getmad erst nachdem wir alles verloren haben, haben wir die freiheit, alles zu tun…
18. März 2017

My House On Mars

Das ich an der finanziellen Freiheit arbeite sollten alle mitbekommen haben. Definiert habe ich die finanzielle Freiheit bei 1500 Euro netto Einnahmen im Monat für die ich rein gar nichts machen muss. Dazu benötige ich etwa 360.000 bis 400.000 Euro. Dieses Geld liegt am Kapitalmarkt und bringt 5+% Zinsen im Jahr. Was dann etwa 20.000 Euro im Jahr wären. Das kann ich auf den Kopf hauen oder meine Rechnungen damit bezahlen. In drei bis sieben Jahren werde ich das Ziel höchstwahrscheinlich erreicht haben.

Ein Effekt der sich da einstellt ist Ruhe und Gelassenheit gegenüber meinen Arbeitgebern. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das folgendes:

Früher hab ich im Job manch saure Pille geschluckt, einfach um den Job zu behalten und nicht in der Firma aufs Abstellgleis geschoben zu werden. Ich habe meine Chefs weniger mit meinen Ansichten konfrontiert sondern deren Entscheidungen einfach akzeptiert und umgesetzt.

Mittlerweile ist der Hebel, den ein Vorgesetzter bei mir hat, zu einem „Hebelchen“ verkommen. Mit der Kohle die ich jetzt schon auf der Seite habe muss ich theoretisch die nächsten 15 Jahre gar keinen Finger mehr krumm machen. Wenn ich ohne Job da stehen sollte kann ich einfach mal 6 Monate in Urlaub fahren, entspannen, den Kopf freibekommen und mir dann mit viel Zeit was Neues suchen.

Meine Masterplan wirft das dann maximal um ein Jahr zurück .. wenn überhaupt.

Das ist also der Nebeneffekt beim Geldspeicher bauen. Schon während du dran arbeitest machst du dich von einem Chef und einer Erwerbstätigkeit unabhängig. Außerdem merkst du recht schnell ob du nen Job wegen der Kohle machst ODER weil du einfach Bock drauf hast.

Finanzielle Freiheit beginnt also eigentlich schon früher .. nämlich dann wenn du ohne finanzielle Konsequenzen deinen Job hinwerfen kannst und dir kein Arbeitsamt von innen ansehen musst.

Du kannst dir gar nicht vorstellen was das mit deiner Psyche macht .. zu wissen: Du hast einen hohen Betrag auf der Seite der dich (wenn dich alles ankotzt) weich fallen lässt.

Kommentare:


  1. SODL

    Wann startest Du Deinen eigenen Youtoube-Kanal zum Thema „passives Einkommen“ und verkaufst ein eBook? 😉
    Coole Sache! Ich arbeite seit einer Weile mit thesaurierenden ETFs zum Vermögensaufbau. Damit sich das ausschüttend lohnt sind da noch ein paar Tausender mehr im Depot notwendig…
    Du machst das ja eher mit Einzelaktien, wenn ich das richtig sehe. Gibt es da einen Grund dafür? Einfach, weil es Dir Spaß macht oder weil Du wirklich glaubst besser als ein Index zu sein?

  2. Matthias

    lass das mal die ganzen Jungspunde machen 😉 Bei mir gibts nur Exklusivberatung!

    Also während ich ausnahmslos jedem empfehle in ETFs zu investieren tue ich es meistens nicht .. das stimmt .. ich glaub ich hab 3-4 ETFs .. aber das meiste in Einzelwerten. Das ist glaub ich ein Überbleibsel meines Zockergens .. um das Ganze für mich spannend zu halten brauche ich ein greifbares Unternehmen mit dem ich sozusagen „mitfiebern“ kann.

    Kurzfristig habe ich dabei vielleicht Glück oder Pech (ich hab beides) .. mittel und langfristig glaube ich aber nicht das ich den Index schlagen kann .

    Jedem der sich für die Finanzwelt interessiert sage ich allerdings er soll mal ein bis zwei Einzelaktien kaufen .. am besten von Firmen die er toll findet und die ein solides Geschäftsmodel haben .. einfach um auch ein Gefühl dafür zu bekommen. Die Großteil der investierten Summe aber in EFTs ..

  3. SODL

    Soso… was kostet denn eine Beratungsstunde bei Dir?! 😉

    Ok – dann hatte ich das ja richtig auf dem Schirm. Ich habe nach wie vor Aktien meines Arbeitgebers und ETFs. Mehr möchte ich damit eigentlich nicht beschäftigen. 🙂

  4. Matthias

    2-3 doppelte Espressos .. so in etwa 😉

    So ist es auch richtig .. bei deinem AG bekommste die Geschäftsentwicklung ja zwangsläufig mit und kannst ggf. reagieren ..

  5. Ben

    @ SODL

    Denk dran: du hast ein Klumpenrisiko in deinem Vermögen, wenn du Aktien von deinem Arbeitgeber im Portfolio hast.
    (Assetklassen Aktien und Humankapital)
    Sollte es mal mit dem AG bergab gehen und du verlierst deinen Job PLUS die Aktien fallen – not cool.
    Ich denke man kann darauf auch schlecht reagieren.
    Wenn die schlechten Nachrichten bekannt werden, fallen die Kurse ganz schnell.

    Das wäre mir persönlich zu gefährlich!
    Aber ich bin auch ein Sicherheitsfanantiker… 😉

    Viele Grüße
    Ben

Du hast auch was zu sagen: