getmad auch die bretter, die mancher vor dem kopf trägt, können die welt bedeuten
18. September 2018

Mit freundlichen Grüßen

Ich bin ein zynisches, boshaftes Arschloch. Zugegeben in der Kombination habe ich das noch nicht gehört aber in Einzelauszügen. Getroffen hat mich das auch nur selektiv. Kommt immer drauf an wer es wann in welchem Kontext sagt. Als Diplomat würde ich wahrscheinlich den dritten Weltkrieg auslösen .. naja vielleicht.

Allerdings habe ich aufgehört Menschen von irgendwas überzeugen zu wollen. In meiner Jugend hat dieser abgelegte Charakterzug manchmal zu harten Diskussionen geführt bei denen alle Kombattanten am Ende ziemlich angepisst waren und wochenlang nicht mehr miteinander gesprochen haben. Es bringt auch nichts. Aggressive Argumentation führt beim Gegenüber fast immer zu einer vollkommenen Abwehrhaltung. Mögen meine Argumente noch so richtig und gut sein, sie werden als Angriff gewertet und auf den Angriff folgt einfach nur Abwehr und Verteidigung.

Heute lobe ich nur noch.

Das führt auf beiden Seiten zu einem wohlig warmen Gefühl in der Magengrube und man hat sich weiterhin lieb. Zwar ein Widerspruch aber Harmonie hat doch auch was. Was ich meine und was der Gelobte versteht sind dann aber irgendwie doch immer zwei paar Stiefel. Hat den Vorteil das ich meinen Zynismus pflegen kann ohne Menschen an den Karren zu fahren.

Beispiele?

Nachbar kauft nen 60k Audi SUV auf Pump

  • Matthias sagt: Prima, ein super tolles Auto, das passt zu dir und 300 PS sind wirklich nicht zu verachten außerdem stehen die Mädels drauf.
  • Matthias meint: Ist dein Schniepel echt so klein? Hey aber cool das du damit die Wirtschaft ankurbelst!

Bekannter bucht zwei Wochen Kreuzfahrt auf der Aida

  • Matthias sagt: Coole Sache, da siehst du sicher viel und das Essen auf dem Schiff soll ja auch wirklich gut sein.
  • Matthias meint: Sich mal zwei Wochen wie ne Legehenne fühlen, kannste machen, wahrscheinlich nimmste 5 kg zu hoffentlich gibts nen Norovirus Ausbruch.

Ehemaliger Schulfreund kauft Haus, kein Eigenkapital

  • Matthias sagt: Beste Zeit um das zu machen, bei den niedrigen Zinsen und wenn man die Inflation berücksichtigst sparst du ja quasi Geld.
  • Matthias meint: In 10 Jahren scheitert deine Ehe, dann wird die Bude zwangsversteigert und du hast Schulden bis ins Grab.

Herr Fridolin spart seine ganze Kohle in Bausparverträge

  • Matthias sagt: Hey das ist supersicher und ein paar Prozentchen gibt es auch auch, klar und wenn du mal renovieren oder bauen willst passt das ja.
  • Matthias meint: Du bist blöd wie Scheiße, kannst die Kohle ja auch gleich verbrennen.

Frau JabbaTheHut baut sich nen echt großen, beheizten Pool in den Garten, also so mit Beton und Bagger

  • Matthias sagt: Du Fuchs, du denkst voraus, Klimawandel und so! Außerdem ist schwimmen ja gesund. Steigert ja auch den Wert des Hauses.
  • Matthias meint: Doofhirn. Du kannst das Ding 9 Monate im Jahr nicht benutzen. Von den laufenden Kosten kannst du wahrscheinlich ne Dauerkarte fürs Schwimmbad kaufen.

Außerdem ermuntere ich gerne Leute zum Konsum oder auch zur Gewichtszunahme. Wenn jemand drauf rumdenkt ob sie/er sich ein teures Gadget kaufen will bin ich der erste der argumentiert, dass man sich auch doch mal gönnen muss. Man kann eigentlich nicht genug Dinge haben. Menschen sollen auch gut und viel essen. Was bietet sich da mehr an als Döner, Pizza und Burger? Danach noch ein Kuchen und ein Eis. Ist ja Soulfood. Bei dem ganzen Stress den man so hat hilft das ja auch das Gemüt zu beruhigen. Dick bist du sowieso nur wegen der Schilddrüsenunterfunktion.

Klar .. manche merken schon das ich das wohl nicht ganz ernst meine. Dem widerspreche ich dann in der Regel energisch und wechsle das Thema.

Einzig beim Thema Rassismus packe ich noch die Axt aus. Wenn jemand mit: „Ich bin ja kein Nazi, aber ..“ anfängt bin ich innerlich schon auf DEFCON 1. Ich weiß zwar das ich den Naziarsch nun nicht bekehren kann, aber ich ertrage das Geschwätz einfach nicht.

Nazis habe ich noch keine umgekrempelt .. aber ein paar Konsumopfer haben doch wirklich nen U-Turn gemacht.

Wir wissen ja .. Geld macht nicht glücklich, allerdings offensichtlich auch nicht unglücklich. Wenn ich Leuten erkläre, wie wichtig genug Geld (für mich) ist ernte ich manchmal Kopfschütteln, Ansagen wie: Ich lebe doch jetzt oder auch mal nen Satz wie: Gönne dir doch mal was.

Und während ich offensichtlich jetzt lebe und mir durchaus Dinge gönne kann man im hier und jetzt auch unzufrieden sein, außerdem führt der Kauf von Dingen nicht zum Glück. Aber ich glaube ja man muss etwas breiter denken. Wir reden hier von Successful Living (der Diesel Spruch aus den Neunzigern) oder besser gesagt von einem zufriedenen (glücklichen, erfolgreichen) Leben.

Das darf auch jeder so definieren wie sie/er will. Kinder, Familie, Haus oder doch lieber reisen, Porsche und Party, vielleicht Bildung, Karriere und Status oder Bier, Fußball und grillen?

Ganz egal .. alles ist valide.

Darunter liegen aber ein paar Voraussetzungen die irgendwie notwendig sind, damit die eigenen Lebensziele erreicht werden können.

Viele Menschen die man fragt nennen hier: Gesundheit, Zeit, eine glückliche Beziehung, Frieden, die Abwesenheit von Stress.

Und klassischerweise kann man das (zumindest derzeit) noch nicht kaufen .. auch nicht bei Amazon.

Kann man nicht .. oder kann man doch?

Ich behaupte immer man kann alles kaufen .. weil alles hat seinen Preis.

Außerdem glaube ich sehr wohl das man Dinge wie Gesundheit, Zeit oder Liebe zumindest indirekt kaufen kann.

Wie das?

Nehmen wir das Beispiel Gesundheit:

Durch genug Kohle auf der Bank muss ich weniger oder gar nicht mehr arbeiten. Ich habe Zeit Sport zu machen. Ich habe keinen Druck im Job zu bestehen und das kann schonmal nicht meine Psyche angreifen. Ich habe Zeit und Geld gesunde Mahlzeiten zu kochen und ich bin in der Lage so lange zu schlafen wie es mir gutut. Klar ist natürlich auch das mich Geld nicht vor Krebs oder erblich bedingten Krankheiten schützt .. aber wenn meine Kauleiste ausschaut wie Hiroshima am Vormittag das 06.08.1945 kann ich mir zumindest neue Beißer kaufen … also eher Glücksspiel?

Und die Liebe:

Beziehungen scheitern oft an vielen verschiedenen Dingen .. unter anderem aber auch wenns ums Geld geht bzw. wenn die Partner nicht mehr genug Zeit für einander finden. Zwei Probleme die man mit ausreichend Schotter nicht mehr hat. Ich habe die (wiedereinmal) Zeit mich um die Beziehung zu kümmmern wenn ich nicht alleine mit geldverdienen beschäftigt bin. Ich bin vielleicht entspannter und ertrage Krisen in der Partnerschaft besser. Der Diskussion ums Geld habe ich die Grundlage genommen.

Frieden .. schwierig:

Klar .. erst mal doof wenn hier Fassbomben an meinem Weber Grill vorbei rollen .. außerdem kann ich dem Assad durch Kohle auch nicht davon überzeugen, dass eine halbe Million Tote echt viel sind und man nun damit aufhören sollte. Geld gibt mir aber ggf. die Möglichkeit mich zu verpissen und vielleicht kann ich in ein Land auswandern welches wenig Kriegspotential bietet .. Palau fände ich nett.

Kommen wir zur Zeit:

Du bist (wahrscheinlich) nur einmal bei der Show hier dabei. Wenn du über den Jordan gehst war es das. Du wirst 60, 70 oder 80 Jahre alt. Ein Drittel verpennst du .. ein Drittel arbeitest du (inkl. Bildung) und ein Drittel steht dir zur freien Verfügung .. und diesen Deal finde ich nicht so clever.

Am Schlaf kann ich nichts ändern. Bei den anderen zwei Parametern allerdings schon. Es ist nicht so geil die wachsten und fittesten 8-10 Stunden pro Tag für die Arbeit zu opfern, Abends dann mehr oder weniger fertig heimzukommen um dann eben alles andere zu machen. Darum lache ich Menschen die mit ihren Überstunden prahlen auch immer hart aus.

Geld kauft mir Zeit. Zeit das zu tun was ich will. Sei es nur weil ich vielleicht auf 30 Stunden pro Woche reduzieren kann (Immerhin 10 Stunden mehr das zu tun was ich mag und nicht was was ein anderer für richtig hält.) oder vielleicht gar nicht mehr arbeite.

Und die Moral?

Geld kauft Zeit kauft (teilweise) Liebe und Gesundheit .. und jetzt dürft ihr gerne meine Hypothese angreifen.

Die Finanzblogger Szene ist zahlreich und scheinbar werden es immer mehr die etwas zu sagen haben. Gut oder Schlecht? Ich beurteile das nicht. Da ich aber ab und zu wieder auf fragwürdige Artikel aufmerksam werde .. (Hier der Letzte) .. kurz was dazu:

Ich finde es okay wenn Leute mit Ihren Blogs Geld verdienen möchten. Nur sollte man das dann auch klar darstellen. Sonst ist das einfach nur armselig. Schleichwerbung braucht kein Mensch und unerfahrene Leser fallen dann solchen Dingen mehr oder weniger zum Opfer. Klar der oben verlinkte Artikel hat einen Hashtag am Ende (#werbung) .. aber das ist dann auch der einzige Hinweis.

Es ist durchaus auch okay über seine EIGENEN Erfahrungen mit einer Dienstleistung, Tool etc. was zu schreiben (so wie ich das mit dem Aktienfinder manchmal mache) nur bezweifle ich, dass das im o.g. Blogpost passiert ist.

Hat irgendwie ein Geschmäckle .. wie man hier zu sagen pflegt.

Darum ..

alles was ihr hier lesen könnt ist erlebt, wurde (wird) so gemacht, ist echt und wenig geschönt. Sollte ich wider erwarten mal Werbung für irgendwas machen, wird das auch so gekennzeichnet.

Meine Geschichten (in denen ich oft selbst nicht so glorreich wegkomme) sind nicht erfunden. Mein Depot und die ganzen Papiere darin existieren wirklich und alle Zahlen die ich hier veröffentliche sind real.

Seit ein paar Wochen kann man meinen Erfolg bzw. Misserfolg hier nachlesen. Mein Ziel habe ich mal dort formuliert (ich sollte noch dran feilen) und die Werte in meinem Depot findet man immer auf der Startseite von theskunk.cc.

Fragen beantworte ich gerne in den Kommentaren oder auch per Email: info@42blue.de

Das erste Drittel der 90 Tage ist rum. Zeit für eine Zwischenbilanz. Die Ausgangslage war: Pascal hat Angst vor fremden Menschen und Ansprechangst.

Vorweg, ich habe die Kommentare gelesen. Super, dass es so gut ankommt. Lob des Sexismus ist ein sehr geiles Buch. Gute Bücher haben meist komische Namen, denke an Dale Carnegie: „Wie man Freunde gewinnt“. Muss es wohl nochmal lesen 😊

Den ersten Tag der Challenge habe ich mein Zimmer aufgeräumt. Ich bin sehr erstaunt mit welchem Elan ich prokrastinieren wollte. Daran merkt man ganz stark, hier ist eine Sache vor der ich sehr viel Angst habe.

Tag 2 – Festival

Ich habe mir vorgenommen auf ein Elektronisches Festival in unserem Ort zu gehen. Direkt raus aus der Komfortzone rein in die Hölle. Ich betrete das Festival. Ich merke wie unwohl ich mich unter Menschen fühle. Die Musik ist zwar gut, die Sonne scheint, der Bass knallt. Aber es ist die gefühlte Hölle. Die pure Anwesenheit von Menschen löst Panik in einem aus.
Komisch früher bin ich gerne auf Festivals gewesen. Habe sehr gerne Leute kennen gelernt.

Ich habe mir eine ruhige Ecke gesucht. Ich bin fertig mit den Nerven.
Ich verlasse das Festivalgelände nach 31 min, Durchgeschwitzt, am Boden.
Habe es nicht mal nach Hause geschafft. Ich brauchte eine Pause, da alle meine Muskeln weh taten.
Normalerweise gehe ich die 4-5 Fache Strecke, aber heute war ich einfach auf.

Auf dem Weg nach Hause fiel mir auf, dass ich die Preisschilder nicht mehr lesen konnte. Normalerweise liegt meine Sehstärke auf beiden Augen bei etwas über 100%. Die Farben sind genauso prächtig, aber alles ist Verschwommen.

Endlich Zuhause, Willkommen in der Hölle. Meine Wahrscheinlichkeits Maschine hat sich entschieden mich auf einem Trip zu schicken, einen Trip der Schmerzen. Als ob dir jemand den Brustkorb auseinander reißt, gleichzeitig aber deinen Körper wieder zusammendrückt. Ich versuche den Schmerz zu betäuben. Mit Schokolade. Vor Erschöpfung schlafe ich gegen 18 Uhr ein. Wache um 21 Uhr wieder auf. Die Wahrscheinlichkeit Maschine lässt den Körper beben. Kurze Schocks, kurze schmerzvolle Schocks.

Wenn man das was in einem Abging in Lieder fassen sollte kommen diese beiden sehr nahe:
Lied 1
Lied 2
Der Schritt war wohl zu groß auf einmal und hat mich Regelrecht ausgeknockt.

Tag 3

Ich habe nach dem Training ein echt hübsches Mädchen angesprochen, naja war echt nicht so cool, shittest der komischen Art. Hat ein gefühlt die ganze Zeit angestarrt und nix gesagt. (Bis zum Schluss, dass sie weg müsse)

Tag 4

Heute habe ich Mut gefasst um ein Bauteil von einem Baumarkt zu holen. Versucht habe ich es schon öfters, leider weiß ich nicht welches Teil ich benötige. Denke mir, ist ja nichts dabei.
Betrete den Baumarkt. Puls steigt. Die Atmung wird flacher.

// Welche Schraube? Was passt? Was denken die anderen? Werden Sie mich auch anschreien?

Das Gehirn läuft auf voller Auslastung -> Erstmal in einem ruhigen Gang. Runterkommen. In diesem Moment erinnere ich mich an früher. Es war vor dem Studium nie ein Problem Personen anzusprechen, wieso sollte das jetzt ein Problem sein? Also let’s GO! Gesagt getan.

Ich war, wie so oft, überrascht, dass die Personen sehr nett zu einem waren. Wir haben alle Bauteile zusammengesucht. Ging schnell, war nett, alles schmerzlos 😊

Nach weiteren 5 min verlasse ich den Baumarkt, bin zwar total durchgeschwitzt, aber glücklich.

Tag 6

Ich fühle mich trotz (oder gerade wegen) dem hinkenden Beines sehr gut.

Mein altes Verkäufer Talent kommt wieder aus mir heraus. 😊 Während des Abiturs wurde mir aufgrund dessen empfohlen in den Vertrieb zu gehen. War ein angenehmes und freches Gespräch mit einem hübschen Mädel. Eine Nummer war drin 😊

Gegen Nachmittag habe ich mich mit einem Kumpel getroffen. Er hat mich auf das letzte Jahr angesprochen, welches nicht zu meinem Besten gehört hatte.

Ich habe mich in die Selbständigen Falle begeben, hatte eine Familie die mir ihr Versagerleben aufzwingen wollte, Probleme mit Feministen und Kommunisten. Es brannte förmlich überall. Gesund für das Mindset war es nicht.

Jedenfalls habe ich bemerkt, dass ich gegenüber vielen Personen nicht der Sozial Kompetenteste war. Ich war sehr unausgeglichen.
Viele Personen habe ich damit unbewusst abgewiesen/verstoßen.
Während des Abiturs hatte ich einen Freundeskreis, überall kannte ich Personen, war kontaktfreudig. Während des Studiums habe ich angefangen mich selbst auszugrenzen.

Dann beginnt die Maschine Schlüsse zu ziehen. Oh der war nicht nett → Alle Menschen nicht nett.
Ich werde bei einigen Personen eine kleine Wiedergutmachung machen. Es geht nicht darum, einen auf Bittsteller zu machen, sondern zu seinen Fehlern zu stehen, ein besserer Mensch sein zu wollen.

Tag 7

Porn. Porn. Porn. Und das Selbstbewusstsein hängen irgendwie zusammen. Die Pornosucht existiert bei mir auch noch nicht so lange. (Ende Abi) Heute habe ich den ersten Tag nicht masturbiert. Alter war ich unruhig, ständig gewälzt. Erstaunlicherweise war ich nach 6 Stunden sehr ausgeschlafen. Mittlerweile haben wir es 14 Uhr. Ich kann mich kaum auf was konzentrieren. Mein Kopf sagt nur noch Sex. Sex. Sex. Blöd, dass ich trotz der schmerzen im Bein rausgegangen bin. Es ist nicht besser geworden. Im Gegenteil.

Tag 8

Gestern habe ich den Rest des Tages in der Pornohölle verbracht. Die Mischung: „Du kannst nicht gehen. Musst im Bett liegen bleiben und bist verdammt geil“ begünstigt dies.
Es ist erstaunlich wie sehr ich gestern die Welt bereisen wollte. Es ist erstaunlich wie sehr das Selbstbewusstsein bei Nofap explodiert. Bis es durch Porn implodiert. Es ist erstaunlich, dass dieses Gefühl, dass mich jemand geschlagen hatte, dieses bedrückende Gefühl, einfach weg war. Auch die Körperzuckungen waren weg.

Heute bin ich aufgewacht. Total im Arsch. Ich will mich am liebsten nur noch einkuscheln und weinen. Fühle mich schlapp.

So schlapp, dass ich den Fehler mache nicht aufzustehen und einen weiteren Tag in der Pornohölle verbringe. Ich beschließe einen Website Tracker zu installieren. Ich habe mir selbst angedroht die Daten zu veröffentlichen, wenn ich weiterhin so viel Zeit auf solchen Seiten verbringe.

Tag 9 + 10

Pornhell

Tag 11

Gutes Wetter → Ab nach draußen. Irgendwie konnte ich meine Chinese Wall nicht durchbrechen. Ich habe keinen angesprochen. Bin dann nachmittags eingeschlafen. Gegen 22 Uhr wieder aufgewacht → Raus, ab in die Berge. Es war wunderbar. Keine Menschen, keine Leute die dich anrempeln, anschreien, dich verprügeln. Es war sehr angenehm. Ich war tiefenrein entspannt.

Tag 12

Heute habe ich mich richtig gefreut, um 16 Uhr treffe ich mich mit Freunden. Je näher der Termin kam, desto größer wurden die Zweifel in mir, mögen Sie mich wirklich, wollen Sie mich wirklich dabei haben.
Schließlich habe ich abgesagt. Wie fast immer seit dem Studium

Abends bin ich dann doch noch raus gegangen, habe aber niemanden angesprochen.

Tag 13

Ich gehe einkaufen. Mädchen steht vor mir an der Kasse, ultra hübsch. Also das natürliche. Sie kauft Essen und Kondome. Ich kann sie riechen. Die Hormone drehen durch. Ich will sie gottverdammt nochmal ansprechen. Computer sagt neeeeiiinn…. Ich stehe wie angewurzelt da.

Wieder Zuhause. Ich gebe mir für den Tag Bettrumlümmelverbot.
Denke über die letzten zwei Jahre nach. Ich verstehe es nicht ganz. Ich lebe nicht mehr in Armut. Ich habe keine Eltern mehr die einen schaden möchten. Ich habe kein schlechtes Umfeld mehr. Dennoch fühle ich mich nicht gut.

Ich liege auf dem Boden und weine, wie so oft, und verstehe nicht was so schlecht an meinem Leben sein soll, das diese Gefühle rechtfertigen.

Ich denke nach über ein Mädchen. Ich war letztes Jahr unsicher, unzufrieden und launisch. Habe mich also selbst aus der Liste der potenziellen Partner gestrichen. Es war oft beim Essen in der Mensa. Jemand sagt etwas, man selbst hatte dazu was gedacht, aber Sie hat meine Gedanken oft ausgesprochen. Sie ist eine Person die eine positive Lebenseinstellung hat, sehr sparsam mit Geld umgeht, eine Person mit der man sehr viel lachen kann. Eine Person, der man nur in die Augen schauen muss, damit der Körper anfängt Dopamin auszuschütten. Eine Person, die man jetzt immer noch irgendwie vermisst. Und man auf sich selbst wütend ist, dass man es „wissentlich“ verkackt hat.

Unser Umfeld hat es sehr schnell gecheckt, dass wir uns mögen. Ich war zu doof den Sack zu zu machen. Dirk Kreuter hätte dazu gesagt:

„Es gibt Verkäufer, die dürfen das Einkaufen nur nicht verhindern. Selbst das schaffen die“

Aus Hase wurde Schnucki, Pascali und dann nur noch Pascal… verständlich.
jedenfalls habe ich im Januar erfahren, dass Sie einen Freund hatte. Seit Januar lebe ich auch zurückgezogen. Ich habe sogar mit dem Trading aufgehört…

Ein bisschen Trost gab es in der AOE 2 / Finanzblog Community. Beides Communities in denen es eine sehr gute Grundstimmung gibt 😊

Im Juni gab es dann die ersten Laufversuche. Ich habe mich zum Training angemeldet, Taekwondo. Jetzt im Juni fing ich mit der 90 Tages Challenge an. Eigentlich dürfte ich nicht traurig sein.

Ich bin trotz der mäßigen Grundstimmung zum Training gegangen. Danach setzte der Suchtdruck wieder ein. PORN PORN PORN. Ich war entschlossen dieser Sucht nicht nachzugehen. Was für eine Nacht. Ich wälzte mich die ganze Zeit. Ich bin dann um 02:00 Uhr nochmals Joggen gegangen. Irgendwie musste ich mich ja müde bekommen.

Tag 14

Ich wache früh morgens auf. BÄM Fühle ich mich gut. Sogar sehr gut.
Dies ist der 2. Tag Nofap. Gegen Mittag bekomme ich die Kopfschmerzen des Todes. Mein Kopf verlangt nach Porn! Das muss der Kater des Fappers sein. Das einzige was gegen die Kopfschmerzen hilft, ist zu fappen.

Viel hinbekommen habe ich nicht, da ich wirklich heftige Kopfschmerzen hatte.
Erstaunlich fand ich in diesen 2 Tagen diese innere Haltung von:

„Ach wäre es schön jetzt einen geblasen zu bekommen (sehr sehr passiv)“
zu
„Alter ICH FICK EUCH ALLE DURCH (man wird selbst aktiv)“

In der Nacht hatte ich es dann nicht mehr ausgehalten. Binnen Sekunden waren die Kopfschmerzen weg. Ich fühle mich schlapp und energielos. Auch das Zucken und die Emotionslosigkeit ist wieder da. Damit bin ich mir zu 110% sicher.
DIE PORNOSUCHT MUSS WEG
Fassen wir es kurz zusammen:
Ein Süchtiger möchte Kontakt zu Menschen Aufbauen. Kann dies aufgrund seiner Sucht nicht. Mit anderen Worten, die Ansprechangst ist nicht mein Hauptproblem. Die Pornosucht ist es.

Tag 15

(Keine Aufzeichnung)

Tag 16

Ich war gestern Unterwegs, habe dabei ein paar Menschen kennen gelernt. War nix besonderes.

Abends bin ich dann noch zu einem Kumpel in die Innenstadt. Ich bemerke wie viele Leute trinken. Der Bitchfaktor ist enorm hoch, finde ich irgendwie nicht so gut. Ich war wegen der vielen Leute angespannt. Angenehm habe ich es nicht empfunden. Es war aber nicht so schlimm wie an Tag 2 😊

Tag 17

Mich haben Freunde dazu eingeladen in eine Vereinigung für Entrepreneure einzutreten, die sich in Brüssel für die Industrie 4.0 einsetzt. Ich bin bei solchen Themen immer wieder überrascht. Ich habe (noch) kein positives Bild über mich. Aber anscheinend haben andere Leute dann doch ein anderes Bild von mir.

Tag 18 – 31

Aufgrund der neuen Arbeit ist das Notizen erstellen ein wenig unter dem Tisch gefallen. Das waren 14 Tage der Hitze. Unser Trainer hat uns bei 35 Grad ein Hochleistungstraining absolvieren lassen. War extrem, im Nachhinein war ich froh an meine Grenzen gegangen und diese auch teilweise überschritten zu haben. Der Sport ist sehr gut für mich, jedes Mal lerne ich neue Menschen kennen.

Mir ist aufgefallen wie stark ich mich in den letzten 30 Tagen verändert habe. Von jemanden, der einen Job bei Lidl abgelehnt hatte, nicht weil ihm die Arbeit zu schwer war, sondern weil er den Kontakt zu Menschen minimieren wollte, zu jemanden der kontaktfreudiger wird.
Ich bemerke, dass mein Selbstbewusstsein wieder größer wird und dass ich die Welt wieder entdecken möchte.

Fazit: Die ersten 31 Tage

Für meine Verhältnisse habe ich sehr große Fortschritte gemacht 😊
Ich habe zwar nicht mitgezählt, schätzungsweise habe ich um die 50-70 neue Personen kennen gelernt: D
Ich habe die Störquelle/ den Flaschenhals gefunden: Porn
Die Neutralisierung von eben diesem gibt mir die Möglichkeit wieder so erfolgreich wie früher zu werden.
Wenn ich rausgehen möchte, bleibe ich oft noch bei dem Gedanken hängen „Was soll ich da“
Also ich möchte rausgehen aber Computer sagt: Neeeiiiin. Tja, das Gefängnis ist überall.
Die statistische Auswertung lasse ich lieber, weil mich das irgendwie aufhält. Ich bin noch am Anfang und muss diese Ansprechangst erstmal überwinden, danach kümmern wir uns um die Conversion.

Meine Einstellung:

Ich war 3 Jahre ohne Schule, 2 auf Jahre Sonderschule, während des Abiturs hatte das Jugendamt mir ein Arbeitsverbot erteilt und hatte einen kleinen Zahlungsverzug von 13 Monaten, wenn ich es geschafft habe mich dadurch zu Boxen:
Dann schaffe ich das locker 😊

Meine Ziele für die Nächsten 30 Tage:

1. So wenig Porn wie möglich
2. Jeden Tag mindestens eine neue Person kennen Lernen

29. Juli 2018

Hell Is A Place On Earth

2014 und 2017 habe ich was zu meinem Kapitalziel geschrieben. Damals habe ich mir 360.000 Euro als Ziel gesetzt welche sich mit 5% pro Jahr verzinsen und dann 18.000 Euro bringen. Das wären 1500 Euro im Monat. Idealerweise rein durch Dividenden und nicht durch Depotentnahmen. Großzügig habe ich die Steuer da mal außen vor gelassen. Die sollte ich aber nun irgendwann nachreichen weil die Rechnung natürlich ohne den Abzug von Steuern war.

Rechne ich 25% Kapitalertragssteuer weg bleiben von den 18k nur 13.500 Euro übrig und das sind dann nur 1125 Euro im Monat. Auch wenn das meine Fixkosten soweit deckt .. ist da kein Spielraum für Firlefanz, Tand und Kram. Ich komme zwar auch ohne solche Dinge aus aber für mein Sicherheitsgefühl hätte ich doch gerne einen Puffer.

Darum erkläre ich hier und jetzt die 480.000 Euro zum Ziel. Der schnelle Rechner hat erkannt: das wären dann 24k (bei 5% Rendite) im Jahr. 24k abzüglich der Steuer wären 18k und eben dann 1500 Euro im Monat / netto.

Stand heute stehe ich bei über 400.000 Euro insofern ist das gar nicht mehr soweit.

Mit 35 habe ich frech behauptet, dass ich mit 45 in Rente gehe. Aktuell bin ich 40 Jahre alt und das Ziel bleibt nach wie vor bestehen. Ich habe damals schon sehr konservativ kalkuliert und mache das jetzt ebenso.

Während also der große Fischschwarm im besten Alter brav Schulden tilgt schwimme ich weiter gegen den Strom erhebe grinsend den Mittelfinger und singe Fuck You ..

Wenn es so einfach wäre …

Anfang Juli hatte ich wie (als ob ich es geahnt hätte) tatsächlich einen Durchhänger .. eine Woche lang hatte ich massiv Existenzängste und ein, zwei nette Panikattacken. Einen Grund gab es allerdings dieses mal nicht. Ich hatte keinen Stress und auch sonst war eigentlich alles cool, bis auf ein paar Nächte in welchen ich schlecht geschlafen hatte.

Da ich das nun kenne habe ich direkt gegengesteuert. Sprich: massives Entspannungsprogramm. Ich habe meist nur 6-7 Stunden pro Tag gearbeitet und dann direkt einen Mittagsschlaf gemacht. Hab viel gelesen und fast ausschließlich frisches Gemüse und Salat gegessen. Wenn es ganz schlimm wurde habe ich mich daran erinnert das ich absolut gar nichts MUSS und zwar im Zweifelsfall die nächsten 20 Jahre. Die Kohle dafür liegt im Depot.

Ich kann einfach auf der Couch liegen und das Treiben beobachten, den lieben Gott nen guten Mann sein lassen usw.

So hart es klingt .. mir hat das Erleichterung in meiner Birne verschafft.

Ja .. Geld macht nicht glücklich.

Aber es macht auf jeden Fall weniger unglücklich.

Was?
Die Challenge besteht darin in 90 Tagesabschnitten ein Problemfeld bei sich selbst zu lösen indem Gewohnheiten etabliert werden. Es ist ein Experiment, 90 Tage außerhalb der Komfortzone. Nach 90 Tagen gibt es ein Resümee. Ihr dürft euch auf verrückte Statistiken und auf eine knallharte Fehleranalyse freuen. Die Statistische Auswertung werde ich via R machen

Wer schreibt denn hier?
Mein Name ist Weichert, Pascal Weichert. Ich trinke meinen Kakao gerührt und nicht geschüttelt. Ihr kennt mich vielleicht schon aus den Kommentarspalten von diversen Finanzblogs. Ich bin der Meinung im Leben geht es um Wahrscheinlichkeiten, diese sollte man im Leben zu seinen Gunsten optimieren.

Warum auf diesen Blog?
Damit ich mich verpflichte durch öffentlichen Druck mich positiv zu ändern. Ich lade jeden gerne ein mitzumachen 😊

1. From Niceguy to Fuckboy in 90 Days

Ist Situation:

Ich bin im privaten Bereich sehr schüchtern. Das Phänomen des Niceguys trifft am besten auf mich zu. Immer nett. Biste zu nett, bekommste sie nicht ins Bett. Auch in anderen Bereichen, in denen es um mich geht fällt es mir mittlerweile schwerer, Bewerbungsgespräche etc. Auch brauche ich ein festes Ziel um rauszugehen. Es fühlt sich an wie eine innere Chinese Wall. Du willst gerne rausgehen, kannst aber nicht. Du willst gerne Leute kennen lernen kannst es aber nicht.

Woher kommt Schüchternheit?

Schüchternheit ist ein Schutzmechanismus der wie so oft noch aus der Steinzeit kommt
//ah wie die Politik heutzutage
Das Gehirn möchte uns dabei beschützen nicht aus der Gruppe ausgestoßen zu werden. Darum erzeugt es Angst. Wie so oft sind Ängste wie Kredite mit einem Zinseszins versehen der die Eigenbewegung verstärk, je länger man wartet. Der es einen immer schwerer macht.
//ah wie die Politik heute ..

Während meines Studiums bin ich auf Feministen gestoßen, nicht die Netten. Meine Wahrscheinlichkeitsmaschine über den Kopf hat dies als Anlass genommen Menschen die man nicht kennt als wahrscheinlich gefährlich einzustufen. Der Kontakt sollte möglichst versucht werden zu vermeiden, sonst wird die Wahrscheinlichkeitsmaschine zu deinem Lieblingsdealer und schickt dich auf den hormongetränkten Horrortrip des Jahrhunderts. Korrelation reicht dem Gehirn. Kausalität interessiert es oft nicht.
//ah wie die Pol..

Die Challenge:

  • bei Konversationen immer ein Satz mehr sagen als Nötig (z.B. An der Kasse)
  • jeden Tag mindestens eine neue Person kennenlernen
  • alle 30 Tage auf eine Veranstaltung gehen

Endziel:
Schüchternheit im Privatbereich überwinden

Wahrscheinlichkeiten:
Als Marketeer will ich die Conversionrate natürlich nach oben treiben. Habe hier keine großen Datenquellen, werde euch meine als Benchmark gerne nach den 90 Tagen zur Verfügung stellen. Auch ich kenne das Gesetz der großen Zahl, deshalb versuche ich jeden Tag mindestens eine Person kennen zu lernen. Dadurch lernt (hoffentlich) mein Gehirn auch, dass nicht alle Menschen böse sind.

Wie senke ich also meine Bounce Rate?

  • der erste Eindruck zählt -> Rücken grade und gepflegt aussehen
  • lange Antwortzeiten mag niemand deshalb höre zu
  • sei nicht der Einheitsbrei, deswegen (AAA) Angenehm Anders als die Anderen

Wie erzeuge ich einen guten Link Juice bei Google bzw. Eindruck bei meinem Gegenüber?

  • positives Umfeld haben
  • gemeinsam Spaß haben
  • negative Personen am besten nicht während der Gespräche erwähnen
  • niemand mag Push-Marketing. Ich vergleiche es immer mit einem Mann der die Frau mit aller Gewalt nach unten drückt. Mag evtl. kurzfristig funktionieren, aber langfristig?
  • niemand mag Push-Marketing #2. Wenn man immer auf sich aufmerksam macht, wirkt es needy. Ich bin ein Freund des organischen Wachstums und des Seo´s 😊

Von kurzfristiger Conversion Optimierung halte ich nix, da bekommt man nur Personen in sein Leben die nicht zu einem Passen und erzeugen doppelt und dreifach Arbeit. Qualität statt Quantität.

Fast so wie bei Google 😀

Pickup und NLP beschäftigen sich damit, wie man eine Konversation zielführend und mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Erfolg führen kann. Finde ich sehr interessant. Beide streben im Endeffekt ein besseres/selbstbewussteres Ich an. Eventuell gibt es dazu später mehr.

Die nächsten 90 Tage werden eine spannende Reise außerhalb der Komfortzone 😊

Gruß,
Pascal

30. Juni 2018

Anatomie eines Burnouts

Erst mal definiere ich Burnout für mich:

Ein Zustand in dem keine Lebensfreude mehr herrscht, man sich maßlos überfordert fühlt, jede kleinste Aufgabe zu einem unüberbrückbaren Hindernis wird und man emotional so angegriffen ist, dass schon die kleinste Kritik zu einem Nervenzusammenbruch führt. Im Grunde ist man arbeitsunfähig, hat Lust auf exakt nichts und vegetiert vor sich hin. Ruhe und Entspannung findet man aber nicht, weil das Karussell der negativen Gedanken gerade Freifahrten raushaut. Hier die Definition in der Wikipedia.

Ich hatte bisher Drei davon.

Den Ersten habe ich nicht kommen sehen, den Zweiten schon .. aber ich wollte es nicht wahrhaben und beim Dritten .. das weiß ich noch nicht so genau .. werde noch etwas drüber nachdenken müssen.

Ich erzähle mal von meinem zweiten Burnout. Der war so vor 7 Jahren (alle diese Phasen hatte ich übrigens immer im Juli, wahrscheinlich schreibe ich das hier auch als netten Reminder an mich selbst).

Vorab .. es tauchen Personen auf .. allerdings gebe ich, ganz ausdrücklich, KEINER dieser Personen eine Schuld daran. Auch nicht dem Job oder der Firma.

Damals habe ich als Frontend Entwickler bei nem großen Telco gearbeitet. Der Job machte Spaß, die Kollegen waren cool .. alles eigentlich gut. In den Wochen vor dem Burnout fühlte ich mich aber schon „edgy“ .. meine Gelassenheit war weg, ich hatte oft schlecht geschlafen und vieles was einem eigentlich nichts ausmacht stresste mich.

Beispiel:

Die Ex-Freundin wollte nach New York fliegen .. eigentlich cool .. für mich war der Gedanke daran purer Stress ich konnte das einfach nicht verarbeiten und mich schon gar nicht darauf freuen. Es hat mich komplett überfordert.

Und dann nahmen die Dinge im Job ihren Lauf ..

Ausgangssituation:

  • ein Vorgesetzter verspricht seinem Vorstand in genau vier Wochen eine für Smartphones optimierte Website mit Bestellfunktion zu bauen
  • das sollte ein eigenständiger Webshop werden .. vorhandene Basis für das Projekt: NULL, NADA
  • wird hatten KEIN mobile Framework welches uns die Bausteine bereit gestellt hätte, wir mussten alles selbst von Grund auf neu bauen
  • dann hieß es: Matthias mach mal (als Lead Entwickler)
  • ich hatte das Projekt NICHT geschätzt und war wie so oft zu optimistisch es in der Zeit hinzubekommen
  • also legte ich los

Protagonisten:

  • ein Vorgesetzter mit wenig emotionaler Intelligenz
  • eine Projektmanagerin die nur darauf bedacht war, dass sie gut dasteht
  • ein Frontend Kollege den man wohl mit „leicht cholerisch“ beschreiben könnte
  • ein Backend Kollege der zu verkopft an die Sache ran gegangen ist und auf den wir oft warten mussten
  • ich, der es irgendwie hinbekommen wollte

Verlauf am Anfang:

  • nach ca. 2 Wochen stand (wenn ich ehrlich bin) fest, dass wir das in der Zeit nicht schaffen (also die Entwickler wussten das)
  • das haben wir „locker“ auch an Projektmanager und Vorgesetzten kommuniziert
  • von denen hieß es nur: Das müsst ihr aber schaffen!
  • wir drei Entwickler setzten und zusammen und schauten wo wir Zeit sparen können
  • haben beschlossen wir versuchen es einfach

Verlauf dritte Woche, Freitag:

  • am Ende von Woche drei war es klar das wir es nicht hinbekommen, das war ein Freitag
  • Frontend Kollege rastet aus wenn man ihn nur gefragt hat wann Feature X fertig ist
  • Backend Kollege brauchte weit länger vom Feature Y zu bauen
  • Projektmanagerin fällt auf, dass wir noch Feature Z brauchen (war nie gebrieft)
  • Projektmanagerin steht da und fragt ob wir nun fertig wären, ich: NEIN und das wird auch nichts, sie rennt direkt zum Vorgesetzten
  • Vorgesetzter stürmt ins Büro und fragt was sooo lange dauert, kann er sich nicht vorstellen das man für X und Y so lange braucht
  • Feature Z würde ja auch schnell machbar sein
  • außerdem: „Die Deadline kann unter keinem Umständen verschoben werden, Termin ist so nach oben kommuniziert“
  • ich: Mensch, Horst (Name geändert) ich erzähle hier seit 2 Wochen das es schwierig wird den Termin zu halten
  • er: Dein Problem, ich dachte ihr schafft das, ich hätte das ja in 2 Wochen locker hinbekommen (sinngemäß)
  • musste schlucken und bin erst mal heim gefahren, ich war so durch das ich sowieso nichts mehr hinbekommen hätte

Wochenende, Samstag und Sonntag:

  • kann keinen klaren Gedanken fassen, schreibe lange Mail an Vorgesetzten was aus meiner Sicht schief gelaufen ist (ne Antwort bekam ich nie)
  • baue zuhause noch Feature Z damit wir kommenden Montag Zeit sparen
  • schlafe quasi nicht, suche sämtliche Schuld bei mir
  • denke ich werde dann sowieso entlassen wenn das Projekt schief läuft
  • Sonntag Abend bin ich so erschöpft, dass ich ein paar Stunden Schlaf finde

Verlauf vierte Woche, Montag:

  • wache mit Panik und Angst auf
  • fahre in die Firma, habe massiv Puls, Panik und Angst nehmen zu
  • in der Firma merke ich schnell, dass ich ABSOLUT GAR NICHTS auf die Reihe bekomme
  • ich bin zu nervös, zu aufgekratzt, zu angstvoll
  • kurz gesagt ich bin durch .. ich bin nicht mehr arbeitsfähig
  • daraufhin melde ich mich krank, manche noch eine saubere Übergabe und fahre zum Arzt
  • beschreibe dem Arzt die Situation und der schreibt mich erst mal drei Wochen krank
  • und by the way .. danke für die Erfindung von Beruhigungsmitteln
  • die nächsten zwei Wochen schlafe ich quasi durch

Interpretation:

Ich war vor dem Projekt schon psychisch leicht angegriffen .. das Projekt hat mich dann aber über die Kante geschubst. Der Todesstoß war mehr oder weniger die Aussage des Vorgesetzten (Dein Problem, ich dachte ihr schafft das, ich hätte das ja in 2 Wochen locker hinbekommen). Bei mir kam das eher so an: Er hat mir unterstellt das wir uns nicht richtig bemüht hätten, er hat an meinem Einsatz und meiner Arbeit gezweifelt. Das ich in den Wochen davor echt alles gegeben hatte sah er nicht. Das hat mich massiv verunsichert.

Ein weiterer Punkt .. wir waren kein Team .. besonders Vorgesetzter und Projektmanager haben im Grunde nur Druck auf die Entwickler ausgeübt aber nicht unterstützt. Keiner ist zum Vorstand gegangen und hat um eine zusätzliche Woche gebeten (Projekt war nicht zeitkritisch). Keiner hat sich vor uns gestellt. Keiner hat gesagt: Hey lasst es uns versuchen, wenn es nicht klappt stirbt auch keiner. Ich hatte immer das Gefühl es gibt massiv Ärger wenn wir die Deadline reißen.

Allerdings war das oben beschriebene am Ende nur die Spitze des Eisberges. Ich hatte in den Wochen zuvor schon viele Überstunden geschoben, wenig Erholung gehabt, war (aus meiner Sicht) dauerhaftem Druck ausgesetzt usw.

Die Hauptangst war Versagensangst und die eher irrationale Angst, dass man mich auf die Straße setzt und in der Folge Existenzangst (über die ich ja schon geschrieben habe).

Was hat das nun alles wieder mit Kohle und finanzieller Freiheit zu tun:

Einmal mehr wurde mir klar: Du brauchst FUCK YOU Money. Viel davon. Dann haben die keinen Hebel mehr um in mir Existenzangst auszulösen.

Und das Projekt:

Soweit ich weiß wurden dann zwei Freelancer engagiert, da die Abteilung sowieso komplett ausgebucht war. Die Freelancer haben dann weitere vier Wochen gebraucht um den Shop fertig zu bauen.

Disclaimer

Das war meine Sicht der Ereignisse vor 7 Jahren. Beteiligte mögen das komplett anders gesehen haben. Aber so kam es bei mir an. Und wie gesagt, auch wenn es möglicherweise etwas vorwurfsvoll formuliert ist, das war mein Empfinden in dieser Zeit, und ich mache KEINEM BETEILIGTEN einen Vorwurf (auch keine Kritik). Mit den meisten war ich in den Jahren danach Bierchen trinken oder grillen.

21. Juni 2018

Der ewige Tim Schäfer

Zugegeben, den Impuls zu diesem Text lieferte mir der Garnix. Aber vielleicht (ganz sicher) ist er besser darin, die Worte die durch mein Hirn fetzen in Form zu gießen und ohne viel Geschwafel auf den Punkt zu bringen.

Bedeutet schlicht und einfach er hat mir den Kelch befüllt den ich nun trinke.

Impulse sind kleine oder große Explosionen in deinem Leben welche dich auf einen anderen Weg führen. Ähnlich einem Objekt im Raum welches durch das plötzliche Auftauchen eines anderen Objektes abgelenkt wird. Diese Impulse können dich in eine beliebige Richtung schicken und vielleicht dein ganzes Leben verändern. Und das ist gut so. Denn Stillstand ist der Tod (das wusste schon der Herbert).

Nichts empfinde ich als so langweilig wie dauernde Routine. Klar sie strukturiert mich und macht das Leben einfacher. Aber kein Mensch erinnert sich an den tollen Tag vor genau 10 Jahren an dem alles so war wie immer. Aber die meiste Zeit deines Lebens ist meistens genau so wie dieser Tag, an den sich keine Sau mehr erinnert.

Schau .. du lässt dir die beste Zeit deines Lebens für Geld abkaufen, ob viel, ob wenig ist ganz egal. Von den 24 Stunden die du am Tag hast, schläfst du 8, die aktivsten und produktivsten 8 arbeitest du und die restlichen 8 machst du das Zeug das liegen geblieben ist während du gearbeitet hast. Mit viel Glück springen am Tag noch zwei Stunden Sport, Entspannung oder Freunde raus. Klar du hast das Wochenende, aber sind wir mal ehrlich .. die meisten nutzen das nur zur Entspannung von der stressigen Arbeitswoche, manche sogar zur Vorbereitung auf die Arbeit viel bleibt da einfach nicht übrig. Dann hast du noch deine 30 Tage Urlaub im Jahr, immerhin .. die meisten nennen sie nicht umsonst die beste Zeit des Jahres.

Dann freust du dich halt auf die Rente?

Mein Opa ist mit 67 in Rente gegangen. Mit 68 ist er tot umgefallen: Herzinfarkt, Bluthochdruck. Mein Onkel hat sich mit Mitte 50 abfinden lassen. Er hat damals schon körperliche Probleme festgestellt die sein sehr stressiger Job mit sich gebracht hat (er hat Leute entlassen). Jetzt macht das Herz nicht mehr mit, Wasser in den Beinen, Herz OP. Der Mann hat kein Übergewicht, säuft nicht, raucht nicht, hat gesund gelebt. Bei meinem ersten Arbeitgeber hatte morgens in der Firma ein Kollege mal einen Herzinfarkt. Ganz cool hat er gemeint wir sollen mal den Notarzt rufen. Sportler, Ende 40, Normalgewicht. Aber wer ihn kennt weiß das er nicht so cool auf Stress reagiert.

Ich habe keine Ahnung ob das Impulse waren die mich in eine bestimmte Richtung gelenkt haben. Mir ist es egal wann ich abnibble. War es mir irgendwie schon immer. Mich beruhigt der Gedanke sogar in einer Weise, also zu wissen, dass wir alle irgendwann Regenwurmfutter sein werden.

Ich finde es nur bedauernswert. Du reißt dir ein Leben lang den Arsch auf und wenn du Pech hast bleibt am Ende nicht mehr genug Zeit. Hättest du so gelebt wenn du gewusst hättest welche Krankheiten dich erwarten oder das es dann doch so schnell vorbei ist. Vor allem dann wenn du deine Job ungefähr so toll findest wie Zahnschmerzen?

Die meisten Menschen die ich kenne haben nen Job den sie oft und gern gegen (leichte) Zahnschmerzen eintauschen würden. Alle jammern am Sonntag, weil sie Montag wieder auf der Matte stehen müssen. Keiner hat den Plan „vorzeitig“ in Ruhestand zu gehen. Die Hälfte hat Schulden, bei der anderen Hälfte zeichnen sich irgendwelche Gesundheitsprobleme ab. Kein einziger von denen würde den Job rein aus Lust und Freude machen und die meisten könnten sich für die beste Zeit ihres Lebens was besseres vorstellen.

Ich weiß nicht warum ich heute so nachdenklich bin, vielleicht weil ich morgen 40 werde? Aber um so mehr wird mir klar das der sich ewig wiederholende Tim Schäfer recht hat.

Mach dich frei.

Ein anderer wirds für dich nicht tun. Und dann verpiss dich und genieße dein Leben. Mach Sport, triff Freunde, ließ Bücher, sei ein guter Mensch und setz dich an den Rand des Spielfeldes und beobachte deine Mitmenschen wie sie sich in der Tretmühle abstrampeln und doch nichts erreichen.

Und um es nicht melancholisch enden zu lassen:

Letztes Wochenende hat meine Firma ein großes Sommerfest in München geschmissen (Danke liebe Firma, ich halte das nicht für selbstverständlich). Während im am Buffet anstand habe ich (wie immer) meine Mitmenschen belauscht. Vor mir standen zwei Kollegen die sich über Autos unterhielten. Beide haben wohl einen Geschäftswagen der Größe 3er BMW, Audi A4, Mercedes C-Klasse und planen ein Upgrade. Innerlich reibe ich mir die Hände .. weil nichts ist geiler als Konsum (bei anderen). Auf jeden Fall haben sie über diverse Ausstattungsvarianten der aktuellen 5er Reihe geplaudert und was eben notwendig wäre und was nicht. Daraufhin habe ich mich erinnert, dass mir auch ein Firmenwagen zusteht .. ich aber nie in Erwägung gezogen habe einen haben zu wollen. (Danke Tim Schäfer). Ich hoffe sie bestellen beide einen recht teuren 5er BMW.

Disclaimer: I am long on BMW.

18. Juni 2018

Aktienaufstieg.de

Vor einigen Tagen bin ich über die Website Aktienaufstieg gestolpert. Das Tool verspricht Aktien mit dem größten Potential und maximaler Sicherheit zu finden.

Aufgeschlossen wie ich bin, habe ich mich angemeldet denn man kann gratis drei Aktien analysieren und sich dann entscheiden ob man ein kostenpflichtiges Konto eröffnet.

Vielleicht noch vorab .. ich bin bekennender Fan des Aktienfinders. Das Tool ist transparent, die Daten sind nachvollziehbar, ich kann sie auf Wunsch nochmal manuell prüfen, Analysen etc. sind plausibel. Aber ich schaue auch gerne über den Tellerrand und bin nicht auf ein Tool festgelegt. Ich vertraue keinem Tool blind und benutze es erst mal einige Wochen bis sich so eine Art Vertrauen entwickelt und ich weiß die Daten sind solide. Der Aktienfinder hat das bei mir erreicht.

Frei nach dem Motto: Andere Mütter haben auch hübsche Töchter .. habe ich mir dann mal das Tool von Aktienaufstieg angesehen.

Nach etwa 5 Minuten habe ich mich gefragt ob ich einem Aprilscherz auf den Leim gegangen bin.

Anbei mal zwei Screenshots. Einer ist aus dem Login Bereich und zeigt eine Analyse. Der andere Text findet sich im frei zugänglichen Bereich unter „Das Team“.

Aktienaufstieg.de Analyse

Aktienaufstieg.de Analyse

Habt ihr euch die Screens genau angesehen?

Vielleicht erst mal zum zweiten Screen. Tools die mit „geheimnisvollen Formeln“ werben .. schwierig. Ich arbeite im SEO (Suchmaschinenoptimierung) Bereich. Dort gibt es viele schwarze Schafe (SEO Agenturen) die ahnungslosen Kunden was von geheimnisvollen Google Algorithmen erzählen und behaupten nur sie wüssten auf was es ankommt. Wenn ich sowas höre bekomme ich immer Angstschweiß in der Ritze.

Tools, Menschen und Agenturen die nicht 100% logisch erklären können wie sie zu ihrem Fazit, Empfehlungen und Analysen kommen sind schlicht und einfach nicht vertrauenswürdig. Das ist Pseudowissenschaft und auch wenn es einigen nichts ausmacht in einer postfaktischen Epoche zu leben .. wir brauchen nicht noch mehr Bullshit.

Der erste Screen zeigt dann eine Analyse von Aktienaufstieg.de und jetzt versteht ihr vielleicht langsam auch warum ich es erst für einen Aprilscherz hielt.

Denn das I.S.T. die komplette und vollständige Analyse von (in diesem Fall) Caterpillar. Drei gelbe Kreise, zwei rote X und zwei grüne Haken mit dem Hinweis: verkaufen.

Kein Warum, kein Wie, keine weiteren Informationen .. nichts.

Wer auf Basis dieser Infos Anlageentscheidungen trifft .. dem ist nicht mehr zu helfen oder der hat es einfach nicht anders verdient.

Fazit:
Ein Tool welches die Welt nicht braucht.

Aber vielleicht ist die Seite auch nur eine affiliate Schleuder .. denn sämtliche Links unter Depotvergleich sind Affiliate Links die den Betreibern der Seite einige Euros bringen könnten.

Torsten vom Aktienfinder hat einen kleinen Sidekick gestartet den ich sehr reizvoll finde. Das Projekt(chen) nennt sich Income Heroes, ist aktuell erst mal auf englisch verfügbar und soll uns Kapitalisten etwas Unterhaltung bereiten.

Wer möchte, kann an Torsten monatlich seine Dividenden- und Optionseinnahmen senden und erscheint dann mit anderen Finanzbloggern in einer gemeinsamen Tabelle. Neben den monatlichen Einnahmen kann auch das Net Worth mit angezeigt werden und natürlich werden auch Zahlen wie Rendite und Stabilität berechnet. Bonus ist dann noch der plakative Chart mit welchem man die (eigene) Entwicklung nachvollziehen kann inklusive download Funktion.

Ich finde das Tool super .. nicht um hier nen Schwanzvergleich zu fahren .. eher für die eigene Motivation. Außerdem lerne ich so neue (Blogs) Menschen kennen die vielleicht Inspiration sein können oder deren Geschichten ich gerne lese.

401k?

sind ja eigentlich steuerlich begünstigte Rentensparpläne in den USA. Heute ist das aber was anderes .. zumindest hier. Dank der freundlichen Börse der letzten Wochen ist mein eigener Net Worth gestern auf 401.000 Euro gestiegen.

Hart ..

1. Juni 2018

Blitzkreuz

Ein kreativer Rant fällt mir heute leider nicht ein. Irgendwie habe ich die Tage einen Durchhänger. Wird auch wieder besser. Darum erzähle ich einfach ein paar zusammenhanglose Dinge die im Mai passiert sind.

Als erstes habe ich gerade eben beim Login ins Blog meine Login Daten für mein Depot eingegeben. Ist das Banane? Ich glaube es fast.

Stigmata

Dann .. habe ich mich verliebt. Mit fast 40 ist es meist nicht mehr Liebe auf den ersten Blick sondern man muss sich erst etwas annähern, beschnüffeln, kennen lernen. Nun ist natürlich die Frage ob Sie sich auch in mich verliebt. Derzeit warte ich noch auf Ihre Antwort. Sie ist natürlich ne Luxusfrau mit Stil, einzigartig und will dementsprechend behandelt werden. Man findet Sie nicht an jeder Ecke aber es lohnt sich. Sie ist nämlich bildhübsch. Aber seht selbst.

Für Bikenoobs:
Das ist ein Gravel Bike. Quasi ein Rennrad mit Mountainbike Reifen und damit auch geeignet fürs Gelände. Gemacht ist ist Sie aus Carbon und die Farbe nennt sich Gloss Fog. Sie wiegt zarte 8kg und kommt aus Santa Cruz, California. Und aktuell muss mein Dealer noch klären ob er Sie in meiner Rahmengröße und vor allem in der Farbe beschaffen kann.

Und wenn es schon in der echten Welt nicht so klappt wie ich mir das vorstelle .. wird Sie (vielleicht) mein Placebo.

Asche, Kohle, Zaster, Moneten .. darum seid ihr doch hier!?

Hier mal ausnahmsweise meine Dividenden im Mai 2018. Warum ausnahmsweise .. ich habe kein Problem über Geld zu sprechen im Gegenteil: Wer mich fragt bekommt auch Antwort. Aber ich bin schlicht zu faul meine Einnahmen immer einzeln aufzuführen (wie andere Blogger das machen). Ich sehe da wenig Mehrwert. Warum dann diesen Monat?

Einfach: Rekord

Diesen Monat hatte ich die höchsten Dividenden Einnahmen bis dato.

  • Peritus €16.49
  • Powershares €29.41
  • Gladstone Inv €20.41
  • Gladstone Cap €34.11
  • Wadell & Reed €39.91
  • CVS €36.01
  • Universal €39.10
  • Blackstone €35.00
  • BASF €156.64
  • Global X €39.56
  • OneOk €108.15
  • Realty Income €13.59
  • National Retail PPTS €41.10
  • Procter&Gamble €31.03
  • Main Street Capital €21.15
  • AbbVie €59.36
  • Alliance Bernstein €54.31
  • Hercules Capital €97.21
  • BMW €202.11
  • Caterpillar €48.86
  • Welltower €46.53
  • Aurelius €180.47
  • Starbucks €20.77
  • Williams Sonoma €32.48
  • Marine Harvest €45.03

Macht netto 1448 Euro. Sind ein paar Einmalzahler dabei .. aber den Schnitt berechne ich ja sowieso aufs Jahr. Brutto wären es etwa 1810 Euro. Aber ich beteilige mich ja gern daran unseren kleinen Vergnügungspark zu bezahlen.

30 Day Challenge im Juni

Ich habe früher öfter 30 Tage Challenges gemacht. Die Idee dahinter das man für die nächsten 30 Tage etwas konsequent jeden Tag macht. Das kann alles Mögliche sein:

  • 30 Tage mal 100 Klimmzüge
  • jeden Tag jemanden ein Kompliment machen
  • jeden Abend einen Comic zeichnen
  • einen Monat kein TV schauen
  • seine Gedanken am Morgen und am Abend niederschreiben
  • usw.

Die Idee dahinter das man seine Gewohnheiten anpasst, vielleicht ändert. Oder einfach um was Neues auszuprobieren.

Meine Challenge:
Zuhören, Fragen stellen und nur über mich selbst sprechen wenn ich konkret gefragt werde.

Warum ich das mache?
Ich beobachte schlicht und einfach, daß viele Menschen sich nicht mehr wirklich für einander interessieren. Viel mehr erzählen sie gerne und ausführlich über sich selbst ohne auf das Gegenüber einzugehen. Mag ggf. nur in meiner Filterblase so sein. Aber Grund genug für mich 30 Tage gegen den Strom zu schwimmen 😉

Gesinnung:

Friede allen, die längst ruhen
Dem Rest hab ich den Krieg erklärt
Willkommen in der Sackgasse
Willkommen in der Realität

Willkommen in deinem Leben
Und der Freiheit, nein zu sagen
Willkommen in deinem Leben
Denn ohne Kampf will kein Herz schlagen

Alle paar Monate schreibe ich was zur Lage der Nation (die Nation bin in diesem Fall ich). Mein erster Artikel dazu war von November 2014. Das war der erste Monat in welchem die Einnahmen aus SEORCH und den Dividenden meine fixen Kosten gedeckt haben.

Die Einnahmen aus SEORCH sind dieses Jahr etwas gefallen. Mit den kassierten netto Dividenden reicht es aber immer noch ziemlich dicke um keiner angestellten Tätigkeit mehr nachzugehen. Im Besonderen sind zwei größere Whitelabel Kunden nicht mehr am Start was etwa 500 Euro weniger im Monat ausmacht. Alles nicht schlimm musste ja irgendwann auch mal passieren. Ich bin auch aktuell nicht auf Klinkenputzen gepolt.

Die reinen Dividendeneinnahmen (netto) zum Stichtag heute (23.05.2018):

  • 2015 (im Schnitt / pro Monat): 540 Euro
  • 2016 (im Schnitt / pro Monat): 710 Euro
  • 2017 (im Schnitt / pro Monat): 970 Euro
  • 2018 (im Schnitt / pro Monat): 1030 Euro

Meine passiven Einnahmen 2018, im Monat / im Schnitt lagen bisher bei etwa 3500 Euro.

Allerdings hat mein innerer Tim Schäfer etwas gelitten. Warum?

Der Bub kann bei Teilen fürs Rad nur schwer die Geldbörse geschlossen halten. Da kann dann ein Sattel fürs MTB auch mal schnell 150+ Euro kosten .. wenn er doch sooo leicht ist und noch im Schwarzwald gefertigt wurde. Und wenn wir schonmal dabei waren musste auch gleich ein Upgrade fürs Cockpit her. Nötig war es nicht. Aber ich steh (sitz) drauf.

Mein Net Worth (wie die US Blogger so schön sagen) liegt nun im einem Bereich, daß ich ein mittelgroßes Haus im Umland einer süddeutschen Großstadt einfach mal so bar kaufen könnte. Was (pervers) schon ein ziemlich geiles Gefühl ist (Keine Angeberei, bitte nicht falsch verstehen). Auf Basis meiner aktuellen Lebenshaltungskosten müsste ich die die nächsten +/- 40 Jahre nicht arbeiten .. erst dann wäre Kohle verbrannt.

Und jetzt?

Keine Ahnung.

Den Sommer werden ich abwechselnd auf meinen vier Fahrrädern verbringen und dabei laut (und leise) singend durch den Schwarzwald fahren.

Hier noch alle Artikel aus der Serie:

Gesinnung:

Two children
Guns loaded
Take aim and blow all the dreams away
Too late for anything better to say

Hey
Are we just crazy with the pain?
Or do we see just what we are?
We are naked in the rain

Credits und Danke an den großartigen Ronnie James Dio

Wenn du hier gelandet bist, hast du schon den ersten Fehler gemacht. Wenn du das folgende dann auch noch ließt den Zweiten. Somit erkläre ich alle zu Siegern (meines Tests) welche den Blogpost zwar wahrgenommen, diesen aber dann vollständig ignoriert haben: Du bist toll, auch wenn du es nie erfahren wirst.

Die Anderen bekommen jetzt hier eine kostenlose Schulung! Nein, ihr müsst dafür keinen Newsletter bestellen, auch sonst kein doofes Flyover oder Popups wegklicken und auch keine Push Benachrichtigung akzeptieren. Werbung kann ich leider auch nicht bieten. Wenn sich jetzt jemand angesprochen fühlt .. alles gut .. ich mag dich! Aber über irgendwas muss ich ja auch schreiben!? Denkst du nicht?

Vielleicht wird das auch ein Rant, ich weiß es nicht. Ich habe nichts gegen Leute die mit ihrer Website Geld verdienen möchten. Aber verdammt macht es cool oder zumindest nicht nervend. Clickbaits braucht kein Mensch.

Also pass auf .. es ist ganz einfach .. wir schulen heute deinen Bullshit Radar. Bullshit ist leicht zu erkennen aber man muss es etwas üben. Es ist okay wenn das nicht gleich auf anhieb klappt. Wir sind ja erst am Anfang.

Dinge die wir nicht mehr klicken beinhalten in der Überschrift:

  • Die 10 geheimen Gesetze … (denn sie sind ja nun nicht mehr geheim)
  • Von [beliebiges Tier] lernen .. (ja die Hummel ist zu fett zum fliegen, sie fliegt trotzdem, was bringt mir das?)
  • Person küsst Raubtier. Du glaubst nicht was als nächstes passiert .. (Gott ich hoffe sie geht drauf!)
  • Bist du auch doof? … (hatte hier im Blog die meisten Leser)
  • Kannst du diese Rätsel lösen was nur Menschen mit einem IQ von über 130 schaffen .. (Nein. Glaubs mir!)
  • Und dieses Rätsel? 95% derer die es versucht haben scheiterten .. (Nein. Nein. Nein.)
  • Neun Dinge die du nicht über [irgendwas] wusstest … (Glaub mir du willst sie auch nicht wissen)

Mal ehrlich? Was erwartest du? Das Zeug hat den Nährwert von Styropor und ist meist auch ähnlich spannend. Etwa 12 Sekunden nachdem du es gelesen hast, hast du es wieder vergessen. Du hast deine Zeit verschwendet.

Warum ist es gut für Dich keinen Bullshit zu konsumieren?

Ich bemühe einmal mehr ne Analogie (ich bin süchtig danach). Wenn du dich den ganzen Tag mit Schrott vollstopfst (Pizza, Cola, Chips, Gummizeug, Eis, Alkohol usw.) wird dir das am Abend schwer im Magen liegen. Wenn du diese wertlosen Kalorien nicht abarbeitest wirst du zunehmen. Irgendwann vielleicht sehr dick sein und ziemlich unbeweglich und/oder krank. Konsumierst du das aber nur in geringen Dosen oder gar nicht bleibst du flexibel, brauchst weniger Schlaf und bist fitter und gesünder.

Klar das Zeug ist verführerisch, lecker und man muss nur die Tüte aufreißen … meeh .. ja ist es .. der Nährwert ist aber vergleichbar mit dem von oben genannten Thermoplast.

So und muss ich dir nun noch mehr erklären?

Gerne!

Wertlose, gehaltlose, dubiose, geheime Nachrichten die auch noch dein Ego triggern bringen dich nicht weiter. Genau wie der Konsum von Junk Food. Kurz lecker, aber nicht nachhaltig. Du hast nichts davon. Du verlierst damit den Blick aufs wesentliche. Es ist völlig wurscht ob Reitlehrersohn Harry eine amerikanische Schauspielerin heiratet oder der Özil dem Erdogan sagt wie toll er doch ist. Ebenso bringt es dir nicht wenn du versuchst ein sinnloses Rätsel zu lösen nur um zu schauen ob du nicht so blöd wie der Rest der Menschheit bist.

Was hat das nun alles mit meinen Finanzen zu tun?

Keine Ahnung .. muss es das?

Ich versuchs mal:

Ich kenne und beobachte Leute die „investieren“ gelinde gesagt in jeden Scheiß. Krypto, Aktien, CFDs, Optionen, Optionsscheine, Zertifikate, Immobilien, P2P Kredite, Wälder, Flugzeuge, Container, Schiffe, Plantagen, Rohstoffe, Anleihen .. you name it. Wenn das Rendite Versprechen nur hoch ist schaltet das Hirn ab. Gier frisst Hirn. Man „denkt“ man macht einen cleveren Invest und kassiert.

Ich hab das auch gemacht. Nicht in alles was da oben steht. Aber das meiste. Ich bin immer auf die Nase gefallen. Es ist unbestritten, dass ein paar wenige, mit dem Zeug Geld verdienen. Wenn du 2012 ein paar hundert Bitcoin gekauft „hättest“ .. wärst du .. ja ist klar.

Hätte, hätte .. Fahrradkette.

So ist es aber. Wie oft habe ich schon den Satz gehört:
Wenn ich vor X Jahren Aktie Z gekauft, dann wäre ich heute steinreich.

Fakt:
Es passiert dir nicht. Mir auch nicht. Und 99,9% der Leute die hoffen, dass sie so clever sind denen passiert es auch nicht.

Wie kamen die Leute auf die Idee in alles mögliche zu investieren?

Nachrichtenoverflow, Gier, Hoffnung? .. ich weiß es nicht!

Aber ich muss ich meinem Postboten plötzlich Bitcoin und Blockchain erklären. Irgendwer will mir Osmium andrehen und auf der Bank erzählen sie 75 Jahre alten Omas sie sollen ihre Kohle in einen Emerging Markets Fonds stecken. Der geschlossene Immobilienfonds wird plötzlich nicht mehr gehandelt. Deine Goldmine läuft mit Wasser voll und deine Bananenplantage wird von Pilzen befallen. Dein A380 steht in der Wüste weil keine Airline ein Anschlussleasing machen will. Prokon war eher ein Schneeballsystem und der Containerleasingladen auch. Aja .. der nachhaltige Wald in Rumänien ist abgebrannt.

Und die Moral von der Geschichte?

Blende den Scheiss aus. Wenn du dich mit etwas nicht auskennst lass die Finger davon. Wenn du keinen Bock drauf hast dich damit zu beschäftigen .. dann lass die Finger davon. Wenn du dir nicht aller Risiken bewusst bist (z.b. was das Emittentenrisiko ist) dann .. bitte .. lass die Finger davon. Tue das was du kannst und werde besser darin. Investiere erst in einen neuen Bereich wenn du dich ausführlich damit beschäftigt hast .. sonst wird es schiefgehen.

Man findet den Heiligen Gral nicht einfach so .. glaub mir .. mein Lehrgeld hatte etwa den Preis einer Mercedes S-Klasse.

10. Mai 2018

Bist du auch doof?

Provokativ .. zugegeben ..

ich würde für nichts in der Welt einen Kredit aufnehmen. Einerseits finde ich das Gefühl jemandem (und sei es nur der Bank) etwas zu schulden extrem unangenehm. Auf der anderen Seite bin ich der Meinung man soll nur das kaufen was man sich direkt und bar leisten kann. Das gilt für Unterhaltungselektronik, für Autos und auch im besonderen für Immobilien und Grundstücke.

Wenn du dir im Elektronik Markt nen Fernseher finanzierst finde ich das allerdings weniger kritisch als wenn du dir ein Haus finanzierst. Im Grunde glaube ich, dass die Finanzierung von selbstgenutzten Wohneigentum viel risikoreicher ist als ein Kleinkredit.

Warum?

Die meisten Menschen die ich kenne bauen oder kaufen ein Haus und bezahlen dann über viele Jahre einen Kredit ab. Sind es 15, 20 oder 30 Jahre ist hierbei egal. Es sind alles sehr lange Zeitspannen. Man trifft diese Entscheidung meist wenn man so um die 30-35 Jahre alt ist. Man nennt es Nestbau. Feste Beziehung, vielleicht heiraten? Kinder? Eben das was die Mehrheit in dem Alter so macht, nachdem sie die „wilden“ Jahre rum hat. Sesshaft werden. Warum auch nicht?

Nun ich sehe das etwas anders.

Blicken wir mal auf das Leben eines 30 Jährigen zurück:

Die ersten fünf Jahre verbringt er als sabbernde Heulsuse am Rockzipfel seiner Eltern. Dann beginnt sie/er die Welt zu entdecken. Erst mal Schule und bevor man sich verguckt schlagen die Hormone zu .. Pubertät .. alles spielt verrückt. Schulabschluss, Ausbildung, Studium, saufen, Parties, Urlaub das volle Programm .. mit 25 meint man dann man ist der König der Welt und lebt ewig. Das erste eigene Geld die Liebe des Lebens und ab ins nächste Level. Im Bekanntenkreis wird geheiratet, die Vervielfältigung beginnt und man ist plötzlich erwachsen. Die anderen kaufen Häuser oder bauen .. verdammt .. das willst du auch.

Und hier beginnt das Problem.

Diese 30 Jahre waren eine Achterbahnfahrt. Als du 15 Jahre alt warst konntest du dir dein eigenes Ich im Alter von 30 nicht vorstellen .. oder? Nun triffst du aber eine Entscheidung welche die nächste 15 bis 30 Jahre deines Lebens bestimmen wird. Du schließt einen Kreditvertrag ab.

Das ist ernst. Das ist kein Spiel. Du bindest dich an einen Ort, an ein Leben, an einen Lebensstil du musst dir schon ziemlich sicher sein?

Ehen scheitern, wenn man sich einig ist muss das noch nicht mal teuer werden. Kinder werden flügge und sind schneller aus dem Haus als du denkst. Aber den Kreditvertrag wirst du nicht so schnell los. Vor allem jetzt nicht.

Echt jetzt?

Das Baugeld ist so billig wie nie, noch billiger geht nicht sonst müssten die Banken zu 0% verleihen. Jeder baut oder kauft gerade ein Haus. Die Immobilienpreise gehen durch die Decke. Günstig kaufen ist nicht mehr. Handwerker sind unbezahlbar wir haben die Speerspitze erreicht.

Steigen die Zinsen in dieser Phase nur um einen Prozentpunkt an, wird die Immobiliennachfrage zurück gehen und die Preise werden fallen. Dann bekommst du nicht mehr das was dich dein Haus gekostet hat, der Kredit bleibt aber der selbe.

Hast du dir die Zinsen nur auf 10 Jahre festschreiben lassen? Auch doof denn die Konditionen von heute wirst du nicht mehr bekommen. Deine Anschlussfinanzierung wird teurer. Finanzierst du mit zwei Gehältern oder mit einem? Hast du finanziell Luft zum atmen? Was ist wenn dein Partner ausfällt?

Alles kein Problem .. denkst du .. deine Ehe hält, dein Job ist sicher und überhaupt ist das alles nicht so dramatisch wie ich es hier schildere.

Mag sein .. oder auch nicht:

Hier im Dorf wird alle paar Jahre ein Neubaugebiet ausgewiesen. Dort beginnen dann die jungen Familien Häuser zu bauen. So haben das meine Eltern gemacht und der einzige Unterschied zu heute ist, dass die Häuser immer kleiner werden und die Baugebiete winzige Grundstücke haben und sehr „dicht“ sind. Haben alle gebaut toben draußen die Kinder rum, die Eltern arbeiten wieder und klein Matthias war eifrig dabei den Wald anzuzünden (andere Geschichte).

Dann betrügt der erste Nachbar seine Frau (bei uns war es der neue Dorfarzt) .. zack .. schönes Anwesen zu kaufen. Der Geschäftsführer einer Computerfirma ist mehr mit der Sekretärin beschäftigt (trotz der drei Kindern .. oder wegen?) und ein paar Monate später konnte man auch die Bude kaufen (200 m von mir entfernt). Der Lokführer findet heraus das er homosexuell ist (Nachbardorf) und die Frau des Beamten hat doch keine Lust mehr auf Familie und verlässt in windeseile die Gemeinde (700 m entfernt, außerdem reimt sich das).

Objektiv gesehen klappt es hier im Dorf (katholisch, CDU schwarz, konservativ) bei ca. einem Drittel der Paare nicht .. aber alle hatten ein Haus am Bein das dann schnell weg musste. Einige wenige haben die Finanzierung alleine gestemmt und wohnen noch hier und bei einem großen Teil ist es natürlich auch gut gegangen (ich will ja nicht so sein).

Nun glaube ich, dass ich in einer Filterblase lebe. Süddeutschland, Karlsruhe und Stuttgart sind nicht weit. Alle haben nen Job. Armut sehe ich hier nicht. Und ich frage mich dann wie das wohl in anderen Teilen der Republik sein muss?

So .. nachdem ich mit diesem Blogpost den Großteil meiner Freunde und Bekannten zu Idioten erklärt habe (Ich suche übrigens neue Freunde die ich beleidigen kann!) folgendes:

Klar .. es kann alles gut gehen. Und klar du willst bewusst so leben. Du meisterst Krisen und wirfst nicht hin. Komme was wolle.
Dann drücke ich dir ehrlich die Daumen.

Für mich ist das nichts.

Weltanschauungen und Pläne die ich vor 15 Jahren hatte sind längst in Rauch aufgegangen und ich habe keine Ahnung was die nächsten 10 Jahre bringen. Vielleicht werde ich Yogalehrer in Indien oder Kräutersammler im Schwarzwald?

Am Ende noch paar Fakten aus Deutschland:

  • Scheidungsrate 2016: ca. 40% (2005: 51%)
  • etwa ein Viertel aller Immobilienfinanzierungen geschieht ohne Eigenkapital
  • etwa 50% der Häuslebauer lassen sich die Zinsen nur auf 10 Jahre festschreiben
  • etwa 70% der Bauherren bringen maximal 50k Eigenkapital mit
  • dabei haben ca. 50% einen Kapitalbedarf der über 150k liegt
  • der größte Teil der Finanzierungen läuft über 20 bis 30 Jahre

Quellen: Immoscout, Postbank, Zeit, Statista

Am Samstag fand das vierte Treffen der autonomen Finanzwesir Zelle Karlsruhe statt. Einmal mehr im Koflers in KA-Rüppur. Wir waren glaube ich so 12 Leute und es ging um 17:00 Uhr mit ner kurzen Vorstellungsrunde los. Einige bekannte Gesichter waren am Start aber auch ein paar neue Finanzrebellen .. oder solche die es werden wollen.

Ziemlich schnell haben wir uns wieder auf zwei Tische aufgeteilt .. und an meinem Tisch ging es dieses mal eher um die politische Großwetterlage, Crash Propheten, witzige Zertifikate die Banken so erfinden und warum man lieber einen Job machen sollte in dem man einen Sinn sieht.

Interessanterweise waren einige Leute dabei die fest daran glauben das es (doch) bald einen Börsencrash geben muss .. ich konnte nur entgegnen das ich Leute kenne die schon seit 2012 drauf warten ..

Später haben wir dann noch ausführlich über Rohstoffe diskutiert. Ein Teilenehmer der Runde investiert hier in diverse Minen Aktien (Gold, Diamanten) und erzählte was da so passieren kann. Krypto und Blockchain kamen auch nicht zu kurz ebenso habe ich mich über Exporo aufklären lassen.

Dann habe ich noch etwas über die P&R Pleite zum Besten gegeben und mich über die (wenig beachtete) Nachschusspflicht lustig gemacht .. jaja ich weiß Schadenfreude und so.

Dummerchen (der Organisator) hat dann noch berichtet, daß die Börse Stuttgart alle Mitglieder der autonomen Zellen in Stuttgart und Karlsruhe zu einem Besuch der Börse im Juli einlädt. Dort ist dann auch der Finanzwesir (persönlich) vor Ort und es gibt ein anschließendes Grillen.

War ein gelungener, angenehmer Abend der mir viel Spass gemacht hat! Und wie immer ein dickes Danke an Dummerchen fürs organisieren 🙂