getmad you gotta kick darkness ’til it bleeds daylight
17. April 2021

Podcast #001 – Minesh

Hier nun die erste Folge.

Ich spreche mit Minesh über seine mehrmonatige Reise mit dem Auto von Deutschland nach Myanmar, über das Reisen so ganz allgemein. Natürlich reden wir über Geld und wie man sich so eine Auszeit finanzieren kann. Außerdem wie Minesh Geld anlegt, wieviel er spart und was Frugalismus bzw. Minimalismus für ihn bedeuten. Gegen Ende geht es noch um seinen Job und warum er diesen eigentlich an den Nagel hängen will und was er dann plant.

Feedback is KING!

Mich dürft ihr auch gerne kritisieren .. zu Minesh müsst ihr aber nett sein.

Der Feed: https://anchor.fm/s/56726e3c/podcast/rss




13. April 2021

Why Bitcoin is not for me

Jetzt fange ich mal mit einem: ALLES IST GUT … ABER an.

Ich habe nichts gegen Bitcoin .. aber: ich besitze keine. Nicht mal als Beimischung und das hat Gründe.

Bitcoin ist (in sich) kein Investment.

Es generiert nur Wert durch Angebot und Nachfrage und den Glauben der Menschen die Bitcoin besitzen.

Das ist auch so bei Gold und ich habe kein Gold.

Bitcoin ist eine Plattform.

Diese ist zwar bumssolide und, soweit ich das beurteilen kann, sicher. Aber es bleibt EINE Plattform.

Deployen die Entwickler Bugs kann Bitcoin crashen. Eignet sich irgend ein Fancy Quanten Computer Netzwerk (in der Zukunft) das Netzwerk an, kann es Einfluss nehmen und die Blockchain zerstören.

Diese Gefahr besteht bei jeder Plattform (P2P, Währungen, Börsen usw.) darum habe ich mein P2P Engagement nie nennenswert ausgebaut und darum ist mein Cash Anteil überschaubar.

Bitcoin eignet sich nicht als Cash Ersatz.

Dafür ist es zu langsam und die Gebühren sind normalerweise auch zu hoch. Um ein Cash Ersatz zu sein müssten Transaktionen in Millisekunden möglich sein.

Es taugt also auch nicht als Währung im klassischen Sinn.

Versteht mich nicht falsch. Blockchain und Kryptos haben auf jeden Fall ihre berechtigten Anwendungsfälle. Aber (für mich) ist Bitcoin in diesem Ökosystem irgendwie nutzlos.

Man kann nichts damit anfangen, es generiert nichts, es ist kein Werkzeug und kann nichts besser als vorhandene Systeme oder andere Kryptos.

Gold wird wenigstens noch im industriellen Umfeld und im Schmuckbereich verwendet. Etherum hat seine Smart Contracts, IOTA macht Sinn als System für Micropayments usw.

Bitcoin eignet sich nicht einmal als Bankkonto Ersatz für Menschen die keinen Zugriff auf ein Bankensystem haben, dazu sind die Schwankungen zu hoch und man muss immer in „lokale“ Währungen tauschen.

Klar .. Aktien unterliegen auch der „Plattform“ Börse. Aber ich kann den Handelsplatz in der Regel wählen, eine AG erzeugt Umsatz und Geld, es wird etwas geschaffen, entwickelt, verkauft usw.

Angebot und Nachfrage bei Aktien beziehen sich normalerweise zu einem sehr großen Teil daraus, wie das Unternehmen wirtschaftet und wie die Zukunft gesehen wird.

Angebot und Nachfrage bei Bitcoin generieren sich aus dem System Bitcoin selbst und haben keine darunterliegende Basis die ein Investment dort (aus meiner Sicht) rechtfertigt.

So .. und jetzt dürft ihr mich steinigen.

12. April 2021

Podcast – Update

Nach meinem Aufruf letzte Woche haben sich bisher vier Leute gemeldet und die erste Aufzeichnung ist für diese Woche geplant.

Das Thema soll im weitesten Sinne die Finanzielle Freiheit sein, wobei ich das als lockeres Gespräch betrachte und absolut kein Problem damit habe wenn wir abschweifen.

Die Dauer soll so etwa 60 Minuten sein.

Solltet ihr (als Leser und hoffentlich Hörer) noch Wünsche oder Ideen haben dürft ihr gerne kommentieren.

Also Fragen die ich stellen soll, Themen die für euch spannend sind etc. sollte es Fragen an mich geben werde ich diese natürlich auch beantworten.

Ihr dürft euch auch weiter melden wenn ihr mit mir sprechen wollt: matthias.hotz@gmail.com

7. April 2021

Hätte wer Lust ..

.. sich von mir interviewen zu lassen?

Also so im Podcast Style, Audio bzw. Video?

Ich würde das gerne mal ausprobieren und dann hier veröffentlichen.

Themen:
Alles was in weitestem Sinne mit Geld, FIRE etc. zu tun hat, inkl. persönlicher Fragen.

Voraussetzungen:
Lust, gutes Mikro und ne Stunde Zeit ..

Wenn ja .. schreib mir: matthias.hotz@gmail.com

31. März 2021

Dies Irae

Ein krasser Monat endet, ein neuer Monat beginnt. Keine Dimensionen in denen man wirklich denken sollte. Aber man tut es nun einfach, die Welt tickt so.

Hier ein Screenshot meines Depots von gerade eben. Man muss noch 15k Cash drauf rechnen.

Im Vergleich zum Vormonat sind das einfach mal 70.000 Euro bzw. 10% Wertzuwachs – in 31 Tagen. Das gab es, seit dem ich ein sechsstelliges Depot habe, eigentlich nur direkt nach dem Corona Crash vor nem Jahr und da war ich so ausgebombt, das es auch nötig war.

Obs so bleibt oder ob wir ne Korrektur sehen .. wer weiß das schon.

Von allen Gammelaktien und Zocks welche die letzten Jahre so geboten haben (Wirecard, Nio, Palantir, GameStop, CD Project, China-Aktien, Wasserstoff, Elektroautos usw.) habe ich ich mich komplett ferngehalten.

Auch höre ich oft, dass ich so nen starken Fokus auf Nordamerika im Depot habe. Wenn man mal für einen US Konzern gearbeitet hat (in meinem Fall Pentair) kann man da vielleicht den Grund finden.

Die denken, leben und atmen Shareholder Value mit jeder Entscheidung die sie dort treffen. Ob das gut oder schlecht ist müssen andere entscheiden.

Mein Mittelweg:
Nie mehr für einen börsennotierten US Konzern arbeiten, aber brav dort investieren. Den Rest könnt ihr euch denken.

Auch wenn meine Strategie nicht die Beste ist, sie passt zu mir.

Ich muss nicht das größte Wachstum oder den Tenbagger im Depot haben (klar .. nett wäre es schon) weil das Depot mittlerweile so ein großes Volumen hat, das eine moderate positive Entwicklung schon genug Asche erzeugt.

Allerdings habe ich mir auch vor einem Jahr während des Crashs keine allzu großen Sorgen gemacht. Cool war es zwar nicht, aber ich habe auch nichts verkauft und brav weiter investiert was sich zumindest bis heute ausbezahlt hat.


24. März 2021

A luxury once enjoyed ..

.. becomes a necessity.

(Übersetzung: Ein einmal genossener Luxus wird zur Notwendigkeit.)

Der Spruch kommt von der Zitateschleuder Cyril Northcote Parkinson. Von ihm stammen auch die Parkinsonschen Gesetze und ich mag seinen ironischen Unterton.

Den beschriebenen Effekt haben wir (denke ich) alle schon einmal erlebt.

Hast du dich einmal an den Komfort eines Vier Sterne Hotels gewöhnt wirst du beim nächsten Urlaub kein Drei Sterne Hotel buchen.

War dein alter Fernseher ein 50 Zoll Gerät, wird dein nächster TV ebenfalls eins sein bzw. ein noch Größeres.

Einer meiner Nachbarn ist ein lebendes Beispiel dafür. Seine Autos über die letzten 20 Jahre: VW Golf -> VW Jetta -> VW Passat -> Audi A4 -> Mercedes C-Klasse.

Oder wie ich das sage: Downgrades sind scheinbar uncool.

Im erweiterten Sinne kann man das auch Lifestyle Inflation nennen. Du verdienst mehr, also gibts du auch mehr aus. (Dazu hat unser Cyrill N. Parkinson auch ne Menge Zitate auf Lager)

Keine Kritik daran.

Ich erzähle Menschen nicht, dass sie sparen sollen wenn sie sich die Sache oder Ding leisten können.

Bin selbst bei einigen Bereichen kein leuchtendes Vorbild was das angeht.

Die Notwendigkeit einen einmal genossenen Luxus beizubehalten habe ich mir aber abgewöhnt.

Oder anders gesagt: Ich kann Downgrade … ohne Schmerzen.

Urlaub, Auto, Fahrräder, IT Equipment, Klamotten mir egal. Am Ende muss es seinen Zweck erfüllen.

Beispiele:

Ich brauche diesen Laptop unbedingt und er muss ein Stück besser sein, als der Vorgänger (MacBook PRO, Dell XPS) .. heute reicht mir ein Huawei, der die Hälfte gekostet hat.

In Asien war ich mehrfach in Luxushotels, als ich Afrika und die arabischen Länder bereist habe, habe ich teilweise im Schlafsack auf dem Boden gepennt.

Von meinem Mini Cooper habe ich 2007 auf einen Fiat 500 mit halb soviel PS, ohne fancy Soundsystem und ohne Klimaautomatk, gewechselt.

An Mountainbikes kann man sich die teure XTR Gruppe von Shimano ranbauen. Habe ich schon getan. Nur um später wieder günstigere SLX oder XT Gruppen zu fahren.

Die Eigenschaft, mit Dingen klar zu kommen die offensichtlich (in den Augen der Mehrheit) eine Verschlechterung darstellen, ist für mich eher eine Art Superkraft. Es bedeutet nämlich nicht, auf etwas zu verzichten sondern viel mehr sich an die Gegebenheiten anzupassen.

Denn, du darfst gerne mal einen Luxusurlaub machen, wenn es dir möglich bleibt im nächsten Urlaub wieder im Zelt zu schlafen und du das nicht als Abstieg empfindest.

Darum habe ich auch nix gegen eine temporäre Lifestyle Inflation .. solange der Schritt zurück gelingt.

Alles unter der Prämisse, dass du dir den Spass wirklich leisten kannst.

13. März 2021

Bergfest?

Der Titel des Beitrags gehört User Alf!

Seit Freitag habe ich 500.000 Euro in Aktien und Wertpapiere investiert. Der letzte Kauf war Waste Management.

Von der halben Million kommen knapp 90.000 Euro durch versteuerte Dividenden.

Das Depot steht, dank der freundlichen Börsen derzeit, mit etwa 140.000 Euro im Plus.

Mein Cashbestand liegt bei etwa 15.000 Euro.

Die 400.000 Euro Investitionssumme hatte ich im September 2019 erreicht, also vor 16 Monaten.

In den 16 Monaten haben ich den Anlagefokus insofern verändert, dass ich eigentlich keine reinen High Yield Aktien mehr gekauft habe. Eher war ich bei Dividendenwachstumsaktien auf Shoppingtour und habe mich mit weit weniger initialer Dividende zufrieden gegeben, sofern die Aussicht auf fortlaufende Erhöhungen besteht.

Die Krücke im Depot ist derzeit Oxford Square mit etwa 50% Buchverlust. Target führt das Depot mit knapp 200% Buchgewinn an.

Ob ich die Million voll mache steht derzeit noch in den Sternen ..

Am Rande:

In den letzten 6 Monaten musste ich mehr Leuten erklären wie man einen ETF Sparplan startet und wie das mit Aktien, Brokern, Ordern und der Börse funktioniert als in den 20 Jahren davor. Mehr als 10 Leute denen ich Wissen vermittelt habe, besparen nun einen MSCI World ETF in einem kostenlosen Sparplan .. und der Rest ist wohl gerade am Einrichten ..

Ich war etwa 10 Jahre harter Apple Fanboy: iPods, iPhones, iMacs, MacBooks usw. ich hatte Dutzende. Am Ende habe ich sicher einen fünfstelligen Betrag nach Cupertino überwiesen.

Nun habe ich nur noch Apple Aktien.

Brüche bekam die Liebe vor etwa 4 Jahren. Von der Firma hatte ich ein neues MacBookPro mit Touchbar und Butterfly Tastatur bekommen und nach vier Wochen fingen die Tasten an zu klemmen.

Mit grenzenlosem Optimismus machte ich mich dran den Problem auf dem Grund zu gehen und es zu fixen. Dabei hatte ich aber nicht mit Apple gerechnet. Durch das Entfernen der Taste aus dem Keyboard zerstört man mit hoher Wahrscheinlichkeit den kompletten Mechanismus (was mir nicht bewusst war). Nix mit Taste rausfummeln, säubern, Taste reinklicken (wie man es halt kannte).

Okay .. mein Fehler.

Zum Apple Laden gelatscht, Problem geschildert, Kostenvoranschlag bekommen.

Zack: 480 Euro.

Grund: Das ganze Topcase (inklusive Akku) muss getauscht werden, da es nicht vorgesehen ist „nur“ die Tastatur zu reparieren.

Obwohl es ein Firmenlaptop ist, die Firma die Rechnung bezahlt hat usw. war ich so pissed, dass ich mir am selben Tag einen Dell XPS bestellt habe und fortan beschlossen habe mein Geld nicht mehr an Apple zu überweisen.

Right To Repair

Es ist bei diesem MacBook Modell nicht möglich es selbst zu reparieren. Ich kann nicht mal ne neue Tastaturmatte (wie bei Lenovo etc.) kaufen und es fixen. So eine Tastatur kostet in der Regel 40 – 80 Euro, was für mich okay gewesen wäre.

Das finde ich scheiße.

Dinge gehen kaputt, am Dell ist irgendwann ein Scharnier gebrochen. Ich konnte für 70 Euro ein neues Ersatzteil kaufen und mit etwas Fingerspitzengefühl das Gerät in einer Stunde selbst reparieren. Meine Herdplatte ist gebrochen (Ceranfeld) .. für 100 Euro bekomme ich ein Neues, baue die Heizschleifen ein und gut ist. Ich könnte ne ganze Weile so weiter machen ..

Reparieren ist nachhaltig, es schont die Umwelt und es schont meinen Geldbeutel.

Apple hat in einer der letzten Keynotes nen extra Part für CO2 und Nachhaltigkeit drin gehabt. Hilft mir aber alles nix wenn Geräte nach kurzer Zeit Elektroschrott sind weil sie sich eben nicht fixen lassen.

Und derzeit wird das nur noch schlimmer.

Bei den M1 Geräten ist die SSD auf dem Mainboard verlötet, genau so wie der RAM. Upgrades fallen also schon mal unter den Tisch. Aber eine Festplatte (egal ob HDD oder SSD) ist ein Verschleißteil. Eine SSD übersteht eine bestimmte Anzahl von Schreib- und Lesezyklen bevor sie anfängt kaputt zu gehen. Hast du nun wenig RAM schreibt die Kiste eine Swap Datei auf die SSD (also viel schreiben und lesen) .. ja und jetzt rate mal was gerade mit neuen M1 Geräten passiert.

Da sich die SSD nicht tauschen lässt musst du das Mainboard ersetzen. Denke mal da wird nichts unter 500 Euro gehen während ne neue SSD für weniger als 100 Euro zu haben ist.

Den Fanboys wirds egal sein ..

Die Aktionäre freuen sich ..

Und Apple produziert massenhaft völlig vermeidbaren Elektroschrott.

1. März 2021

Arschcreme

.. nennt man bei Bikern ein Schmiermittel welches man sich auf den Popo packt. Meist dann wenn man Sitzprobleme hat bzw. viele Stunden (mehr als sonst) im Sattel verbringt.

Im Februar hätte ich gerne eine Arschcreme für die Arbeit gehabt.

Nach meinem Rentenpunkte, Dividenden und FIRE Artikeln hätte die Eine oder der Andere denken können ich habe mich verpisst. Das Gegenteil war der Fall. Auf Zeche war so viel zu tun, dass ich mir an manchen Abenden wie ein lobotomierter Frosch vorkam.

Darum habe ich nun auch die 4-Tage Woche beantragt. Zuerst mal für ein halbes Jahr.

Ich tendiere dazu, zuviel zu arbeiten wenn noch was erledigt werden muss und obwohl ich jeden Tag plane spät. um 16:00 Feierabend zu machen, klappt das des öfteren nicht. Gerade dann wenn Kollegen meine Hilfe brauchen oder ich (netterweise) für 17:00 Uhr noch ein Meeting reinbekomme.

Aber ich will nicht rumheulen. Viele müssen weit mehr arbeiten als ich und andere wären aktuell froh sie hätten einen Job oder Aufträge.

Das ist also eher ein „Ich lebe noch“ Update.

Depot und Vermögen

Der Februar war freundlich zum Depot. Ich lag das erste mal über 600.000 Euro Vermögen was einem Zuwachst von etwa 30.000 Euro im Vergleich zum Januar entsprach. Zwischenzeitlich waren es auch mal 40.000 Euro aber an die Schwankungen habe ich mich schon vor langer Zeit gewöhnt.

Bei den Dividenden sieht es nicht so nett aus, da ich hauptsächlich in US Firmen investiert bin und diese die Dividenden in Dollar bezahlen. Vor einem Jahr war der Dollar noch 10% mehr Wert (im vgl. zum Euro) als heute. Das überträgt sich 1:1 auf die Dividenden. Mal schauen wie sich das im Jahresverlauf entwickelt.

Nebenprojekte

Um mein wichtigstes Nebenprojekt (seorch.de) konnte ich mich diesen Monat auch nicht wirklich kümmern und die Einnahmen sinken ein bisschen. Ich hoffe, das ich hier zukünftig wieder mehr machen kann wenn ich nur noch 4 Tage die Woche arbeite. Wobei ich eigentlich auch mehr Rad fahren will .. ach immer diese Zwickmühlen.

Nun habe ich erst mal eine Woche Urlaub und werde die abwechselnd auf der Couch und auf dem Bike verbringen. Ich hoffe ich komme mal wieder etwas runter und kann mir ein paar Gedanken machen wie es weiter gehen soll.

Bei Georg im Blog gab es von User Joerg berechtigte Kritik ob man (m)eine Dividendenstrategie nach Georgs Simulation durchrechnen kann.

Jede Kritik und andere Betrachtungsweise ist mir willkommen. Ich bin nicht Einstein und selbst der war nicht unfehlbar und wenn ich hier schon rumtröte wie Benjamin Blümchen muss ich eure Meinungen auch aushalten 🙂

Darum .. gerne Stresstest, Fragen, Ideen, Anmerkungen.

Ich habe mein einfaches Spread aus diesem Beitrag etwas abgeändert:

Neue Eckpunkte:

  • nur noch 3% Deport Zuwachs pro Jahr (Dividendenstrategie ist einer thesaurierenden ETF Strategie unterlegen, die ETFs dürften aber auch mehr als 4% schaffen)
  • nur noch 1% Entnahme pro Jahr (anstatt 4%)
  • dafür meine aktuellen Brutto-Dividenden / Jahr .. ca. 22.000 bis 23.000 Euro
  • keine Verringerung der der Entnahme bei Rentenbeginn
  • Dividendenwachstum von 0,5% Jahr
  • nur 0,5% pro Jahr da ich ja trotzdem Aktien verkaufe und die Dividenden dadurch marginal sinken (absolut)
  • mein gemitteltes Dividendenwachstum lag die letzten Jahre bei ca. 2%

Die Berechnung:



Fazit:

  • auf dem Papier sieht das nun besser aus als eine reine Entnahmestrategie, da es zu keinem Kapitalverzehr kommt
  • am Ende bleibt weit mehr übrig
  • kein Rentencut wie im Beispiel davor

Dieses mal bei Georg auf Finanzen Erklärt!

Er hat meine Berechnung auseinander genommen und mit seinem Tool getestet.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Georg!

Dieser Artikel bezieht sich direkt auf den vorhergehenden Beitrag. Unter folgenden Annahmen habe ich das Fuck You Money Szenario für mich persönlich durchgerechnet:

  • ich bin 42 Jahre alt
  • ich verfüge über 30 Rentenpunkte
  • Renteneintritt im Alter von 67 Jahren
  • ~600.000 Euro im Depot
  • 4% Wertzuwachs (Depot) pro Jahr ohne neue Einlagen
  • 24.000 Euro Entnahme pro Jahr
  • Inflation pro Jahr 1,4%
  • Keine Rentenprogression, da keiner weiß wie sich die staatl. Rente entwickelt, ich aber davon ausgehe, dass es eine Rente geben wird
  • die Rentendaten sind also Basis 2021

Wie liest man die Tabelle:

  • links das Jahr und mein Alter in diesem Jahr
  • dann die Kapitalentwicklung OHNE Entnahme bei angenommenen 4% Zuwachs pro Jahr
  • daneben dann mit Entnahme
  • ab dem Jahr 2047 gehe ich in Rente und kann die Entnahme im Depot quasi halbieren (grüne Zeile)
  • die Werte sind brutto
  • die Entnahmen steigen pro Jahr auf Basis der durchschnittlichen Inflationsrate der letzten 20 Jahre (1,4% in Deutschland)
  • aja .. ich gehe nicht davon aus, dass ich 100 Jahre alt werde

Die Berechnung:



Fazit:

  • unter der Annahme, dass ich eine Rente erhalten würde, sollte ich eigentlich ab morgen nur noch rumpimmeln (cc @ Oliver)
  • nach dem Szenario da oben, habe ich zu jederzeit einen bequemen Puffer
  • bei Rentenbeginn verfüge ich immer noch über 400.000 Euro, was wahrscheinlich mehr ist, als die meisten meines Jahrgangs je ansparen werden
  • selbst wenn ich „uralt“ werden sollte, wird die Party zur Beerdigung voll finanziert sein

28. Januar 2021

Rentenpunkte & F.I.R.E.

Für jedes Jahr welches du in die staatliche Rentenversicherung einbezahlst bekommst du in Deutschland +/- einen Rentenpunkt. Liegt dein Gehalt unter dem zugrunde liegenden Durchschnittsgehalt (40.500 Euro im Jahr 2020) ist es weniger als ein Punkt. Liegt es darüber ist es mehr als ein Punkt.

Zahlst du 30 Jahre exakt mit dem Durchschnittsgehalt in die Rentenversicherung ein, gibt es es 30 Rentenpunkte. Deine persönlichen Punkte kannst du dem Brief der Rentenversicherung entnehmen welchen du einmal im Jahr bekommst.

Diese Rentenpunkte bestimmen deine Rente, sobald du das Rentenalter erreicht hast bzw. eine Erwerbsminderung zu Grunde liegt.

Ein Rentenpunkt ist 2021 in Deutschland etwas über 34 Euro wert, im Osten der Republik etwas über 33 Euro.

Mehr dazu findet ihr auf den Seiten der Rentenversicherung

Das Kleingedruckte:

Du musst mindestens 5 Jahre einzahlen um Anspruch zu haben. Der reguläre Renteneintritt erfolgt wenn du 67 Jahre alt bist, außer wenn du 45 Jahre einbezahlt hast und noch nicht 67 Jahre alt bist. Zahlst du also seit dem 18 Lebensjahr ein, kannst du mit 63 in Rente gehen.

Du kannst auch früher in Rente gehen, nach mindestens 35 Jahren, allerdings werden dir dann 0,3% der Rente abgezogen und zwar für jeden Monat den du früher gehst. Der Abzug ist dauerhaft, also wenn du 20 Monate früher in Rente gehen willst ,sinkt die Rentenzahlung für immer um 6%.

Daneben fallen aktuell etwa 10% Abgaben (KV und PV) auf die Bruttorente an.

Warum ich das hier thematisiere?

Sofern du Rentenpunkte hast bzw. aufbaust und irgendwie F.I.R.E. als Ziel hast, ist das ein nicht unerheblicher Faktor.

Oder auch für alle Menschen die nicht bis zum Eintrittsalter arbeiten wollen, da der absoluter Kapitalbedarf geringer ist.

In vielen Blogs wird angenommen, dass man etwa das 25-fache seiner jährlichen Ausgaben ansparen muss, um den Job an den Nagel zu hängen (4% Regel). Über den Sinn und Unsinn kann man streiten .. die Regel soll hier aber einmal als Basis dienen:

Bei 2.000 Euro Ausgaben im Monat, brauchst 600.000 Euro in einem MSCI World ETF, um quasi bis an dein Lebensende nicht mehr arbeiten zu müssen.

Angenommen du hast nun aber schon 30 Rentenpunkte angesammelt, würde das einer Bruttorente von 1025 Euro / Monat (900 Euro netto) entsprechen.

Deine Entnahmen (aus dem Depot) würden sich also ab dem 67 Lebensjahr fast halbieren und du bräuchtest ab diesem Zeitpunkt nur noch 1.100 Euro im Monat.

1.100 auf die 4% Regel angewandt bedeuten einen Kapitalbedarf von 330.000 ab dem 67 Lebensjahr.

Du kannst also, vom Zeitpunkt wenn du den Job an den Nagel hängst, quasi 270.000 verballern oder nimmst das als Puffer bzw. als Inflationsschutz, falls du die 4% Regel für zu optimistisch hältst. Alternativ kannst du die 4% Regel zur 5% oder gar 6% Regel machen falls du die zusätzliche Sicherheit nicht brauchst.

Sprich: Du entnimmst mehr als 4%.

Beispiel (vereinfacht):

Bei 2.000 Euro Ausgaben im Monat und 5% jährlicher Entnahme brauchst du „nur“ 480.000 Euro im Depot.

Die 4% Wertzuwachs gelten weiterhin.

Du schrumpfst das Depot durch die Entnahmen aber um 1% pro Jahr. Nach 25 Jahren bleiben immer noch 370.000 Euro übrig.

Du könntest bei dieser Rechnung im Alter von 42 Jahren aufhören zu arbeiten unter der Voraussetzung das du die 30 Rentenpunkte angesammelt hast .. was bedeutet das du überdurchschnittlich verdient haben musst.

Bonus:
Ab dem Rentenbeginn bist du über die KV der Rentner versichert.

Okay .. das hört sich gerade alles zu gut an.

Habe ich nen Denkfehler?

24. Januar 2021

Führungskräfte

Jeder kennt sie, nicht jeder mag sie. Es gibt gute und es gibt schlechte.

Als normaler Angestellter hast du niemanden unter Dir, außer hier und da mal nen Azubi oder Trainee. Dafür eine ganze Latte an Chefs über Dir. Und wie es so ist .. in der Regel sitzt der Chef am längeren Hebel. Kommst Du gut mit ihr/ihm aus, kann das für Dich und deine Karriere förderlich sein. Klappt es nicht so gut kannst du nur hoffen, dass du bald einen neuen bekommst.

Im Nachhinein betrachtet waren viele meiner Führungskräfte Nieten oder sagen wir mal fehl am Platz. (Möglicherweise sagen die das über mich auch)

Das liegt aus meiner Sicht daran, dass nicht die Person befördert wird, welche die besten Peopleskills hat, sondern die, welche ihren vorhergehenden Job besser gemacht hat als der Durchschnitt, daneben vielleicht noch prima netzwerken kann, viele Überstunden geschrubbt hat und sich zusätzlich gut selbst vermarkten kann.

Weiße Männer ohne Migrationshintergrund (wie ich) genießen da „gefühlt“ auch noch einen zusätzlichen Bonus .. war zumindest bei meinen bisherigen Arbeitgebern so.

Hast du einen klassischen Vertrieb wird der/die welche den meisten Umsatz einfährt in der Regel befördert. Hast du Software Entwickler wirst du zum Abteilungsleiter wenn du schnell und gut das geforderte ablieferst.

Wirst du aber von normalen Angestellten zur Führungskraft brauchst du deine vorhergehnden Skills weit weniger als vorher.

Als stinknormaler Software Entwickler musst 80% der Zeit Code schreiben und 20% mit Leuten klar kommen, kaum einen juckts wenn du irgendwelche Marotten hast oder wenig emotionales Einfühlungsvermögen. Wirst du dann zum Head Of befördert schreibst du in er Regel nur noch 20% der Zeit (oder weniger) Code und musst 80% mit Leuten arbeiten, sowohl mit deinem Team, als auch mit deiner Führungskraft.

Und das ist für mich das Problem ..

Du brauchst plötzlich ein komplett anderes Skillset:

Menschen motivieren, Gesichter und Stimmungen lesen, Dinge erklären, zuhören, Puffer zwischen Team und dem Management sein, Druck aushalten und nicht weitergeben, sich Zeit für Gespräche nehmen, diskutieren, erkennen wenn dein Team auf dem Zahnfleisch geht, Ressourcen und Fähigkeiten gut einschätzen, Leute weiterentwickeln, Planen von Kapazitäten, Vertrauen schenken, Kontrolle abgeben, und der Ganze diplomatische Unsinn mit anderen Abteilungen und deren Leitungen usw.

In einigen Firmen gibt es dann Workshops für Führungskräfte wo man solche Dinge lernen kann. Andere Firmen interessiert das weniger und ich habe wenig Unterschied zwischen dem Einem und dem Anderen festgestellt.

Manche Dinge die eine Führungskraft ausmachen kann man sicher lernen.

Andere eher weniger.

Die schlechtesten Führungskräfte die ich hatte, hatten nur ihre eigene Karriere im Blick und waren Kontrollfreaks. Wenn Sie dann noch nach oben gebuckelt und nach unten getreten haben, litten die Teams und die Motivation kehrte sich ins Gegenteil bzw. die Personalfluktuation wurde so immens hoch, das neue Namen merken zu einer Denksportaufgabe wurde.

Dann gab es noch andere .. ich nenne sie mal „Verwaltungskräfte“ nicht so schlimm wie die Karrieristen aber auch wenig tauglich. Kopf unten halten, Status quo bewahren, Wein trinken und Wasser predigen und sonst halt Dienst nach Vorschrift. Auch wenig inspirierend.

Nicht falsch verstehen bitte.

Wahrscheinlich waren die oben beschriebenen Exemplare vorher super in ihrem Job. Nur taugen sie halt nicht um Menschen zu führen.

Oder jeder wird so lange befördert bis sie/er auf einer Position ist, auf welcher sie/er völlig inkompetent ist. (Peter Prinzip)

Da gehören allerdings immer zwei dazu .. derjenige welcher befördert werden will, und derjenige der befördert.

Grain of Salt, aber inspiriert von diversen anderen Finanzbloggern.

Wie werde ich gesünder?

Am besten gar nicht. Da hab ich nämlich nix davon. Schau .. ich bin in diverse Brause-, Medizin- und Snack- Hersteller investiert es hilft mir also eher wenn du bald Teilnehmer bei Mein Leben mit 300 kg wirst. Außerdem .. was bringt es Dir? Wir haben Klimaerwärmung. Die Pole und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt ABER Fett schwimmt oben. Und ertrinken ist auch eher so semi-gut.

1,8 Millionen Schritte, 2.500 Kilometer Rad und 10.000 Liegestütze

Weißt du was 1,8 Millionen Schritte bzw. 10k Liegestütze mit deinen Gelenken anrichten? Da kannst du gleich ein Abo für Mobilat abschließen. Steine wissen, das Bewegung nicht gut ist. Steine werden älter, sind entspannter und gelassener als Du. Von den 2500 km auf dem Rad kann ich auch nur abraten. Du quetschst dir am laufenden Band deine primären Geschlechtsmerkmale und das ist schmerzhaft.

Minus 9 Kilo bitte

Bedenke die Kosten! Du brauchst dann eine komplett neue Gardarobe und ggf. Bleigewichte das du bei einem Sturm nicht weggeweht wirst. Außerdem haben wir das Zeitalter der Body Positivity und der Fat Acceptance Bewegung. Steh zu Dir und lass dich nicht von den ganzen Sport Schwurblern verunsichern. Die haben auch nur eine geheime Agenda ..

Frühjahrscheck

Bei den Corona Zahlen zum Arzt? Nur um bestätigt zu bekommen was ich dir oben gerade zu vermitteln versuche? Bist du des Wahnsinns?
Außerdem ist der Planet übervoll, du tust uns allen einen Gefallen wenn du die Rente nicht erlebst.

Seelenruhe und mehr Frieden

Dazu empfehle ich Wirsing und Rosenkohl. Bitte nur wenig gekocht und in großen Mengen. Das sorgt für eine Seelenruhe in deinem Kopf. Möglicherweise aber für Krieg im Darm. Zack Ziel erreicht.

Ja zum Nein

Oder wie ich es sage: Nein zum Ja. Also immer wenn du Ja sagen würdest sag Nein und umgekehrt. Halte es penibel durch sonst ist der Effekt gleich null.

Auszeiten und weniger arbeiten

Ich empfehle hierfür Chlorofom. Spart das Runterkommen und du kannst die Auszeit maximal nutzen. Kannst du auch selbst herstellen.

Reisen – das beste Mittel zur Selbstbildung

Jaaaa .. werde Superspreader. Mach doch einen Roadtrip zu allen Altenheimen in deinem Bundesland und kuschle die älteren Herrschaften intensiv. Bonus: Die haben dort Lebenserfahrung und können Dir sicher sagen wie man eine gute Blutwurstsuppe macht.

Beziehungen festigen

Mit Drei Wetter Taft geht das gut, meine Popohaare kennen sich nun besser als vorher. Nein .. mal im Ernst .. die meisten Menschen sind Idioten und atmen Dir Deine Luft weg, du solltest froh sein wenn sie weg sind.

Mehr Zeit mit Freunden verbringen

Aber erst nachdem du die Altenheime durch hast. Bitte!

FCK Off Menschen

Siehe Altenheime und Freunde.
Erledigt sich dann ja von selbst.

Qualität in der Kommunikation

Der Wechsel von WhatsApp zu Telegram ist durch? Dann solltest du dort den Channels von Attila, Xavier und dem Wendler beitreten. Neue Horizonte und so!

Grenzen sprengen

Meine Wirsing und Rosenkohl Diät könnte man als solch ein Ereignis beschreiben.

In YouTube Gesicht zeigen

Ja, los geht es .. unterrepräsentierte Themen: Von 0 auf 17% vegan in einer Woche, Vom Finanzwesir zum Bitcoinkaiser, In 3,5 Jahren zum Millionär mit ProWin.

Ich lasse mich coachen

Lass dich zum Coach coachen und coache dann andere zum Coach. Es ist nie zu spät glücklich zu werden und man lebt nur einmal. Eine mächtige Flamme entsteht aus einem winzigen Funken und wenn der Mensch kein Ziel hat, ist ihm jeder Weg zu weit. Außerdem: jeder Leistung fängt mit der Entscheidung an, es zu versuchen.
Wichtig ist aber das Zertifikat am Ende für die Wand im Gästeklo.

Wert des Jobs runter schrauben

Schnell und effektiv: Morgens als erster im Büro sein, dem Chef ein Häufchen auf den Tisch setzen und ein Fähnchen reinstecken mit nem Gruß von Dir.

Klarer sein

Hast du schon das mit dem Wirsing und Rosenkohl ausprobiert?
Klarer wirds nicht.

Privates Geld-Management

Coaching ist das neue Management, zeige Deinem Geld auf, sich selbst zu optimieren, dann kann es auch anderem Geld helfen.
Vergiss nicht: Man kann Geld nichts beibringen, sondern ihm nur Helfen es in sich selbst zu entdecken.