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26. Mai 2021

Podcast #007 – Effie

Effie ist 34 Jahre alt und ich kenne sie schon eine ganze Weile, wobei kennen zuviel gesagt wäre. Wir folgen uns gegenseitig auf Twitter haben uns aber im echten Leben noch nie gesehen und auch nicht miteinander gesprochen.

Vor einigen Wochen hat sie mich angeschrieben und gefragt ob ich Tipps habe wie man am besten mit dem Geld anlegen anfängt. Daraufhin habe ich ihr einige Links geschickt und gefragt ob sie nicht Lust auf einen Podcast hätte, wo sie dann ihre Fragen stellen kann.

Zu meiner großen Freude hatte Effie Lust und so reden wir in dieser Folge über ihr Jahr in Kanada, Geld und Investments und ganz viel über Katzen.

Auf Twitter könnt ihr Effie auch folgen

Hier ist das Transcript.




ich berufe mich ein bischen auf den Artikel von FYouMoney den ihr hier findet.

Es geht hier nicht um Sinn oder Unsinn einer Dividendenstrategie vs. Sparpläne in thesaurierende ETFs. Das ist ne andere Geschichte.

Als ich mit der Dividendenstrategie (was ein scheiß Wort) angefangen habe .. habe ich (leider) vornehmlich auf hohe Ausschüttungen geachtet. Alles was 7 und mehr Prozent Dividende versprochen hat war spannend und fast gekauft. Ich habe wenig drauf geachtet ob das Geschäft gut läuft, ob die Zukunftsaussichten gut sind und ob z.B. aus der Substanz gelebt wird.

Zwei Aktien die ich hier nennen will sind Pitney Bowes und Seadrill.

Mit beiden bin ich vor 5-6 Jahren granatenmäßig auf die Nase gefallen.

Als ich die Werte gekauft habe gab es noch hohe Ausschüttungen. Das änderte sich aber schnell. Die Kurse der Unternehmen gingen irgendwann in den freien Fall über, die Ausschüttungen wurden reduziert.

Im Falle von Pitney Bowes: 2013: -50%, 2019: -75% .. oder in Worten: von 36 US Cent auf heute 5 US Cent. Seadrill ging 2017 insolvent.

Ich hatte da noch weiter unrühmliche Werte im Depot wo ich ins fallende Messer gefasst habe. Von allen habe ich mich mit großen Verlusten getrennt.

Das Zauberwort für mich ist heute: Unterbewerte Dividenden-Wachstumsaktien.

Ich schaue im Grunde nur noch drauf ob eine Dividende bezahlt wird, wichtiger ist mir eine reglmäßige Erhöhung welche durch das Wachstum des Geschäftes der Firma zustande kommt. Ausschüttungen sollen nicht aus der Substanz kommen und möglichst auch einen großen Spielraum für Investitionen lassen. Dabei mag ich starke Brands, Firmen die gute Margen fahren oder im allgemeien Marktführer. Wenn ich Aktie dann noch günstig bekomme schlage ich zu.

Ganz einfach .. weil diese Dividenden (auch wenn sie nicht so hoch sind), sicher sind und das ist erst mal das wichtigste. Wenn die dann über die Jahre wachsen freue ich mich jedes mal an der Erhöhung und da die Firmen nicht so hart an der Kante surfen wie damals Seadrill gibts auch keine großen Schwankungen bei den Kursen (in der Regel gehts sanft bergbauf).

Da AT&T gerade heiß diskutiert wird.

Die Dividende soll stark sinken, da AT&T seine Medienaktivitäten in eine neue Firma auslagert. Für mich ist das aber, alles andere als ein Grund jetzt zu verkaufen nur weil die Ausschüttungen geringer werden.

Ich werde mir ansehen wie die zwei neuen Firmen aufgestellt sind und erwarte eigentlich, dass sich beide gut entwickeln werden. Beide können sich nämlich dann auf ihr Hauptgeschäft konzentrieren und müssen nicht mehr den Gemischtwarenladen verwalten.

19. Mai 2021

Podcast #006 – David

Dieses Mal ist mein Gast David. Er ist in (Ost) Berlin aufgewachsen, hat in Frankfurt an der Oder und in Zittau studiert und lebt heute mit seiner Partnerin in Karlsruhe.

Seit 2014 investiert er in Aktien, Peer2Peer Kredite und Crowdfunding Projekte (hier mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit). Wir sprechen über seinen Werdegang bis heute und David erzählt sehr schön wie er sich an Aktien und ETFs rangetastet hat – vom ersten ETF Sparplan bis zu seinen 50 Einzeltiteln im Depot. Während des Corona Crashes hat er sogar einen kleinen Kredit aufgenommen um mehr investieren zu können. 

Natürlich driften wir auch ab und landen bei Themen wie: Was es bedeutet im Hören eingeschränkt zu sein, vegane Ernährung, seinen Job, Stadtentwicklung und (kurz) Reisen.   

Hier ist das Transcript.

Feedback gerne in die Kommentare.




18. Mai 2021

Wasserstand

Ich eiere um die 700.000 Euro Depotwert rum .. es waren schon mal 720.000 Euro, dann auch mal kurz wieder 693.000 Euro. Das liegt zum einen daran das es letzte Woche etwas Schluckauf im Dow gab und zum anderen weil Value Aktien seit Anfang des Jahres besser laufen als die Tech Gegenstücke und ich ja eher ein Old Economy Depot habe .. oder wie man das heute nennt.

Oder mal so ausgedrückt:

Ende 2020 lag mein Depot bei 560.000 Euro .. gestern lag mein Depotwert bei ca. 705.000 Euro.
In den 5+ Monaten habe ich für etwa 30.000 Euro Aktien gekauft und 7.500 Netto Dividenden kassiert.

Das sind also 145.000 Euro bzw. 25% an Zuwachs in nicht mal 6 Monaten und das Ganze während der Dollar heute bei 0,81 Cent rumeiert.

Bei 99,9% Aktienquote und nem Cashbestand von ca. 15.000 Euro.

Ja .. mit Bitcoin wären es bis dato 64% gewesen .. aber will schon von Elons Gnade abhängig sein.

Kann mich also nicht beschweren.

Feiern tu ich es auch nicht .. ich hab ja außer Aktien kaufen (und nicht mehr verkaufen) nicht viel getan.

Kann es so einfach sein?

Offensichtlich.

Und sonst so?

Nachbar Napoleon hat seinen alten Toyota verkauft. Das Wohnmobile hat seit Kauf den Landkreis nicht verlassen und wird immer nur dann bewegt wenn einer der Porsches aus der Garage muss. Das Haus neben ihm ist im Rohbau fertig und ich bin gespannt wer es kauft und welche Leute da einziehen. Vielleicht sollte ich ihnen nahelegen eine Rechtsschutz Versicherung abzuschließen. Denn offensichtlich gibt es Stress mit dem Nachbarn auf der anderen Seite, es geht um Grundstücksgrenzen, wer wem in Whirlpool guckt und wer zum Henker dafür verantwortlich ist, das seine Thuja Hecken sterben.

Mein Podcast macht mir Spass, ich finde es inspirierend mit verschiedenen und mir unbekannten Menschen zu reden. Vor allem da in Deutschland noch immer zu wenig über Geld gesprochen wird. Vor allem wenn Bundestagsabgeordnete (selbst von Die Linke) so nen Stuss verbreiten. Man kann gerne antikapitalistisch sein, doch nur weil ich etwas nicht mag oder schlecht finde sollte man keine Unwahrheiten verbreiten.

Vielleicht kann ich mit dem Podcast dazu beitragen, das mehr Menschen über Geld und alles was damit einhergeht, sprechen. Würde mir schon reichen.

Dementsprechend .. meldet euch wenn ihr reden wollt.

auf die Grüne Kanzlerin und das Gespenst.

Mir ist es schwer gefallen alle Kommentare irgendwie angemessen zu würdigen. Darum oder vielleicht deshalb hier ein Video wo ich es zumindest versuche.

Das war auch (glaube ich) der vierte Anlauf … und wahrscheinlich mache ich nie wieder ein Video 🙂



Samuel kommt aus Heidelberg, hat vor Kurzem sein Abi gemacht und studiert in Stuttgart Wirtschaftswissenschaften. Er ist erst seit einem Jahr an den Kapitalmärkten aktiv und hat in dieser kurzen Zeit schon so einige Dinge (neben Aktien) ausprobiert.

Er hilft seinen Eltern bei der Verwaltung ihres Vermögens und hat eine  wirtschaftsliberale Grundhaltung. Am Anfang erzählt Samuel was er schon alles gehandelt hat, aber mit der Zeit entspinnt sich eine sehr spannende politische Diskussion.

Wir reden über den Berliner Mietpreisdeckel, das Bundesverfassungsgericht und wie viel „Staat“ wir im täglichen Leben haben wollen. Ist mehr Eigenverantwortung der Bürger notwendig und was ist eine sinnvolle Mischung zwischen Staatseingriff und Liberalität? Samuel hat mich mit seinen 19 Jahren einige Male zum Nachdenken gebracht.

Hier ist das Transcript.




Das ist nun vorerst die letzte Folge die ich in der Pipeline habe. Ich würde aber gerne weitere Folgen machen.

Darum ein Aufruf:

Wenn ihr auch Lust habt mit mir zu sprechen schreibt mir doch einfach: matthias.hotz@gmail.com

Mein Gast heute ist Daniel. Er ist 28 Jahre alt und kommt aus der Nähe von Regensburg. Als Daniel sein Depot eröffnet hat, musste er den Antrag noch von seiner Mutter unterschreiben lassen. Wir reden über den Kauf seiner allerersten Aktie, was für ihn ein Investment Case ist und wann Daniel sich wieder von Aktien trennt.

Er investiert aber nicht nur in Aktien sondern auch in Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum und IOTA) und Peer2Peer Kredite. Mit Bitcoin hat er seinen Einsatz mehr als verzehnfacht und aktuell verfügt er über ein Vermögen von etwa 700.000 Euro. Mit den Jahren und dem wachsenden Depot ist er auch sparsamer geworden und gibt nur Geld für Dinge aus die ihm wirklich wichtig sind.

Wir sprechen ne ganze Weile über unsere unterschiedlichen Ansichten zu Kryptowährungen und Daniel kann sehr gut darlegen, warum er Bitcoin für eine sichere und bessere Alternative, im Vergleich zu herkömmliche Währungen, hält. 

Gerne Feedback!

Hier ist das Transcript.

Und wenn ihr auch teilnehmen wollt: matthias.hotz@gmail.com




28. April 2021

Podcast #003 – Imanuel

Dieses mal spreche ich mit Imanuel. Er ist 24 Jahre alt, verheiratet und lebt in Brandenburg. Imanuel ist gläubiger Christ und wegen der Coronakrise hat er seinen Job als Industriemechaniker verloren.

Etwas desillusioniert durch die Maßnahmen der Agentur für Arbeit bezieht er aber kein Arbeitslosengeld mehr, sondern arbeitet an einem Projekt um Geldanlage mit christlichen bzw. moralischen Werten zu vereinbaren und an andere Menschen zu vermitteln.

In den letzten 2,5 Jahren haben seine Frau und er über 70.000 Euro in ETFs investiert und selbst mit einem Einkommen, schaffen sie es immer noch Geld zu sparen. Imanuel erzählt warum er nicht studieren oder umschulen will und wie er sich seine Zukunft vorstellt.

Gerne Feedback!

Und wenn ihr auch teilnehmen wollt: matthias.hotz@gmail.com




Transkript

Dann habe ich ich (testweise) hier ein Transkript. Lieber Aktiensozialist vielleicht schaust du mal rein und gibst Feedback. Es sind nur die ersten 10 Minuten und das Transkript wurde automatisch erzeugt. Die Trefferquote der erkannten Wörter liegt bei +/- 90%.

Hier der Link

Ich weiß, das es nicht perfekt ist. Aber es lässt sich für mich mit recht geringem Aufwand erzeugen und du könntest das Gespräch als Ganzes nachlesen?

Verfügbarkeit

In allen großen und bekannten Podcast Verzeichnissen solltet ihr mich nun auch finden:

Apple Podcasts
Spotify
Google Podcasts
Pocket Casts

Fehlt was wichtiges? -> Melden 🙂

Update 30.04.2021 – Transcript

Lieber Aktiensozialist,

hier ist das komplette Transkript:
https://prey.getmad.de/podcast/#003-imanuel

Du kannst gerne noch einmal Feedback geben.
Für die nächsten Folgen plane ich das auf dem selben Weg zu machen.

– das Gespenst der grünen Kanzlerin.

(gemoppst von Marx und Engels und für 173 Jahre später angepasst)

In meiner Filterblase (Twitter) haben diverse Investoren und Anleger etwas Angst. Angst vor einer Grünen Regierung. Nimmt man dann noch als mögliche Koalitionspartner die SPD und die Linke dazu, wird aus dieser Angst schon fast Panik. Die Ankündigung das Land zu verlassen habe ich nicht selten gelesen.

Die Angst ist ganz konkret folgende:

  • Höhere Steuern für Gutverdiener
  • Höhere Steuern auf Aktiengewinne und Kapitalerträge
  • Einführung einer Vermögenssteuer
  • Einführung einer Finanztransaktionssteuer
  • Abschaffung der Abgeltungssteuer
  • Allgemein mehr Umverteilung von „Reich zu Arm“
  • Höhere Erbschaftssteuer für „Reiche“

Was ist dran?

Das meiste da oben steht im Wahlprogramm der Grünen.
Soweit so gut.

Also Angst gerechtfertigt?

Gehen wir mal davon aus, die Grünen können alles so umsetzten wie sie sich das vorstellen (was in der Vergangenheit nicht oft der Fall war und es eher zum Kompromissen kam).

Gucken wir mal:

Höhere Steuern für Gutverdiener

Konkret:
Anhebung den Spitzensteuersatzes für Single Einkommen ab 100.000 Euro auf 45%

Praktisch:
Erhöhung um 3%, da der ja schon bei 42% liegt. Das führt zu einer Mehrbelastung von min. 3000 Euro im Jahr für Leute die über > 50k netto liegen .. und die Grünen sprechen NICHT vom Grundtarif sonder explizit nur vom Spitzensteuersatz

Was denke ich:
Gott .. nicht geil .. aber lässt sich verschmerzen.

Höhere Steuern auf Aktiengewinne und Kapitalerträge / Abschaffung der Abgeltungssteuer

Konkret:
Abschaffung der Kapitalertragssteuer (~25%). Versteuerung erfolgt mit persönlichem Steuersatz.

Praktisch:
Belaufen sich deine Einnahmen pro Jahr auf ca. 44.000 Euro BRUTTO zahlst du weiter 25% Steuern auf Kapitalerträge. Liegen sie drüber zahlst du mehr. Liegen sie drunter zahlst du weniger. Kommst du auf ca. 35000 Euro/brutto wären es nur 20%. Kommst du auf 100k brutto wären es etwa 33% (Beispiele für Singles).

Was denke ich:
Hört sich irgendwie fair an .. auch wenn ich mehr Steuern zahlen muss.

Einführung einer Vermögenssteuer

Konkret:
Ab 2 Mio Vermögen: 1% Steuer pro Jahr

Praktisch:
Keine Äußerung was die Bemessungsgrundlage sein soll. Wahrscheinlich Immos, Bargeld, Depots, Sparguthaben, Unternehmen, Lebensversicherungen, Kunst und Luxusgüter etc.

Was denke ich:
Hmm .. ist mir aktuell eigentlich egal.

Einführung einer Finanztransaktionssteuer

Konkret:
Steuern auf Kauf und Verkauf von jeder Art Wertpapier.

Praktisch:
Höhe ist nicht bekannt. Man kann aber spekulieren, dass die bei +/- 0,2% liegen könnte. Kaufst du für 5000 Euro Aktien, gehen also 10 Euro an den Fiskus.

Was denke ich:
Jo .. wenn es die Zocker abkühlt soll es mir recht sein.

Allgemein mehr Umverteilung von „Reich zu Arm“

Konkret:
Siehe Maßnahmen oben. Gibt es denn weitere?

Praktisch:
Keiner wird sich 3000 Euro von einem Konto schnappen und es dem verschuldeten Hartz IV Empfänger überweisen. Nein auch gibt es keine Enteignungen.

Was denke ich:
Umverteilung ist mir zu „schwammig“. Ich brauche konkrete Fakten.

Höhere Erbschaftssteuer für „Reiche“

Konkret:
Die Erbschaftssteuer berücksichtigt Freibeträge, Verwandtschaftsverhältnisse usw. und kann so pauschal nicht ausgedrückt werden.

Praktisch:
Erbst du von deinen Eltern 1 Mio Euro und bis über 27 Jahre zahlst du 90.000 Euro Steuern. Eine selbstgenutzte Immobilie ist steuerfrei. Erbst du zusätzlich eine vermietetes Haus im Wert von 500.000 Euro sind wir schon bei knapp 200.000 Erbschaftsteuer.

Was denke ich:
Wir werden uns überraschen lassen müssen wie eine Änderung konkret aussieht.

Und sonst so?

Du kannst natürlich sagen, wenn die Linken in der Regierung mit am Start sind wird alles vielleicht noch schlimmer. Dann kann ich aber sagen, viele Grünen Wähler dürften Gutverdiener sein. Möglicherweise will man es sich mit dieser Gruppe doch nicht komplett verscherzen.

Schlagwörter wie Enteignung, Steuern sind Raub usw. lasse ich auch nicht gelten da dies einfach nicht stimmt.

So .. und was denkt ihr?

Update: 26.04. – 20:25 Uhr

Ich habe da wohl ein sensibles Thema erwischt. Finde ich okay und ich lasse hier ja auch gerne jede Meinung zu. Ich selbst habe noch nie Die Grünen gewählt und weiß bis jetzt noch nicht ob ich es im Herbst 2021 tun werde.

Mein ganz grundsätzliche politische Einstellung ist liberal, tolerant und weltoffen. Jede Art von menschenverachtender Politik lehne ich ab.

Thema: Grenzsteuersatz vs. Durchschnittssteuersatz

Mir ist der Unterschied bewusst. Darum habe ich oben auch nicht von Gehältern geschrieben.

Aber zur Aufklärung: Götz und der Maschinist haben grundsätzlich recht wenn man Angestellter ist.

Bei 55k Brutto zahlt ein Single etwa 28% Steuern (persönlicher Steuersatz). JEDER weitere Euro der zusätzlich verdient wird, wird aber mit etwa 44,5% besteuert. Und man kann das durchaus so sehen, dass eine Zusatzleistung (nebenher was verdienen, Kapitalerträge ..) steuerlich bestraft wird.

Thema: Gerechtigkeit / Ungerechtigkeit / Allgemeine Steuerbelastung

Die Abgabenlast in Deutschland ist hoch, bevor man noch mehr verlangt sollte man den Apparat / Bürokratie / Staat untersuchen und vereinfachen. Auch das Steuersystem als solches ist ein Moloch. Nicht umsonst brauchen viele Privatpersonen Steuerberater um überhaupt damit klar zu kommen. Die massive Komplexität der Regeln, Gesetze und Auflagen der man in Deutschland als Unternehmer oder auch Privatperson ausgeliefert ist, ist nicht mehr zu rechtfertigen ..

Alles richtig.

Aber mir ging es im Ursprung nicht darum. Ich wollte nur sehen ob die „Gefahr“ einer Grünen Regierung so eine Endzeitstimmung wirklich rechtfertigt.

Eine Vermögenssteuer ist mir egal. Blicke ich neutral drauf finde ich sie allerdings auch nicht wirklich fair .. aus den Gründen die ihr in den Kommentaren genannt habt.

22. April 2021

Podcast #002 – Phil

In der heutigen Folge rede ich mit Phil. Phil und seine Partnerin kommen aus Österreich und leben derzeit in Boulder, Colorado. Davor waren sie einige Zeit in Australien und Schottland. Sie sind finanziell frei und verfügen über etwa 2 Millionen Euro. Wir sprechen über Jobs und Gehälter, ein kleines bisschen über Politik, über Sport und Rad fahren und warum es sich lohnen kann einen Job im Ausland anzunehmen. Phil erzählt über seinen Weg zu FIRE, wie und wo er das Geld angelegt hat und was er mit seiner freien Zeit anstellt. 

Gerne Feedback!

Und wenn ihr auch teilnehmen wollt: matthias.hotz@gmail.com




17. April 2021

Podcast #001 – Minesh

Hier nun die erste Folge.

Ich spreche mit Minesh über seine mehrmonatige Reise mit dem Auto von Deutschland nach Myanmar, über das Reisen so ganz allgemein. Natürlich reden wir über Geld und wie man sich so eine Auszeit finanzieren kann. Außerdem wie Minesh Geld anlegt, wieviel er spart und was Frugalismus bzw. Minimalismus für ihn bedeuten. Gegen Ende geht es noch um seinen Job und warum er diesen eigentlich an den Nagel hängen will und was er dann plant.

Feedback is KING!

Mich dürft ihr auch gerne kritisieren .. zu Minesh müsst ihr aber nett sein.

Der Feed: https://anchor.fm/s/56726e3c/podcast/rss




13. April 2021

Why Bitcoin is not for me

Jetzt fange ich mal mit einem: ALLES IST GUT … ABER an.

Ich habe nichts gegen Bitcoin .. aber: ich besitze keine. Nicht mal als Beimischung und das hat Gründe.

Bitcoin ist (in sich) kein Investment.

Es generiert nur Wert durch Angebot und Nachfrage und den Glauben der Menschen die Bitcoin besitzen.

Das ist auch so bei Gold und ich habe kein Gold.

Bitcoin ist eine Plattform.

Diese ist zwar bumssolide und, soweit ich das beurteilen kann, sicher. Aber es bleibt EINE Plattform.

Deployen die Entwickler Bugs kann Bitcoin crashen. Eignet sich irgend ein Fancy Quanten Computer Netzwerk (in der Zukunft) das Netzwerk an, kann es Einfluss nehmen und die Blockchain zerstören.

Diese Gefahr besteht bei jeder Plattform (P2P, Währungen, Börsen usw.) darum habe ich mein P2P Engagement nie nennenswert ausgebaut und darum ist mein Cash Anteil überschaubar.

Bitcoin eignet sich nicht als Cash Ersatz.

Dafür ist es zu langsam und die Gebühren sind normalerweise auch zu hoch. Um ein Cash Ersatz zu sein müssten Transaktionen in Millisekunden möglich sein.

Es taugt also auch nicht als Währung im klassischen Sinn.

Versteht mich nicht falsch. Blockchain und Kryptos haben auf jeden Fall ihre berechtigten Anwendungsfälle. Aber (für mich) ist Bitcoin in diesem Ökosystem irgendwie nutzlos.

Man kann nichts damit anfangen, es generiert nichts, es ist kein Werkzeug und kann nichts besser als vorhandene Systeme oder andere Kryptos.

Gold wird wenigstens noch im industriellen Umfeld und im Schmuckbereich verwendet. Etherum hat seine Smart Contracts, IOTA macht Sinn als System für Micropayments usw.

Bitcoin eignet sich nicht einmal als Bankkonto Ersatz für Menschen die keinen Zugriff auf ein Bankensystem haben, dazu sind die Schwankungen zu hoch und man muss immer in „lokale“ Währungen tauschen.

Klar .. Aktien unterliegen auch der „Plattform“ Börse. Aber ich kann den Handelsplatz in der Regel wählen, eine AG erzeugt Umsatz und Geld, es wird etwas geschaffen, entwickelt, verkauft usw.

Angebot und Nachfrage bei Aktien beziehen sich normalerweise zu einem sehr großen Teil daraus, wie das Unternehmen wirtschaftet und wie die Zukunft gesehen wird.

Angebot und Nachfrage bei Bitcoin generieren sich aus dem System Bitcoin selbst und haben keine darunterliegende Basis die ein Investment dort (aus meiner Sicht) rechtfertigt.

So .. und jetzt dürft ihr mich steinigen.

12. April 2021

Podcast – Update

Nach meinem Aufruf letzte Woche haben sich bisher vier Leute gemeldet und die erste Aufzeichnung ist für diese Woche geplant.

Das Thema soll im weitesten Sinne die Finanzielle Freiheit sein, wobei ich das als lockeres Gespräch betrachte und absolut kein Problem damit habe wenn wir abschweifen.

Die Dauer soll so etwa 60 Minuten sein.

Solltet ihr (als Leser und hoffentlich Hörer) noch Wünsche oder Ideen haben dürft ihr gerne kommentieren.

Also Fragen die ich stellen soll, Themen die für euch spannend sind etc. sollte es Fragen an mich geben werde ich diese natürlich auch beantworten.

Ihr dürft euch auch weiter melden wenn ihr mit mir sprechen wollt: matthias.hotz@gmail.com

7. April 2021

Hätte wer Lust ..

.. sich von mir interviewen zu lassen?

Also so im Podcast Style, Audio bzw. Video?

Ich würde das gerne mal ausprobieren und dann hier veröffentlichen.

Themen:
Alles was in weitestem Sinne mit Geld, FIRE etc. zu tun hat, inkl. persönlicher Fragen.

Voraussetzungen:
Lust, gutes Mikro und ne Stunde Zeit ..

Wenn ja .. schreib mir: matthias.hotz@gmail.com

31. März 2021

Dies Irae

Ein krasser Monat endet, ein neuer Monat beginnt. Keine Dimensionen in denen man wirklich denken sollte. Aber man tut es nun einfach, die Welt tickt so.

Hier ein Screenshot meines Depots von gerade eben. Man muss noch 15k Cash drauf rechnen.

Im Vergleich zum Vormonat sind das einfach mal 70.000 Euro bzw. 10% Wertzuwachs – in 31 Tagen. Das gab es, seit dem ich ein sechsstelliges Depot habe, eigentlich nur direkt nach dem Corona Crash vor nem Jahr und da war ich so ausgebombt, das es auch nötig war.

Obs so bleibt oder ob wir ne Korrektur sehen .. wer weiß das schon.

Von allen Gammelaktien und Zocks welche die letzten Jahre so geboten haben (Wirecard, Nio, Palantir, GameStop, CD Project, China-Aktien, Wasserstoff, Elektroautos usw.) habe ich ich mich komplett ferngehalten.

Auch höre ich oft, dass ich so nen starken Fokus auf Nordamerika im Depot habe. Wenn man mal für einen US Konzern gearbeitet hat (in meinem Fall Pentair) kann man da vielleicht den Grund finden.

Die denken, leben und atmen Shareholder Value mit jeder Entscheidung die sie dort treffen. Ob das gut oder schlecht ist müssen andere entscheiden.

Mein Mittelweg:
Nie mehr für einen börsennotierten US Konzern arbeiten, aber brav dort investieren. Den Rest könnt ihr euch denken.

Auch wenn meine Strategie nicht die Beste ist, sie passt zu mir.

Ich muss nicht das größte Wachstum oder den Tenbagger im Depot haben (klar .. nett wäre es schon) weil das Depot mittlerweile so ein großes Volumen hat, das eine moderate positive Entwicklung schon genug Asche erzeugt.

Allerdings habe ich mir auch vor einem Jahr während des Crashs keine allzu großen Sorgen gemacht. Cool war es zwar nicht, aber ich habe auch nichts verkauft und brav weiter investiert was sich zumindest bis heute ausbezahlt hat.