getmad cause even god loves darkness
7. März 2019

Devotionalien

Das Investment vieler Menschen die ich so kenne ist der Kauf von Gegenständen die sie mögen mit der damit verbundenen Hoffnung das diese im Wert steigen. Klassischerweise waren das früher Briefmarkensammlungen, Münzsammlungen oder antike Möbel. In neuerer Zeit sind das Computerspiele (besonders Konsolen), Sneaker, Spielfiguren, Uhren, Matchbox Autos, limitierte Blu Rays oder DVDs usw. man kann alles mögliche sammeln.

Hat auch Vorteile .. es macht Spaß und kann ein Hobby sein und man bewahrt das investierte Geld .. vielleicht .. oder vielleicht auch nicht.

Nicht erst seit Bares für Rares wissen wir das der emotionale Wert eines Gegenstandes teilweise Meilenweit vom tatsächlichen Wert abweichen kann .. natürlich in beide Richtungen.

Das Problem mit dem Sammeln von Dingen ist aber der Markt als solches. Es ist nicht zwangsläufig ein liquider Markt wie eine Aktien- oder Rohstoffbörse an denen mehr oder weniger immer eine ähnliche Nachfrage oder Angebot herrscht.

Die Märklin Eisenbahn

Ein Hobby meines Vaters ist die Märklin H0 Eisenbahn. Er kaufte in den Achtzigern und Neunzigern diverse Loks mit denen man nicht spielen durfte. Die werden verwahrt und liegen im Schrank. Ein Set welches er besitzt ist die Märklin 3300 Krokodil-Jubiläumspackung „125 Jahre Märklin“. Limitiert auf 35.000 Stück.

Der Kaufpreis lag meines Wissens bei etwa 500 – 600 DM. Das Set war Ende der Neunziger einen vierstelligen Betrag wert.

Und heute? Bei Ebay geht das Set zwischen 250 und 350 Euro raus. Tendenz fallend.

Was ist passiert?

Die Märklin Generation segnet das Zeitliche. Die Kinder und Erben haben selbst kein Interesse daran und das Angebot nimmt zu, während die Nachfrage weiter abnimmt. Nett gesagt hat das Set zum heutigen Zeitpunkt gerade einmal seinen Wert erhalten. Ein Investment wäre es nur Ende der Neunziger gewesen. Zukunftsaussichten? Eher mau da die Auflage nicht „gering“ genug war und in den nächsten Jahren das Angebot weiter steigen dürfte.

Das Lego Set

Vor 10 Jahre habe ich mir in einem Anflug von Kindheitserinnerungen das Lego Technic Set 8275 gekauft. Ein Bulldozer mit vier Motoren und Fernsteuerung. Die UVP lag bei 150 Euro, bekommen habe ich es bei Amazon für 120 Euro.

Hätte ich das Set nie ausgepackt und bespielt könnte ich es heute für bis zu 800 Euro verkaufen. Ich beobachte die Preise seit Wochen und der Preis für das orginal verpackte Set schwankt zwischen 600 und 800 Euro bei Amazon. Selbst ausgepackt und bespielt wird zwischen 150 und 250 Euro bei Ebay aufgerufen. Für mich eher Zufall da ich es nicht als Investment gekauft habe. Für den Lego Millenium Falcon von 2007 werden orginalverpackt zwischen 2000 und 3000 verlangt.

Was ist passiert?

Die Lego Generation wird erwachsen und hat vor allem Geld um sich Kindheitswünsche zu erfüllen. Da Lego die meistens Sets immer nur 1-2 Jahre im Programm hat kann man sie nicht mehr neu kaufen. Und wenn man nun einen Technik Bagger oder ein anderes nicht mehr erhältliches Set unbedingt haben will sind ein paar hundert Euro kein Hindernis. Als Kind hätten mich meine Eltern für verrückt wenn ich mir ein 500 Euro Set zum Geburtstag gewünscht hätte.

Und die Zukunftsaussichten? Die Lego Generation lebt noch ne Weile dementsprechend wird noch Zeit vergehen bis hier die Preise wieder fallen. Aber in 30 – 40 Jahren, wenn auch die Generation die Geranien von unten betrachtet, wird es Lego vielleicht so gehen wie Märklin. Gespielt wird immer noch damit aber das Angebot wird steigen da meine Kinder höchstwahrscheinlich weit weniger Interesse an Lego haben werden als ich selbst.

Und nun?

Das Sammeln von Gegenständen als Investment funktioniert definitiv. Aber nur wenn man ein Experte in dem Bereich ist und zukünftige Marktentwicklungen einschätzen kann und frühzeitig drauf reagiert. Außerdem ist das finden eines Käufers aus meiner Sicht weit schwieriger als an einer Börse. Die Preisfindung ist auch immer davon abhängig das man zur rechten Zeit am rechten Ort ist.

Mein Lego Investment ist allerdings eher ein glücklicher Unfall. Und auch wenn ich mich die letzten vier Wochen aus Spass mit der Materie beschäftigt habe fange ich nun nicht an in Lego zu investieren.

Der Herr Kissing trollt .. und ich bin da ganz auf seiner Seite. Kurz zusammengefasst hält er Rebalancing für ein Konzept der Loser und der Dummen. Warum soll man ein gutes Investment beschneiden nur weil der Kurs gestiegen ist und damit im Depot mehr oder weniger die gewünschte Gewichtung nicht mehr stimmt. Vor allem wenn der Investment Case weiterhin existiert.

Bei diversen Finanzbloggern durfte ich schon viel über Rebalancing, die richtige Auswahl von ETFs und Aktien usw. lesen war mir aber alles zu kompliziert. Folglich habe ich Rebalancing nie betrieben, aber eher aus Faulheit.

Entweder ich verkaufe ein Investment ganz oder gar nicht. Dazwischen ist nichts. Warum auch? Wieso sollte ich mich „teilweise“ trennen? Nur weil der Kurs über die Maßen gestiegen ist? Ich kaufe keine Aktien. Ich investiere in Firmen. Ich kaufe Anteile an einem Unternehmen um mich hoffentlich nie wieder davon zu trennen. Wenn ich verkaufe dann eben nur weil meine ursprüngliche Grundannahme nicht mehr stimmt oder sich verändert hat.

Weitere komische Auswüchse des Verkomplizierens sind dann Fragen wie: Wie viele Werte sollte man idealerweise im Depot haben? Soll man Stops setzen? Asset Allocation usw. ihr wisst was ich meine ..

Konsumsucht

Bei mir hat das eher andere Auswirkungen. Über die Jahre habe ich so viele (aus meiner Sicht) gute Investments gefunden das ich mittlerweile und Stand heute 70 verschiedene Werte im Depot habe. Vom Kaufkurs her gesehen ist das alles prima. Kein Wert hat mehr als 2% Depotanteil. Aber natürlich habe ich Investments die mehr als 100% im plus sind bzw. auch bis zu 50% im minus. Wenn man den aktuellen Kurs betrachtet sind sicher einige Positionen über- bzw. untergewichtet.

Da ich auf Dividendenwerte setze habe ich auch nur zwei Aktien im Depot die keine Dividende bezahlen. Das wären Adobe und Cytosorbents. Bei Adobe stehe ich mit etwa 100% im plus. Aber der Laden wächst weiter und hat einen fetten Burggraben. CTSO habe ja nur gekauft damit der Garnix hoffentlich schneller ins WoMo ziehen und seinen Job hintersich lassen kann. Kurz gesagt CTSO ist für mich persönlich ein Zock. Mein Einziger. Und was ich damit in Zukunft mache weiß ich nicht.

Der Rest zahlt Dividenden und die meisten davon steigen regelmäßig. Ich wäre also maximal doof wenn ich da was verkaufe.

Oder anders gesagt .. ich habs gern einfach. Alles was ich nicht tun muss ist gut und ich hab mehr Zeit für Mittagsschlaf. Mir den Kopf über mein Depot zu zerbrechen habe ich vor Jahren aufgegeben ungefähr da wo ich realisiert habe das ich durch den „handel“ mit Aktien nicht reich werde. Da gibt es dickere Fische im Teich. Ich bin die kleine Kaulquappe .. versuche nicht gefressen zu werden .. lege in Firmen an die ich gut finde und kassiere Dividenden.

Ein bis zweimal im Jahr checke ich meine Investments durch. Stimmt der Case nicht mehr verkaufe ich (egal ob ich Buchgewinn oder Verlust habe) und alles ist gut.

Meine Strategie kann ich jedem Huhn in 2 Minuten erklären .. und damit ist sie für mich gut genug.

Wir kommen den Problemen sehr nahe. Diesmal gibt es einen Internet Rückblick und eine Selbstreflexion woher alles kommt, wie man es weg bekommt.

Dieses mal beginnen wir direkt mit dem Internet Rückblick:
Und hier muss ich euch direkt enttäuschen. Mein Laptop ist kaputt gegangen, bevor ich dieses Dokument vollenden konnte. Ich dachte erst alles wäre verloren, hab vieles versucht, schon einen Reparatur Service angefragt (die wollen 514,80€ für beide Laptops!), jup auch den Ersatz Lappy hat es auch ein wenig erwischt.  Bis mir dann einfiel, Mensch du schreibst doch alles immer in Google Docs vor.

Hier deshalb meine Gedanken ohne Grafiken:

Ich würde diese 30 Tage nochmals in zwei Hälften teilen. Einmal 11 – 22 Dez. und ab 25 Dez. – 10 Jan.

Auffällig ist, der Anteil Youtube hat gegen wertschöpfende Websites (Webflow, Udemy, Google Docs) extrem zugenommen. Auch das was ich mittlerweile auf YouTube konsumiere ist anders.

Natürlich noch gerne Dhalucards TTT.

Neu Entdeckt im Bereich Konsum habe ich für mich die Pixelhelden am Wochenende für einmal Cops vs. Racer.

Auch wirkt ein gewisser Selbstbetrug. Chrome wird getrackt. Firefox nicht. Da ich die Arbeiten für die Uni gerne vom Konsum trennen wollte habe ich mir gesagt, Unisachen aufm Firefox, der rest aufm Chrome.

Aber dann denkt sich das innere: Okay dann schauen wir auch Porn aufm Firefox. Wenn man sich dann was zu essen gemacht hatte der Firefox noch offen war, so hatte man eben diesem verwendet um während des Essens beispielsweise TTT zu schauen. Auch wenn die Tendenz des Konsums eindeutig ist. (ER SINKT)  Ich entsinne mich nur einen Tag in der Pornhell gewesen zu sein.

20. Dezember Herzensdame Vorlesung

Am 20. habe ich tatsächlich bevor ich zu meiner Uni gefahren bin, etwas mit meiner Herzensdame gemacht, an ihrer Uni. Es gab diese:
“Pascal, Nein das mach ich jetzt nicht”, Momente. 30 Sekunden später dreht man sich rum und wundert sich warum man mit ihr jetzt doch in eine Vorlesung gegangen ist. Es war sehr schön, mit vielen bedeutungsvollen Blicken.

Als wir in der Mensa waren, meinte Sie:
“Du hast dich sehr verändert, du scheinst jetzt wieder richtig im Leben zu stehen”

Zum Schluss holten wir noch eine Weihnachtskugel, die Sie am 23. zu ihrer Freundin bringen wollte. Wir verabredeten uns Anfang nächsten Jahres bei mir zu Kochen, den Abschied einer gemeinsamen Freundin zu feiern.

Weihnachtstage

Am 23. bin ich nach Hause gefahren um mit meiner Clique Weihnachten zu feiern. Einen Tag darauf habe ich mit der Familie von meiner besten Freundin Weihnachten gefeiert. Sie hatte mich eingeladen, gehöre ja schließlich mittlerweile schon zur Familie.

Es war sehr schön, meine Kuschelreserven wieder aufzufüllen. Auch mal wieder was mit Freunden zu machen, sich keine Gedanken über politisches oder Unternehmerisches zu machen war super.

Aufgrund des übermäßigen Ausverkaufs an der Börse bin ich dann einen Tag früher, am 25. Dezember abgereist.

Kuschelige Dominanz?

Zuhause angekommen hatte mich meine WG nicht mehr wieder erkannt. Der sonst so extrem schüchterne Pascal war plötzlich sehr dominant. Die WG war, nach kurzem Mimimi, sehr sauber. Sie ist es immer noch 😀

Auffällig war für mich, dass damit mein Mangeldenken von einem Tag auf den anderen geendet hatte. Auch sind meine stimmungstechnischen Drawdowns mittlerweile marginal. Man steht sehr schnell wieder auf. Auch ist schmerz wieder ein Motivator und zerfickt einen nicht mehr direkt.

Die restlichen Tage des Jahres waren viel mit den Einsendearbeiten für die Uni Verbunden. Ich hab den 30. Sogar durchgearbeitet, wurde für Silvester von mehreren verschiedenen Leuten eingeladen. War mir egal. War zu müde.

Surreale Erfahrung

Kurz vor Mitternacht bin ich wieder aufgewacht. Ich hörte draußen die ganzen Böller, Raketen, Sirenen, Leute die Feiern.

Es schepperte extrem. Doch innerlich war ich entspannt, sehr in meinem Gedanken. Ist es das was ich will? Ich hatte wieder dieses Gefühl aus mich heraus zu gehen, mich und mein Leben von außen anzusehen. Dachte mir jemand zum Kuscheln wäre schon toll. Ich freute mich mega auf den 4. Januar. Ich war dort mit meiner Herzensdame verabredet. Wir wollten Kochen. Den Abschied einer Freundin feiern.

Fahrt nach Hagen

Da das prokrastinations Monster zugeschlagen hatte, ich am 30. Dezember fertig mit meiner Einsendearbeit war. Diese aber am 3. Januar in der Uni spätestens vorliegen hätte müssen, hab ich mir gedacht, bring ich die doch am 2. Persönlich vorbei. Gesagt getan. In der Mensa in Hagen hatte ich zwei Studentinnen aus Bonn (auch irgendwie cool) kennen gelernt. Wir haben uns nett unterhalten. Als ich dann wieder im Zug aufm Heimweg saß ist mir erst aufgefallen, dass ich mir ja die Nummern von denen geholt hatte. Wie früher 🙂

Herzliche Vorbereitungen

Am 3. Tag des neuen Jahres wurde nochmal kräftig die Wohnung geputzt. Schließlich erwarteten wir am 4. königlichen Besuch.

Wait. Was!?! Sie hat abgesagt. Zumindest das Kochen bei mir. Weil. Ich konnte es nicht glauben. Weil ich zu weit von der Innenstadt entfernt sei. (etwas über 10 min mit der Tram, es fahren mehrere Linien im guten 5-10 min takt hier hin) Ich fühlte mich leicht verarscht. Selbst viele Orte in der Innenstadt haben nicht direkt eine Straßenbahnanbindung. Hier ist direkt alles erreichbar.

Sie boten an in der Innenstadt was essen zu gehen. Okay, dachte ich mir wird dann halt dort eben lustig 🙂

4. Januar, der Tag an dem ich meine Freiheit wiederbekam

Ich war voller Vorfreude und ein bisschen zu spät (doofe DB). Aber alles okay, schließlich habe ich bescheid gesagt.

Wir neckten uns wieder direkt. Gingen Burger essen. Meine Herzensdame setzte sich natürlich neben mich. Ich hatte wieder dieses Spannungsgefühl. Welches ich auch immer in der Uni hatte. Am liebsten würde ich ihr alle Klamotten von dem leib reißen. Dinge tun, die ich nur mit ihr tun würde. Aber es geht nicht. Dies erzeugt in einem ein ganz komisches Gefühl.

Wir unterhalten uns über verschiedene Themen. Umwelt und Co. auch über Plastik Strohhalme und Verschmutzung der Meere. Das war so einer der ersten Momente an dem Abend wo ich dachte:
Moment wieso ist sie jetzt so komisch drauf.”

Burger essen war nicht genug. Eis musste her. In mir drinnen ratterte es. Ich war zu dem Zeitpunkt schon echt nicht mehr Glücklich. Ich hatte dieses Gefühl welches ich während des Studiums ganz oft hatte. Dieses als ob jemand dich ausgesaugt hatte. Batterie leer.

Ich verstand die Welt nicht mehr. Auch hatte ich nicht mehr das Gefühl, dass ich dort meine jungfräuliche Herzensdame hatte. Sie hatte sich sehr innerhalb der letzten 14 Tage, an denen wir uns zuletzt gesehen hatten, verändert.  

Wir waren fertig mit dem Eis. Zur Verabschiedung unserer gemeinsamen Freundin meinte ich zu meiner Herzensdame (sinngemäß): ”Wir können ja noch die Tage bei mir kochen”

H: Nee du wohnst zu weit weg. Ich hab auch erst frühestens im März wieder Zeit. Wir können uns aber doch hier in der Uni treffen. Du bist ja nie hier. Komm doch zu den VL dann können wir was zusammen machen.

P: oder ich komme zu dir da können wir auch was zusammen machen.

H: (Der Blick, das war so ein scheiße ich hab keine Ausrede blick mehr) Komm doch einfach zur uni. Du bist nie dort, dann können wir dort was zusammen machen.  

P: #Warmhalten

Wir verabschiedeten unsere gemeinsame Freundin. Ich ging noch ein paar hundert Meter mit meiner Herzensdame. Sie wolle noch einen Freund besuchen. Ihm die Weihnachtskugel vorbei bringen. Also die vom 20. Bitte was? Ich umarmte Sie zur Verabschiedung. Das letzte Mal.

Wieder Zuhause

Habe ich mir eine Flasche Wein geschnappt (die ich im übrigen bis heute nicht aufbekommen hatte) und hab mich den Rest des Tages im Zimmer eingeschlossen. Ich fühlte mich leer. Verarscht. Wieso spielte sie mir so etwas vor? Wieso war sie so anders. Ich verstand die Welt nicht mehr.

Am nächsten Tag wurde für mich einiges klarer. Ich glaub sie mochte mich früher wirklich sehr, immerhin hatte sie mich, sofern wir alleine waren, Schnucki genannt und bestand darauf Hase genannt zu werden. Ich verstand wieso so viele dachten Pascal du erzählst mist. Ich hatte nicht ihren wahren Charakter kennen gelernt, so zumindest meine Theorie. Sondern den “OMG du bist so cool ich passe mich an” Charakter. Ich meine ich hatte auch eine Maske auf. Diese Beziehung war, wenn man es überhaupt so nennen kann, der reinste Maskenball.

Ich habe entschlossen sie für mich virtuell zu löschen. Sprich Nummer weg. Unwiderruflich weg. Löschen. Alle Fotos weg. Dieses mal hatte ich das wirklich konsequent durchgezogen.

In diesem Moment verstand ich auch, warum es meinen Vater damals so einfach empfand seine große Liebe von einem Tag zum anderen zu verlassen, weil sie ihn angelogen hatte.

Dominiks Buch

Ich wurde von Dominik gebeten, sein Buch gegenzulesen. Ich dachte, “OMG wieso hab ich mir dafür 14 Tage Zeit gelassen, die Excel Tabelle ist mit Sicherheit auch nicht gut, und so viel wie ich beanstandet habe, der fühlt sich mit Sicherheit vollgespammt”.

Seine Reaktion war aber: Ach du meine Güte ging das schnell und dann sogar noch eine Exel tbl. mit Berechnungen. Hätte wirklich nicht sein müssen. Danke für die ganzen Tipps.

Ich denke im ersten Moment immer, die Leute wollen mich auf dem Arm nehmen, oder mich lächerlich machen. Es dauerte seinen halben Tag bis ich bemerkte, er meinte es wirklich ernst.

Und mal wieder bemerkte ich mein Selbstbild stimmt nicht mit der Welt überein, es ist zu negativ.

Das Gefängnis ist überall

Eigentlich wollte ich euch zeigen, hey so glücklich bin ich mittlerweile (inverse Depression). Aber es fühlt sich eher nach dem Beginn einer großen down Phase an. Es hatte auch den Typischen verlauf.

Erst steigt die Arbeitswut ins Extreme, man fühlt sich unschlagbar. (Ja so fangen down Phasen bei mir an). Nach ca. 3 Tagen kippt es ins andere extrem.

Eigentlich wollte ich euch zeigen, hey ich hab hier oder dort Arbeit gefunden. Aber ich habe keine einzige Bewerbung abgesendet. Es fällt mir verdammt schwer etwas zu verkaufen wohinter man nicht steht. Ich denke immer, ich bin doch ein Versager, Nichtsnutz, wer will mich denn schon haben?!?

Ich habe in meinem Browser die Erweiterung Deathclock. Die dir bei jedem öffnen eines neuen Tabs zeigt, wie viele Tage du statistisch noch zu leben hast, mach was draus.

Es sind die Tage in denen man hofft, dass dort irgendwann eine 0 stehen wird. In denen man hofft, dass draußen ein Auto ein erwischt, wenn man nicht aufpasst.

Es sind die Tage in denen man zu viele Sachen die passiert sind nochmal durchlebt, zusehen muss wie das Gehirn Erinnerungen abspielt von Personen die eines nicht natürlichen Todes durch das beschleunigen von großer Masse hinzugefügt worden ist. Erinnerungen wie die Person 5 Meter vor einem liegt, man schreit, weint sagt das sie aufhören sollen, sie mich aber zwingen weiter zuzusehen. Weiter machen.

Das Blubbern. Wenn der Schädelknochen durch die Masse des Hammers eingefallen ist. Sein Schädel komplett eingefallen ist, sich ein Blutsee in seinem eingefallenen Kopf gebildet hatte. Aber der Typ immer noch am Leben ist. Das schnaufen und stöhnen.. Dieses Blubbern. Er versuchte zu Atmen zog dabei immer wieder Blut ein. Blubbern.

Ich war da keine 14 jahre alt. Es war grün draußen. Mehr Erinnerungen habe ich nicht daran. Aber es hält mich im Moment immer noch wach.

Im ersten Moment wusste ich nicht wovon diese Art von Flashbacks getriggert worden sind. War es das ich sehr entspannt war, war es das ich nach Hause gefahren bin?
Nach längerem überlegen bin ich zu dem Ergebnis gekommen, es war die Diskrepanz zwischen Selbstbild (doof) und Bewerbung schreiben (Hey cooler Typ), die diese Erinnerungen getriggert haben.

Im allgemeinen habe ich diese Phase aber sehr schnell überstanden.

Phase des inneren Widerstandes,

folgte zugleich, ich stellte viele Sachen in Frage. (Exemplarisch die Diskussion ums Studium beim Maschinisten). Es ist manchmal so, bevor ich eine Sache innerlich Akzeptiere rege ich mich davor nochmal richtig darüber auf. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass eine Fortführung des Studiums zum jetzigen Zeitpunkt höchstwahrscheinlich das beste sei.

Und an dieser Stelle gingen meine PCs kaputt

Als wäre es nicht genug, hatte die Tastatur auch sayonara gesagt. 514€ Reparaturkosten für die Laptops. Der eine hat anscheinend einen Serienfehler der nach gut 2 Jahren auftaucht, bei dem anderen war es eigene Dummheit.
Ich hab noch versucht irgendwie an die Sachen wieder ran zu kommen, schließlich wollte ich noch einen Jahresrückblick veröffentlichen. Die Reparaturen werde ich erst nach der Klausurenphase angehen 😉

Man könnte fast sagen die Challenge hat sich von alleine erfüllt.

Getriggert die 2.

Viele Menschen. Viel Druck. Von unseren Kampfsportverein gab es die Uraufführung. Es war mehr als ein guter Erfolg. Die Halle platzte förmlich. Es war sehr schön. Als wir dann abends zusammen gegessen hatten, hatte ich jemanden ein wenig zu viel geärgert. Er wurde wütend.

BÖSER BLICK → Pascal Triggert

Ich hab im inneren gemerkt irgendwas geht grade wieder ab. Die Hormonglocke ging los, alle möglichen Gefühle flossen zusammen. Zuhause angekommen, hab ich es 3 Tage nicht mehr hoch geschafft. Ich wurde förmlich zerrissen. Wenig gegessen.

Zuerst wusste ich nicht wieso ich mich so gefühlt hatte. Nach längeren Reflektieren ist mir aber diese Korrelation, von enttäuschten Menschen zu Pascals Stimmung macht nen Abgang, aufgefallen.

Krankheitszeit = Reflektionszeit

Die letzten Tage kam mich die Grippe besuchen. Schließlich war ich letztes Jahr nur einmal kurz krank. Ich hab die Zeit genutzt um zu reflektieren. Warum hat mich der Blick getriggert?

Ich stieß auf diesen Artikel:

https://www.deutschlandfunk.de/ruhe-nach-dem-daueralarm-wie-sich-borderline-heilen-laesst.740.de.html?dram:article_id=384779

Machen wir den Borderliner Check nach DSM-5
https://de.wikipedia.org/wiki/Borderline-Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung

  1. Hektisches bemühen verlassenwerden zu Vermeiden. Bezüglich meiner Herzensdame Definitiv der Fall. Bevor ich den Sport angefangen hatte auch, seitdem ich anfange Anerkennung zu Diversifizieren eher weniger.
  2. Instabile Intensive Zwischenmenschliche Beziehungen. Ich weiß nicht. Es gibt die Intensiven, es gibt aber auch die durchaus sehr festen Beziehungen, diese sind stark in der Überzahl. Die Beziehung mit meiner Herzendame irgendwie schon. Faktisch hatte sie letztes mal ja nur gesagt: “Hey ich will was mit dir machen, aber nicht direkt bei dir”. Und sie lädt mich auch immer ein wenn Sie sturmfrei hat. Ich rede mir aber ein, die will nichts mit mir zu tun haben, mir wehtun. Schon irgendwie verrückt mein Verhalten.
  3. Identitätsstörung: Letztes Jahr als ich diesen ganzen Stress hatte, mit Sicherheit zum Teil. Als ich, mit 13  ins Heim gekommen bin, zu 110%. Ich versuche es mir immer so zu erklären: Als ich noch Zuhause war, und sehr oft von meiner Mutter ins Krankenhaus geprügelt worden bin, Sie einen liebend gern Berge voller Brennnesseln herunter geschubst hatte, zur selben Zeit auch noch von dem Freund meiner Oma auch des öfteren ins Krankenhaus musste*. Von meinem zwar stets bemühten aber sehr Instabilen Vater will ich nicht anfangen. Wenn dir so etwas eine längere Zeit passiert, möchte uns unser Gehirn kurzfristig am Leben erhalten und Installiert eine Puffer Persönlichkeit, die aber, genauso wie ein Krummer Rücken, mit der Zeit wieder verschwinden kann. Punkt 9 spielt da auch mit rein.    
  4. Impulsivität (Aggressivität): Als ich 13 war bestimmt. Jetzt nicht mehr.
  5. Suizidalität: Dazu schreibt man in Deutschland lieber gar nichts.
  6. Affektive Instabilität: s.o #Triggert nimmt aber auch ab.
  7. Chronische leere. Seitdem ich mich mit mir beschäftige irgendwie nicht mehr so oft.
  8. Unangemessen Heftige Wut. Ohne Witz keine Ahnung.
  9. Dissoziative Symptome (Damit ist gemeint, der Körper trennt Gefühl von Gedanken, z.B. wenn euch der Ex verlassen hatte, dieses Taube gGefühl): Seitdem ich mich hier mit mir selbst beschäftige nicht mehr in dem Maße wie vorher.

Zusammenfassend: Früher bestimmt. Jetzt ist die Tendenz abnehmend.

*Ihr müsst euch vorstellen meine Oma gibt mir heutzutage immer noch die Schuld dafür, dass ihr Freund mir damals, beide Arme ausgekugelt hatte. Wir reden hier vor der Zeit des Heimes, also ich war dort keine 13 Jahre alt.

Ich möchte hier nochmal hervorheben, man kann von einer Grippe, einem krummen Rücken, oder einer Störung mit sich selbst, genesen. Ich bemerke oft, dass Leute sagen: “Ja einen Krummen rücken kann man genesen, bei der Persönlichkeit sieht es anders aus.”. Wodurch es oft leichter ist, einen offenen Diskurs über Geld zu führen als über persönliche Probleme.

Wenn ich daran denke, dass ich mit 13 nicht mal Tütenkartoffelbrei machen konnte, weil ich vor so ziemlich allem Angst hatte, ist die Entwicklung auch in diesem Bereich enorm. Und ich will euch mitnehmen auf die Reise, wie ich all diese Sachen los werde. Dies hat mir im Internet, immer wenn ich nach Strategien gesucht habe irgendwie immer gefehlt.   

Man kann sich ändern, das beweise ich mir zumindest, fast jedes Jahr aufs Neue.

Den Artikel

von Deutschlandfunk fand ich sehr erleuchtend. Besonders weil mich wirklich böse Blicke und Verärgerungen triggern. Hinzu kommt die Art der sucht nach Anerkennung die mir des öfteren aufgefallen ist, welche mittlerweile am abnehmen ist.

Auch die Art der Therapie, die Mentalisierung oder DBT. Ich meine Strenggenommen hier mach ich seit Monaten eigentlich nichts anderes 😀  
Mir richtig bewusst werden, zusammenhänge zu erkennen, zu reflektieren, dass das Selbstbild vlt. doch nicht immer stimmt.

Vor allem Bodo Schäfer und Co. sind was Mentalisierung und DBT angeht, wahre Therapeuten. Nicht umsonst sag ich oft lapidar, Psychologen (zumindest die ich kennen gelernt hatte), sind unmotivierte Motivationstrainer.

Es ist was anderes, wenn ein anderer dir aufzwingt, unter Androhung von Konsequenzen, das man lieber dieses oder jenes machen solle, sich nicht in seinem Tempo entwickeln solle, keine Gefahren eingehen solle, weil die andere Person angst um einen hat.

Wenn außerhalb der Komfortzone, dann nur in Marginalen schritten, damit die Therapeutische Person unter keinen Umständen in die Haftung kommt.”

Oder man selbst auf diesem Weg kommt. Sich selbst außerhalb der Komfortzone begibt. Auch mal auf die schnauze fliegt, dann aber auch lernt wieder aufzustehen. Und nicht ständig in einer Art Komfortzonengummizelle gehalten wird. Also versteht mich nicht falsch, ich vermute, die meisten haben dabei sehr Edle motive. Die wenigsten sind auch so wie ich drauf, die sagen “Hey du hast gerade vor einem Monat ein Burnout gehabt, wie wäre es mit einer Fuckboychallenge”. Ich bin wahrscheinlich was das angeht, eher die Ausnahme.

Den Artikel von Selbst Schuld zum Thema Persönlichkeitsentwicklung kann man auf beide Seiten gut anwenden.

Getriggert die 3. diesmal positiv

Ich kam den Januar, abgesehen von Unisachen, auch bedingt durch die Grippe nicht so richtig in den Quark. Bis mein Mitbewohner, mal wieder, die Miete nicht zahlen wollte.

Ich war richtig wütend und kam in Wallung. Ich mein er hatte 0 Einsicht gezeigt, sich sogar noch Beschwert, dass ich ihm wegen wiederholter Nicht Pünktliche Zahlung das Internet bis  zum Zahlungseingang abstelle. .
Sinngemäß war es so:

Er: ”Aber ich habe in der letzten Zeit doch oft Pünktlich gezahlt. Guckt im Handy nach. Hier im Oktober”

Ich: ”Von wie vielen?”

Er: ”Einer von 6 Monaten, das ist doch mega gut” (und das hat er wirklich ernst gemeint)   

Die Lust Bewerbungen zu schreiben ist in einem aufgestiegen.
Das Selbstbewusstsein war auf einmal wieder da. Das Grübeln war weg.
Es war dieser innerlichen Ärger, den ich zuletzt gespürt hatte, als mein Berufsberater mich in der 8. Klasse als Abschaum und Dumm bezeichnet hatte. Weil er den Sonderschüler eine ABM vermitteln wollte, mir das Abitur ausreden sollte.

Eins steht fest. Es werden sich dinge ändern. Ich werde einen Job finden.

Geschichte wiederholt dich

Ich war vor kurzem mit paar Freundinnen essen, für mich gab es leckere Champignonpfanne, sie fragten wo ich die ganze Zeit war, warum ich denn so wenig mit denen gemacht hatte.

Springen wir zum Abitur:
Ich hatte eine Phase in der ich mich nicht gut gefühlt hatte, glaubte, dass ich keine Freunde hatte. Bis zu dem Tag als plötzlich 12 Menschen bei mir Geklingelt hatten. Sie meinten, sie hatten mich Vermisst, sich sorgen um mich gemacht. Schließlich hatte ich mich fast 7 Monate nicht gemeldet.

Merkt ihr was?
Diesen Automatismus, diese Denkweise, dass ich keine Freunde habe. Menschen meide, mich fast komplett aus der Öffentlichkeit zurückziehe. Aber in Wirklichkeit dann gleichzeitig doch sehr Qualitativ hochwertige Freundschaften besitze. An dem stoße ich immer wieder. Auch hier stimmt mein Weltbild mit der Realität nicht überein.

Selbiges auch bei einer Freundin. Sie wollte mit mir zusammenkommen, ich fühlte mich ungenügend. Das kommt auch so gut wie einmal im Halbjahr vor.  

Auch denke ich sehr oft, dass ich Menschen schon alleine durch meine Anwesenheit nerve. Dieses entspringt höchstwahrscheinlich auch den Verhalten welches meine Eltern mir entgegen getreten hatten.

Oder fast schon die Überzeugung, dass ich zu nix Tauge. Aber dann vom Freundeskreis gesagt bekomme: “Ey du kannst Marketing, du hast mit 18 in einem 300 Mann Unternehmen einen ganzen Betriebszweig Marketingtechnisch und Absatztechnisch neu aufgesetzt, du weißt was SEO mäßig abgeht, du bist anders, du hast sogar ein Analytics Advanced Zertifikat.”. Denke mir aber oft, was ist das Wert?

Andererseits denke ich aber auch, besser als manche Leute von Procter und Gamble muss ich ja irgendwie schon sein. Wenn man Nachts um 2 so eine Anzeige, bei einem Broad Match bekomme, hat jemand einfach nur Keywords ohne diese anzupassen bei Google Ads eingetragen.

(Wiederum ist dies zum Testen für ein paar Euros immer sehr gut, da man so neue Keywords finden kann, trotzdem Nachts um 2, bleibt für mich fraglich)
Auch auf dem OMR-Festival (Online Marketing Rockstars) vorletztes Jahr. Ich hatte mich sehr lange mit den Leuten von den Trust Agents unterhalten, weil ich mich mit Leuten unterhalten wollte die Ahnung von der Materie hatten. (Dieses Gefühl hatte ich nicht überall auf der Messe)  Die von den Nachbar Ständen haben unser Gespräch anscheinend mitbekommen, so dass es während des Gespräches hieß: “Darf ich euch mal kurz unterbrechen, du hast davon Ahnung. Bewirb dich mal bei uns, wir haben für dich noch eine Trainee Stelle”.

Wieder Selbstbild vs. Realität

Solange dieses Verhältnis bestehen bleibt, bleibe ich unbewusst unter meinen Möglichkeiten.

Kurz zusammengefasst. Es geht mir sehr viel besser als 2018. Wahrscheinlich ging es mir noch nie so gut wie heutzutage. Das Zimmer ist ordentlich, ich schaffe was. Auch der Mangel an Bestätigung geht zurück. Damit einhergehend verschwindet der Suchtdruck (Schoki und co.) So langsam fasse ich in Jena Fuß, auch wenn ich Emotional (noch) nicht so schönes mit diesem Ort verbinde. Die gesteigerte Volatilität der Stimmung wird wohl bis ende März, bis ich die letzten Klausuren geschrieben habe, anhalten.

Auch kommen wir dem Kern der Problematik immer näher.

An dieser Stelle möchte ich mich bei dir bedanken, Matthias. Als ich dir damals den Vorschlag zur Fuckboychallenge geschickt hatte, du es veröffentlicht hattest. Ohne Witz, ich hab dich in dem Moment so gehasst 😀 Ich dachte mir nur: “Fuck, dann muss ich das jetzt wirklich machen”. Ohne dein Zutun wäre ich heute nicht dort wo ich jetzt bin.

Den Sparkojoten, unseren Maschinisten und den lieben Gurumitzuvielurlaub  möchte ich nicht unerwähnt lassen.  Danke, dass ihr eure Zeit und Mühen investiert hattet.

Halt Stopp Komfortzone!

Mir sind in der letzten Zeit zwei Dinge aufgefallen, die ich dringend ändern sollte:

Ich habe anscheinend ein Problem damit mich zu verkaufen, Bewerbungen zu schreiben. Mein Körper hat sich sehr davor gesträubt. Lang genug. Deshalb werde ich mich diesen Monat bewerben ohne ende. Wenn ich keinen Job bekomme gehe ich in den Vertrieb!

Zum anderen, ist mir aufgefallen, dass ich oft Leuten aus Angst nicht mehr antworte.

Kleines Beispiel:

Matthias fragt, ist der Artikel so gut verbloggt. Ich lese das, sehe aber, dass ich ihn gestern nicht geantwortet habe. Bekomme wieder Angst, wie früher im Heim / zuhause eine Standpauke zu bekommen die sich gewaschen hatte. Antworte ihm gar nicht mehr.
Stellt euch vor, das ist nicht nur bei Emails so, sondern auch bei Whatsapp Nachrichten.

Deshalb will ich auch wenn ich innerlich den Widerstand spüre, Leuten antworten. Meine Erwartungshaltung ist was das angeht falsch. Darüber muss ich hinweg.  

Auch vermute ich, dass dieser Bestätigungsmangel hieraus kommt.  

Ansonsten verabschiede ich mich in die Prüfungsphase.

Darauf sollte im Moment der Fokus liegen.

Ihr seid die besten,
Euer Pascal



31. Januar 2019

Dividenden 2018

Seit 2013 notiere ich brav meine Dividendeneinnahmen. Davor habe ich es damit nicht so genau genommen .. mangels Lust auf Excel.

Alle Zahlen die nun folgen sind netto, spricht alles versteuert und das Geld welches ich wirklich auch bekommen habe.

  • 2018: €13.092 / Jahr bzw. €1091/ Monat
  • 2017: €11.596 / Jahr bzw. €966 / Monat
  • 2016: €8.565 / Jahr bzw. €713 / Monat
  • 2015: €7.439 / Jahr bzw. €619 / Monat
  • 2014: €5.918 / Jahr bzw. €493 / Monat
  • 2013: €4.040 / Jahr bzw. €336 / Monat

Macht in Summe: 50.650 Euro oder ein neues Audi A5 Coupé mit 245 PS (ich rechne gern in Autoeinheiten).

Einmal im Jahr prüfe ich alle meine Aktien. Wichtig ist mir hierbei ob die Dividenden gesteigert bzw. nicht gesenkt wurden. Wurde gesenkt schaue ich mir den Wert genauer an und ggf. fliegt er raus oder bekommt nochmal eine Chance.

Stand heute halte ich Anteile an 68 verschiedene Firmen. Nur eine handvoll der Werte haben eine Gewichtung von mehr als 2% gemessen auf den Kaufpreis. Die meisten liegen bei etwa 1,4%.

Selbst um Weihnachten 2018 als die Indizes ihre Tiefststände der vergangenen 12 Monate erreicht hatten war das Depot nicht im Minus. Auf der Suche nach einem guten Online Broker?

24. Januar 2019

Inspektionsreise

Zum Anfang des Jahres habe ich den (nennen wir es mal) EU Trip gemacht. Zuerst war ich in Brüssel und dann in London. Die guten und die schlechten Seiten anschauen. Ich bin großer Fan der EU und finde sie trotz aller Probleme eine der besten Erfindungen die wir bisher gemacht haben. Hab mir in Brüssel die ganzen EU Institutionen angesehen bin durch die Stadt gestreift, hab belgisches Bier getrunken und Pommes gegessen. Brüssel ist toll, hat man irgendwie so nie auf dem Schirm aber die Stadt hat Charme.

Dabei immer wieder über die trotteligen Insulaner gelacht die bei dem ganzen EU Kram sowieso noch nie richtig mitmachen wollten. Boshaftigkeiten rächen sich bei mir immer sofort, folglich bin ich in einem Pommesladen auf der obersten Treppenstufe (zum Klo) ausgerutscht und die Treppe runtergefallen. Zack .. Rippenprellung die spüre ich jetzt noch und so ne Woche konnte ich mich eigentlich nur mit Schmerzensschreien fortbewegen.

Dann bin ich nach London gefahren. Das geht von Brüssel aus mit dem Eurostar innerhalb von zwei Stunden. Der Zug knallt fast durchgehend mit 300 km/h von Brüssel Midi bis nach Kings Cross (St. Pancras) durch. Auch ne hervorragende Erfindung.

In London war ich (glaube ich) zum neunten Mal. Teure, volle und laute Stadt und durch den Bauboom hat sie sich in den letzten 25 Jahren stark verändert. Das Essen ist auf jeden Fall besser geworden, der Rest ist Ansichtssache. Was aber auf jeden Fall cool ist, sämtliche Museen kosten keinen Eintritt mehr und das sollte man nutzen. Ich war in der Tate Modern, im V&A, der National Portrait Gallery und im British Museum. Alleine in der Tate kann man ne ganze Woche verbringen und hat dann immer noch nicht alles gesehen.

Im Fernsehen nebenbei auch die Debatten zum Brexit im Britischen Parlament verfolgt, wieder über die doofen Briten gelacht und .. ihr wisst was jetzt kommt .. am nächsten Morgen hatte ich ne fette Erkältung am Hals.

Als völliger Totalschaden bin ich dann noch durch Belgravia, Kensington und Notting Hill gewandert und habe mit Miet- und Kaufpreise von Immobilien angesehen. Jeder Münchner weiß dann, dass er maximal eine Miete auf Sozialhilfeniveau zahlt.

In Kensington kann man ne nette Wohnung mit 2 Zimmern für 1200 Pfund mieten .. pro Woche. Alternativ ein kleines Stadthaus? 14 Millionen Pfund. In Belgravia sind aber auch mal 100 Millionen Pfund machbar. Immerhin habe ich nun auch mal Julian Assanges Wohnsitz gesehen. Er tut mir leid .. wohnt zwei Gehminuten von der Harrods Food Hall weg und kann dort nicht futtern gehen. Was eine Folter. Aja .. ihr solltet einen Großteil eurer Reisekasse in der Harrods Food Hall ausgeben für den Rest dann so lange lokale IPAs trinken bis ihr pleite seit.

Heimgekommen bin ich mit Easyjet. Und wundern warum so viel CO2 und Feinstaub in der Luft ist muss ich mich auch nicht mehr. Die Zugtickets nach London haben alles in allem 220 Euro gekostet. Der Rückflug 85 Euro. Wer ist so blöd und fährt da Zug? Meine Reisebegleitung ist mit dem Flixbus für 15 Euro nach Brüssel gefahren. Ich mit der Deutschen Bahn für 140 Euro (Sparticket gab es nicht mehr).

Kurz zusammengefasst: Zu viel Bier und Schlemmereien in Kombination mit meiner Boshaftigkeit führen zu körperlichen Schmerzen. Man kann sich aber durch wirkliche spannende Kunst und leckeres Essen davon ablenken lassen.

31. Dezember 2018

Peer2Peer Update

Da ich gefragt wurde wie ich auf den unterschiedlichen Plattformen investiere hier nun kurz was dazu. Ich benutze immer den Autoinvestor, will mit maximal 20 Euro in einen Kredit, versuche über 10% Zinsen zu bekommen bei möglichst kurzer Laufzeit, Buyback Garantie wenn möglich und keine Kredite die die schlechteste Wertung haben (Bondora).

Die Länder usw. in welche ich investiere und die Kreditarten sind mir dabei egal. Anbei noch Screenshot von den Auto Investoren.

Viainvest
Bondora
Mintos
26. Dezember 2018

Am Ende holt uns alle ..

in meinem Fall der Teufel. Ich will nicht in den Himmel. Stelle ich mir langweilig vor. So wie ich mich an meine katholische Erziehung erinnere (The Full Pack: Taufe, Kommunion, Firmung) hat man da keinen Sex, hört keinen Death Metal und kann sich nicht sich nicht mal gediegen abschießen.

Darum versuche ich weiterhin ein schlechter Mensch zu sein. Zumindest hier.

Ein paar wahllose Bosheiten zum Jahresende:

DAS Auto

Nachbar Napoleon (ihr erinnert euch noch) hat sich das sechste Auto gegönnt. Wir erinnern uns die Familie besteht aus Mama, Papa und erwachsenem Sohn. Das neue Familienmitglied ist ein putziger kleiner Audi A1, der gesellt sich nun zu: BMW 3er Cabrio, Porsche Cayman, Porsche Macan, Undefinierbarer SUV und dem uralten roten Mazda (oder Toyota) der mit Abstand am meisten bewegt wird.

Außerdem hat Nachbar Napoleon ein Problem. Auf dem Grundstück neben ihm soll gebaut werden. Er hat auf jeder Seite seines Grundstücks eine Garage auf die Grenze gebaut. Das will er nun dem neuen Bauherren nicht zugestehn. Da es auch noch Hanglage ist und er Angst hat das sein Gebäude beschädigt wird läuft er in der Gemeinde gerade Sturm gegen das Bauvorhaben .. wir werden sehen wie sich das ausgeht.

Wetten fürs Karma

Seit Jahren wette ich mit einem Freund, nennen wir ihn Jochen, um diverse Dinge. In der Regel auf das Ende von Beziehungen im Bekanntenkreis, wer heiratet als nächstes oder wer legt sich wann Nachwuchs zu. Der Einsatz ist immer entweder ein Kasten Bier für ihn oder ein Kasten Club Mate für mich.

Ich habe noch nie verloren.

Obwohl es Jochen mittlerweile besser wissen müsste wettet er immer noch mit mir.

Dieses Jahr haben wir auf sein Gewicht gewettet. Während ich in meinen Zwanzigern und davor ein ziemlicher Fettwichtel war (115 kg) sind heute viele meiner Freunde, die früher schlank und rank waren, aus dem Leim gegangen. Ich darf mich da ja auch drüber lustig machen weil ich selbst mal fett war. Nichts gegen Dicke an dieser Stelle. Jeder soll so fett sterben wie er will. Aber wenn man wegen seinem Gewicht Blutdrucksenker schlucken muss (nicht der Jochen) ist Fat Acceptance einfach nur Bullshit.

Jochen hat mit mir gewettet das er Ende des Jahres unter 100 kg wiegt. Um zu gewinnen müsste er mir am 01.01.2019 ein Foto mit 99.9 kg (oder drunter), auf der Waage, senden. Letzte Woche hat er kapituliert. Wir haben die Wette erneuert. Zum 01.01.2020 will er 95 kg wiegen. Hundert werden will er auch. Aber das ist eher was für mein Testament.

Danke für Nichts

Ich esse gern Kekse. Menschen sagen ich bin da ein Fass ohne Boden. Der liebe Herrgott hat mich dieses Jahr aber ganz schön verarscht. Nachdem ich am heilig Abend wie immer so ca. ein halbes Kilo Plätzchen gegessen hatte wurde mir kotzübel. Man sollte dazu wissen das ich ohne Probleme einen Liter Eiscreme, 400g Gummibärchen und 300g Tortilla Chips auf einmal essen kann ohne das es irgendwelche Auswirkungen hat. Übergeben musste ich mich nicht. Aber die Übelkeit hält sich. So das ich gestern und heute nur beim Gedanken an Plätzchen Galle im Mund schmecke. Wie ich das kompensiere weiß ich auch noch nicht.

65k Buchwert einfach mal weg

Mein Depot ist jetzt offiziell im Minus. Buchverlust von ca. 65.000 Euro seit Oktober 2018. Hihi du Depp .. kann sich jetzt der eine oder andere denken. Aber der Stammleser weiß ja das mir das gar nicht so wichtig ist. Klar .. mehr ist immer besser als weniger (wie beim Gewicht) .. aber bei dem worauf ich Wert lege war es auch mehr. Bis zum Ende des Jahres habe ich 13.000 Euro netto Dividenden kassiert. Das sind 1083 Euro im Monat.

Plan für nächstes Jahr sind die 1150 im Monat. Dürften eher mehr werden. Aber tiefstapeln hat wie immer mehr Stil als Dinge nicht zu erreichen.

Heute ist mir eingefallen das ich noch P2P Kredite am Laufen habe. Also als Investor. Erst mal musste ich schauen bei welchen Plattformen. Da ich über ein ausgeklügeltes Ablagesystem verfüge (alte Emails) habe ich meine Logins bei Mintos, Viainvest und Bondora wieder gefunden. Ich hatte damals bei jeder Plattform 500 Euro einbezahlt und dann eigentlich damit gerechnet, dass ich irgendwann von Insolvenzen, Kreditausfällen und sonstigem Foo höre und mein Experiment damit als gescheitert gilt.

Naja .. ich war neugierig ob das nun ein Hype ist, was da so passiert und wie ich mich damit fühle. Da ich Sachen lieber selbst ausprobiere als lange drüber zu lesen habe ich eben bei den drei Plattformen Accounts eröffnet und Asche hingeschoben.

Die Accounts bei Mintos und Viainvest sind schon über 2 Jahre alt, der bei Bondora 1 Jahr (glaube ich). Ich hatte (wie ich heute rausgefunden habe) überall Autoinvest aktiviert und nie mehr als 20 Euro pro Kredit investiert.

Hier nun der Spass:

Alles in Allem 180 Euro Zinsen bei 1500 Euro investiertem Kapital. Das sind, wie auch schon oben zu sehen ist, mehr als 10%.

Faul? Blöd?

Faul darum weil ich über ein Jahr nicht mehr rein gesehen habe und mich auch nicht damit beschäftigt habe. Blöd weil ich nun keine Ahnung habe wie ich weiter mache. Klar das sieht alles prima aus. Aber irgendwie habe ich Hemmungen da jetzt z.b. 10k hin zu überweisen. 500 Euro Ausfall kann ich als Lehrgeld verbuchen. 10.000 Euro Ausfall würden mir weh tun.

Gibt es hier Leser die fünfstellig in P2P Kredite bei oben genannten Plattformen investiert sind?
Wie seht ihr die Wahrscheinlichkeit des Plattformrisikos?

Mir ist es egal ob mal ein paar Kredite ausfallen. Nicht egal wäre mir aber wenn die Plattform morgen zu macht und mein Geld verschwindet.

Kurzes Vorwort:

Ich möchte im nachfolgenden meine Gedanken aufschreiben, ein wenig reflektieren. Wer nur die Auswertung der 90 Tageschallenge lesen möchte, der Scrolle bitte bis zum Abschnitt Auswertung vor. 🙂

Porn ist nicht die Ursache, sondern die Wirkung
Warum habe ich so oft Porn gesehen? Ich dachte, ich wäre einsam. Hätte was zu kompensieren. Wollte mich ein paar Minuten besser fühlen, (um mich im Nachhinein noch schlechter und ausgelaugter zu fühlen).

Ich dachte Porn wäre der Grund allen Übels. Habe es mit Nofap versucht. Hat ein bisschen was gebracht, vermutlich viel Placebo mit dabei. Aber auch die Triebänderung. Wenn man 2 Tage nichts gegessen hatte, riecht essen natürlich ganz anders 😉 Selbiges beim Fappen. Nofap hatte langfristig nicht geholfen.

Jetzt, wo ich angefangen habe alles zu tracken werden viele Ursachen auf einmal sehr sehr klar. Ich fappe und sitze generell viel vorm PC wenn:

  • sehr viel (menschlichen) Stress an dem Tag hatte
  • wenig Sport getrieben hatte
  • ich nichts gegessen hatte

Mein Essen kaufte ich lange Zeit standardisiert ein, um Zeit, Geld und Entscheidungen zu sparen. An der Kasse war man so das Einkaufsverhalten des öfteren ein Gesprächsthema, wieso kaufe man kartonweise Nudeln?

Hier lag das Problem. Ich kann die Nudeln nicht ab. Jedes mal wenn ich die gegessen hatte -> wenig Leistung -> viel Porn, welches wiederum in extremen Stress resultiert.

Stress, Gift und Lebenselixier
Wir alle haben Stress. Wenn der Stresslevel hoch ist, können wir uns nicht verändern. Wenn er zu niedrig ist, verändern wir uns nicht schnell genug. Nur im Sweetspot der Stressintensität können wir uns verändern. Mitte diesen Jahres, war mein körpereigener Stresslevel enorm.

Wenn man bedroht wird, verfällt man in einer Art Schockstarre. Mir wurde danach erstmal richtig klar, warum wir so lange Zeit haben um bestimmte Taten anzuzeigen, genau wegen diesen Effekt.

Der Stresslevel jedenfalls war heftig. Ich war getrieben von Motivationssprüchen, und Trainern: “Pascal, wenn du kein Erfolg hast, arbeitest du nicht hart genug!”, ich arbeitete härter. Von PUA: “Nur Unerfolgreiche haben keine Frauen”, ich arbeitete härter. Von meinem Vater: “Wenn du XY nicht machst, stößt Z was zu, das willst du nicht” oder “Hast du mich etwa nicht lieb”, Pascal arbeitete härter!

Es ist verrückt, zuerst zuckt das Auge, man sieht nicht mehr klar. Es bebt in einem drin. Kein Schlaf mehr. Man wird unausgeglichen, wird deshalb unaktraktiver. Fühlte sich noch schlechter, wollte dies durch noch mehr Arbeit kompensieren. Eine Abwärtsspirale.

Gut 2 Jahre dauerte diese. Bis im März mein Körper nicht mehr funktionierte. Man gab ihm den Befehl:

“steh auf.” -> Computer sagt nein.
“STEH AUF!” -> keine Reaktion.

Es war wie gefangen sein im eigenen Körper.

Freunde von mir sagten, ich solle zum Psychologen gehen. Dies tat ich ohne große Erwartungen zu haben. Schließlich hatte die Krankenkasse, in meinem Fall, schon 13 Jahre lang Geld bei diesen Typen verbrannt.

Ich hatte meine ersten Sitzungen bei ihm. Ich erzählte, dass ich mich im Moment über Menschen belese, weil ich anscheinend dort große Defizite hatte. Ich sagte ihm, ich lese gerade Dale Carnegie. Für ihn war das Mist. Man solle damit gar nicht anfangen. Es bringe eh nichts.

Wir sind mein Leben durchgegangen, haben es nicht mal bis zu meinem 14. Lebensjahr geschafft, habe ihn erzählt, dass ich damals “Sicherheitstraining” mit Schlagstöcken vom Jugendamt aufgezwungen bekommen habe, da war für ihn klar, der kommt zum Analytiker. Schließlich hatte ich den War on Drugs miterlebt. Reichte als Grund.

Ich entschied mich gefühlt das erste mal nicht auf Andere zu hören sondern mich um mich selbst zu kümmern, und es war gut.

Also versteht mich nicht Falsch. Diese Menschen helfen mit Sicherheit jemanden (hoffe ich zumindest).

Ich bin jedenfalls autodidaktisch veranlagt, das haben die Betreuer im Heim schon immer gesagt: “Pascal, du hattest immer die Fähigkeit zu reflektieren, hinterfragen und dich zu verbessern, das haben die wenigsten”. Vlt. passte es deshalb nicht.

Ich hatte einen Notgroschen, er rettete mir das Leben.

Meine Freunde wollten mich verständlicherweise möglichst schnell wieder in Arbeit bringen. Bewirb dich hier, da, SCHNELL! Ich hab es nicht getan. Zum Glück.

Ich fing an zu reisen, auszuschlafen. Den Stresslevel zu senken und letztendlich wieder selbst an mir zu arbeiten.

Dabei bin ich wie so oft vorgegangen. Zuerst bin ich für viele Menschen in der Versenkung verschwunden, Kontaktsperre. Zeit zum reflektieren und nachdenken. Anschließend austesten woran lag es. Freunde? Ordnung? Frauen? Eine Variable nach der nächsten, am besten möglichst isoliert, vorknöpfen.

Dies ist auch meine größte Kritik an dem aktuellen Gesundheitssystem, zumindest im geistigen Bereich. Es wird nicht versucht dich langfristig zu heilen. Sondern kurzfristig. So dass du zwar wieder fit bist, möglichst schnell wieder arbeiten kannst, die Probleme aber weiter bestehen und du in spätestens 2 Jahren wieder Kunde wirst. Im Zweifel ist eh der Patient schuld.

Von Medikamenten die gerne schon Kindern verschrieben werden. Die von den Inhaltsstoffen reinste leicht dosierte Drogen sind, von denen man Horrortrips bekommt, aber süchtig wird (ich spreche da aus Erfahrung) mal ganz abgesehen.

Von Egoismus bis zum Narzissmus

Ist der Stresslevel erstmal gesenkt konnte man an sich arbeiten. Bevor ich weiter los schreibe möchte ich Egoisten und Narzissten für mich definieren.

  • Egoisten, Personen die sich selbst zu sehr in den Mittelpunkt stellt / an sich denken
  • Narzissten, Personen die innerlich unsicher, nach außen aber sehr cool wirken wollen

Beim Aufräumen habe ich Notizen von mir zum Studienbeginn gefunden:

“Ich studiere jetzt seit gut 3 Wochen, ich bemerke eine gewisse Hochnäsigkeit bei mir. Verstehe noch nicht woher das kommt”.

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, das dies schon eine Wirkung des Stresses war. Hochnäsig, abblocken, auch eine Art des Schutzsuchens. Gut eine Woche vorher hatte ich mich mit meinem Vater in den Haaren, weil wegen Studium. Ich fands Kacke, er wollte das ich unbedingt studiere.

Es folgte auf der Hochnäsigkeit, Egoismus und Narzissmus. Eine tödliche Mischung. Zum Abitur hin, hatte ich von meiner VWL Lehrerin, die vor ihrer Lehrtätigkeit eine Bank geleitet hatte, eine Vertriebsempfehlung bekommen. Weil ich gut zuhören konnte, mich gut in andere Menschen hineinversetzen. Ihre Bedürfnisse erkennen. Egoismus und Narzissmus sind zwei Sachen die man gerade eben nicht im Vertrieb braucht.

Frauenprobleme Fehlanzeige

Verkaufen ist wie flirten, hört man oft. Stimmt irgendwie auch. Beides benötigt Vertrauen. Bei beiden geht es um das Gegenüber.

Zusammen mit einem hohen Stresslevel war klar, ich hab kein Frauenproblem. Nur eins mit mir selbst. Dies passt auch perfekt ins Bild. Früher hatte es ja auch geklappt.

Bei meinem Verhalten werde ich langsam wieder zu dem alten Pascal, natürlich in einer reiferen Fassung 😉 Jetzt, wo ich nicht mehr unter Dauerstress stehe, merke ich sehr oft, wie fremd ich mir selbst die letzten beiden Jahre gewesen sein musste.

Ich habe wieder Bock ein Anzug zu tragen. Hab ehrliches Interesse an anderen Personen. Sie kennen zu lernen und nicht ständig versuchen mich zu profilieren. Wieder Lust was mit Freunden zu unternehmen. Was zu erleben, zu reisen 🙂

Frauenprobleme oh doch

Ich hatte mich sehr gut und stabil gefühlt. Bei meinem nächtlichen Spaziergang sprießten die Glückshormone nur aus mir raus. Ich war richtig glücklich und zufrieden. Dieses tief einatmen, auf die Stadt mit ihren vielen kleinen Lichtern von einem Berg aus zu schauen. In dieser Phase hab ich mir oft gedacht, ich brauche keine Frauen. Bin ja auch so glücklich. Dementsprechend habe ich auf das andere Geschlecht irgendwie auch attraktiver gewirkt.

Wieso habe? Jetzt gerade als ich diesen Text schrieb, am 7. Dezember, hatte meine Herzensdame (Ich weiß, ich komme von ihr noch nicht los :/ ) mich mal wieder mit den üblichen Ausreden auf die lange Bank geschoben. Ich hatte Kekse gebacken und wir hatten ausgemacht diese gemeinsam in der Innenstadt zu essen.

Naja sie hatte abgesagt und nächste Woche könne sie auch nicht, habe viel zu tun. Die Übersetzung für, Pascal wann kapierst du es endlich ich habe dich längst aussortiert, zum warmhalten bist du aber noch gut genug. #Warmhalten

Naja, irgendwie hatte ich mit den Ergebnis gerechnet. Es tut trotzdem höllisch weh. Die Körperhaltung ist anders, die Gedanken negativ. Man hat kein Hunger mehr. Man will nur noch schlafen und vergessen .. nicht mehr weinen. Jemanden der einen in den Arm nimmt und sagt, Pascal alles wird gut.

Erstaunlich ist die Art der Stressbewältigung. Ich bin ohne groß zu überlegen zu McDoof gegangen. 2 Wraps und einmal Schoki Eis. Kein Schlaf. Die ganze Nacht hing ich vor dem Laptop.

Selbstbewusstsein und Glaubenssätze

Nichts sei so wichtig wie das Selbstbewusstsein, zusammen mit der Selbstliebe und dem Selbstvertrauen.

Wie haben sich diese Parameter verändert? Im Vergleich zum März diesen Jahres: Selbstliebe war ein Oxymoron. Es war der pure Hass. Hätte Heiko Maas diesen Selbsthass mitbekommen wäre ich glatt ausgebürgert geworden. Jetzt ist es neutral. Nicht gut, nicht schlecht. Selbiges beim Vertrauen. Das Bewusstsein steigt kontinuierlich 🙂

Was hindert mich daran mir zu vertrauen? Meine Glaubenssätze. Hier eine Auswahl:

  • Ich bin ungenügend, deshalb kann ich z.B. diesen oder jenen Job nicht ausführen / diese oder jene Frau nicht ansprechen
  • Ich kann mir das nicht leisten. (Obwohl ich es könnte, und Bock darauf hätte)
  • Ich darf das nicht. (Meist bei kleinsten Sachen)
  • Menschen sind böse (wird mit jeden Tag weniger)
  • Niemand mag / will mich. Ich hab keine Freunde. (Wurde schon von vielen Freunden verneint)

Zu 1. Ich denke das wirklich oft. Obwohl ich beispielsweise erst letzten Monat einen Anruf von einem Unternehmer aus London bekommen hatte, in dem ich ihn ein paar Social Media Sachen erklären sollte. Oder vor paar Monaten als mich eine Anwaltskanzlei angerufen hatte, die mich als Affiliate haben wollten. Oder .. Beispiele gibt es viele.

In dem Bereich gibt es noch Verbesserungspotential.
Was Backen mit Ingenieurwissenschaften zu tun hat, warum es mit der Inversen Depression aufsich hat, und wie dies alles mit der Stimmung zusammenhängt nächstes mal 🙂

Weiter geht es mit der Auswertung.

AUSWERTUNG

Vorweg, mit der Auswertungssoftware für das Handy bin ich nicht ganz zufrieden gewesen. Da ich in der Challenge den schädlichen Konsum mindern möchte, relativ wenig am Handy bin, habe ich Mobile ausgeklammert.

(In den folgenden Grafiken gilt, x Achse = Datum, Y Achse = Zeit in Stunden)

Diese Grafik zeigt meinen Internetkonsum der letzten Monat ohne Korrekturen. Sprich der Zähler stoppt nicht nach Inaktivität, er läuft weiter. Arbeitszeit ist auch mit drin. Keine Filterung, nur die nackten Zahlen.

Durchschnittlich waren es 4,33h pro Tag.

Auffällig ist hierbei, dass ein Umdenken am 25.11. stattgefunden haben muss. Die Werte sind seither auf niedrigerem Niveau.

In dieser Darstellung wurden zum einen die Totzeiten herausgerechnet, zum anderen habe ich meinen Selbstbetrug korrigiert.
Anstatt alles dann mit dem Chrome zu machen, fing ich auf einmal an Porn mit dem Firefox zu sehen. Als ob mein Unterbewusstsein Angst hätte, preiszugeben so etwas zu konsumieren. Die 30min wurden nur an Tagen addiert, an denen ich mein PC benutzt hatte. Hier wird der Vergleich vom 11.-22. und der vom 23.-10. nochmals sichtbarer.

Auch die Art der gespendeten Zeit hatte sich geändert. Vor der Challenge hing ich sehr oft auf Youtube ab. Mittlerweile habe ich darauf kein Bock mehr 🙂
Der Laptop lag früher auch immer griffbereit neben dem Bett. Mittlerweile ist der reservierte Platz für ihn, auf dem Schrank, hinter meinen Google Zertifikaten. So dass ich mir zuerst einen Stuhl holen muss, dann die Zertifikate zur Seite räumen kann um es mir schlussendlich zweimal zu überlegen ob ich mich an dem PC setze.

Aber was war denn am 7. + 8. los?

Ich wurde von meiner Herzensdame mal wieder abserviert. Meine Reaktion darauf -> Youtube. Am 9. habe ich dann bewusst die Entscheidung getroffen nicht wieder vor YT zu hängen sondern mein Zimmer aufzuräumen. Es war eine sehr gute Entscheidung. Am Anfang fühlt man sich noch schlechter, aber wenn das Zimmer erstmal aufgeräumt ist, super.

Durchschnitt 4,16h pro Tag.

Ich mach mir die Welt wiedewiedewiede Sie mir gefällt. Kein Liebeskummer, dafür gibt es wie immer 30 min Porn als Ausgleich. Der 7.+ 8. bekommen jeweils 1:30h Internetnutzung + 30min Porn aufgedrückt.

Ich glaube spätestens hierbei ist die Kiste eindeutig.

Fazit:
Ich habe mittlerweile auch sehr viel geistige Freizeit, was außerordentlich gut ist 🙂 Ich schaffe viel mehr, auch wenn ich grade n bissel kränkel. Meine Gesprächsqualität ist wieder besser geworden. Ich wirke auf andere anders. Ich werde langsam zum alten Pascal 🙂

Ihr seid die Besten.
Euer Pascal

Die letzten Monate an den Aktienmärkten waren volatil.
Hier der Chart des S&P 500 aus den letzen 6 Monaten:

In Zahlen ausgedrückt bedeutete das für mein Depot: Schwankungen von etwa 35.000 Euro zwischen Anfang Oktober und heute.

Im Gegensatz zu anderen hat mich das kalt gelassen. Ich bin stiller Mitleser in einigen Facebook Gruppen und auch dort waren einige Menschen eher unentspannt. Ein Freund beschwor an einem Tag den totalen Crash und das Ende während er 3 Tage später zum All-In aufgerufen hat. Ich habe nicht mal in mein Depot geschaut.

Nervös war ich zu keiner Zeit und Tagesentwicklungen an den Märkten beobachte ich seit Jahren nicht mehr.

Im Gegenteil ich habe brav nachgekauft und in den letzen 2 Monaten für 15.000 Euro Aktien ins Depot geschaufelt.

War das der richtige Zeitpunkt?

Keine Ahnung .. ist mir auch egal.
Ich hätte auch gekauft wenn die Märkte gecrasht wären und auch wenn die Märkte neue Höchststände erreicht hätten.

Warum?

Ich rechne mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 5% in meinem Depot. Wenn ich also für 15.000 Euro Aktien kaufe steigert das meine Dividendeneinnahmen um 750 Euro im Jahr. Lege ich diese 15.000 Euro nicht an verdienen sie nix. Das fände ich dann beunruhigend.

Ja .. aber was ist mit den Kursen?

Was soll damit sein? Die schwanken halt. Das tun sie immer. Der größte Flop im Depot ist L Brands, da stehe ich heute mit 36% im Minus. Zahlen trotzdem Dividende. Der Star ist heute Oneok, da sind wir 150% im Plus. Und die zahlen auch Dividende. Verkaufen werde ich beide nicht.

Denn ich finde beide Unternehmen gut.

Gut bedeutet: Sie erfüllen meine Voraussetzungen für ein Investment. Warum sollte ich eine Aktie verkaufen oder kaufen nur weil die Märkte etwas tun das ich nicht wirklich durchschauen kann. Ich kaufe ja keine Märkte sondern investiere in Unternehmen.

Die ETF Fraktion sagt dazu: Stockpicking

Und einige halten es nicht gerade für schlau .. weil ich nachweislich den Markt nicht schlagen kann (bzw. die Chancen dazu gering sind) .. aja ETFs habe ich auch.

Dazu kann ich dann nur anmerken:

Ich bin nie angetreten um den Markt zu schlagen.
Mir reicht mein kleiner Cashflow.

Trotzdem:
Die gewichtete Performance meines Depots im Jahr 2018 lag bei knapp über 6% (ohne Dividenden), die des S&P 500 bei 4,25% und ich habe noch 13.000 Netto Dividenden kassiert. Haue ich die Dividenden oben drauf liege ich bei über 10%.

Das Depot in den roten oder den schwarzen Zahlen?

Scheißegal.

Ich will in unterbewertete Firmen investieren die nachweislich und Stand heute ihre Dividenden regelmäßig steigern, die ein solides Geschäftsmodell haben und Geld verdienen. Und im Idealfall will ich keine meiner Aktien je wieder verkaufen. Wieso sollte ich auch? Sofern sich die oben genannten Voraussetzungen nicht verändern wäre das maximal doof.

Und wenn die nun keine Dividenden mehr bezahlen?

Fliegen sie aus dem Depot. Egal wie der Kurs ist.

Ich halte Aktien von knapp 70 Firmen. Keine davon hat mehr als 2% Depotanteil (gemessen auf den Kaufwert). Da es höchst unwahrscheinlich ist, dass alle davon morgen den Laden dicht machen kann ich mit dem „Einzelrisiko“ leben.

Regelmäßiger und realisierter Cashflow schlägt für mich persönlich jeden theoretischen Kursgewinn.

Vor allem .. ich hab jetzt schon keine Idee wann der beste Kaufzeitpunkt ist .. woher sollte ich dann zum Geier wissen wann ich am besten verkaufe?

Und der Vorteil?

  • Kohle: angelegt
  • Dividenden: Girokonto
  • Kursschwankungen: war was?
  • Schlaf: gut
  • Bedürfnis etwas „tun“ zu müssen: ZERO
13. November 2018

All Our Sins

Wenn jetzt sogar der Finanzwesir anfängt Tim Schäfer Geschichten zu veröffentlichen kann ich ja nicht hinterm Zaun halten.

Matthias, wer bist Du?

Mein Name ist M. Ich wohne auf dem Dorf in der Nähe einer Großstadt in Baden-Württemberg. Ich werde in 1,5 Jahren 42 und bin unglücklicherweise auch kein Akademiker mit Niveau. Die Schule machte mir leider nie Spaß und dementsprechend lagen meine Leistungen im hinteren Mittelfeld. Nach der Grundschule entschied sich meine Mutter, mich auf die Realschule zu schicken und ich hatte dort ab und zu meine Mühen. Die mittlere Reife schloss ich mit exakt 3,0 ab und weil man damit beim bewerben eher im Papiermüll landet habe ich weiter die Schulbank gedrückt.

Die glorreiche Idee auf Wirtschaftsgymnasium zu gehen habe ich sofort bereut. In der 11. Klasse bin ich mit ner 5 in Mathe und Physik spontan mal sitzen geblieben. Dann habe ich mich wohl etwa zusammen gerissen und das Abi mit 2,9 bestanden. Es folgten 13 Monate Zivildienst (Fremde Popos putzen ist schlimmer als es sich anhört) während dieser Zeit habe ich mich dann auf diverse Ausbildungsplätze beworben. 25 Bewerbungen für ein Duales Studium an der Berufsakademie wurden mit 25 Absagen quittiert. Was blieb mir übrig? Studieren oder eine andere Ausbildung. Das Studium wäre wohl in die Hose gegangen und darum habe ich mich dann auf Ausbildungsplätze als Industriekaufmann beworben. Da habe ich dann nur 4 Absagen bekommen und letztendlich auch eine Zusage. Dank Abi konnte ich die Ausbildung in zwei Jahren machen und dank Wirtschaftsgymnasium (und dem zweimaligen Besuch der 11. Klasse) konnte ich den Stoff mehr oder weniger schon vorher auswendig. Folglich war ich selten in der Berufsschule und habe die Ausbildung trotzdem bestanden.

Man bot mir eine Stelle im Versand, im Controlling und im Vertrieb an. Aber ganz ehrlich .. machen wollte ich keine davon. Da ich Ende der 90er schon Websites bauen konnte bin ich ins Marketing spaziert, habe denen erklärt das die Firmenwebsite nicht so cool ist und ich das ab jetzt besser mache.

Die haben sich drauf eingelassen, mich mit New Media Specialist betitelt und mir soviel bezahlt das 1100 Euro netto auf dem Girokonto ankamen. Im Jahr 2005 waren es dann schon 1400 Euro. So ganz doof kann ich mich nicht angestellt haben.

Der Job nannte sich irgendwann Webmaster, dann Webentwickler, dann Frontend Entwickler usw. den ganzen Kruscht habe ich mir selbst beigebracht. Also ich hatte nie eine Ausbildung im entwickeln von Software, habe keine Uni von innen gesehen (außer zum pinkeln) und aus Büchern lerne ich auch nicht sonderlich viel. Ich setz mich vor den Rechner und fange einfach an. Dabei mache ich Fehler und Fortschritte und werde besser.

Im Jahr 2010 nach über 10 Jahren bei der ersten Firma bin ich zu 1&1 gewechselt und habe fortan dort die Webshops als Frontend Entwickler gebaut. Das Gehalt lag da bei 1800 Euro/netto. Schwups wurde ich Senior, dann Architekt und zum Schluss Head Of .. mein Team hat die ganzen Websites gebaut wenn sich jemand Hosting Produkte bestellt hat. Lernkurve war heftig. Als ich 2014 gegangen bin lag ich bei 2400 Euro netto und hatte angefangen mir mit SEORCH einen Nebenerwerb aufzubauen.

Heute arbeite ich als Head Of im Bereich SEO. Das Geld kann ich sowieso nicht ausgeben und SEORCH verdient nochmal so viel. Dazu noch die Dividenden. In manchen Monaten kann ich 5000 Euro sparen.

Schon von Geburt an ein Sparer oder ein Saulus, der erst zum Paulus werden musste?

Als Schüler und Zivi wäre ich eigentlich dauernd pleite gewesen .. wäre da nicht Oma als Sponsor aufgetreten. Für das Rasenmähen gabs nen Fuffi, Blumentöpfe durchs Haus schleifen 30 Euro, Holz hacken lag bei nem Hunni. Oma hatte außerdem immer was zu tun.
Girokonto gabs mit 16 .. eins das man nicht überziehen kann .. und so halte ich es auch heute. Meine Girokonten verfügen nicht über einen Dispo. Mit Aktien kam ich auch Ende der 90er in Berührung, das Wirtschaftsgymnasium hat da mehr oder weniger das Interesse geweckt.

Deine Assets und warum? Irgendwelche Fehlkäufe?

Dutzende Fehlkäufe über die letzten 20 Jahre, griechische Staatsanleihen, Nokia bevor es den Bach runter ging, dubiose chinesische Dotcom Titel und Fonds die sich heute noch nicht erholt haben (nordasia.com). Ich sage immer ich habe sicher 100.000 Euro verzockt und durch Dusel auch 100.000 Euro gewonnen. Unterm Strich lief das auf ne schwarze Null raus.

Heute und seit mehr als 10 Jahren: Knapp 70 ETFs und Aktien mit langweiligem Business und Dividendenwachstum. Ich fahre also keine reine Dividendenstrategie sondern achte drauf das die Dividenden (hoffentlich) regelmäßig erhöht werden. Sonst interessiert mich das Papier nicht. Und ich versuche „undervalued“ zu kaufen. Das war es auch schon. Zwei mal im Jahr checke ich das durch. Im Idealfall will ich keine Aktie wieder verkaufen.

Excelfetischist oder eher „Basst scho“?

Ich habe kein Excel auf meinem Rechner installiert. Amen.

Ausblick: Wie siehst Du Deine Zukunft. Wo möchtest Du hin?

1500 Euro netto Dividenden / Monat sind das Ziel. Solange mich mein Chef nicht nervt arbeite ich auch weiter .. weil der Job Spass macht. Das Ziel habe ich in 2-3 Jahren erreicht. Sollte ich entlassen werden müsste ich heute schon nicht mehr arbeiten (dank der Einnahmen durch mein Nebengewerbe). Und sonst? Mal schauen .. there is no Masterplan.

Vorab:

Nein das wird nichts Pascals Blog .. aber ich bin gerade ziemlich beschäftigt mit der Visualisierung von Websites sprich ich programmiere gerade lieber als zu schreiben. Das Resultat könnt ihr euch hier anschauen: SEO Visual Crawl

Solange lasse ich Pascal die Bühne .. aber keine Angst ich schreibe bald wieder was.

Hier geht es los:

Nachdem ich das letzte mal versucht habe, mehr oder weniger erfolgreich binnen 90 Tagen erfolgreich bei dem anderen Geschlecht zu werden, gehen wir jetzt meine persönlichen Zeitfresser an. Die ersten 7 Tage habe ich gemessen um Durchschnittswerte zu generieren, diese zählen nicht zu den 90 Tagen. Alle 30 Tage wird verglichen was sich geändert hatte. Der Messzeitraum ist jeweils vom 10. bis zum 10. nächsten Monats.

Ich messe mit verschiedenen Apps und Chrome Extensions die Zeit die ich verschwe… ähm investiere.

Ich benutze dabei folgende Software:

Desktop:
Webtime Tracker
TimeourWeb

Handy:
Stayfree -> Zeiterfassung (Erstellt Tbl leider nur für die letzte Woche)
App Usage -> lieferte leider falsche Werte
Forest -> Arbeitszeiterfassung (stelle ich evtl. noch mal gesondert vor)

Messfehler bei der Software

Inaktivitätsfalle
Ich habe mich zu Anfang über die riesigen Zahlen in der AppUsage und in den Webtrackern gewundert. Die Apps zählen auch inaktive Zeit mit. Sprich ich höre via YouTube Musik, ein Mitbewohner möchte etwas von mir oder ich schlafe vor dem PC ein, so läuft die gemessene Zeit trotzdem weiter.

Um diesen Fehler vorzubeugen, habe ich die Deaktivierung bei Inaktivität bei den Chrome Extensions auf 25 min gestellt. Bei der mobilen Erfassung bin ich noch nicht ganz zufrieden. Falls ihr Vorschläge habt, immer her damit.

Doppelte Prozesse
Wenn ich mir einen Twitch Stream anschaue, habe ich den Chat auf dem Handy und den Stream auf dem PC laufen. So wird die Zeit doppelt gewertet. Desweiteren benutze ich YouTube auf dem Handy, bis auf den morgentlichen CmC Markets Finanzpornkonsum, zum Musik hören.

Somit fällt der ausgewiesene Konsum in diesen Fällen höher aus als er wirklich ist.

Von diesen 3h YouTube verschwindet die Zeit z.B. bei Morpheus Tutorials, 3Blue1Brown, TheSimpleMaths, MathebeiDanielJung, KanzleiWBS, EvergreenMedia Ar, welches wünschenswert ist, weil diese Kanäle weiterbilden.
Viel zeit geht aber auch bei LPs wie “Flabiki – Cities Skylines Serie”, Dhalucards TTT oder RageofEmpires drauf. Ich schätze das Zeitverhältnis zugunsten der LPs ein.

Flabiki + Biffa 30 min täglich
Dhalucard alle 2-3 Tage 30 min
Rage of Empires 2h Freitags
T90 Community Stream (Do oder Fr / viel zu lange)
DalydoeseofInternet (ca. 3:17min alle 3 Tage)

CmC Markets ca. 5 min täglich (Bin da zwar kein Kunde, finde die Analysen dennoch gut)
Deutsche Bank Maxblue ca. 5 min 1x Woche (Robert Halvers analyse und seine Anekdoten finde ich top)
Horst Lüning (viel zu viel)

Wobei ich dieses Wochenende RoE nur kurz geskippt hatte und der Community Stream ausgefallen ist. Also die zahlen wären eigentlich noch extremer. Was ich doch irgendwie erschreckend finde. 3h 36min und einen Tag war ich in dieser Woche nicht zuhause.

– Halten wir fest, ich bin ein Internetjunkie. –

Bei der Fernuni macht es Sinn, dass sie soweit unten ist, ich habe die meisten Sachen ausgedruckt, bzw. die Vorlesungen als Mp4 vorliegen. Von da aus brauche ich die Website nur zur Übermittlung der Lösungen.

Auch heftig fand ich die mobile Nutzung, im Durchschnitt etwas mehr als 2 ½ h pro Tag.Mein Handy benutze ich gefühlt ausschließlich um zu lesen zu arbeiten oder zu kommunizieren. Wie schnell sich 30 sec zu einer Stunde läppern können hätte ich auch nicht gedacht. Zumal bei mir mein Telefon wirklich fast immer unbenutzt, lautlos im Ultra-Energiesparmodus an der Seite liegt.

Ultra-Energiesparmodus (Handy):
Beim UE Modus werden bis auf 6 ausgewählte Apps pausiert:

1. Uhr (Wecker)
2. Notizen
3. Musik
4. DB Navigator
5+6. Zwei Wissenschaftliche Taschenrechner (Einer wird noch durch die Forestapp ausgetauscht)

Ziele

– Ein Gefühl für die Zeitnutzung zu bekommen (ersten 30 Tage)
– Sich selbst besser verstehen. (Warum mache ich was? Wie korreliert was?)
– Die Zeitnutzung in (NPA) Net Worth produzierende Aktivitäten switchen

Erste Erkenntnisse

Sport und Internet Konsum korrelieren bei mir negativ. An den Tagen an denen ich Sport mache, habe ich danach wenig lust aufs surfen. Auch benutze ich das Internet gerne als eine Art Vorwand vor mir selbst “Ach ich schaue das doch noch mal an bevor ich xyz mache” nur weil man a) Keine Lust auf xyz hat oder viel öfters b) Angst hat zu versagen oder Kritisiert zu werden.
Wirklich. Das geht in mir ganz oft ab, wenn ich zuhause, alleine lerne. Das ich trotzdem Angst habe angeschrien zu werden.

Ich fahre mich selbst oft noch auf Verschleiß. Den Tag sollte ich mit Sport beginnen, mir und meinen Körper was geben und dann erst lernen, so wie früher. Sonst blockiere ich mich immer nur selbst. Bleibe dann vor dem PC hängen. Fühle mich schlapp, schaffe wenig und bin bedingt gut gelaunt.

Funfact: Ich bemerke schon so eine Verhaltensveränderung. Platz 9 u. 10 sind jeweils zwei Erwachsenen Seiten, die ich nur an einem Tag besucht hatte. Es macht einen doch schon irgendwie kirre, wenn man weiß: “Ey du veröffentlichst die Daten willst du dann wirklich so viel Porn sehen”. Und diese tickende Uhr in der Ecke erst recht.

P.S. Da die Tage/Messzeiträume teilweise auseinanderfallen habe ich nur den Screenshot von Webtimetracker veröffentlicht.

In diesem Sinne,
Stay awesome.

Euer Pascal

Die 90 Tage sind rum. 117 wenn man die Verletzungszeit hinzu nimmt.

Was ist mein Fazit, was habe ich gelernt?

Die Blöcke:

Ich habe die Challenge für mich selbst in 30 Tagen Blöcken aufgeteilt. Die ersten 30 Tage habe ich es mit der Haudrauf-Methode versucht, direkt anzusprechen und bin gehörig daran gescheitert.

Tag 30 – 60 habe ich versucht neue Menschen nebenbei kennen zu lernen. Im Zug jemanden ansprechen, während des Wanderns. Hat bis jetzt am besten geklappt.

Tag 60 – 90 haben sich erste kleine Erfolge eingestellt. Eine Dame die ich schon abgeschrieben hatte, ist auf mich zugekommen und wollte mit mir Feiern gehen 🙂

Hey Pascal, jetzt mal Butter bei die Fische! Wie hoch war deine Trefferquote?

0. Ich habe diesbezüglich versagt. Zwar konnte ich mir ein paar (wahrscheinlich Mitleids-) Nummern sichern. Eine davon hat sich als Dramaqueen, wie sie im Buche steht herausgestellt, diese Nummer wurde dann von mir gelöscht. Viele haben sich nie mehr gemeldet. Alles im allen sehr frustrierend.

Vor allem wenn man die Ergebnisse hier auf dem Blog veröffentlicht, dementsprechend Gas gibt und ständig „einen in die Fresse“ bekommt. Tag 57 war mein persönlicher Tiefpunkt.

Innerlich hatte ich langsam die Erwartungshaltung entwickelt: „Die wollen doch eh nichts gutes. Wenn überhaupt lächeln Sie dich an, lotzen dich später ins nirgendwo nur um dann nicht zu erscheinen“ HALT STOP!

Ich hatte mir ein paar Tage Pause zum reflektieren genommen. Früher hatte das ja auch geklappt. Der einzige Faktor der sich geändert hatte war ich und nicht die Frauen.

Was ich gelernt habe

Gegenüber meiner Herzensdame war ich wie ein Bettler. Ich habe früher in diesen Liebesfilmen, wo der Mann der Frau immer hinterherrennt gedacht: „Wasn fürn Opfer“. Zu so einem Typen bin ich selbst geworden. Als mir das während der Challenge aufgefallen ist, hab ich die Nummer gelöscht. Ihrer Freundin bescheid gesagt, warum ich das gemacht habe. Beste Entscheidung ever. Es ist wie der Arbeitsrausch. In der Situation bemerkt man dieses Verhalten gar nicht.

Die ersten 60 Tage habe ich ein Tagebuch geschrieben, dabei ist mir aufgefallen, dass ich doch verdammt viel mache und diese Divergenz riesig ist. Zwischen, wie ich mich wahrnehme. Was ich denke, was ich gemacht habe und was ich wirklich gemacht habe.

Rund um den 60ten Tag bin ich auf einen Youtube Kanal gestoßen. Defender Around Europe. Ein Pärchen, beide sehr jung nutzen ein freies Jahr und entdecken mit ihren Defender ganz Europa. Ich seh mir ein Video an und bemerke dabei erst so richtig wie negativ ich eigentlich alles gesehen habe, wie beschränkt meine Weltsicht war, wie abwechslungsreiche unser Kontinent ist und wie wenig ich allgemein gelächelt habe. Ohne Witz, dieser Kanal hat echt in mir was verändert. Zum Positiven.

Defender Around Europe anschauen

Angst ≠ Risiko

Angst und Risiko sind zwei verschiedene Sachen. Ich gehe zwar immer noch nicht gerne in die Disco. Dennoch bin ich mir bewusst, dass meine Abneigung einfach so in die Innenstadt zu gehen und dort einen drüber geknüppelt zu bekommen einfach nur eine Angst ist. In Bremen damals war es reales Risiko. Jetzt ist es maximal eine Angst.
Agoraphobie heißt der Mist. Ich habe mich belesen. Das einzige was helfen soll ist konfrontation mit der Angst. Mit anderen Worten ich bin auf einem Guten weg 🙂

Veränderungen

Zum Beginn der Challenge jemand mir gesagt, Pascal das wird die schwierigste Challenge, die alles in deinem Leben verändert.

Schwierig ja. Verdammt nochmal ja!

Die Veränderung sind auch nicht zu übersehen. Körperlich gehts mir super. Morgens wache ich mit Lust auf, war noch nie so anhaltend. Ich sehe mich mittlerweile gerne im Spiegel.

Der Freundeskreis hat sich auch verändert. Natürlich sind da immer noch sehr viele Unternehmer vertreten, wenige Studenten. Ich hatte zwei Freunde kennen gelernt, beide ungefähr mein Alter, beide verdienen jenseits der 10k pro Monat. Es tut mega gut, einmal die Woche mit denen zu skypen. Weil erfolgreiche Menschen treffen Entscheidungen verdammt schnell und setzen auch schnell um. Das bemerke ich immer wieder.

Auch das aufgeräumte Zimmer ist mittlerweile normalzustand. Letztes Jahr sprach mich mein Mitbewohner an:“Pascal räum doch mal dein Zimmer auf, das sieht aus wie ne Katastrophe“
Ich: „Ich ich weiß es wirklich nicht wieso es so unordentlich ist, normalerweise bin ich doch sehr ordentlich…“. Gelernt habe ich, wenn du dich nicht gut fühlst sabotierst du dich selbst.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei Thomas bedanken. Der mich immer wieder zum aufräumen und ausmisten bewegt hatte.

Das geilste aber: ich träume und denke wieder.
„Hä hascht du vorher nicht gedacht, bischt du doof?!?“
Ich meine damit, ich denke frei nach. Vorher hatte ich Blockaden im Kopf, es fühlt sich jetzt viel freier an. Auch kann ich mittlerweile wieder länger über Themen nachdenken ohne dass es schwierig wird, gerade in der IT sollte man das können 😉

Ich bemerke wie sich in mir Disziplin aufbaut, sei es durch Sport, Uni oder das Zimmer. Jeden Tag setze ich mich mindestens 2h hin und lerne für die Uni. Meist mehr.

Fazit:

Ich habe versagt, ja. Aber dennoch gewonnen. Gelernt habe ich mega viel. Nicht umsonst ist das Gegenteil von Erfolg Nichtstun. Beim Reiten lernen gehört auch mal hinfallen dazu.

Es ist als ob diese Challenge einen Dominostein umgeworfen hatte, der einen viel größeren umwirft. Ein Tagebuch werde ich weiterführen, da es mir enorm viel gebracht hat. Auch werde ich mich weiterhin meinen Ängsten stellen. Als nächstes Ziel nehme ich mir vor meine Zeitfresser zu analysieren und zu neutralisieren.

Das Schlusswort überlasse ich Kollja

denn man muss alles in Relation sehen ..

We are fucked (1 week)

One moment .. oh yes .. we are fucked (1 month)

Okay .. mmh .. but looks not nice (6 months)

What .. same pattern in February? (1 year)

Everything seems to be cool?! (5 years)

Did something happen? (20 years)

Schönes Wochenende!

Ich werde derzeit pro Monat einmal geblitzt. Meistens nur so 10 – 20 km/h zu schnell .. aber mein Führerschein war auch schon mal weg. Nach dem alten Punktesystem hätte ich bei Lufthansa nicht mehr als Pilot anfangen können da man hier maximal 5 Punkte haben durfte. Dies hat mich dann auch sehr betrübt. Dankbar bin ich mittlerweile wenn ich auf bundesdeutschen Autobahnen in die Falle tappe, denn hier lässt man mich meine Sünden mit Paypal bezahlen.

Seis drum .. ich bin ein Idiot wenn es um das Thema geht und scheinbar lerne ich es auch nicht mehr. Ein kleines Auto (wie mein Fiat) hilft hier auch nix da man ja mit jeder Schüssel ziemlich schnell mal über 120 Sachen ist. Alles in allem zahle ich pro Jahr ein paar hundert Euro dafür.

Darum hab ich mich gefragt was mich wirklich dazu bringen könnte die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit einzuhalten.

Und ich hab das ne geniale Idee.

Wirklich.

Smartphones haben heute ja ziemlich gute Kameras, außerdem leistungsfähige CPUs und zig andere Sachen.

Also warum entwickelt man nicht eine App mit der sich die Geschwindigkeit von vorbeifahrenden Autos messen lässt. Das Nummernschild sollte man auch leicht erkennen können und anhand von GPS Daten weiß man auch welche Straße das war und was dort die erlaube Höchstgeschwindigkeit ist. Man kann das Ganze gern auf Video festhalten (quasi als Beweis).

Diese Messung lädt man dann in einem Portal hoch und der Strafzettel geht dem Verkehrssünder direkt mit Link zum Video zu.

Der Messende erhält pauschal 10% des Bußgeldes und noch einen Bonus wenn es Punkte gibt.

Die App könnte auch gleich kalkulieren wie viele Einnahmen man pro Tag macht.

Ich sehe hier nur Vorteile:

  • Kosten für stationäre Blitzer können komplett gespart werden
  • Kosten für mobile Blitzer ebenfalls
  • jeder Bürger kann sich so ein Zubrot verdienen
  • keine Sau fährt mehr zu schnell
  • alle haben Spaß