schlafen und du das nicht als Abstieg empfindest.

Darum habe ich auch nix gegen eine temporäre Lifestyle Inflation .. solange der Schritt zurück gelingt.

Alles unter der Prämisse, dass du dir den Spass wirklich leisten kannst.

13. März 2021

Bergfest?

Der Titel des Beitrags gehört User Alf!

Seit Freitag habe ich 500.000 Euro in Aktien und Wertpapiere investiert. Der letzte Kauf war Waste Management.

Von der halben Million kommen knapp 90.000 Euro durch versteuerte Dividenden.

Das Depot steht, dank der freundlichen Börsen derzeit, mit etwa 140.000 Euro im Plus.

Mein Cashbestand liegt bei etwa 15.000 Euro.

Die 400.000 Euro Investitionssumme hatte ich im September 2019 erreicht, also vor 16 Monaten.

In den 16 Monaten haben ich den Anlagefokus insofern verändert, dass ich eigentlich keine reinen High Yield Aktien mehr gekauft habe. Eher war ich bei Dividendenwachstumsaktien auf Shoppingtour und habe mich mit weit weniger initialer Dividende zufrieden gegeben, sofern die Aussicht auf fortlaufende Erhöhungen besteht.

Die Krücke im Depot ist derzeit Oxford Square mit etwa 50% Buchverlust. Target führt das Depot mit knapp 200% Buchgewinn an.

Ob ich die Million voll mache steht derzeit noch in den Sternen ..

Am Rande:

In den letzten 6 Monaten musste ich mehr Leuten erklären wie man einen ETF Sparplan startet und wie das mit Aktien, Brokern, Ordern und der Börse funktioniert als in den 20 Jahren davor. Mehr als 10 Leute denen ich Wissen vermittelt habe, besparen nun einen MSCI World ETF in einem kostenlosen Sparplan .. und der Rest ist wohl gerade am Einrichten ..

Ich war etwa 10 Jahre harter Apple Fanboy: iPods, iPhones, iMacs, MacBooks usw. ich hatte Dutzende. Am Ende habe ich sicher einen fünfstelligen Betrag nach Cupertino überwiesen.

Nun habe ich nur noch Apple Aktien.

Brüche bekam die Liebe vor etwa 4 Jahren. Von der Firma hatte ich ein neues MacBookPro mit Touchbar und Butterfly Tastatur bekommen und nach vier Wochen fingen die Tasten an zu klemmen.

Mit grenzenlosem Optimismus machte ich mich dran den Problem auf dem Grund zu gehen und es zu fixen. Dabei hatte ich aber nicht mit Apple gerechnet. Durch das Entfernen der Taste aus dem Keyboard zerstört man mit hoher Wahrscheinlichkeit den kompletten Mechanismus (was mir nicht bewusst war). Nix mit Taste rausfummeln, säubern, Taste reinklicken (wie man es halt kannte).

Okay .. mein Fehler.

Zum Apple Laden gelatscht, Problem geschildert, Kostenvoranschlag bekommen.

Zack: 480 Euro.

Grund: Das ganze Topcase (inklusive Akku) muss getauscht werden, da es nicht vorgesehen ist „nur“ die Tastatur zu reparieren.

Obwohl es ein Firmenlaptop ist, die Firma die Rechnung bezahlt hat usw. war ich so pissed, dass ich mir am selben Tag einen Dell XPS bestellt habe und fortan beschlossen habe mein Geld nicht mehr an Apple zu überweisen.

Right To Repair

Es ist bei diesem MacBook Modell nicht möglich es selbst zu reparieren. Ich kann nicht mal ne neue Tastaturmatte (wie bei Lenovo etc.) kaufen und es fixen. So eine Tastatur kostet in der Regel 40 – 80 Euro, was für mich okay gewesen wäre.

Das finde ich scheiße.

Dinge gehen kaputt, am Dell ist irgendwann ein Scharnier gebrochen. Ich konnte für 70 Euro ein neues Ersatzteil kaufen und mit etwas Fingerspitzengefühl das Gerät in einer Stunde selbst reparieren. Meine Herdplatte ist gebrochen (Ceranfeld) .. für 100 Euro bekomme ich ein Neues, baue die Heizschleifen ein und gut ist. Ich könnte ne ganze Weile so weiter machen ..

Reparieren ist nachhaltig, es schont die Umwelt und es schont meinen Geldbeutel.

Apple hat in einer der letzten Keynotes nen extra Part für CO2 und Nachhaltigkeit drin gehabt. Hilft mir aber alles nix wenn Geräte nach kurzer Zeit Elektroschrott sind weil sie sich eben nicht fixen lassen.

Und derzeit wird das nur noch schlimmer.

Bei den M1 Geräten ist die SSD auf dem Mainboard verlötet, genau so wie der RAM. Upgrades fallen also schon mal unter den Tisch. Aber eine Festplatte (egal ob HDD oder SSD) ist ein Verschleißteil. Eine SSD übersteht eine bestimmte Anzahl von Schreib- und Lesezyklen bevor sie anfängt kaputt zu gehen. Hast du nun wenig RAM schreibt die Kiste eine Swap Datei auf die SSD (also viel schreiben und lesen) .. ja und jetzt rate mal was gerade mit neuen M1 Geräten passiert.

Da sich die SSD nicht tauschen lässt musst du das Mainboard ersetzen. Denke mal da wird nichts unter 500 Euro gehen während ne neue SSD für weniger als 100 Euro zu haben ist.

Den Fanboys wirds egal sein ..

Die Aktionäre freuen sich ..

Und Apple produziert massenhaft völlig vermeidbaren Elektroschrott.

1. März 2021

Arschcreme

.. nennt man bei Bikern ein Schmiermittel welches man sich auf den Popo packt. Meist dann wenn man Sitzprobleme hat bzw. viele Stunden (mehr als sonst) im Sattel verbringt.

Im Februar hätte ich gerne eine Arschcreme für die Arbeit gehabt.

Nach meinem Rentenpunkte, Dividenden und FIRE Artikeln hätte die Eine oder der Andere denken können ich habe mich verpisst. Das Gegenteil war der Fall. Auf Zeche war so viel zu tun, dass ich mir an manchen Abenden wie ein lobotomierter Frosch vorkam.

Darum habe ich nun auch die 4-Tage Woche beantragt. Zuerst mal für ein halbes Jahr.

Ich tendiere dazu, zuviel zu arbeiten wenn noch was erledigt werden muss und obwohl ich jeden Tag plane spät. um 16:00 Feierabend zu machen, klappt das des öfteren nicht. Gerade dann wenn Kollegen meine Hilfe brauchen oder ich (netterweise) für 17:00 Uhr noch ein Meeting reinbekomme.

Aber ich will nicht rumheulen. Viele müssen weit mehr arbeiten als ich und andere wären aktuell froh sie hätten einen Job oder Aufträge.

Das ist also eher ein „Ich lebe noch“ Update.

Depot und Vermögen

Der Februar war freundlich zum Depot. Ich lag das erste mal über 600.000 Euro Vermögen was einem Zuwachst von etwa 30.000 Euro im Vergleich zum Januar entsprach. Zwischenzeitlich waren es auch mal 40.000 Euro aber an die Schwankungen habe ich mich schon vor langer Zeit gewöhnt.

Bei den Dividenden sieht es nicht so nett aus, da ich hauptsächlich in US Firmen investiert bin und diese die Dividenden in Dollar bezahlen. Vor einem Jahr war der Dollar noch 10% mehr Wert (im vgl. zum Euro) als heute. Das überträgt sich 1:1 auf die Dividenden. Mal schauen wie sich das im Jahresverlauf entwickelt.

Nebenprojekte

Um mein wichtigstes Nebenprojekt (seorch.de) konnte ich mich diesen Monat auch nicht wirklich kümmern und die Einnahmen sinken ein bisschen. Ich hoffe, das ich hier zukünftig wieder mehr machen kann wenn ich nur noch 4 Tage die Woche arbeite. Wobei ich eigentlich auch mehr Rad fahren will .. ach immer diese Zwickmühlen.

Nun habe ich erst mal eine Woche Urlaub und werde die abwechselnd auf der Couch und auf dem Bike verbringen. Ich hoffe ich komme mal wieder etwas runter und kann mir ein paar Gedanken machen wie es weiter gehen soll.