getmad erst kommt das fressen, dann die moral
23. November 2020

Dividenden vs. US-Dollar Kurs

Die meisten Firmen in die ich investiert habe sitzen in den USA. Folglich bekomme ich meine Dividenden auch in US-Dollar. Sie werden von der Bank gewechselt und mir in Euro gutgeschrieben.

Der US-Dollar Kurs ist seit dem Frühjahr 2020 recht stark gefallen. Von 0,93 Euro/Cent auf 0,84 Euro/Cent.

Oder anders ausgedrückt .. im März 2020 bekam ich für einen Euro 1,08 USD während ich heute 1,19 USD bekomme.

Das ist gut wenn ich also Eurozonen Bewohner etwas in USD kaufen will.

Das ist schlecht wenn ich als Eurozonen Bewohner in USD bezahlt werde.

Die 10 Cent erscheinen nun nicht sonderlich viel zu sein aber je mehr Dividenen du in USD bekommst desto massiver der Impact.

Beispiel gefällig?

Bei nem USD Kurs von 93 Euro/Cent würde ich in 2020 etwa 18.400 Euro netto Dividenden kassieren.

Bei einem USD Kurs von 0,84/Cent sind es nur noch 16.700 Euro.

Immerhin eine Differenz von 1700 Euro.

Hört sich nun härter an als es ist da der Kurs ja nicht plötzlich von 93 Cent auf 84 Cent gefallen ist.

Wenn man noch einige (Coronabedingte) Dividendenstreichungen und Kürzungen dazu nimmt sieht es noch etwas böser aus.

Aber ich will hier gar nicht jammern, nur zeigen, dass ich die Währungsschwankungen so nicht auf dem Schirm hatte.

Auf der anderen Seite kann ich günstiger US Aktien kaufen und mein gesamtes Depot hat durch die Erholung an den Aktienmärkten quasi den vor Corona Stand erreicht und steht aktuell 14% im Plus.

12. November 2020

Bums, Zack … Reich.

Sparen oder Minimalismus sind in ihrem monetären Effekt begrenzt.
Deine Sparquote kann 100% nicht übersteigen.

Einnahmen sind aber unlimitiert.
Du kannst nächstes Jahr 300% mehr verdienen als dieses Jahr.

Dann lass uns schnell ein profitables Business aufbauen?

Ich erzähle dir jetzt nicht, was die besten Ideen dafür sind und das du am besten ein Buch schreibst.

Ich erzähle dir auch nicht, dass es heut leichter denn je ist. Das ist es nicht.

Ich erzähle dir eine kleine Geschichte:

Im Jahr 2007 wurde der neue Fiat 500 der Öffentlichkeit präsentiert. Als ich den zum ersten mal gesehen habe war ich hin und weg. Ich fuhr zu der Zeit einen Mini Cooper und die BMW Werkstätten haben mich ordentlich geschröpft. Ich kann mich noch dran erinnern, dass ich für ne Inspektion inkl. undichter Seitenscheibe 850 Euro bezahlt habe. Da war ich so sauer, dass ich bei BMW vom Hof gefahren bin und schwupps bei Fiat auf den Hof.

Plan: den Mini in Zahlung geben und einen Fiat 500 kaufen.

Doof nur das ich nach der Bestellung (ja ein Neuwagen) 5 Monate warten musste.

Auf einer Radtour fiel mir dann ein, dass ich die Vorfreude doch irgendwie kanalisieren könnte.
Machste ein Blog auf und schreibste dir die Vorfreude von der Seele.

Tadaaa: fiat500blog.de

Am Abend war auch schon das Blog live und ich habe mit dem Schreiben von kurzen Artikeln losgelegt.

Doof nur, dass sie keiner gelesen hat .. aber es waren auch nicht so viele.

Ich wollte erst mal schauen ob ich es mehrere Monate am Stück hinbekomme 3-4 mal pro Woche einen Post rauszuhauen.
Nach nem Monat war aber schon klar, dass das kein Problem wird und es hatten sich auch schon knapp 30 Posts angesammelt.

Gelesen hat sie aber immer noch keiner.

Also habe ich angefangen Klinken zu putzen: SEO, Backlinks, Partnerschaften, Foren besucht und Beiträge hinterlassen usw.
Facebook war damals noch nicht so relevant, Instagram gab es nicht, Twitter steckte eher noch in der Kinderschuhen.

Gaaaanz langsam kamen dann ein paar Besucher vorbei. So vielleicht 20 Stück am Tag.

War mir aber auch wurscht .. ich habs ja in erster Linie für mich gemacht. Trotzem … so ein kleines bischen Reichweite hätte man schon gerne.

… Fast Forward -> 2 Jahre …

Der Fiat 500 (als Fahrzeug) war bekannter geworden, SEO, Backlinks und Partnerschaften habe ich weiter verfolgt und intensiviert und ich habe jede Woche 3-4 Artikel geschrieben und siehe da es begann sich auszuzahlen.

Ich hatte an manchen Tagen 2000 Besucher und durch Google Adsense habe ich Monat etwa 100 Euro verdient … YAY.

Außerdem habe ich Backlinks verkauft und Werbebanner von Shops etc. eingebunden was ab dem Jahr 2009 sicher nochmal 100 Euro im Monat gebracht hat.

Hört sich jetzt alles einfach an?

Nope.

Der Ca­sus knack­sus: Fast Forward -> 2 Jahre

In den zwei Jahren habe ich täglich mindestens eine Stunde an irgendwas für das Fiat 500 Blog gearbeitet. Nicht nur Artikel schreiben sondern Leute um Links bitten, SEO etc.

In den zwei Jahren gab es keine finanzielle Entlohnung dafür. Das waren etwa 600 – 700 Stunden Freizeit. Und ja .. ich habs auch für mich gemacht und es als Hobby betrachtet und es hat auch oft Spass gemacht.

Am Ende der zwei Jahre habe ich es immerhin geschafft „läppische“ 200 Euro / Monat brutto / Monat einzunehmen das war zwar anfangs kein Ziel aber irgendwann rechnet man dann doch mal nach.

Nett gesagt entspricht das einem Stundenlohn von 10 Euro.

Ich habe das Blog Ende 2010 eingestampft. Es wurde gehackt und die meisten Daten waren flöten gegangen und ich hatte auch keine Lust mehr.
Wäre spannend zu wissen was daraus heute geworden wäre wenn ich weitergemacht hätte.

tl;dr

  • wenn du dir einen Nebenerwerb aufbauen willst brauchst du Sitzfleisch, Motivation und Geduld ODER Glück
  • wenn du kein Glück hast .. wirds eher ein Marathon
  • und selbst dann kann es sein, dass nur ein paar Kröten rumkommen
  • dein Produkt kann noch so geil sein (meins war es nicht), wenn es niemand kennt, kauft oder besucht es keiner
  • höre aufs Feedback der wenigen Leute die dir Feedback geben
  • und schätze das Potential deiner Idee realistisch ab (mit manchen Dingen kann man einfach kein Geld verdienen)
  • sei bereit viele Stunden deiner Freizeit zu investieren (vor allem zu Tageszeiten wo du normalerweise entspannst, Sport machst oder Freunde triffts)
  • schaffe deinen Fernseher ab (gilt auch wenn du kein Nebengewerbe aufbauen willst)

Ich hatte damals das (thematisch) einzige Fiat 500 Blog in Deutschland. Es gab noch ein paar Foren etc. aber eben keine echte Konkurrenz.

Von mir selbst kann ich dir sagen, ich halte nur lange durch und bin motiviert wenn mir eine Sache wirklich Spass macht. Wenn ich mich tagsüber schon freue, am Abend wieder eine Stunde damit zu verbringen.

Wohl kaum jemand kann sich über zwei Jahre zu etwas zwingen und selbst wenn, das Ergebniss wäre wohl scheiße.

Ich kann trotzdem jedem Menschen raten (sofern er/sie eine gute Idee hat) es einfach zu machen und auszuprobieren. Besser scheitern oder keinen Erfolg haben als es gar nicht zu tun. Am Ende bleibt immer die neue Erfahrung und die Lernkurve.

9. November 2020

The Shades Of Fuck You Money

Wer die finanzielle Freiheit anstrebt kommt irgendwann an den folgenden Gedanken nicht mehr vorbei.

Was kostet mein Leben?
Wieviel Geld werde ich wirklich brauchen?
Was ist finanzielle Freiheit und was sind die Zwischenziele/Abstufungen?

Das mag für jeden Menschen sehr unterschiedlich sein, aber man kann durchaus Annahmen treffen.

Laut statistischem Bundesamt lagen die durschnittlichen Haushaltsausgaben der Deutschen pro Monat (im Jahr 2018) bei 2700 Euro.
Ein Haushalt verfügte im Schnitt über zwei Mitglieder.
Kommen wir also pro Person auf 1350 Euro.

Klar, in München kommst du damit schwer hin, aber in MeckPom auf dem Land brauchst du wahrscheinlich weit weniger.

Ich rechne in meinem Beispiel mit 1500 Euro Fixkosten / Haushaltskosten pro Person pro Monat in Deutschland.

Diese beeinhalten: Wohnen, Energie, Verkehr, Nahrung, Getränke, Freizeit, Unterhaltung, Hotel- und Restaurantbesuche, Möbel, Bekleidung, Gesundheit, Telekommunikation und sonstige Aussgaben.

Musst du mehr als eine Person versorgen, also einen Partner, Kinder etc. würde ich für einen Erwachsenen pauschal 75% und für ein Kind (je nach Alter) 30-50% dazu rechnen.

Jedes Finanzblog hat folgende Begriffe schonmal definiert .. da will ich natürlich mitmachen.

Also .. was ist:

1. Finanzieller Schutz

  • temporäre Deckung der Fixkosten über einen kurzen Zeitraum
  • z.B. über ein halbes Jahr
  • auf deinem Girokonto tummeln sich 3-6 Monatsausgaben
  • du brauchst 1.500 Euro als Haushaltsausgaben / Monat .. dann hast du auf dem Konto zwischen 4500 Euro und 9000 Euro
  • du kannst ein halbes Jahr ohne Einnahmen leben und deinen Lebenstandard halten
  • der Schutz ist dann wichtig, wenn du selbst kündigen musst/willst und erst mal kein Arbeitslosengeld bekommst. Du kannst in Ruhe nach einem neuen Job suchen und hast wenig Druck dabei gleich etwas zu finden.
  • dein Vermögen schrumpft

2. Finanzielle Sicherheit

  • temporäre Deckung der Fixkosten über einen längeren Zeitraum
  • z.B. zwischen 6 Monaten und 5 Jahren
  • Einnahmen bzw. theoretische Einnahmen aus NICHT angestellter Tätigkeit: Mieteinnahmen, Dividenden, Aktienvermögen, private Projekte, Blogeinnahmen etc.
  • bei 1.500 Euro Haushaltsausgaben/Monat verfügst du z.B. über 24.000 Euro Vermögen + 500 Euro Mieteinanhmen pro Monat
  • du kannst also 2 Jahre davon leben ohne dich um weitere Einnahmen kümmern zu müssen
  • die Sicherheit ist dann wichtig wenn du z.B. ausgebrannt bist oder ein Sabatical machen möchtest, sei es ein lange Reise oder dich um kranke Angehörige kümmern musst
  • dein Vermögen schrumpft

3. Finanzielle Unabhängigkeit

  • dauerhafte Deckung der Fixkosten
  • durch Einnahmen aus NICHT angestellter Tätigkeit
  • bei 1.500 Euro Haushaltsausgaben/Monat verfügst du über 500 Euro Dividendeneinnahmen + 500 Euro Mieteinanhmen + 500 Euro Werbeeinahmmen (Website/Blog) pro Monat
  • du kannst dauerhaft davon leben ohne dich um weitere Einnahmen kümmern zu müssen
  • per se kannst du nun machen was du willst, keine (finanziell) großen Sprünge aber du musst deine Arbeitszeit nicht mehr verkaufen
  • steigen deine Kosten temporär, kannst du das ggf. mit nem 450 Euro Job ausgleichen
  • dein Vermögen stagniert

4. Finanzielle Freiheit

  • dauerhafte Überdeckung der Fixkosten
  • durch Einnahmen aus NICHT angestellter Tätigkeit
  • bei 1.500 Euro Haushaltsausgaben/Monat verfügst du über 1000 Euro Dividendeneinnahmen + 700 Euro Mieteinanhmen + 300 Euro Werbeeinahmmen (Website/Blog) pro Monat
  • du kannst dauerhaft davon leben ohne dich um weitere Einnahmen kümmern zu müssen
  • du hast zusätzlich eine Sparrate von 500 Euro und kannst Geld zur Seite legen
  • du machst was du willst, schwankende Einnahmen und steigende Kosten sind bis zu einem gewissen Grad kein Problem
  • dein Vermögen wächst

Weitere Aspekte:

A. Steuern:

  • deine Bruttoeinnahmen musst du je nach Höhe versteuern (Einkommenssteuer)
  • frech über den Daumen gepeilt mit 25% +/-
  • um also 1500 Euro ausgeben zu können, brauchst du mindestens 2000 Euro brutto / Monat
  • je mehr du einnimmst desto mehr Steuern bezahlst du

B. Ausgaben

  • solltest du nicht mehr angestellt sein, wird sich deine Aussagabensituation verändern
  • z.B. musst du deinen Krankenversicherung selbst bezahlen
  • z.B. musst du nicht mehr in eine Rentenversicherung einzahlen
  • ggf. kannst du dir eine Berufsunfähigkeitsversicherung sparen
  • vielleicht sinken die Kosten für Mobilität ..

C. Alles was ich vergessen habe

  • dürft ihr gerne in den Kommentaren ergänzen

Ich wollte das mal für mich selbst aufschreiben also bitte ich hiermit um Entschuldigung wenn ihr das schon drölf mal woanders gelesen habt.

28. Oktober 2020

Nachbar Napoleons Probleme

Ich habe ja schon des öfteren von meinem Nachbarn Napoleon berichtet. Ja das ist der, welcher im Haushalt mit drei Personen sieben Fahrzeuge unterhält.

Zur Auffrischung:

  • 1x BMW
  • 1x Audi
  • 2x Porsche
  • 1x Monster SUV (Koreaner?)
  • 1x Wohnmobil (echt groß)
  • 1x Uralt-Toyota

Nun kommen wir zu weiteren Unannehmlichkeiten.

Zum besseren Verständnis beachtet bitte diese sehr profesionell ausgeführte Illustration:

Legende:

  • Rot = Grundstücksgrenzen
  • N = Napoleons Grundstück
  • Lila = Napoleons Haus
  • Lila schraffiert = Napoleons Garagen
  • Blau schraffiert = Napoleons Stellplätze
  • Grün = Gärten, Vorgärten
  • Braun = Neubebaung
  • Schwarz = Straße

Neben seinem Grundstück war bisher eine Wiese (links) welche nicht bebaut war. Seit letzter Woche wird hier aber eine Baugrube (braun) ausgehoben.

Das ist der Casus Belli.

Der Neubau wurde meines Wissens schon vor über einem Jahr beantragt und Nachbar Napoleon hat mit diversen Einsprüchen versucht das Vorhaben zu verhindern. Dazu wurden weitere Nachbarn mobilisiert welche aber nicht selbst an das Neubaugrundstück grenzen und somit kein Einspruchrecht haben. Der ursprüngliche Plan des Neubaus musste wohl auch abgeändert werden da nicht alles den Vorschriften entsprochen hat.

Argumente:

  • Gebäude zu hoch/groß
  • zu wenig Stellplätze auf dem eigenen Grundstück des Neubaus (es war ein Mehrfamilienhaus geplant)
  • Bau auf die Grundstücksgrenze (Man darf hier in BW auf die Grenze bauen solange es sich z.b. um eine Grarage handelt.)

Moment?

Stellplätze .. Grundstücksgrenze?

Soso ..

Aber Nachbar Napoleon hat doch auch zu wenig Stellplätze und Nachbar Napoleon hat doch auch auf die Grenze gebaut (sogar auf beiden Seiten).

Beim Neubau-Nachbarn muss das aber verhindert werden?

Also quasi wie bei Corona .. alle sind dafür die Kontakte einzuschränken, jedoch nicht die Eigenen.

Alle wollen erneuerbare Energien aber bitte keine Windräder in der Nachbarschaft.
Alle wollen die Klimaerwärmung verhindern aber nicht auf große SUVs verzichten.
Alle wollen bessere Tierhaltung und kaufen ihr Fleisch trotzdem beim Discounter.

Reflektion ist nicht für jeden, naja ist nicht für die Meisten.

Aber wenn wir damit nicht bei uns selbst beginnen wo dann?

Ich hab keine echte Ahnung was meine Message hier ist .. irgendwie musste das einfach mal raus.

P.S.

Das Wohnmobil wird bewegt. Sein derzeitiger Schlafplatz ist der linke Stellplatz vor der Garage. Immer wenn nun der Porsche aus der Garage raus muss wird das Wohnmobil kurzzeitig umgeparkt um dann später wieder vor der Garage abgestellt zu werden ..

16. Oktober 2020

Prey

Nachdem Finanzblogroll diese Woche mehrere Tage down war, habe ich mal schnell meinen eigenen Feedreader gebaut: https://prey.getmad.de

Keine Konkurrenz für Finanzblognews oder Finanzblogroll.
Keine redaktionellen Inhalte.
Keine kuratierten Inhalte.

Einfach nur ein Feedreader für ein paar Finanzblogs mit Fokus auf Dividenden.

Alle Artikel der letzten zwei Wochen werden angezeigt.
Updates alle 60 Minuten.
Sollte auch Mobile funktionieren und schnell laden.

Die Liste der Blogs welche aktuell im Feed erscheinen können: https://prey.getmad.de/blogs.txt

Feedback ist natürlich willkommen!

Gerne auch Vorschläge welche guten Blogs da noch rein müssen.

13. Oktober 2020

Risiken

Wenn ich Leuten so erzähle was ich mit meinem Geld mache (zu 95% Aktien kaufen) höre ich oft Sätze wie:

Das ist mir zu riskant oder damit habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, hast du nicht Angst, dass du Geld verlierst?

Es wird auf die Dotcom Blase, die Finanzkrise oder jetzt aktuell auf den Corona Crash verwiesen und egal mit wem ich rede, die Skepsis überwiegt.

Passt.

Theoretisch besteht zu 50% die Wahrscheinlichkeit, dass ich Geld verliere.

Ich kann versuchen die 50% „Risiko“ zu verringern.
Strategien dafür sind Zeit, Sparpläne, ETFs, Stock Picking usw.

Aber es lässt sich nicht wegdiskutieren: Aktien sind riskantes Teufelszeug (aus Sicht des Risikovermeiders) und ich habe auch schon Geld verloren und werde es wahrscheinlich wieder tun. Genau so werde ich auch Geld verdienen.

Würde mir wer 7% Rendite (Euro) im aktuellen wirtschaftlichem Umfeld und unter Berücksichtigung der aktuellen Inflationsrate garantieren, ich hätte keine Aktien.

Tut aber keiner.

Auch die Zins-Heulsusen übersehen etwas:

Es gibt heute (quasi) keine Zinsen mehr auf Sparguthaben, bei historisch niedriger Inflation .. soweit keine Einwände.

In den 80/90ern konnte man beim Tagesgeld bis zu 5% Zinsen erhalten, auf Bundesschatzbriefe bis zu 7%

ABER bei Inflationsraten von bis zu 6%.

Merkste selbst.

Gefühlt hatte ich zwar mehr auf dem Konto, mehr kaufen konnte ich mir aber nicht.

Ist genau so wie heute.

Gefühlt habe ich weniger auf dem Konto, kaufen kann ich mir aber genau so viel.

Der Vergleich hinkt also.

Zurück zum Risiko:

Da Ottilie Normalbürger (risikolos) sowieso keine Zinsen bekommt (wie schon immer) konsumiert sie lieber. Und das ist gut (irgendwer muss ja meine Dividenden finanzieren).

Der reine Gedanke bei einer Anlage in Aktien Geld zu verlieren führt bei vielen Menschen zu prompter Schnappatmung und Bluthochdruck.

Besser ist da dann (aus Sicht von Ottilie) der Kauf eines Konsumguts (Auto, neuer Fernseher, neue Küche, teures Handy, fancy Urlaub usw.) welches entweder Folgekosten nach sich zieht oder in kürzester Zeit nix mehr Wert ist, am besten noch finanziert.

Um also auf den Punkt zu bringen:

Bevor Ottilie das Risiko eingeht mit einem Investment in Aktien ggf. Geld zu verdienen, geht sie lieber auf Nummer sicher und kauft Dinge die nach ein paar Jahren gar nichts mehr wert sind.

Das nenne ich dann Risiko.

3. Oktober 2020

Protector

Seit ich 2013 damit angefangen habe meine Dividendeneinnahmen zu notieren ist ganz schön was zusammen gekommen.

Diese Woche erreiche (einen weiteren nicht gesetzten) Meilenstein.

Netto habe ich in den letzten 7 Jahren 80.000 Euro Dividenden kassiert.

Macht pro Jahr um die 11.400 Euro.

Oder (in meiner Lieblingswährung Autos ausgedrückt) einen nagelneuen Tesla Model S (maximale Reichweite, zwei Motoren).

Im ersten Jahr (2013, nicht vollständig erfasst) waren es 4.000 Euro. Im letzten Jahr (2019) knapp 16.000 Euro. In 2020 werden es wahrscheinlich alles in allem 17.000 Euro sein (Corona, schwacher Dollar usw.)

Mein Depot steht aktuell „nur“ mit 7% im Plus. Das lag auch schon bei 30% im Februar 2020. Macht aber nix, da einerseits die Dividendeneinahmen das locker ausgleichen und ich mir als Buy&Hold Anleger sowieso nix davon kaufen kann.

Dann sitze ich noch ca. auf 40.000 Euro Bargeld da ich gerade eher konservativ mit dem Nachkaufen bin. Gibt da nicht so einen logischen Grund .. einfach mein Bauchgefühl.

Trotzdem habe ich in 2020 auch schon neun neue Werte ins Depot aufgenommen und bei einigen nachgekauft. Drei sind auch rausgeflogen.

Meine geplante Investitionssumme von 480.000 Euro wäre eigentlich in greifbarer Nähe .. da ich aber keine Eile habe kann das auch noch bis nächstes Jahr warten .. vielleicht dann mit Corona Impfstoff nem neuen US Präsidenten usw.

18. September 2020

The Holy Blechle

Sporadisch berichte ich über die autombilen Eskapaden meiner Nachbarn. Es wird mal wieder Zeit für ein Update .. oder?

Nachbar Napoleon .. ein Haushalt mit drei Personen .. hat nun ein größeres Update erfahren:

  • 3er BMW Cabrio
  • Porsche Cayman
  • Porsche Macan
  • undedfinierbarer Monster SUV (Koreaner?)
  • 20 Jahre alter Mazda Drölf?
  • Audi A1 (neu)
  • riesiges Wohnmobil (ganz neu)

Ihr lest richtig! Drei Personen, sieben Fahrzeuge. Er hat auf seinem Grundstück aber nur 5 Stellplätze. Ich bin mal gespannt wo der neue Camper dann die die 11 Monate des Jahres wohnt (wenn er nicht benutzt wird).

Mit Abstand am meisten wird der alte Mazda (oder auch Toyota) gefahren. Der ist so kaputt, dass er nicht auf dem eigenen Grundstück stehen darf (Öl tropft raus). Damit der Gehweg aber nicht besudelt wird liegt immer ein Karton unter dem Motorraum.

Mein jugendlicher Nachbar der von nem alten Audi A4 auf nen neuen 3er BMW gewechselt ist (und dann 7000 Euro in die Reparatur des Allradantriebs stecken musste) ist nun stolzer Fahrer eines 5er BMW Kombi. Wie er das finanziert ist mir immer noch ein Rätsel.

Auf dem Grundstück wurde dafür extra ein neuer Stellplatz gebaut. Sein Papa der auch in dem Haus wohnt fährt dagegen einen alten Ford Focus (scheint auch irgendwie fahrbar zu sein).

Bei Nachbar Gröfaz hat sich nichts geändert. Zumindest automobiltechnisch. Allerdings hat sich die Familie E-Bikes gekauft. Keine Tourenbikes sondern so richtige Fullys (vorne und hinten gefedert) für schweres Gelände. Dürften so in der 3000 Euro Region liegen. Gefahren wird damit aber höchstens auf Feldwegen.

Hab mir mal überlegt ob ich ihnen das mit der Einstellung der Sattelhöhe näherbringe .. die denken nämlich, umso tiefer man sitzt umso besser (Gruß an die Knie) .. habs dann aber gelassen und beobachte nur.

Und bei mir?

Mein kleiner Fiat 500 ist so etwa 10 Jahre alt. TÜV war dieses Jahr ohne Beanstandung. Neue Reifen waren fällig sonst keine Reperaturen. Ich fahre ihn immer noch sehr gern.

Habe herausgefunden, dass wenn ich ihn nicht putze, mein Vater das nach einigen Monaten nicht mehr erträgt und dann mein Auto freiwillig wäscht. Da hätte ich auch früher drauf kommen können ..

Und noch eine Geschichte die mir zugetragen wurde:

Ein Freund hat einen Kollegen der sich Anfang des Jahres zwei neue SUVs geleast hat. Fleißiger Kerl .. immer Überstunden und Samstagsarbeit.

Hat er sich natürlich ausbezahlen lassen.

Doof nur mit Corona. Weniger Aufträge, Kurzarbeit, es dürfen keine Überstunden mehr gemacht werden usw.

Ratet mal wer nun Probleme hat die Leasing Raten zu bezahlen.

Hier nun die Ergebnisse der vierten Woche meines Daytrading Experiments.

Start ist der Stand des Kontos bevor ich Trades gemacht habe.
Ende ist der Stand des Kontos nachdem ich für den Tag alle Trades geschlossen hatte.

Die vier Wochen in Geld:



Wie letzte Woche auch, hatte ich immer nur einen offenen Trade. Ich habe den DAX 30 Short und Long gehandelt.

Alles was ich mir sonst noch so notiert habe findet ihr hier: CFD – Experiment

Was soll ich sagen:

Ich stehe nach den vier Wochen mit extrem gemischten Gefühen da. Einerseits habe ich 3.500 Euro ertradet und auf der anderen Seite bin ich trotzdem froh das nicht mit echtem Geld gemacht zu haben.

Die erste Woche würde ich mal als reines Glück abtun. Ich kann mich kaum noch dran erinnern warum ich wo eingestiegen bin und was hätte alles schief gehen können.

Als ich angefangen habe ein Journal zu führen ist mir das klarer geworden und ich hatte mehr das Gefühl zumindest ab und zu Herr der Lage zu sein.

Selbst am letzten Tag habe ich noch einen Fehler gemacht der völlig unnötig war und zum Glück glimpflich ausgegangen ist: Bei 13.010 Punkten lag eine Unterstützung und ich bin bei 13.014 Punkten trotzdem noch Short gegangen. Ich weiß nicht mehr was mich geritten hat.

Will sagen … das Regelwerk muss in Fleisch und Blut übergehen. Alles nur zu „wissen“ reicht nicht. Das muss in dir drin sein ohne das du wirklich drüber nachdenkst.

Wenn man eine Trading Art gefunden hat mit der man sich wohl fühlt und die Gewinne erzielen kann: DABEI BLEIBEN. Keine Experimente. Ein Maurer fängt am nächsten Tag auch nicht damit an Dächer zu decken.

Am Abend schauen welche Trades richtig (ohne Fehler) liefern, welche riskant waren (aber gut ausgegangen sind) und welche Trades so richtig scheiße liefen ist aus meiner Sicht pflicht. Das sollte man dann auch niederschreiben sonst lernt man nichts dazu.

Ohne Basiswissen in Charttechnik geht es auch nicht. Man sollte Trendkanäle einzeichnen können, wissen was verschiedene Indikatoren aussagen und wie sie anzuwenden sind.

Dann wäre da das nette Pärchen Gier und Disziplin.

Wenn du die zu 100% kontrollieren kannst wirst du durch Trading Geld verdienen. Wenn du sie nur zu 98% kontrollieren kannst wirst du Geld verlieren.

Und das war mir klar und ich habe mich angestrengt und dennoch:

Du musst in Sekunden Entscheidungen treffen .. du darfst gar nicht drüber nachdenken müssen ob gerade die Gier oder die Disziplin dich steuert. Du musst die Gier mehr oder weniger deaktivieren .. was verdammt schwer ist wenn du gerade 80 Euro im Plus bist und denkst die nächsten 2 Pips kommen schon noch .. lief ja bisher auch nach meinem Plan .. und dann (in der nächsten Sekunde) ist dein schöner Plan am Arsch.

Trading ist wahrscheinlich zu 30% Wissen und Mechanik und zu 70% reine Übungssache. Du musst in jeden Fehler mal reinlaufen, du musst ihn spüren und es muss dich richtig ärgern es verkackt zu haben.

Mit jedem Fehler wirst du ein ganz kleines bischen besser.

Werde ich jetzt Trader?

Wer weiß?

Bevor ich allerdings daran denken würde .. ich habe in den vier Wochen nur die Spitze des Eisbergs gesehen. Ohne weitere 3-6 Monate Training würde ich das nicht wagen und kann es auch echt niemandem raten.

Jeder der das blauäugig mit der „Schau’n mer mal Attitüde“ macht wird sein Konto am Ende bei 0 stehen haben .. davon bin ich absolut überzeugt.

Hier nun die Ergebnisse der dritten Woche meines Daytrading Experiments.

Start ist der Stand des Kontos bevor ich Trades gemacht habe.
Ende ist der Stand des Kontos nachdem ich für den Tag alle Trades geschlossen hatte.

Wie letzte Woche auch, hatte ich immer nur einen offenen Trade. Ich habe den DAX 30 Short und Long gehandelt.

Ein Punkt im Dax = 1 Euro. 5er/10er Hebel.

Gegen 8:40 Uhr habe ich mir die Unterstützungen und Widerstände des Tages in den 15 Min Chart eingetragen.

Dann habe ich bis 9:30 – 10:00 Uhr gewartet und geschaut ob sich handelbare Muster ergeben.

Was ich diese Woche gelernt habe:

  • Disziplin, Disziplin, Disziplin, Disziplin, Disziplin, Disziplin .. FUCK
  • Hoffnung ist für den Arsch
  • einfache Regeln
  • als Anfänger am besten nur ein Muster handeln (also bei zwei bin ich schon überfordert)
  • hart aussteigen wenn die Strategie bzw. das Muster sich nicht bestätigt
  • soft einsteigen .. also lieber mal 1-2 Candles abwarten
  • das Signal ist schlauer als mein Kopf
  • mein Kopf ist dumm, mein Bauch noch dümmer
  • Üben, üben, üben .. ohne Nachzudenken .. das Signal bestimmt ALLES!
  • Vertrauen in mein Trader Talent habe ich trotzem noch nicht .. allerdings fühle ich mich nicht mehr so maximal unerfahren wie letzte Woche

Ich habe mich am Freitag (mal wieder) nicht an die Regeln gehalten und ein Muster nicht abgewartet bzw. gedacht ich kann etwas später auch noch einsteigen .. bin trotzdem mit +60 Euro raus und habs dann für den Tag gelassen.

Sonst wäre ich mit fast 300 Euro plus raus.

Den 200 Punkte Rücksetzer (im DAX) am Freitag Nachmittag habe ich allerdings nicht mitgetradet.

Nächste Woche möchte ich sehen ob mein relativ einfaches Setup weiter funktioniert.

Gedanken am Rande:

Ich halte mich weder für einen schlauen, noch einen guten Trader. Das kann ich auch nach drei Wochen üben gar nicht sein. Vielleicht gehe ich zuviel Riskio ein und habe einfach viel viel Glück?

Manchmal denke ich am Abend ganz ernsthaft drüber nach ob mir am nächsten Tag auch erfolgreiche Trades gelingen werden.

Was ich merke .. mit jedem Trade werde ich etwas routinierter und wenn ich einen Fehler mache (Regeln nicht beachten, übermütig werde usw.) weiß ich das meist direkt, nachdem ich den Trade eröffnet habe und es hat sich fast immer gerächt.

Einfach finde ich es auch nicht. Also es ist auf jeden Fall „Arbeit“ .. Kurse beobachten, abwägen man muss ganz schön aufpassen und schnell reagieren können und wollen.

Trotz dem Plus auf dem Handelskonto bin ich nach wie vor froh das es sich nur um ein Demokonto handelt. Ich fühle mich einfach noch nicht sicher und abgebrüht genug ..

Hier nun die Ergebnisse der zweiten Woche meines Daytrading Experiments.

Start ist der Stand des Kontos bevor ich Trades gemacht habe.
Ende ist der Stand des Kontos nachdem ich für den Tag alle Trades geschlossen hatte.

Ich hatte immer nur einen offenen Trade. Ich habe den DAX 30 Short und Long gehandelt.

Ein Punkt im Dax = 1 Euro. 5er/10er Hebel.

Der aufmerksame Leser sieht, dass ich ich zwar immer mehr Gewinntrades als Verlustetrades hatte, aber am Dienstag (Overall) mit einem Minus aus dem Tag gegangen bin. Am Freitag habe ich mit 5 Euro auch keinen nenneswerten Gewinn mitgenommen.

Ebenso ist die Höhe der restlichen Tagesgewinne etwas weiter von der ersten Woche entfernt.

Man kann sagen, dass ich Probleme habe einen Verlust (früh) zu realisieren.

Was ich diese Woche gelernt habe:

  • Disziplin, Disziplin, Disziplin und nochmal Disziplin.
  • wenn du dich nicht an deine Regeln hälst = Verluste
  • überlege dir genau was du traden willst: Trends, Gaps, welche Muster usw.
  • wie ist das Setup? Willst du schnell wieder raus, den Trade laufen lassen, wie lange willst du drin bleiben?
  • handle NIE impusiv .. schalte deine Emotionen ab.
  • formuliere (laut) den Grund warum du einen Trade eröffnest.
  • definiere vorher wann du verkaufst (Stop Loss, Take Profit).
  • mache nach einem Trade mindestens 15 Minuten Pause und schau dir dabei nicht den Chart an.
  • warte ab, wie ist der Trend?
  • gegen den Trend zu handeln ist gefährlich.
  • der Spatz in der Hand ..
  • die erste Woche war von viel, viel Glück bestimmt
  • die Basics von Charttechnik, Mustern usw. solltest du im Schlaf können

Ich habe mich des öfteren nicht an meine Regeln gehalten (besonders Dienstag und Freitag).

Wenn ich an den zwei Tagen meine Spatz in der Hand Regel beachtet hätte, wären beide Tage mit einem Plus von fast 200 Euro beendet gewesen.

Die Gier hat aber übernommen und ich hielt mich für nen tollen Hecht .. schön das es bestraft wurde.

Hier nun die Ergebnisse der erste Woche meines Daytrading Experiments.

Start ist der Stand des Kontos bevor ich Trades gemacht habe.
Ende ist der Stand des Kontos nachdem ich für den Tag alle Trades geschlossen hatte.

Ich hatte immer nur einen offenen Trade.

Der längste Trade dauerte ca. 45 Minuten. Das war nicht gut da ich am Anfang ins Minus gelaufen bin und nervös wurde. Meine Indikatoren stimmten am Ende allerdings doch und ich bin mit Gewinn raus. Trotzdem fühlte ich mich nicht so wirklich gut dabei.

Der kürzeste Trade war ca. 20 Sekunden und brachte einen Gewinn von ca. 40 Euro.

Screenshot aus der Plattform:

CFD

Random Facts:

  • der größte Verlust Trade lag bei etwa 203 Euro
  • der größte Gewinntrade bei 455 Euro
  • Aufwand pro Tag bisher: ca. 15 Minuten
  • Trading Time immer zwischen 09:30 und 10:30
  • Motto: Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach
  • hab mich zu 90% an meine Regeln gehalten
  • ich habe der Versuchung widerstanden wild weiterzutraden wenn ich erfolgreich war
  • bin nicht kopflos geworden nach einem Verlust

Ein kleines Experiment.

Ich werde für 30 Tage zum Daytrader im CFD Handel.

Im Juli habe ich damit herumexperimentiert. Nun versuche ich (einfach gesagt) einen Monat lange erfolgreich zu traden und am Ende NICHT mit einem Minus herauszukommen.

Ich mache das allerdings mit einem Demo Konto und somit nicht mit echtem Geld.

Ich will herausfinden ob man damit auf Wochen- und Monatsbasis Geld verdienen kann.

Ich nenne keinen Broker, und ich weise nochmal drauf hin das 75% – 85% der Trader binnen 12 Monaten ihr Konto auf NULL runterhandeln und somit den kompletten Einsatz verlieren. Dadurch das es bei den meisten Brokern aber keine Nachschusspflicht mehr gibt, ist der Verlust aber auch auf den Einsatz gedeckelt.

Ausgangslage:

  • 10.000 Euro Handelskontowert
  • ich handle nur den DAX
  • ich handle nur zu XETRA Zeiten, bevorzugt am Vormittag
  • bevorzugt Scalp Trading (Sekunden / Minutenbasis)
  • so wenig Trades wie möglich (am liebsten nur einen am Tag)
  • bei >= 200 Euro Gewinn ist Feierabend für den Tag
  • bei >= -200 Euro Verlust ist Feierabend für den Tag
  • das Wochenziel ist ein PLUS auf dem Handelskonto
  • ich handle nicht auf dem Handy und nutze einen deutschen Broker
  • ich nutze den SMA und MACD für Handelssignale
  • trotz des synthetischen Setups versuche ich mich „echt“ zu verhalten

Im Juli habe ich viel herumexperimentiert und alles mögliche gehandelt (Währungen, Rohstoffe, Crypto ..) da hatte ich teilweise Tagesverluste von 1200 Euro.

So .. nun mal sehen was passiert.

Wenn ich am Ende des Monats mit horrenden Verlusten wie ein Depp dastehe: GUT – Q.E.D.

Wenn ich wider erwarten mit Gewinnen den Monat beende: Keine Ahnung.

Zwei mal im Jahr prüfe ich die erhaltenen und prognostizierten Dividenden. Die Idee dahinter: prüfen ob Dividenden wachsen, stagnieren und gar sinken.

Das dies dieses Jahr eher Ernüchterung mit sich bringen wird war spätestens seit der Zunahme der weltweiten Coronafälle klar.

Aber wie schaut es nun wirklich aus?

Ich habe 80 Dividendenzahler im Depot.

  • drei haben die Dividenden komplett gestrichen: Aurelius, MPH Health Care, Taylor Wimpey
  • weitere 11 haben die Dividende im Vergleich zu den Ausschüttungen 2019 gesenkt: zwischen -2% und -73%
  • weitere 11 halten die Dividende stabil aber erhöhen nicht (< +1%)
  • 55 erhöhen aktuell auch die Dividenden in 2020 (> +1%)

Meine Netto Dividenenprognose für 2020 war nördlich von 18.000 Euro. Diese muss ich nun korrigieren. Zum einen ist der Dollar aktuell schwächer gegenüber dem Euro was mich (sollte das so bleiben) um etwa 800 Euro zurücksetzt.

Die gesenkten bzw. gestrichenen Dividenden können durch die Steigerungen leider nicht aufgefangen werden und machen nochmal etwa 1200 Euro aus.

Statt > 18.000 Euro netto werde ich wahrscheinlich nur > 16.000 Euro Dividenden in 2020 kassieren.

Warum fangen die Steigerungen die Senkungen und Ausfälle nicht auf?

Ich habe eine Mischung aus eher soliden Dividendenaristokraten und einigen riskanteren Hochdividendenzahlern im Depot. Die Hochdividendenzahler lagen in den vergangenen Jahren bei Dividendenrenditen von über 5% bzw. meist über 7,5% bis 12%. Und hauptsächlich die sind es nun die die Zahlungen massiv kürzen oder ganz Einstellen.

Das Risiko war mir bewusst, es ärgert mich nicht sonderlich und auch sonst habe ich keine schlaflosen Nächte deswegen.

Die Konsequenz?

MPH und Aurelius fliegen aus dem Depot. Taylor Wimpey schaue ich mir noch eine Weile an, weil ich die fundamental gut finde.

Dann werde ich mich wahrscheinlich noch von Service Properties Trust und dem Global X SuperDividend ETF trennen.

Außerdem schwöre ich mir (wie immer nach solchen Aktionen) solidere Investments zu tätigen und drauf zu achten mehr Qualität (gute, solide Geschäftsmodelle) als Quantität (hohe Dividendenrenditen) zu kaufen.

23. Juli 2020

CFD Handel

CFD = Differenzkontrakt .. oder kurz du kannst hochgehebelt auf alles mögliche handeln oder wetten.

Je nachdem wie man es sieht.

Es gibt diverse Anbieter mit ihren eigenen Handelsplattformen und alle bieten ein kostenloses Demokonto an wo man sich daran versuchen kann.

Man bekommt ein paar tausend Euro Spielgeld und kann dann einfach mal loslegen.

Aussehen tut das so:

CFD Handel .. S&P 500

Und funktionieren tut das so:

  • man wählt sich einen Basiswert aus, ne Aktie, nen Index oder ein Währungspaar
  • öffnet den Chart und überlegt sich dann ob die Sache steigt oder fällt
  • glaubt man das der Index steigt kauft man x Long Kontrakte
  • man kann bei den meisten Anbietern nur soviel Kontrakte kaufen wie das Konto gedeckt ist (Margin)
  • dadurch das es in der Regel hoch gehebelte Kontrakte sind kann man mit wenigen Euro Einsatz in kürzester Zeit viel Geld „erspielen“ oder verlieren
  • die meisten Anbieter haben mittlerweile keine Nachschusspflicht mehr, wenn du also deine komplette Einzahlung verzockt hast ist zumindest dein Häuschen noch sicher
  • die meisten Trades gehen nur ein paar Minuten oder Sekunden
  • Stops usw. kann man setzen
  • der Anbieter verdient am Spread

Wie komme ich jetzt auf CFDs?

Ich zocke gerne: Kartenspiele, Tabletop, Rollenspiele, Shooter, Strategie usw. virtuell oder im echten Leben ist mir dabei egal.

Der Handel mit CFDs macht psychisch das selbe mit mir. Ich bin völlig fasziniert davon und verliere mich für Stunden in den Charts und in den Handelsplattformen.

Ich eröffne alle paar Jahre mal wieder ein Demo Konto um zu sehen ob ich den Markt schlagen kann. (duck und weg .. ;))

Meistens ist zuerst das Spielgeld weg .. bevor der Testzeitraum abläuft.

Sprich ich habe es noch nie geschafft stabil und längerfristig Gewinne mit CFDs zu machen .. was mich dann auch davon abhält es mit echtem Geld zu versuchen.

Obwohl ich das mitterweile sehr diszipliniert mache … also ich fühle mich nach nem Verlusttrade echt so als ob ich mein Geld verloren habe .. und ich handle nicht einfach unüberlegt vor mich hin. Ich versuche Verluste zu begrenzen. Moneymanagement etc.

Laut diversen Studien und den Informationspflichten der Anbieter bin ich damit aber nicht alleine. Zwischen 75% und 85% der CFD Trader verlieren dauerhaft Geld.

Habt ihr das schon mal ausprobiert?