getmad wenn du den fnord nicht siehst, kann er dich auch nicht essen
31. Dezember 2018

Peer2Peer Update

Da ich gefragt wurde wie ich auf den unterschiedlichen Plattformen investiere hier nun kurz was dazu. Ich benutze immer den Autoinvestor, will mit maximal 20 Euro in einen Kredit, versuche über 10% Zinsen zu bekommen bei möglichst kurzer Laufzeit, Buyback Garantie wenn möglich und keine Kredite die die schlechteste Wertung haben (Bondora).

Die Länder usw. in welche ich investiere und die Kreditarten sind mir dabei egal. Anbei noch Screenshot von den Auto Investoren.

Viainvest
Bondora
Mintos
26. Dezember 2018

Am Ende holt uns alle ..

in meinem Fall der Teufel. Ich will nicht in den Himmel. Stelle ich mir langweilig vor. So wie ich mich an meine katholische Erziehung erinnere (The Full Pack: Taufe, Kommunion, Firmung) hat man da keinen Sex, hört keinen Death Metal und kann sich nicht sich nicht mal gediegen abschießen.

Darum versuche ich weiterhin ein schlechter Mensch zu sein. Zumindest hier.

Ein paar wahllose Bosheiten zum Jahresende:

DAS Auto

Nachbar Napoleon (ihr erinnert euch noch) hat sich das sechste Auto gegönnt. Wir erinnern uns die Familie besteht aus Mama, Papa und erwachsenem Sohn. Das neue Familienmitglied ist ein putziger kleiner Audi A1, der gesellt sich nun zu: BMW 3er Cabrio, Porsche Cayman, Porsche Macan, Undefinierbarer SUV und dem uralten roten Mazda (oder Toyota) der mit Abstand am meisten bewegt wird.

Außerdem hat Nachbar Napoleon ein Problem. Auf dem Grundstück neben ihm soll gebaut werden. Er hat auf jeder Seite seines Grundstücks eine Garage auf die Grenze gebaut. Das will er nun dem neuen Bauherren nicht zugestehn. Da es auch noch Hanglage ist und er Angst hat das sein Gebäude beschädigt wird läuft er in der Gemeinde gerade Sturm gegen das Bauvorhaben .. wir werden sehen wie sich das ausgeht.

Wetten fürs Karma

Seit Jahren wette ich mit einem Freund, nennen wir ihn Jochen, um diverse Dinge. In der Regel auf das Ende von Beziehungen im Bekanntenkreis, wer heiratet als nächstes oder wer legt sich wann Nachwuchs zu. Der Einsatz ist immer entweder ein Kasten Bier für ihn oder ein Kasten Club Mate für mich.

Ich habe noch nie verloren.

Obwohl es Jochen mittlerweile besser wissen müsste wettet er immer noch mit mir.

Dieses Jahr haben wir auf sein Gewicht gewettet. Während ich in meinen Zwanzigern und davor ein ziemlicher Fettwichtel war (115 kg) sind heute viele meiner Freunde, die früher schlank und rank waren, aus dem Leim gegangen. Ich darf mich da ja auch drüber lustig machen weil ich selbst mal fett war. Nichts gegen Dicke an dieser Stelle. Jeder soll so fett sterben wie er will. Aber wenn man wegen seinem Gewicht Blutdrucksenker schlucken muss (nicht der Jochen) ist Fat Acceptance einfach nur Bullshit.

Jochen hat mit mir gewettet das er Ende des Jahres unter 100 kg wiegt. Um zu gewinnen müsste er mir am 01.01.2019 ein Foto mit 99.9 kg (oder drunter), auf der Waage, senden. Letzte Woche hat er kapituliert. Wir haben die Wette erneuert. Zum 01.01.2020 will er 95 kg wiegen. Hundert werden will er auch. Aber das ist eher was für mein Testament.

Danke für Nichts

Ich esse gern Kekse. Menschen sagen ich bin da ein Fass ohne Boden. Der liebe Herrgott hat mich dieses Jahr aber ganz schön verarscht. Nachdem ich am heilig Abend wie immer so ca. ein halbes Kilo Plätzchen gegessen hatte wurde mir kotzübel. Man sollte dazu wissen das ich ohne Probleme einen Liter Eiscreme, 400g Gummibärchen und 300g Tortilla Chips auf einmal essen kann ohne das es irgendwelche Auswirkungen hat. Übergeben musste ich mich nicht. Aber die Übelkeit hält sich. So das ich gestern und heute nur beim Gedanken an Plätzchen Galle im Mund schmecke. Wie ich das kompensiere weiß ich auch noch nicht.

65k Buchwert einfach mal weg

Mein Depot ist jetzt offiziell im Minus. Buchverlust von ca. 65.000 Euro seit Oktober 2018. Hihi du Depp .. kann sich jetzt der eine oder andere denken. Aber der Stammleser weiß ja das mir das gar nicht so wichtig ist. Klar .. mehr ist immer besser als weniger (wie beim Gewicht) .. aber bei dem worauf ich Wert lege war es auch mehr. Bis zum Ende des Jahres habe ich 13.000 Euro netto Dividenden kassiert. Das sind 1083 Euro im Monat.

Plan für nächstes Jahr sind die 1150 im Monat. Dürften eher mehr werden. Aber tiefstapeln hat wie immer mehr Stil als Dinge nicht zu erreichen.

Heute ist mir eingefallen das ich noch P2P Kredite am Laufen habe. Also als Investor. Erst mal musste ich schauen bei welchen Plattformen. Da ich über ein ausgeklügeltes Ablagesystem verfüge (alte Emails) habe ich meine Logins bei Mintos, Viainvest und Bondora wieder gefunden. Ich hatte damals bei jeder Plattform 500 Euro einbezahlt und dann eigentlich damit gerechnet, dass ich irgendwann von Insolvenzen, Kreditausfällen und sonstigem Foo höre und mein Experiment damit als gescheitert gilt.

Naja .. ich war neugierig ob das nun ein Hype ist, was da so passiert und wie ich mich damit fühle. Da ich Sachen lieber selbst ausprobiere als lange drüber zu lesen habe ich eben bei den drei Plattformen Accounts eröffnet und Asche hingeschoben.

Die Accounts bei Mintos und Viainvest sind schon über 2 Jahre alt, der bei Bondora 1 Jahr (glaube ich). Ich hatte (wie ich heute rausgefunden habe) überall Autoinvest aktiviert und nie mehr als 20 Euro pro Kredit investiert.

Hier nun der Spass:

Alles in Allem 180 Euro Zinsen bei 1500 Euro investiertem Kapital. Das sind, wie auch schon oben zu sehen ist, mehr als 10%.

Faul? Blöd?

Faul darum weil ich über ein Jahr nicht mehr rein gesehen habe und mich auch nicht damit beschäftigt habe. Blöd weil ich nun keine Ahnung habe wie ich weiter mache. Klar das sieht alles prima aus. Aber irgendwie habe ich Hemmungen da jetzt z.b. 10k hin zu überweisen. 500 Euro Ausfall kann ich als Lehrgeld verbuchen. 10.000 Euro Ausfall würden mir weh tun.

Gibt es hier Leser die fünfstellig in P2P Kredite bei oben genannten Plattformen investiert sind?
Wie seht ihr die Wahrscheinlichkeit des Plattformrisikos?

Mir ist es egal ob mal ein paar Kredite ausfallen. Nicht egal wäre mir aber wenn die Plattform morgen zu macht und mein Geld verschwindet.

Kurzes Vorwort:

Ich möchte im nachfolgenden meine Gedanken aufschreiben, ein wenig reflektieren. Wer nur die Auswertung der 90 Tageschallenge lesen möchte, der Scrolle bitte bis zum Abschnitt Auswertung vor. 🙂

Porn ist nicht die Ursache, sondern die Wirkung
Warum habe ich so oft Porn gesehen? Ich dachte, ich wäre einsam. Hätte was zu kompensieren. Wollte mich ein paar Minuten besser fühlen, (um mich im Nachhinein noch schlechter und ausgelaugter zu fühlen).

Ich dachte Porn wäre der Grund allen Übels. Habe es mit Nofap versucht. Hat ein bisschen was gebracht, vermutlich viel Placebo mit dabei. Aber auch die Triebänderung. Wenn man 2 Tage nichts gegessen hatte, riecht essen natürlich ganz anders 😉 Selbiges beim Fappen. Nofap hatte langfristig nicht geholfen.

Jetzt, wo ich angefangen habe alles zu tracken werden viele Ursachen auf einmal sehr sehr klar. Ich fappe und sitze generell viel vorm PC wenn:

  • sehr viel (menschlichen) Stress an dem Tag hatte
  • wenig Sport getrieben hatte
  • ich nichts gegessen hatte

Mein Essen kaufte ich lange Zeit standardisiert ein, um Zeit, Geld und Entscheidungen zu sparen. An der Kasse war man so das Einkaufsverhalten des öfteren ein Gesprächsthema, wieso kaufe man kartonweise Nudeln?

Hier lag das Problem. Ich kann die Nudeln nicht ab. Jedes mal wenn ich die gegessen hatte -> wenig Leistung -> viel Porn, welches wiederum in extremen Stress resultiert.

Stress, Gift und Lebenselixier
Wir alle haben Stress. Wenn der Stresslevel hoch ist, können wir uns nicht verändern. Wenn er zu niedrig ist, verändern wir uns nicht schnell genug. Nur im Sweetspot der Stressintensität können wir uns verändern. Mitte diesen Jahres, war mein körpereigener Stresslevel enorm.

Wenn man bedroht wird, verfällt man in einer Art Schockstarre. Mir wurde danach erstmal richtig klar, warum wir so lange Zeit haben um bestimmte Taten anzuzeigen, genau wegen diesen Effekt.

Der Stresslevel jedenfalls war heftig. Ich war getrieben von Motivationssprüchen, und Trainern: “Pascal, wenn du kein Erfolg hast, arbeitest du nicht hart genug!”, ich arbeitete härter. Von PUA: “Nur Unerfolgreiche haben keine Frauen”, ich arbeitete härter. Von meinem Vater: “Wenn du XY nicht machst, stößt Z was zu, das willst du nicht” oder “Hast du mich etwa nicht lieb”, Pascal arbeitete härter!

Es ist verrückt, zuerst zuckt das Auge, man sieht nicht mehr klar. Es bebt in einem drin. Kein Schlaf mehr. Man wird unausgeglichen, wird deshalb unaktraktiver. Fühlte sich noch schlechter, wollte dies durch noch mehr Arbeit kompensieren. Eine Abwärtsspirale.

Gut 2 Jahre dauerte diese. Bis im März mein Körper nicht mehr funktionierte. Man gab ihm den Befehl:

“steh auf.” -> Computer sagt nein.
“STEH AUF!” -> keine Reaktion.

Es war wie gefangen sein im eigenen Körper.

Freunde von mir sagten, ich solle zum Psychologen gehen. Dies tat ich ohne große Erwartungen zu haben. Schließlich hatte die Krankenkasse, in meinem Fall, schon 13 Jahre lang Geld bei diesen Typen verbrannt.

Ich hatte meine ersten Sitzungen bei ihm. Ich erzählte, dass ich mich im Moment über Menschen belese, weil ich anscheinend dort große Defizite hatte. Ich sagte ihm, ich lese gerade Dale Carnegie. Für ihn war das Mist. Man solle damit gar nicht anfangen. Es bringe eh nichts.

Wir sind mein Leben durchgegangen, haben es nicht mal bis zu meinem 14. Lebensjahr geschafft, habe ihn erzählt, dass ich damals “Sicherheitstraining” mit Schlagstöcken vom Jugendamt aufgezwungen bekommen habe, da war für ihn klar, der kommt zum Analytiker. Schließlich hatte ich den War on Drugs miterlebt. Reichte als Grund.

Ich entschied mich gefühlt das erste mal nicht auf Andere zu hören sondern mich um mich selbst zu kümmern, und es war gut.

Also versteht mich nicht Falsch. Diese Menschen helfen mit Sicherheit jemanden (hoffe ich zumindest).

Ich bin jedenfalls autodidaktisch veranlagt, das haben die Betreuer im Heim schon immer gesagt: “Pascal, du hattest immer die Fähigkeit zu reflektieren, hinterfragen und dich zu verbessern, das haben die wenigsten”. Vlt. passte es deshalb nicht.

Ich hatte einen Notgroschen, er rettete mir das Leben.

Meine Freunde wollten mich verständlicherweise möglichst schnell wieder in Arbeit bringen. Bewirb dich hier, da, SCHNELL! Ich hab es nicht getan. Zum Glück.

Ich fing an zu reisen, auszuschlafen. Den Stresslevel zu senken und letztendlich wieder selbst an mir zu arbeiten.

Dabei bin ich wie so oft vorgegangen. Zuerst bin ich für viele Menschen in der Versenkung verschwunden, Kontaktsperre. Zeit zum reflektieren und nachdenken. Anschließend austesten woran lag es. Freunde? Ordnung? Frauen? Eine Variable nach der nächsten, am besten möglichst isoliert, vorknöpfen.

Dies ist auch meine größte Kritik an dem aktuellen Gesundheitssystem, zumindest im geistigen Bereich. Es wird nicht versucht dich langfristig zu heilen. Sondern kurzfristig. So dass du zwar wieder fit bist, möglichst schnell wieder arbeiten kannst, die Probleme aber weiter bestehen und du in spätestens 2 Jahren wieder Kunde wirst. Im Zweifel ist eh der Patient schuld.

Von Medikamenten die gerne schon Kindern verschrieben werden. Die von den Inhaltsstoffen reinste leicht dosierte Drogen sind, von denen man Horrortrips bekommt, aber süchtig wird (ich spreche da aus Erfahrung) mal ganz abgesehen.

Von Egoismus bis zum Narzissmus

Ist der Stresslevel erstmal gesenkt konnte man an sich arbeiten. Bevor ich weiter los schreibe möchte ich Egoisten und Narzissten für mich definieren.

  • Egoisten, Personen die sich selbst zu sehr in den Mittelpunkt stellt / an sich denken
  • Narzissten, Personen die innerlich unsicher, nach außen aber sehr cool wirken wollen

Beim Aufräumen habe ich Notizen von mir zum Studienbeginn gefunden:

“Ich studiere jetzt seit gut 3 Wochen, ich bemerke eine gewisse Hochnäsigkeit bei mir. Verstehe noch nicht woher das kommt”.

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, das dies schon eine Wirkung des Stresses war. Hochnäsig, abblocken, auch eine Art des Schutzsuchens. Gut eine Woche vorher hatte ich mich mit meinem Vater in den Haaren, weil wegen Studium. Ich fands Kacke, er wollte das ich unbedingt studiere.

Es folgte auf der Hochnäsigkeit, Egoismus und Narzissmus. Eine tödliche Mischung. Zum Abitur hin, hatte ich von meiner VWL Lehrerin, die vor ihrer Lehrtätigkeit eine Bank geleitet hatte, eine Vertriebsempfehlung bekommen. Weil ich gut zuhören konnte, mich gut in andere Menschen hineinversetzen. Ihre Bedürfnisse erkennen. Egoismus und Narzissmus sind zwei Sachen die man gerade eben nicht im Vertrieb braucht.

Frauenprobleme Fehlanzeige

Verkaufen ist wie flirten, hört man oft. Stimmt irgendwie auch. Beides benötigt Vertrauen. Bei beiden geht es um das Gegenüber.

Zusammen mit einem hohen Stresslevel war klar, ich hab kein Frauenproblem. Nur eins mit mir selbst. Dies passt auch perfekt ins Bild. Früher hatte es ja auch geklappt.

Bei meinem Verhalten werde ich langsam wieder zu dem alten Pascal, natürlich in einer reiferen Fassung 😉 Jetzt, wo ich nicht mehr unter Dauerstress stehe, merke ich sehr oft, wie fremd ich mir selbst die letzten beiden Jahre gewesen sein musste.

Ich habe wieder Bock ein Anzug zu tragen. Hab ehrliches Interesse an anderen Personen. Sie kennen zu lernen und nicht ständig versuchen mich zu profilieren. Wieder Lust was mit Freunden zu unternehmen. Was zu erleben, zu reisen 🙂

Frauenprobleme oh doch

Ich hatte mich sehr gut und stabil gefühlt. Bei meinem nächtlichen Spaziergang sprießten die Glückshormone nur aus mir raus. Ich war richtig glücklich und zufrieden. Dieses tief einatmen, auf die Stadt mit ihren vielen kleinen Lichtern von einem Berg aus zu schauen. In dieser Phase hab ich mir oft gedacht, ich brauche keine Frauen. Bin ja auch so glücklich. Dementsprechend habe ich auf das andere Geschlecht irgendwie auch attraktiver gewirkt.

Wieso habe? Jetzt gerade als ich diesen Text schrieb, am 7. Dezember, hatte meine Herzensdame (Ich weiß, ich komme von ihr noch nicht los :/ ) mich mal wieder mit den üblichen Ausreden auf die lange Bank geschoben. Ich hatte Kekse gebacken und wir hatten ausgemacht diese gemeinsam in der Innenstadt zu essen.

Naja sie hatte abgesagt und nächste Woche könne sie auch nicht, habe viel zu tun. Die Übersetzung für, Pascal wann kapierst du es endlich ich habe dich längst aussortiert, zum warmhalten bist du aber noch gut genug. #Warmhalten

Naja, irgendwie hatte ich mit den Ergebnis gerechnet. Es tut trotzdem höllisch weh. Die Körperhaltung ist anders, die Gedanken negativ. Man hat kein Hunger mehr. Man will nur noch schlafen und vergessen .. nicht mehr weinen. Jemanden der einen in den Arm nimmt und sagt, Pascal alles wird gut.

Erstaunlich ist die Art der Stressbewältigung. Ich bin ohne groß zu überlegen zu McDoof gegangen. 2 Wraps und einmal Schoki Eis. Kein Schlaf. Die ganze Nacht hing ich vor dem Laptop.

Selbstbewusstsein und Glaubenssätze

Nichts sei so wichtig wie das Selbstbewusstsein, zusammen mit der Selbstliebe und dem Selbstvertrauen.

Wie haben sich diese Parameter verändert? Im Vergleich zum März diesen Jahres: Selbstliebe war ein Oxymoron. Es war der pure Hass. Hätte Heiko Maas diesen Selbsthass mitbekommen wäre ich glatt ausgebürgert geworden. Jetzt ist es neutral. Nicht gut, nicht schlecht. Selbiges beim Vertrauen. Das Bewusstsein steigt kontinuierlich 🙂

Was hindert mich daran mir zu vertrauen? Meine Glaubenssätze. Hier eine Auswahl:

  • Ich bin ungenügend, deshalb kann ich z.B. diesen oder jenen Job nicht ausführen / diese oder jene Frau nicht ansprechen
  • Ich kann mir das nicht leisten. (Obwohl ich es könnte, und Bock darauf hätte)
  • Ich darf das nicht. (Meist bei kleinsten Sachen)
  • Menschen sind böse (wird mit jeden Tag weniger)
  • Niemand mag / will mich. Ich hab keine Freunde. (Wurde schon von vielen Freunden verneint)

Zu 1. Ich denke das wirklich oft. Obwohl ich beispielsweise erst letzten Monat einen Anruf von einem Unternehmer aus London bekommen hatte, in dem ich ihn ein paar Social Media Sachen erklären sollte. Oder vor paar Monaten als mich eine Anwaltskanzlei angerufen hatte, die mich als Affiliate haben wollten. Oder .. Beispiele gibt es viele.

In dem Bereich gibt es noch Verbesserungspotential.
Was Backen mit Ingenieurwissenschaften zu tun hat, warum es mit der Inversen Depression aufsich hat, und wie dies alles mit der Stimmung zusammenhängt nächstes mal 🙂

Weiter geht es mit der Auswertung.

AUSWERTUNG

Vorweg, mit der Auswertungssoftware für das Handy bin ich nicht ganz zufrieden gewesen. Da ich in der Challenge den schädlichen Konsum mindern möchte, relativ wenig am Handy bin, habe ich Mobile ausgeklammert.

(In den folgenden Grafiken gilt, x Achse = Datum, Y Achse = Zeit in Stunden)

Diese Grafik zeigt meinen Internetkonsum der letzten Monat ohne Korrekturen. Sprich der Zähler stoppt nicht nach Inaktivität, er läuft weiter. Arbeitszeit ist auch mit drin. Keine Filterung, nur die nackten Zahlen.

Durchschnittlich waren es 4,33h pro Tag.

Auffällig ist hierbei, dass ein Umdenken am 25.11. stattgefunden haben muss. Die Werte sind seither auf niedrigerem Niveau.

In dieser Darstellung wurden zum einen die Totzeiten herausgerechnet, zum anderen habe ich meinen Selbstbetrug korrigiert.
Anstatt alles dann mit dem Chrome zu machen, fing ich auf einmal an Porn mit dem Firefox zu sehen. Als ob mein Unterbewusstsein Angst hätte, preiszugeben so etwas zu konsumieren. Die 30min wurden nur an Tagen addiert, an denen ich mein PC benutzt hatte. Hier wird der Vergleich vom 11.-22. und der vom 23.-10. nochmals sichtbarer.

Auch die Art der gespendeten Zeit hatte sich geändert. Vor der Challenge hing ich sehr oft auf Youtube ab. Mittlerweile habe ich darauf kein Bock mehr 🙂
Der Laptop lag früher auch immer griffbereit neben dem Bett. Mittlerweile ist der reservierte Platz für ihn, auf dem Schrank, hinter meinen Google Zertifikaten. So dass ich mir zuerst einen Stuhl holen muss, dann die Zertifikate zur Seite räumen kann um es mir schlussendlich zweimal zu überlegen ob ich mich an dem PC setze.

Aber was war denn am 7. + 8. los?

Ich wurde von meiner Herzensdame mal wieder abserviert. Meine Reaktion darauf -> Youtube. Am 9. habe ich dann bewusst die Entscheidung getroffen nicht wieder vor YT zu hängen sondern mein Zimmer aufzuräumen. Es war eine sehr gute Entscheidung. Am Anfang fühlt man sich noch schlechter, aber wenn das Zimmer erstmal aufgeräumt ist, super.

Durchschnitt 4,16h pro Tag.

Ich mach mir die Welt wiedewiedewiede Sie mir gefällt. Kein Liebeskummer, dafür gibt es wie immer 30 min Porn als Ausgleich. Der 7.+ 8. bekommen jeweils 1:30h Internetnutzung + 30min Porn aufgedrückt.

Ich glaube spätestens hierbei ist die Kiste eindeutig.

Fazit:
Ich habe mittlerweile auch sehr viel geistige Freizeit, was außerordentlich gut ist 🙂 Ich schaffe viel mehr, auch wenn ich grade n bissel kränkel. Meine Gesprächsqualität ist wieder besser geworden. Ich wirke auf andere anders. Ich werde langsam zum alten Pascal 🙂

Ihr seid die Besten.
Euer Pascal

Die letzten Monate an den Aktienmärkten waren volatil.
Hier der Chart des S&P 500 aus den letzen 6 Monaten:

In Zahlen ausgedrückt bedeutete das für mein Depot: Schwankungen von etwa 35.000 Euro zwischen Anfang Oktober und heute.

Im Gegensatz zu anderen hat mich das kalt gelassen. Ich bin stiller Mitleser in einigen Facebook Gruppen und auch dort waren einige Menschen eher unentspannt. Ein Freund beschwor an einem Tag den totalen Crash und das Ende während er 3 Tage später zum All-In aufgerufen hat. Ich habe nicht mal in mein Depot geschaut.

Nervös war ich zu keiner Zeit und Tagesentwicklungen an den Märkten beobachte ich seit Jahren nicht mehr.

Im Gegenteil ich habe brav nachgekauft und in den letzen 2 Monaten für 15.000 Euro Aktien ins Depot geschaufelt.

War das der richtige Zeitpunkt?

Keine Ahnung .. ist mir auch egal.
Ich hätte auch gekauft wenn die Märkte gecrasht wären und auch wenn die Märkte neue Höchststände erreicht hätten.

Warum?

Ich rechne mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 5% in meinem Depot. Wenn ich also für 15.000 Euro Aktien kaufe steigert das meine Dividendeneinnahmen um 750 Euro im Jahr. Lege ich diese 15.000 Euro nicht an verdienen sie nix. Das fände ich dann beunruhigend.

Ja .. aber was ist mit den Kursen?

Was soll damit sein? Die schwanken halt. Das tun sie immer. Der größte Flop im Depot ist L Brands, da stehe ich heute mit 36% im Minus. Zahlen trotzdem Dividende. Der Star ist heute Oneok, da sind wir 150% im Plus. Und die zahlen auch Dividende. Verkaufen werde ich beide nicht.

Denn ich finde beide Unternehmen gut.

Gut bedeutet: Sie erfüllen meine Voraussetzungen für ein Investment. Warum sollte ich eine Aktie verkaufen oder kaufen nur weil die Märkte etwas tun das ich nicht wirklich durchschauen kann. Ich kaufe ja keine Märkte sondern investiere in Unternehmen.

Die ETF Fraktion sagt dazu: Stockpicking

Und einige halten es nicht gerade für schlau .. weil ich nachweislich den Markt nicht schlagen kann (bzw. die Chancen dazu gering sind) .. aja ETFs habe ich auch.

Dazu kann ich dann nur anmerken:

Ich bin nie angetreten um den Markt zu schlagen.
Mir reicht mein kleiner Cashflow.

Trotzdem:
Die gewichtete Performance meines Depots im Jahr 2018 lag bei knapp über 6% (ohne Dividenden), die des S&P 500 bei 4,25% und ich habe noch 13.000 Netto Dividenden kassiert. Haue ich die Dividenden oben drauf liege ich bei über 10%.

Das Depot in den roten oder den schwarzen Zahlen?

Scheißegal.

Ich will in unterbewertete Firmen investieren die nachweislich und Stand heute ihre Dividenden regelmäßig steigern, die ein solides Geschäftsmodell haben und Geld verdienen. Und im Idealfall will ich keine meiner Aktien je wieder verkaufen. Wieso sollte ich auch? Sofern sich die oben genannten Voraussetzungen nicht verändern wäre das maximal doof.

Und wenn die nun keine Dividenden mehr bezahlen?

Fliegen sie aus dem Depot. Egal wie der Kurs ist.

Ich halte Aktien von knapp 70 Firmen. Keine davon hat mehr als 2% Depotanteil (gemessen auf den Kaufwert). Da es höchst unwahrscheinlich ist, dass alle davon morgen den Laden dicht machen kann ich mit dem „Einzelrisiko“ leben.

Regelmäßiger und realisierter Cashflow schlägt für mich persönlich jeden theoretischen Kursgewinn.

Vor allem .. ich hab jetzt schon keine Idee wann der beste Kaufzeitpunkt ist .. woher sollte ich dann zum Geier wissen wann ich am besten verkaufe?

Und der Vorteil?

  • Kohle: angelegt
  • Dividenden: Girokonto
  • Kursschwankungen: war was?
  • Schlaf: gut
  • Bedürfnis etwas „tun“ zu müssen: ZERO
13. November 2018

All Our Sins

Wenn jetzt sogar der Finanzwesir anfängt Tim Schäfer Geschichten zu veröffentlichen kann ich ja nicht hinterm Zaun halten.

Matthias, wer bist Du?

Mein Name ist M. Ich wohne auf dem Dorf in der Nähe einer Großstadt in Baden-Württemberg. Ich werde in 1,5 Jahren 42 und bin unglücklicherweise auch kein Akademiker mit Niveau. Die Schule machte mir leider nie Spaß und dementsprechend lagen meine Leistungen im hinteren Mittelfeld. Nach der Grundschule entschied sich meine Mutter, mich auf die Realschule zu schicken und ich hatte dort ab und zu meine Mühen. Die mittlere Reife schloss ich mit exakt 3,0 ab und weil man damit beim bewerben eher im Papiermüll landet habe ich weiter die Schulbank gedrückt.

Die glorreiche Idee auf Wirtschaftsgymnasium zu gehen habe ich sofort bereut. In der 11. Klasse bin ich mit ner 5 in Mathe und Physik spontan mal sitzen geblieben. Dann habe ich mich wohl etwa zusammen gerissen und das Abi mit 2,9 bestanden. Es folgten 13 Monate Zivildienst (Fremde Popos putzen ist schlimmer als es sich anhört) während dieser Zeit habe ich mich dann auf diverse Ausbildungsplätze beworben. 25 Bewerbungen für ein Duales Studium an der Berufsakademie wurden mit 25 Absagen quittiert. Was blieb mir übrig? Studieren oder eine andere Ausbildung. Das Studium wäre wohl in die Hose gegangen und darum habe ich mich dann auf Ausbildungsplätze als Industriekaufmann beworben. Da habe ich dann nur 4 Absagen bekommen und letztendlich auch eine Zusage. Dank Abi konnte ich die Ausbildung in zwei Jahren machen und dank Wirtschaftsgymnasium (und dem zweimaligen Besuch der 11. Klasse) konnte ich den Stoff mehr oder weniger schon vorher auswendig. Folglich war ich selten in der Berufsschule und habe die Ausbildung trotzdem bestanden.

Man bot mir eine Stelle im Versand, im Controlling und im Vertrieb an. Aber ganz ehrlich .. machen wollte ich keine davon. Da ich Ende der 90er schon Websites bauen konnte bin ich ins Marketing spaziert, habe denen erklärt das die Firmenwebsite nicht so cool ist und ich das ab jetzt besser mache.

Die haben sich drauf eingelassen, mich mit New Media Specialist betitelt und mir soviel bezahlt das 1100 Euro netto auf dem Girokonto ankamen. Im Jahr 2005 waren es dann schon 1400 Euro. So ganz doof kann ich mich nicht angestellt haben.

Der Job nannte sich irgendwann Webmaster, dann Webentwickler, dann Frontend Entwickler usw. den ganzen Kruscht habe ich mir selbst beigebracht. Also ich hatte nie eine Ausbildung im entwickeln von Software, habe keine Uni von innen gesehen (außer zum pinkeln) und aus Büchern lerne ich auch nicht sonderlich viel. Ich setz mich vor den Rechner und fange einfach an. Dabei mache ich Fehler und Fortschritte und werde besser.

Im Jahr 2010 nach über 10 Jahren bei der ersten Firma bin ich zu 1&1 gewechselt und habe fortan dort die Webshops als Frontend Entwickler gebaut. Das Gehalt lag da bei 1800 Euro/netto. Schwups wurde ich Senior, dann Architekt und zum Schluss Head Of .. mein Team hat die ganzen Websites gebaut wenn sich jemand Hosting Produkte bestellt hat. Lernkurve war heftig. Als ich 2014 gegangen bin lag ich bei 2400 Euro netto und hatte angefangen mir mit SEORCH einen Nebenerwerb aufzubauen.

Heute arbeite ich als Head Of im Bereich SEO. Das Geld kann ich sowieso nicht ausgeben und SEORCH verdient nochmal so viel. Dazu noch die Dividenden. In manchen Monaten kann ich 5000 Euro sparen.

Schon von Geburt an ein Sparer oder ein Saulus, der erst zum Paulus werden musste?

Als Schüler und Zivi wäre ich eigentlich dauernd pleite gewesen .. wäre da nicht Oma als Sponsor aufgetreten. Für das Rasenmähen gabs nen Fuffi, Blumentöpfe durchs Haus schleifen 30 Euro, Holz hacken lag bei nem Hunni. Oma hatte außerdem immer was zu tun.
Girokonto gabs mit 16 .. eins das man nicht überziehen kann .. und so halte ich es auch heute. Meine Girokonten verfügen nicht über einen Dispo. Mit Aktien kam ich auch Ende der 90er in Berührung, das Wirtschaftsgymnasium hat da mehr oder weniger das Interesse geweckt.

Deine Assets und warum? Irgendwelche Fehlkäufe?

Dutzende Fehlkäufe über die letzten 20 Jahre, griechische Staatsanleihen, Nokia bevor es den Bach runter ging, dubiose chinesische Dotcom Titel und Fonds die sich heute noch nicht erholt haben (nordasia.com). Ich sage immer ich habe sicher 100.000 Euro verzockt und durch Dusel auch 100.000 Euro gewonnen. Unterm Strich lief das auf ne schwarze Null raus.

Heute und seit mehr als 10 Jahren: Knapp 70 ETFs und Aktien mit langweiligem Business und Dividendenwachstum. Ich fahre also keine reine Dividendenstrategie sondern achte drauf das die Dividenden (hoffentlich) regelmäßig erhöht werden. Sonst interessiert mich das Papier nicht. Und ich versuche „undervalued“ zu kaufen. Das war es auch schon. Zwei mal im Jahr checke ich das durch. Im Idealfall will ich keine Aktie wieder verkaufen.

Excelfetischist oder eher „Basst scho“?

Ich habe kein Excel auf meinem Rechner installiert. Amen.

Ausblick: Wie siehst Du Deine Zukunft. Wo möchtest Du hin?

1500 Euro netto Dividenden / Monat sind das Ziel. Solange mich mein Chef nicht nervt arbeite ich auch weiter .. weil der Job Spass macht. Das Ziel habe ich in 2-3 Jahren erreicht. Sollte ich entlassen werden müsste ich heute schon nicht mehr arbeiten (dank der Einnahmen durch mein Nebengewerbe). Und sonst? Mal schauen .. there is no Masterplan.

Vorab:

Nein das wird nichts Pascals Blog .. aber ich bin gerade ziemlich beschäftigt mit der Visualisierung von Websites sprich ich programmiere gerade lieber als zu schreiben. Das Resultat könnt ihr euch hier anschauen: SEO Visual Crawl

Solange lasse ich Pascal die Bühne .. aber keine Angst ich schreibe bald wieder was.

Hier geht es los:

Nachdem ich das letzte mal versucht habe, mehr oder weniger erfolgreich binnen 90 Tagen erfolgreich bei dem anderen Geschlecht zu werden, gehen wir jetzt meine persönlichen Zeitfresser an. Die ersten 7 Tage habe ich gemessen um Durchschnittswerte zu generieren, diese zählen nicht zu den 90 Tagen. Alle 30 Tage wird verglichen was sich geändert hatte. Der Messzeitraum ist jeweils vom 10. bis zum 10. nächsten Monats.

Ich messe mit verschiedenen Apps und Chrome Extensions die Zeit die ich verschwe… ähm investiere.

Ich benutze dabei folgende Software:

Desktop:
Webtime Tracker
TimeourWeb

Handy:
Stayfree -> Zeiterfassung (Erstellt Tbl leider nur für die letzte Woche)
App Usage -> lieferte leider falsche Werte
Forest -> Arbeitszeiterfassung (stelle ich evtl. noch mal gesondert vor)

Messfehler bei der Software

Inaktivitätsfalle
Ich habe mich zu Anfang über die riesigen Zahlen in der AppUsage und in den Webtrackern gewundert. Die Apps zählen auch inaktive Zeit mit. Sprich ich höre via YouTube Musik, ein Mitbewohner möchte etwas von mir oder ich schlafe vor dem PC ein, so läuft die gemessene Zeit trotzdem weiter.

Um diesen Fehler vorzubeugen, habe ich die Deaktivierung bei Inaktivität bei den Chrome Extensions auf 25 min gestellt. Bei der mobilen Erfassung bin ich noch nicht ganz zufrieden. Falls ihr Vorschläge habt, immer her damit.

Doppelte Prozesse
Wenn ich mir einen Twitch Stream anschaue, habe ich den Chat auf dem Handy und den Stream auf dem PC laufen. So wird die Zeit doppelt gewertet. Desweiteren benutze ich YouTube auf dem Handy, bis auf den morgentlichen CmC Markets Finanzpornkonsum, zum Musik hören.

Somit fällt der ausgewiesene Konsum in diesen Fällen höher aus als er wirklich ist.

Von diesen 3h YouTube verschwindet die Zeit z.B. bei Morpheus Tutorials, 3Blue1Brown, TheSimpleMaths, MathebeiDanielJung, KanzleiWBS, EvergreenMedia Ar, welches wünschenswert ist, weil diese Kanäle weiterbilden.
Viel zeit geht aber auch bei LPs wie “Flabiki – Cities Skylines Serie”, Dhalucards TTT oder RageofEmpires drauf. Ich schätze das Zeitverhältnis zugunsten der LPs ein.

Flabiki + Biffa 30 min täglich
Dhalucard alle 2-3 Tage 30 min
Rage of Empires 2h Freitags
T90 Community Stream (Do oder Fr / viel zu lange)
DalydoeseofInternet (ca. 3:17min alle 3 Tage)

CmC Markets ca. 5 min täglich (Bin da zwar kein Kunde, finde die Analysen dennoch gut)
Deutsche Bank Maxblue ca. 5 min 1x Woche (Robert Halvers analyse und seine Anekdoten finde ich top)
Horst Lüning (viel zu viel)

Wobei ich dieses Wochenende RoE nur kurz geskippt hatte und der Community Stream ausgefallen ist. Also die zahlen wären eigentlich noch extremer. Was ich doch irgendwie erschreckend finde. 3h 36min und einen Tag war ich in dieser Woche nicht zuhause.

– Halten wir fest, ich bin ein Internetjunkie. –

Bei der Fernuni macht es Sinn, dass sie soweit unten ist, ich habe die meisten Sachen ausgedruckt, bzw. die Vorlesungen als Mp4 vorliegen. Von da aus brauche ich die Website nur zur Übermittlung der Lösungen.

Auch heftig fand ich die mobile Nutzung, im Durchschnitt etwas mehr als 2 ½ h pro Tag.Mein Handy benutze ich gefühlt ausschließlich um zu lesen zu arbeiten oder zu kommunizieren. Wie schnell sich 30 sec zu einer Stunde läppern können hätte ich auch nicht gedacht. Zumal bei mir mein Telefon wirklich fast immer unbenutzt, lautlos im Ultra-Energiesparmodus an der Seite liegt.

Ultra-Energiesparmodus (Handy):
Beim UE Modus werden bis auf 6 ausgewählte Apps pausiert:

1. Uhr (Wecker)
2. Notizen
3. Musik
4. DB Navigator
5+6. Zwei Wissenschaftliche Taschenrechner (Einer wird noch durch die Forestapp ausgetauscht)

Ziele

– Ein Gefühl für die Zeitnutzung zu bekommen (ersten 30 Tage)
– Sich selbst besser verstehen. (Warum mache ich was? Wie korreliert was?)
– Die Zeitnutzung in (NPA) Net Worth produzierende Aktivitäten switchen

Erste Erkenntnisse

Sport und Internet Konsum korrelieren bei mir negativ. An den Tagen an denen ich Sport mache, habe ich danach wenig lust aufs surfen. Auch benutze ich das Internet gerne als eine Art Vorwand vor mir selbst “Ach ich schaue das doch noch mal an bevor ich xyz mache” nur weil man a) Keine Lust auf xyz hat oder viel öfters b) Angst hat zu versagen oder Kritisiert zu werden.
Wirklich. Das geht in mir ganz oft ab, wenn ich zuhause, alleine lerne. Das ich trotzdem Angst habe angeschrien zu werden.

Ich fahre mich selbst oft noch auf Verschleiß. Den Tag sollte ich mit Sport beginnen, mir und meinen Körper was geben und dann erst lernen, so wie früher. Sonst blockiere ich mich immer nur selbst. Bleibe dann vor dem PC hängen. Fühle mich schlapp, schaffe wenig und bin bedingt gut gelaunt.

Funfact: Ich bemerke schon so eine Verhaltensveränderung. Platz 9 u. 10 sind jeweils zwei Erwachsenen Seiten, die ich nur an einem Tag besucht hatte. Es macht einen doch schon irgendwie kirre, wenn man weiß: “Ey du veröffentlichst die Daten willst du dann wirklich so viel Porn sehen”. Und diese tickende Uhr in der Ecke erst recht.

P.S. Da die Tage/Messzeiträume teilweise auseinanderfallen habe ich nur den Screenshot von Webtimetracker veröffentlicht.

In diesem Sinne,
Stay awesome.

Euer Pascal

Die 90 Tage sind rum. 117 wenn man die Verletzungszeit hinzu nimmt.

Was ist mein Fazit, was habe ich gelernt?

Die Blöcke:

Ich habe die Challenge für mich selbst in 30 Tagen Blöcken aufgeteilt. Die ersten 30 Tage habe ich es mit der Haudrauf-Methode versucht, direkt anzusprechen und bin gehörig daran gescheitert.

Tag 30 – 60 habe ich versucht neue Menschen nebenbei kennen zu lernen. Im Zug jemanden ansprechen, während des Wanderns. Hat bis jetzt am besten geklappt.

Tag 60 – 90 haben sich erste kleine Erfolge eingestellt. Eine Dame die ich schon abgeschrieben hatte, ist auf mich zugekommen und wollte mit mir Feiern gehen 🙂

Hey Pascal, jetzt mal Butter bei die Fische! Wie hoch war deine Trefferquote?

0. Ich habe diesbezüglich versagt. Zwar konnte ich mir ein paar (wahrscheinlich Mitleids-) Nummern sichern. Eine davon hat sich als Dramaqueen, wie sie im Buche steht herausgestellt, diese Nummer wurde dann von mir gelöscht. Viele haben sich nie mehr gemeldet. Alles im allen sehr frustrierend.

Vor allem wenn man die Ergebnisse hier auf dem Blog veröffentlicht, dementsprechend Gas gibt und ständig „einen in die Fresse“ bekommt. Tag 57 war mein persönlicher Tiefpunkt.

Innerlich hatte ich langsam die Erwartungshaltung entwickelt: „Die wollen doch eh nichts gutes. Wenn überhaupt lächeln Sie dich an, lotzen dich später ins nirgendwo nur um dann nicht zu erscheinen“ HALT STOP!

Ich hatte mir ein paar Tage Pause zum reflektieren genommen. Früher hatte das ja auch geklappt. Der einzige Faktor der sich geändert hatte war ich und nicht die Frauen.

Was ich gelernt habe

Gegenüber meiner Herzensdame war ich wie ein Bettler. Ich habe früher in diesen Liebesfilmen, wo der Mann der Frau immer hinterherrennt gedacht: „Wasn fürn Opfer“. Zu so einem Typen bin ich selbst geworden. Als mir das während der Challenge aufgefallen ist, hab ich die Nummer gelöscht. Ihrer Freundin bescheid gesagt, warum ich das gemacht habe. Beste Entscheidung ever. Es ist wie der Arbeitsrausch. In der Situation bemerkt man dieses Verhalten gar nicht.

Die ersten 60 Tage habe ich ein Tagebuch geschrieben, dabei ist mir aufgefallen, dass ich doch verdammt viel mache und diese Divergenz riesig ist. Zwischen, wie ich mich wahrnehme. Was ich denke, was ich gemacht habe und was ich wirklich gemacht habe.

Rund um den 60ten Tag bin ich auf einen Youtube Kanal gestoßen. Defender Around Europe. Ein Pärchen, beide sehr jung nutzen ein freies Jahr und entdecken mit ihren Defender ganz Europa. Ich seh mir ein Video an und bemerke dabei erst so richtig wie negativ ich eigentlich alles gesehen habe, wie beschränkt meine Weltsicht war, wie abwechslungsreiche unser Kontinent ist und wie wenig ich allgemein gelächelt habe. Ohne Witz, dieser Kanal hat echt in mir was verändert. Zum Positiven.

Defender Around Europe anschauen

Angst ≠ Risiko

Angst und Risiko sind zwei verschiedene Sachen. Ich gehe zwar immer noch nicht gerne in die Disco. Dennoch bin ich mir bewusst, dass meine Abneigung einfach so in die Innenstadt zu gehen und dort einen drüber geknüppelt zu bekommen einfach nur eine Angst ist. In Bremen damals war es reales Risiko. Jetzt ist es maximal eine Angst.
Agoraphobie heißt der Mist. Ich habe mich belesen. Das einzige was helfen soll ist konfrontation mit der Angst. Mit anderen Worten ich bin auf einem Guten weg 🙂

Veränderungen

Zum Beginn der Challenge jemand mir gesagt, Pascal das wird die schwierigste Challenge, die alles in deinem Leben verändert.

Schwierig ja. Verdammt nochmal ja!

Die Veränderung sind auch nicht zu übersehen. Körperlich gehts mir super. Morgens wache ich mit Lust auf, war noch nie so anhaltend. Ich sehe mich mittlerweile gerne im Spiegel.

Der Freundeskreis hat sich auch verändert. Natürlich sind da immer noch sehr viele Unternehmer vertreten, wenige Studenten. Ich hatte zwei Freunde kennen gelernt, beide ungefähr mein Alter, beide verdienen jenseits der 10k pro Monat. Es tut mega gut, einmal die Woche mit denen zu skypen. Weil erfolgreiche Menschen treffen Entscheidungen verdammt schnell und setzen auch schnell um. Das bemerke ich immer wieder.

Auch das aufgeräumte Zimmer ist mittlerweile normalzustand. Letztes Jahr sprach mich mein Mitbewohner an:“Pascal räum doch mal dein Zimmer auf, das sieht aus wie ne Katastrophe“
Ich: „Ich ich weiß es wirklich nicht wieso es so unordentlich ist, normalerweise bin ich doch sehr ordentlich…“. Gelernt habe ich, wenn du dich nicht gut fühlst sabotierst du dich selbst.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei Thomas bedanken. Der mich immer wieder zum aufräumen und ausmisten bewegt hatte.

Das geilste aber: ich träume und denke wieder.
„Hä hascht du vorher nicht gedacht, bischt du doof?!?“
Ich meine damit, ich denke frei nach. Vorher hatte ich Blockaden im Kopf, es fühlt sich jetzt viel freier an. Auch kann ich mittlerweile wieder länger über Themen nachdenken ohne dass es schwierig wird, gerade in der IT sollte man das können 😉

Ich bemerke wie sich in mir Disziplin aufbaut, sei es durch Sport, Uni oder das Zimmer. Jeden Tag setze ich mich mindestens 2h hin und lerne für die Uni. Meist mehr.

Fazit:

Ich habe versagt, ja. Aber dennoch gewonnen. Gelernt habe ich mega viel. Nicht umsonst ist das Gegenteil von Erfolg Nichtstun. Beim Reiten lernen gehört auch mal hinfallen dazu.

Es ist als ob diese Challenge einen Dominostein umgeworfen hatte, der einen viel größeren umwirft. Ein Tagebuch werde ich weiterführen, da es mir enorm viel gebracht hat. Auch werde ich mich weiterhin meinen Ängsten stellen. Als nächstes Ziel nehme ich mir vor meine Zeitfresser zu analysieren und zu neutralisieren.

Das Schlusswort überlasse ich Kollja

denn man muss alles in Relation sehen ..

We are fucked (1 week)

One moment .. oh yes .. we are fucked (1 month)

Okay .. mmh .. but looks not nice (6 months)

What .. same pattern in February? (1 year)

Everything seems to be cool?! (5 years)

Did something happen? (20 years)

Schönes Wochenende!

Ich werde derzeit pro Monat einmal geblitzt. Meistens nur so 10 – 20 km/h zu schnell .. aber mein Führerschein war auch schon mal weg. Nach dem alten Punktesystem hätte ich bei Lufthansa nicht mehr als Pilot anfangen können da man hier maximal 5 Punkte haben durfte. Dies hat mich dann auch sehr betrübt. Dankbar bin ich mittlerweile wenn ich auf bundesdeutschen Autobahnen in die Falle tappe, denn hier lässt man mich meine Sünden mit Paypal bezahlen.

Seis drum .. ich bin ein Idiot wenn es um das Thema geht und scheinbar lerne ich es auch nicht mehr. Ein kleines Auto (wie mein Fiat) hilft hier auch nix da man ja mit jeder Schüssel ziemlich schnell mal über 120 Sachen ist. Alles in allem zahle ich pro Jahr ein paar hundert Euro dafür.

Darum hab ich mich gefragt was mich wirklich dazu bringen könnte die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit einzuhalten.

Und ich hab das ne geniale Idee.

Wirklich.

Smartphones haben heute ja ziemlich gute Kameras, außerdem leistungsfähige CPUs und zig andere Sachen.

Also warum entwickelt man nicht eine App mit der sich die Geschwindigkeit von vorbeifahrenden Autos messen lässt. Das Nummernschild sollte man auch leicht erkennen können und anhand von GPS Daten weiß man auch welche Straße das war und was dort die erlaube Höchstgeschwindigkeit ist. Man kann das Ganze gern auf Video festhalten (quasi als Beweis).

Diese Messung lädt man dann in einem Portal hoch und der Strafzettel geht dem Verkehrssünder direkt mit Link zum Video zu.

Der Messende erhält pauschal 10% des Bußgeldes und noch einen Bonus wenn es Punkte gibt.

Die App könnte auch gleich kalkulieren wie viele Einnahmen man pro Tag macht.

Ich sehe hier nur Vorteile:

  • Kosten für stationäre Blitzer können komplett gespart werden
  • Kosten für mobile Blitzer ebenfalls
  • jeder Bürger kann sich so ein Zubrot verdienen
  • keine Sau fährt mehr zu schnell
  • alle haben Spaß

Die nächsten 30 Tage sind rum. Mit etwas Verspätung melde ich mich zurück.

“Du musst, du musst funktionieren”

Ich habe früher immer versucht, das maximale aus mir heraus zu holen. Pascal, du musst es schaffen, der Welt beweisen.
So begann mein Tag meist mit joggen und dabei Videos wie Sonix Fx oder The Mind. Irgendwann habe ich das entspannen vergessen, nur noch versucht krampfhaft Leistung zu erzielen. Selbiges bei der 90 Tages Challenge. “DU MUSST PASCAL!” mit mäßigem Erfolg.

Der Erdrutsch in mir

wurde durch ein Gespräch mit der besten Freundin von meiner Herzensdame ausgelöst. Sie fand es komisch, das sie mir was vorgegaukelt hätte. Natürlich bin ich mir bewusst, dass die gute Dame ihr ansehen schützen wollte – nee mit dem hab ich nichts gemacht – aber es hat mich gefühlsmäßig befreit. Ich hatte danach nicht mehr dieses Gefühl, dass ich jemanden ansprechen muss obwohl meine Gefühle ganz woanders lagen.

Danach bin ich losgezogen quer durch das Bundesland und habe Sachen gemacht, die schon viel zu lange aufgeschoben worden sind. Dabei haben ich immer wieder Menschen kennen gelernt und Nummern eingesammelt.

Insgesamt 4 Stück.
Ein Mädchen das ich für total durchgeknallt halte.
Ein Mädchen hat mir nie mehr geantwortet.
Bei der anderen ist es irgendwie verlaufen.

Heute erst habe ich wieder eine Nummer bekommen. Ein Mädchen wurde von einem Typen mit Pistazien abgeworfen. Ich dachte mir nur oh man was fürn Assi. Sie war am Musik hören, er wollte nur eine Kippe von ihr. Ich hab sie im nachhinein auf dem Typen darauf angesprochen. War äußerst amüsant. So macht warten Spaß 😀

Ich wäre gerne mehr unterwegs gewesen, war leider 2×7 Tage aufgrund von Trainingsverletzungen verhindert.

Zwinge dich nicht habe Spaß, sei locker

Das ist die Devise. Hab Spaß am Leben, dann klappt fast alles von alleine, das habe ich gelernt. Ich setze mich selbst schnell unter Druck, diese Challenge hat mir dabei geholfen dies zu erkennen. Zwanghafter Erfolg währt nicht lange.

Alles im allem merke ich, überall Fortschritte, in der Uni, gesundheitlich geht es mir, bis auf die Zerrungen vom Training bestens, und auch bei dem Dating Thema sehe ich große Fortschritte 🙂

In diesem Sinne,
Stay awesome

Euer,
Pascal

Ps. Ich habe noch einen Super Date Tipp von Garnixoderguru bekommen. Ich werde wenn sich die Gelegenheit ergibt es mal ausprobieren 🙂

18. September 2018

Mit freundlichen Grüßen

Ich bin ein zynisches, boshaftes Arschloch. Zugegeben in der Kombination habe ich das noch nicht gehört aber in Einzelauszügen. Getroffen hat mich das auch nur selektiv. Kommt immer drauf an wer es wann in welchem Kontext sagt. Als Diplomat würde ich wahrscheinlich den dritten Weltkrieg auslösen .. naja vielleicht.

Allerdings habe ich aufgehört Menschen von irgendwas überzeugen zu wollen. In meiner Jugend hat dieser abgelegte Charakterzug manchmal zu harten Diskussionen geführt bei denen alle Kombattanten am Ende ziemlich angepisst waren und wochenlang nicht mehr miteinander gesprochen haben. Es bringt auch nichts. Aggressive Argumentation führt beim Gegenüber fast immer zu einer vollkommenen Abwehrhaltung. Mögen meine Argumente noch so richtig und gut sein, sie werden als Angriff gewertet und auf den Angriff folgt einfach nur Abwehr und Verteidigung.

Heute lobe ich nur noch.

Das führt auf beiden Seiten zu einem wohlig warmen Gefühl in der Magengrube und man hat sich weiterhin lieb. Zwar ein Widerspruch aber Harmonie hat doch auch was. Was ich meine und was der Gelobte versteht sind dann aber irgendwie doch immer zwei paar Stiefel. Hat den Vorteil das ich meinen Zynismus pflegen kann ohne Menschen an den Karren zu fahren.

Beispiele?

Nachbar kauft nen 60k Audi SUV auf Pump

  • Matthias sagt: Prima, ein super tolles Auto, das passt zu dir und 300 PS sind wirklich nicht zu verachten außerdem stehen die Mädels drauf.
  • Matthias meint: Ist dein Schniepel echt so klein? Hey aber cool das du damit die Wirtschaft ankurbelst!

Bekannter bucht zwei Wochen Kreuzfahrt auf der Aida

  • Matthias sagt: Coole Sache, da siehst du sicher viel und das Essen auf dem Schiff soll ja auch wirklich gut sein.
  • Matthias meint: Sich mal zwei Wochen wie ne Legehenne fühlen, kannste machen, wahrscheinlich nimmste 5 kg zu hoffentlich gibts nen Norovirus Ausbruch.

Ehemaliger Schulfreund kauft Haus, kein Eigenkapital

  • Matthias sagt: Beste Zeit um das zu machen, bei den niedrigen Zinsen und wenn man die Inflation berücksichtigst sparst du ja quasi Geld.
  • Matthias meint: In 10 Jahren scheitert deine Ehe, dann wird die Bude zwangsversteigert und du hast Schulden bis ins Grab.

Herr Fridolin spart seine ganze Kohle in Bausparverträge

  • Matthias sagt: Hey das ist supersicher und ein paar Prozentchen gibt es auch auch, klar und wenn du mal renovieren oder bauen willst passt das ja.
  • Matthias meint: Du bist blöd wie Scheiße, kannst die Kohle ja auch gleich verbrennen.

Frau JabbaTheHut baut sich nen echt großen, beheizten Pool in den Garten, also so mit Beton und Bagger

  • Matthias sagt: Du Fuchs, du denkst voraus, Klimawandel und so! Außerdem ist schwimmen ja gesund. Steigert ja auch den Wert des Hauses.
  • Matthias meint: Doofhirn. Du kannst das Ding 9 Monate im Jahr nicht benutzen. Von den laufenden Kosten kannst du wahrscheinlich ne Dauerkarte fürs Schwimmbad kaufen.

Außerdem ermuntere ich gerne Leute zum Konsum oder auch zur Gewichtszunahme. Wenn jemand drauf rumdenkt ob sie/er sich ein teures Gadget kaufen will bin ich der erste der argumentiert, dass man sich auch doch mal gönnen muss. Man kann eigentlich nicht genug Dinge haben. Menschen sollen auch gut und viel essen. Was bietet sich da mehr an als Döner, Pizza und Burger? Danach noch ein Kuchen und ein Eis. Ist ja Soulfood. Bei dem ganzen Stress den man so hat hilft das ja auch das Gemüt zu beruhigen. Dick bist du sowieso nur wegen der Schilddrüsenunterfunktion.

Klar .. manche merken schon das ich das wohl nicht ganz ernst meine. Dem widerspreche ich dann in der Regel energisch und wechsle das Thema.

Einzig beim Thema Rassismus packe ich noch die Axt aus. Wenn jemand mit: „Ich bin ja kein Nazi, aber ..“ anfängt bin ich innerlich schon auf DEFCON 1. Ich weiß zwar das ich den Naziarsch nun nicht bekehren kann, aber ich ertrage das Geschwätz einfach nicht.

Nazis habe ich noch keine umgekrempelt .. aber ein paar Konsumopfer haben doch wirklich nen U-Turn gemacht.

Wir wissen ja .. Geld macht nicht glücklich, allerdings offensichtlich auch nicht unglücklich. Wenn ich Leuten erkläre, wie wichtig genug Geld (für mich) ist ernte ich manchmal Kopfschütteln, Ansagen wie: Ich lebe doch jetzt oder auch mal nen Satz wie: Gönne dir doch mal was.

Und während ich offensichtlich jetzt lebe und mir durchaus Dinge gönne kann man im hier und jetzt auch unzufrieden sein, außerdem führt der Kauf von Dingen nicht zum Glück. Aber ich glaube ja man muss etwas breiter denken. Wir reden hier von Successful Living (der Diesel Spruch aus den Neunzigern) oder besser gesagt von einem zufriedenen (glücklichen, erfolgreichen) Leben.

Das darf auch jeder so definieren wie sie/er will. Kinder, Familie, Haus oder doch lieber reisen, Porsche und Party, vielleicht Bildung, Karriere und Status oder Bier, Fußball und grillen?

Ganz egal .. alles ist valide.

Darunter liegen aber ein paar Voraussetzungen die irgendwie notwendig sind, damit die eigenen Lebensziele erreicht werden können.

Viele Menschen die man fragt nennen hier: Gesundheit, Zeit, eine glückliche Beziehung, Frieden, die Abwesenheit von Stress.

Und klassischerweise kann man das (zumindest derzeit) noch nicht kaufen .. auch nicht bei Amazon.

Kann man nicht .. oder kann man doch?

Ich behaupte immer man kann alles kaufen .. weil alles hat seinen Preis.

Außerdem glaube ich sehr wohl das man Dinge wie Gesundheit, Zeit oder Liebe zumindest indirekt kaufen kann.

Wie das?

Nehmen wir das Beispiel Gesundheit:

Durch genug Kohle auf der Bank muss ich weniger oder gar nicht mehr arbeiten. Ich habe Zeit Sport zu machen. Ich habe keinen Druck im Job zu bestehen und das kann schonmal nicht meine Psyche angreifen. Ich habe Zeit und Geld gesunde Mahlzeiten zu kochen und ich bin in der Lage so lange zu schlafen wie es mir gutut. Klar ist natürlich auch das mich Geld nicht vor Krebs oder erblich bedingten Krankheiten schützt .. aber wenn meine Kauleiste ausschaut wie Hiroshima am Vormittag das 06.08.1945 kann ich mir zumindest neue Beißer kaufen … also eher Glücksspiel?

Und die Liebe:

Beziehungen scheitern oft an vielen verschiedenen Dingen .. unter anderem aber auch wenns ums Geld geht bzw. wenn die Partner nicht mehr genug Zeit für einander finden. Zwei Probleme die man mit ausreichend Schotter nicht mehr hat. Ich habe die (wiedereinmal) Zeit mich um die Beziehung zu kümmmern wenn ich nicht alleine mit geldverdienen beschäftigt bin. Ich bin vielleicht entspannter und ertrage Krisen in der Partnerschaft besser. Der Diskussion ums Geld habe ich die Grundlage genommen.

Frieden .. schwierig:

Klar .. erst mal doof wenn hier Fassbomben an meinem Weber Grill vorbei rollen .. außerdem kann ich dem Assad durch Kohle auch nicht davon überzeugen, dass eine halbe Million Tote echt viel sind und man nun damit aufhören sollte. Geld gibt mir aber ggf. die Möglichkeit mich zu verpissen und vielleicht kann ich in ein Land auswandern welches wenig Kriegspotential bietet .. Palau fände ich nett.

Kommen wir zur Zeit:

Du bist (wahrscheinlich) nur einmal bei der Show hier dabei. Wenn du über den Jordan gehst war es das. Du wirst 60, 70 oder 80 Jahre alt. Ein Drittel verpennst du .. ein Drittel arbeitest du (inkl. Bildung) und ein Drittel steht dir zur freien Verfügung .. und diesen Deal finde ich nicht so clever.

Am Schlaf kann ich nichts ändern. Bei den anderen zwei Parametern allerdings schon. Es ist nicht so geil die wachsten und fittesten 8-10 Stunden pro Tag für die Arbeit zu opfern, Abends dann mehr oder weniger fertig heimzukommen um dann eben alles andere zu machen. Darum lache ich Menschen die mit ihren Überstunden prahlen auch immer hart aus.

Geld kauft mir Zeit. Zeit das zu tun was ich will. Sei es nur weil ich vielleicht auf 30 Stunden pro Woche reduzieren kann (Immerhin 10 Stunden mehr das zu tun was ich mag und nicht was was ein anderer für richtig hält.) oder vielleicht gar nicht mehr arbeite.

Und die Moral?

Geld kauft Zeit kauft (teilweise) Liebe und Gesundheit .. und jetzt dürft ihr gerne meine Hypothese angreifen.

Die Finanzblogger Szene ist zahlreich und scheinbar werden es immer mehr die etwas zu sagen haben. Gut oder Schlecht? Ich beurteile das nicht. Da ich aber ab und zu wieder auf fragwürdige Artikel aufmerksam werde .. (Hier der Letzte) .. kurz was dazu:

Ich finde es okay wenn Leute mit Ihren Blogs Geld verdienen möchten. Nur sollte man das dann auch klar darstellen. Sonst ist das einfach nur armselig. Schleichwerbung braucht kein Mensch und unerfahrene Leser fallen dann solchen Dingen mehr oder weniger zum Opfer. Klar der oben verlinkte Artikel hat einen Hashtag am Ende (#werbung) .. aber das ist dann auch der einzige Hinweis.

Es ist durchaus auch okay über seine EIGENEN Erfahrungen mit einer Dienstleistung, Tool etc. was zu schreiben (so wie ich das mit dem Aktienfinder manchmal mache) nur bezweifle ich, dass das im o.g. Blogpost passiert ist.

Hat irgendwie ein Geschmäckle .. wie man hier zu sagen pflegt.

Darum ..

alles was ihr hier lesen könnt ist erlebt, wurde (wird) so gemacht, ist echt und wenig geschönt. Sollte ich wider erwarten mal Werbung für irgendwas machen, wird das auch so gekennzeichnet.

Meine Geschichten (in denen ich oft selbst nicht so glorreich wegkomme) sind nicht erfunden. Mein Depot und die ganzen Papiere darin existieren wirklich und alle Zahlen die ich hier veröffentliche sind real.

Seit ein paar Wochen kann man meinen Erfolg bzw. Misserfolg hier nachlesen. Mein Ziel habe ich mal dort formuliert (ich sollte noch dran feilen) und die Werte in meinem Depot findet man immer auf der Startseite von theskunk.cc.

Fragen beantworte ich gerne in den Kommentaren oder auch per Email: info@42blue.de

Das erste Drittel der 90 Tage ist rum. Zeit für eine Zwischenbilanz. Die Ausgangslage war: Pascal hat Angst vor fremden Menschen und Ansprechangst.

Vorweg, ich habe die Kommentare gelesen. Super, dass es so gut ankommt. Lob des Sexismus ist ein sehr geiles Buch. Gute Bücher haben meist komische Namen, denke an Dale Carnegie: „Wie man Freunde gewinnt“. Muss es wohl nochmal lesen 😊

Den ersten Tag der Challenge habe ich mein Zimmer aufgeräumt. Ich bin sehr erstaunt mit welchem Elan ich prokrastinieren wollte. Daran merkt man ganz stark, hier ist eine Sache vor der ich sehr viel Angst habe.

Tag 2 – Festival

Ich habe mir vorgenommen auf ein Elektronisches Festival in unserem Ort zu gehen. Direkt raus aus der Komfortzone rein in die Hölle. Ich betrete das Festival. Ich merke wie unwohl ich mich unter Menschen fühle. Die Musik ist zwar gut, die Sonne scheint, der Bass knallt. Aber es ist die gefühlte Hölle. Die pure Anwesenheit von Menschen löst Panik in einem aus.
Komisch früher bin ich gerne auf Festivals gewesen. Habe sehr gerne Leute kennen gelernt.

Ich habe mir eine ruhige Ecke gesucht. Ich bin fertig mit den Nerven.
Ich verlasse das Festivalgelände nach 31 min, Durchgeschwitzt, am Boden.
Habe es nicht mal nach Hause geschafft. Ich brauchte eine Pause, da alle meine Muskeln weh taten.
Normalerweise gehe ich die 4-5 Fache Strecke, aber heute war ich einfach auf.

Auf dem Weg nach Hause fiel mir auf, dass ich die Preisschilder nicht mehr lesen konnte. Normalerweise liegt meine Sehstärke auf beiden Augen bei etwas über 100%. Die Farben sind genauso prächtig, aber alles ist Verschwommen.

Endlich Zuhause, Willkommen in der Hölle. Meine Wahrscheinlichkeits Maschine hat sich entschieden mich auf einem Trip zu schicken, einen Trip der Schmerzen. Als ob dir jemand den Brustkorb auseinander reißt, gleichzeitig aber deinen Körper wieder zusammendrückt. Ich versuche den Schmerz zu betäuben. Mit Schokolade. Vor Erschöpfung schlafe ich gegen 18 Uhr ein. Wache um 21 Uhr wieder auf. Die Wahrscheinlichkeit Maschine lässt den Körper beben. Kurze Schocks, kurze schmerzvolle Schocks.

Wenn man das was in einem Abging in Lieder fassen sollte kommen diese beiden sehr nahe:
Lied 1
Lied 2
Der Schritt war wohl zu groß auf einmal und hat mich Regelrecht ausgeknockt.

Tag 3

Ich habe nach dem Training ein echt hübsches Mädchen angesprochen, naja war echt nicht so cool, shittest der komischen Art. Hat ein gefühlt die ganze Zeit angestarrt und nix gesagt. (Bis zum Schluss, dass sie weg müsse)

Tag 4

Heute habe ich Mut gefasst um ein Bauteil von einem Baumarkt zu holen. Versucht habe ich es schon öfters, leider weiß ich nicht welches Teil ich benötige. Denke mir, ist ja nichts dabei.
Betrete den Baumarkt. Puls steigt. Die Atmung wird flacher.

// Welche Schraube? Was passt? Was denken die anderen? Werden Sie mich auch anschreien?

Das Gehirn läuft auf voller Auslastung -> Erstmal in einem ruhigen Gang. Runterkommen. In diesem Moment erinnere ich mich an früher. Es war vor dem Studium nie ein Problem Personen anzusprechen, wieso sollte das jetzt ein Problem sein? Also let’s GO! Gesagt getan.

Ich war, wie so oft, überrascht, dass die Personen sehr nett zu einem waren. Wir haben alle Bauteile zusammengesucht. Ging schnell, war nett, alles schmerzlos 😊

Nach weiteren 5 min verlasse ich den Baumarkt, bin zwar total durchgeschwitzt, aber glücklich.

Tag 6

Ich fühle mich trotz (oder gerade wegen) dem hinkenden Beines sehr gut.

Mein altes Verkäufer Talent kommt wieder aus mir heraus. 😊 Während des Abiturs wurde mir aufgrund dessen empfohlen in den Vertrieb zu gehen. War ein angenehmes und freches Gespräch mit einem hübschen Mädel. Eine Nummer war drin 😊

Gegen Nachmittag habe ich mich mit einem Kumpel getroffen. Er hat mich auf das letzte Jahr angesprochen, welches nicht zu meinem Besten gehört hatte.

Ich habe mich in die Selbständigen Falle begeben, hatte eine Familie die mir ihr Versagerleben aufzwingen wollte, Probleme mit Feministen und Kommunisten. Es brannte förmlich überall. Gesund für das Mindset war es nicht.

Jedenfalls habe ich bemerkt, dass ich gegenüber vielen Personen nicht der Sozial Kompetenteste war. Ich war sehr unausgeglichen.
Viele Personen habe ich damit unbewusst abgewiesen/verstoßen.
Während des Abiturs hatte ich einen Freundeskreis, überall kannte ich Personen, war kontaktfreudig. Während des Studiums habe ich angefangen mich selbst auszugrenzen.

Dann beginnt die Maschine Schlüsse zu ziehen. Oh der war nicht nett → Alle Menschen nicht nett.
Ich werde bei einigen Personen eine kleine Wiedergutmachung machen. Es geht nicht darum, einen auf Bittsteller zu machen, sondern zu seinen Fehlern zu stehen, ein besserer Mensch sein zu wollen.

Tag 7

Porn. Porn. Porn. Und das Selbstbewusstsein hängen irgendwie zusammen. Die Pornosucht existiert bei mir auch noch nicht so lange. (Ende Abi) Heute habe ich den ersten Tag nicht masturbiert. Alter war ich unruhig, ständig gewälzt. Erstaunlicherweise war ich nach 6 Stunden sehr ausgeschlafen. Mittlerweile haben wir es 14 Uhr. Ich kann mich kaum auf was konzentrieren. Mein Kopf sagt nur noch Sex. Sex. Sex. Blöd, dass ich trotz der schmerzen im Bein rausgegangen bin. Es ist nicht besser geworden. Im Gegenteil.

Tag 8

Gestern habe ich den Rest des Tages in der Pornohölle verbracht. Die Mischung: „Du kannst nicht gehen. Musst im Bett liegen bleiben und bist verdammt geil“ begünstigt dies.
Es ist erstaunlich wie sehr ich gestern die Welt bereisen wollte. Es ist erstaunlich wie sehr das Selbstbewusstsein bei Nofap explodiert. Bis es durch Porn implodiert. Es ist erstaunlich, dass dieses Gefühl, dass mich jemand geschlagen hatte, dieses bedrückende Gefühl, einfach weg war. Auch die Körperzuckungen waren weg.

Heute bin ich aufgewacht. Total im Arsch. Ich will mich am liebsten nur noch einkuscheln und weinen. Fühle mich schlapp.

So schlapp, dass ich den Fehler mache nicht aufzustehen und einen weiteren Tag in der Pornohölle verbringe. Ich beschließe einen Website Tracker zu installieren. Ich habe mir selbst angedroht die Daten zu veröffentlichen, wenn ich weiterhin so viel Zeit auf solchen Seiten verbringe.

Tag 9 + 10

Pornhell

Tag 11

Gutes Wetter → Ab nach draußen. Irgendwie konnte ich meine Chinese Wall nicht durchbrechen. Ich habe keinen angesprochen. Bin dann nachmittags eingeschlafen. Gegen 22 Uhr wieder aufgewacht → Raus, ab in die Berge. Es war wunderbar. Keine Menschen, keine Leute die dich anrempeln, anschreien, dich verprügeln. Es war sehr angenehm. Ich war tiefenrein entspannt.

Tag 12

Heute habe ich mich richtig gefreut, um 16 Uhr treffe ich mich mit Freunden. Je näher der Termin kam, desto größer wurden die Zweifel in mir, mögen Sie mich wirklich, wollen Sie mich wirklich dabei haben.
Schließlich habe ich abgesagt. Wie fast immer seit dem Studium

Abends bin ich dann doch noch raus gegangen, habe aber niemanden angesprochen.

Tag 13

Ich gehe einkaufen. Mädchen steht vor mir an der Kasse, ultra hübsch. Also das natürliche. Sie kauft Essen und Kondome. Ich kann sie riechen. Die Hormone drehen durch. Ich will sie gottverdammt nochmal ansprechen. Computer sagt neeeeiiinn…. Ich stehe wie angewurzelt da.

Wieder Zuhause. Ich gebe mir für den Tag Bettrumlümmelverbot.
Denke über die letzten zwei Jahre nach. Ich verstehe es nicht ganz. Ich lebe nicht mehr in Armut. Ich habe keine Eltern mehr die einen schaden möchten. Ich habe kein schlechtes Umfeld mehr. Dennoch fühle ich mich nicht gut.

Ich liege auf dem Boden und weine, wie so oft, und verstehe nicht was so schlecht an meinem Leben sein soll, das diese Gefühle rechtfertigen.

Ich denke nach über ein Mädchen. Ich war letztes Jahr unsicher, unzufrieden und launisch. Habe mich also selbst aus der Liste der potenziellen Partner gestrichen. Es war oft beim Essen in der Mensa. Jemand sagt etwas, man selbst hatte dazu was gedacht, aber Sie hat meine Gedanken oft ausgesprochen. Sie ist eine Person die eine positive Lebenseinstellung hat, sehr sparsam mit Geld umgeht, eine Person mit der man sehr viel lachen kann. Eine Person, der man nur in die Augen schauen muss, damit der Körper anfängt Dopamin auszuschütten. Eine Person, die man jetzt immer noch irgendwie vermisst. Und man auf sich selbst wütend ist, dass man es „wissentlich“ verkackt hat.

Unser Umfeld hat es sehr schnell gecheckt, dass wir uns mögen. Ich war zu doof den Sack zu zu machen. Dirk Kreuter hätte dazu gesagt:

„Es gibt Verkäufer, die dürfen das Einkaufen nur nicht verhindern. Selbst das schaffen die“

Aus Hase wurde Schnucki, Pascali und dann nur noch Pascal… verständlich.
jedenfalls habe ich im Januar erfahren, dass Sie einen Freund hatte. Seit Januar lebe ich auch zurückgezogen. Ich habe sogar mit dem Trading aufgehört…

Ein bisschen Trost gab es in der AOE 2 / Finanzblog Community. Beides Communities in denen es eine sehr gute Grundstimmung gibt 😊

Im Juni gab es dann die ersten Laufversuche. Ich habe mich zum Training angemeldet, Taekwondo. Jetzt im Juni fing ich mit der 90 Tages Challenge an. Eigentlich dürfte ich nicht traurig sein.

Ich bin trotz der mäßigen Grundstimmung zum Training gegangen. Danach setzte der Suchtdruck wieder ein. PORN PORN PORN. Ich war entschlossen dieser Sucht nicht nachzugehen. Was für eine Nacht. Ich wälzte mich die ganze Zeit. Ich bin dann um 02:00 Uhr nochmals Joggen gegangen. Irgendwie musste ich mich ja müde bekommen.

Tag 14

Ich wache früh morgens auf. BÄM Fühle ich mich gut. Sogar sehr gut.
Dies ist der 2. Tag Nofap. Gegen Mittag bekomme ich die Kopfschmerzen des Todes. Mein Kopf verlangt nach Porn! Das muss der Kater des Fappers sein. Das einzige was gegen die Kopfschmerzen hilft, ist zu fappen.

Viel hinbekommen habe ich nicht, da ich wirklich heftige Kopfschmerzen hatte.
Erstaunlich fand ich in diesen 2 Tagen diese innere Haltung von:

„Ach wäre es schön jetzt einen geblasen zu bekommen (sehr sehr passiv)“
zu
„Alter ICH FICK EUCH ALLE DURCH (man wird selbst aktiv)“

In der Nacht hatte ich es dann nicht mehr ausgehalten. Binnen Sekunden waren die Kopfschmerzen weg. Ich fühle mich schlapp und energielos. Auch das Zucken und die Emotionslosigkeit ist wieder da. Damit bin ich mir zu 110% sicher.
DIE PORNOSUCHT MUSS WEG
Fassen wir es kurz zusammen:
Ein Süchtiger möchte Kontakt zu Menschen Aufbauen. Kann dies aufgrund seiner Sucht nicht. Mit anderen Worten, die Ansprechangst ist nicht mein Hauptproblem. Die Pornosucht ist es.

Tag 15

(Keine Aufzeichnung)

Tag 16

Ich war gestern Unterwegs, habe dabei ein paar Menschen kennen gelernt. War nix besonderes.

Abends bin ich dann noch zu einem Kumpel in die Innenstadt. Ich bemerke wie viele Leute trinken. Der Bitchfaktor ist enorm hoch, finde ich irgendwie nicht so gut. Ich war wegen der vielen Leute angespannt. Angenehm habe ich es nicht empfunden. Es war aber nicht so schlimm wie an Tag 2 😊

Tag 17

Mich haben Freunde dazu eingeladen in eine Vereinigung für Entrepreneure einzutreten, die sich in Brüssel für die Industrie 4.0 einsetzt. Ich bin bei solchen Themen immer wieder überrascht. Ich habe (noch) kein positives Bild über mich. Aber anscheinend haben andere Leute dann doch ein anderes Bild von mir.

Tag 18 – 31

Aufgrund der neuen Arbeit ist das Notizen erstellen ein wenig unter dem Tisch gefallen. Das waren 14 Tage der Hitze. Unser Trainer hat uns bei 35 Grad ein Hochleistungstraining absolvieren lassen. War extrem, im Nachhinein war ich froh an meine Grenzen gegangen und diese auch teilweise überschritten zu haben. Der Sport ist sehr gut für mich, jedes Mal lerne ich neue Menschen kennen.

Mir ist aufgefallen wie stark ich mich in den letzten 30 Tagen verändert habe. Von jemanden, der einen Job bei Lidl abgelehnt hatte, nicht weil ihm die Arbeit zu schwer war, sondern weil er den Kontakt zu Menschen minimieren wollte, zu jemanden der kontaktfreudiger wird.
Ich bemerke, dass mein Selbstbewusstsein wieder größer wird und dass ich die Welt wieder entdecken möchte.

Fazit: Die ersten 31 Tage

Für meine Verhältnisse habe ich sehr große Fortschritte gemacht 😊
Ich habe zwar nicht mitgezählt, schätzungsweise habe ich um die 50-70 neue Personen kennen gelernt: D
Ich habe die Störquelle/ den Flaschenhals gefunden: Porn
Die Neutralisierung von eben diesem gibt mir die Möglichkeit wieder so erfolgreich wie früher zu werden.
Wenn ich rausgehen möchte, bleibe ich oft noch bei dem Gedanken hängen „Was soll ich da“
Also ich möchte rausgehen aber Computer sagt: Neeeiiiin. Tja, das Gefängnis ist überall.
Die statistische Auswertung lasse ich lieber, weil mich das irgendwie aufhält. Ich bin noch am Anfang und muss diese Ansprechangst erstmal überwinden, danach kümmern wir uns um die Conversion.

Meine Einstellung:

Ich war 3 Jahre ohne Schule, 2 auf Jahre Sonderschule, während des Abiturs hatte das Jugendamt mir ein Arbeitsverbot erteilt und hatte einen kleinen Zahlungsverzug von 13 Monaten, wenn ich es geschafft habe mich dadurch zu Boxen:
Dann schaffe ich das locker 😊

Meine Ziele für die Nächsten 30 Tage:

1. So wenig Porn wie möglich
2. Jeden Tag mindestens eine neue Person kennen Lernen