getmad wer nichts verlieren kann .. ist frei
11. August 2021

75% Millionär

Stand gestern war ich das erste mal dreiviertel Millionär .. um genau zu sein etwa 753.000 Euro.

Verteilt sich wie folgt:

Cash: 16.500 Euro

Depot Buchwert: 737.000 Euro
Depot Kaufwert: 526.000 Euro

Buchgewinne: 211.000 Euro bzw. 40%

Top Aktien:

Target +345%
Adobe +306%
Blackstone +251%
Williams Sonoma +217%
T.Row Price +183%

Flop Aktien:

Oxford Square -43%
Cytosorbents -30%
AT+T -29%
Tanger Factory -25%
Pennon Group -16%

Laut meiner konservativen Excel Planung hätte ich das eigentlich erst im Jahr 2023 erreichen sollen. Tja .. shit happens.

6. August 2021

Podcast #015 – Max

Max kommt aus dem Ruhrpott, ist Installateur und Heizungsbauer und hat seit wenigen Tagen seinen Meisterbrief in der Tasche. 

Er ist kein klassischer ETF bzw. Buy & Hold Anleger sondern ist etwas aggressiver im Daytrading unterwegs. Hier handelt er Pennystocks und Währungspaare und wir reden über Effekte die Daytrading auf einen selbst haben kann.

Ein Plan von Max ist es, günstige und heruntergekommene Wohnungen in seiner Umgebung zu kaufen und diese selbst zu renovieren und dann neu zu vermieten. Wenn man das alles selbst machen kann und seine eigene Zeit drauf verwendet, sind da Traummargen zu erwarten.

Im letzten Drittel sprechen wir über die aktuelle Diskussionskultur in Deutschland (Stichwort: Cancel Culture) und ich erzähle ein davon wie ich mein eigenes Vermögen aufgebaut habe. 

Hier ist das Transcript.




30. Juli 2021

Podcast #014 – Jens

Jens ist 36 Jahre alt, arbeitet bei einer Versicherung, ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder. Er wohnt mit seiner Familie in einem Einfamilienhaus in Bielefeld.

Soweit so normal.

Allerdings ist Jens sehr kreativ wenn es darum geht weitere Einnahmequellen aufzutun und auszuprobieren und vor allem schafft er das mit Familie und einem Full Time Job.

Er und seine Frau besitzen drei Wohnmobile welche sie vermieten, er handelt mit Lego Sets, betreibt einen Blog und ist nebenbei auch noch Vermieter einer Eigentumswohnung.

Wie er das alles hinbekommt, wie man erfolgreich Wohnmobile vermietet und welche Lego Sets er kauft und wann er sie wieder verkauft erfahrt ihr in dieser Folge.

Wir finden außerdem heraus, dass ein Leben ohne 1.500 Euro Gasgrill möglich ist (man muss nur wissen wie) und ich kann mit meinem gefährlichen Halbwissen über VW Bullis glänzen.

Außerdem erzähle ich von meinem geheimen Traum einen VW T3 mit Porsche Motor zu besitzen. 

Sein Blog: Sparhörnchen
zu den Wohnmobilen

Hier ist das Transcript.




Nachdem nun schon einige Folgen meines Podcasts im Kasten sind, und ich das eigentlich alles sehr inspirierend fand, suche ich wieder Menschen die Lust haben mit mir zu sprechen.

Du brauchst dazu eigentlich nur einen Internetzugang, 1-2 Stunden Zeit und wenn möglich ein Headset (normale InEar Kopfhörer mit Mikro reichen aus). Den Rest organisiere ich.

In dem Podcast soll es vornehmlich um Dich gehen, um Deine Geschichte und um das was Du zu sagen hast. Aber natürlich darfst Du mir auch Fragen stellen.

Der Rahmen ist sehr grob gesteckt, also ich habe keine Agenda und das Format soll so frei wie möglich sein. Wahrscheinlich stelle ich Dir aber einige Fragen zu Deinem Verhältnis zu Geld und ob / in was du investierst.

Eine Änderung versuche ich aber:

Wenn du möchtest, darfst du mir ein Thema vorschlagen. Also irgendwas, das Dich beschäftigt oder was Dir wichtig ist. Das kann alles mögliche sein z.B. Dein Job, Hobbies, die bevorstehende Bundestagswahl, Klimawandel, persönliche Weiterentwicklung oder wegen mir auch Bienenhaltung.

Wenn sich Damen bei mir melden werden die bevorzugt 😉

Wenn du also Lust hast schreib mir ne Mail: matthias.hotz@gmail.com oder hau mich auf Twitter an: https://twitter.com/42blue

13 Folgen des Podcasts haben wir bis dato aufgenommen und mir haben die Gespräche viel Spaß gemacht. Ich möchte mich auch bei allen Teilnehmern nochmal ganz herzlich bedanken.

Aktuell ist keine weitere Folge in der Pipeline. Darum eher die Frage wie soll es weitergehen?

  • Soll ich überhaupt weitere Folgen aufnehmen?
  • Soll ich generell am Setup, an den Fragen, an der Länge, den Themen etwas ändern?
  • Soll ich vielleicht spezifisch über ganze bestimmte Themen Folgen aufnehmen? Also weniger so im Allgemeinen mit den Gästen reden sondern ein Oberthema vorgeben?
  • Habt ihr sonst Ideen, Vorschläge, Kritik oder Anmerkungen?

Jeder Kommentar ist willkommen!

Wenns nicht öffentlich sein soll und du mir trotzdem was schreiben willst: matthias.hotz@gmail.com

11. Juli 2021

Hurra wir leben noch X

Alle paar Jahre schreibe ich was zur Lage der Nation (die Nation bin in diesem Fall ich). Mein erster Artikel dazu war von November 2014. Das war der erste Monat in welchem die Einnahmen aus SEORCH und den Dividenden meine fixen Kosten gedeckt haben.

Die reinen Dividenden Einnahmen (netto) zum Stichtag heute (11.07.2021):

  • 2015 (im Schnitt / pro Monat): 540 Euro
  • 2016 (im Schnitt / pro Monat): 710 Euro
  • 2017 (im Schnitt / pro Monat): 970 Euro
  • 2018 (im Schnitt / pro Monat): 1.030 Euro
  • 2019 (im Schnitt / pro Monat): 1.330 Euro
  • 2020 (im Schnitt / pro Monat): 1.440 Euro
  • 2021 (im Schnitt / pro Monat): 1.540 Euro

Passive Einnahmen (brutto) plus netto Dividenden zum Stichtag heute (11.07.2021):

  • Passive Einnahmen 2015 (im Schnitt / pro Monat): 2.260 Euro
  • Passive Einnahmen 2016 (im Schnitt / pro Monat): 3.240 Euro
  • Passive Einnahmen 2017 (im Schnitt / pro Monat): 3.960 Euro
  • Passive Einnahmen 2018 (im Schnitt / pro Monat): 3.810 Euro
  • Passive Einnahmen 2019 (im Schnitt / pro Monat): 4.000 Euro
  • Passive Einnahmen 2020 (im Schnitt / pro Monat): 4.500 Euro
  • Passive Einnahmen 2021 (im Schnitt / pro Monat): 5.100 Euro

Die „passiven“ Einnahmen beanspruchen aktuell etwa 4-6 Stunden pro Woche. Man könnte das noch so aufschlüsseln, dass etwa 4.000 Euro etwa 1 Stunde pro Woche an Aufwand beanspruchen und 1.100 Euro etwa 4 Stunden. Für die 1.100 Euro supporte ich ein paar Webshops mit Shopify Entwicklungen und SEO Consulting.

Von den 3.500 welche ich brutto bekomme und versteuern muss bleiben dann noch so etwa 1.900 netto übrig.

Macht mit den Dividenden zusammen dann etwa 3.400 – 3.500 Euro im Monat welche ich auf mein Gehalt als Angestellter noch drauf bekomme.

Seit Anfang des Jahres arbeite ich nur noch vier Tage die Woche was es mir auch ermöglicht hat, etwas Consulting neben her zu machen.

Die investierte Summe im Depot beläuft sich auf ca. 520.000 Euro. Der Depotwert (Stand 11.07.2021) beläuft sich auf ca. 714.000 Euro. Also investierte Summe + Buchgewinne und das sind ca. 37% plus. Dann wären da noch ca. 14.000 Euro Cash.

Bis heute habe ich 94.000 Euro an netto Dividenden kassiert welche quasi alle wieder angelegt wurden.

Meine Lebenshaltungskosten, Fixkosten und sonstigen Ausgaben in 2021 belaufen sich auf ca. 730 Euro / Monat bis jetzt.

Hier noch alle Artikel aus der Serie:

Gesinnung:

Einige der regelmäßigen Leser meines Blogs kennen Pascal vielleicht schon, da ich in der Vergangenheit immer wieder Berichte und Geschichten von ihm veröffentlicht habe. Und obwohl wir uns schon mal über den Weg gelaufen sind ist dies das erste richtige Gespräch welches wir gemeinsam führen.

Pascal ist 25 Jahre alt und hatte alles andere als eine leichte Kindheit. Mit 13 Jahren kam er ins Heim und musste seinen Weg ohne ein stabiles Elternhaus und den Rückhalt einer Familie finden. Wie er das gemacht hat, was seine Strategien und Ideen waren und woran er sich orientiert hat erfahrt ihr in dieser Episode.

Heute ist Pascal erfolgreich selbständig (mit SEO), hat sein Studium aufgegeben und steht kurz vor der Gründung seiner ersten GmbH.

In dieser Folge geht es also weniger um Finanzen, sondern mehr um persönliche Entwicklung, seinen Platz im Leben zu finden und wie man auch mit schwierigen Voraussetzungen sein Leben meistern kann.   

Pascal auf Twitter
Pascal auf Insta
Pascals Blog
Pascals Budget

Hier ist das Transcript.




2. Juli 2021

Podcast #012 – Alex

Dieses mal sind wir in Berlin bei Alex. Er ist 33 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Herzogenaurach, lebt aber schon seit vielen Jahren in Berlin.

Alex ist passionierter Gamer und hat früher in der ESL gespielt. Mittlerweile ist er ehrenamtlich bei Ares Gaming aktiv und natürlich reden wir eine ganze Weile übers zocken und ich schwelge auch in Erinnerungen. Obwohl er mit seiner Frau in Berlin lebt, kommen sie mit recht wenig Geld aus und konnten innerhalb eines Jahres 20.000 Euro zur Seite legen.

An der Börse ist Alex erst seit einem Jahr aktiv und er will von mir wissen was die Unterschiede bzw. die Vor- und Nachteile einer ETF Sparplan Strategie im Vergleich zu (meiner) Dividendenstrategie sind.

Als wir uns eigentlich schon verabschiedet haben, fällt ihm noch die wichtigste aller Fragen ein: Was war mein schönstes Erlebnis in der letzten Zeit. Ihr solltet also noch ein paar Minuten dranbleiben wenn wir eigentlich schon fertig sind. 

Alex auf Twitter
Alex für Ares Gaming auf Twitter

Hier ist das Transcript.




28. Juni 2021

PREY – Feedreader

einige von euch nutzen ja meinen kleinen Feedreader prey.getmad.de. Das ist schön und natürlich dürft ihr das Tool auch weiter nutzen.

Wollte nur mal in die Runde fragen ob euch Blogs/Feeds fehlen, ob welche nerven oder was auch immer ich da besser machen könnte?

Die derzeit vorhandenen Blogs im Feed findet ihr hier: https://prey.getmad.de/blogs.txt

Kommentiert gerne mal wenn ihr eine Meinung dazu habt ..

Update: 30.06.2021

Alle eure Feedwünsche habe ich aufgenommen. Den Finanziell Umdenken (Lars Hattwig) Feed habe ich entfernt .. naja ihr findet schon raus warum 😉

Neu sind jetzt:

Serkan stellt mir Fragen zu Frugalismus, Minimalismus und F.I.R.E.

Diese Aufnahme weicht etwas von den vorangegangen Folgen ab.

Serkan ist Student der Soziologie an der Uni Duisburg-Essen und arbeitet gerade an seiner Master Arbeit. Das Thema dieser Arbeit ist die FIRE-Bewegung und Frugalismus und dazu interviewt er Menschen welche so leben bzw. das anstreben.

Also hatte ich eines Tages ne Mail von ihm in meinem Posteingang mit der Frage ob ich auch für ein Gespräch zur Verfügung stehen würde. Da ich mich selbst gern reden höre, konnte ich natürlich nicht nein sagen und das Gespräch haben wir dann einfach spontan als Podcast aufgenommen.

In dieser Folge geht es also nicht um Serkan sondern mehr oder weniger um meine Ansichten zu Frugalismus, Minimalismus und F.I.R.E.

Hier ist das Transcript.




Mit Macht und Reichweite kommt auch Verantwortung. Finde zumindest ich. Wie das oft schief geht könnt ihr bei diversen Influencern sehen.

Viele Finanzblogger monetarisiern Teile ihres Contents. Da gibt es Werbung im Blog bzw. Affiliate Links oder gekaufte Blogbeiträge.

Damit habe ich kein Problem, wenn diese Sachen auch also solche gekennzeichnet sind. Wenn die Kennzeichnungen nicht zu sehen sind oder schwer zu finden sind finde ich das schon kritisch.

Manche Blogger kleistern ihre Seiten mittlerweile so hart mit Werbung zu, dass man kaum noch zwischen Inhalt und Ads unterscheiden kann (Gruß in die Schweiz) .. muss man mögen .. oder man ignoriert die Seite dann irgendwann.

Diverse Blogger der ersten Stunde bieten mittlerweile Kurse, Seminare, Workations, Online Akademien usw. an.

Hier muss man unterscheiden ob das gut und stark vom eigentlichen Blog abgegrenzt wird – oder – diese Angebote mehr oder weniger in jedem Artikel offen und aktiv beworben werden.

Ist dies der Fall, dann ist das Ziel des Blogs eben die eigenen Produkte zu verkaufen und ich bin raus.

Es gibt aber auch ein paar die schaffen den Spagat ganz gut. Mehrwert bieten UND ein paar Kröten mit Beratung verdienen ohne den eigenen Misthaufen dauernd wie Sauerbier anbieten zu müssen.

Also mit der Transparenz ist es selektiv gesehen nicht soo weit her.

Ich finde aber mit Reichweite kommt auch Verantwortung.

Verantwortung für viele Menschen welche die Inhalte konsumieren und eben keine cleveren Experten sind, Menschen die gerade mit Geldanlage anfangen und Menschen die wenig Geld haben und sich keine großen Experimente leisten können.

Muss man denen Seminare für tausende von Euro verkaufen und dazu sagen, das es ohne diese Seminare und Produkte sonst fast unmöglich wird, gut und solide vorzusorgen?

Ja .. jeder sollte für sich selbst Verantwortung übernehmen, sich mit Medien auskennen und wissen wie Clickbaits und diverse Trigger funktionieren .. dem ist aber leider nicht so. Siehe auch diverse Reddit Aktien und Krypto Zocks der letzen Monate oder die ganze TikTok Investoren Bubble.

Aber wo bleibt die Hilfe zu Selbsthilfe?

Manche Angebot wirken eher wie ein Strukturvertrieb (Gruß an Maschmeier und AWD). Dann steht nicht mehr der Kunde / Leser im Mittelpunkt sondern die eigenen Einnahmen.

Wie ist es hier?

Für manche ggf. überraschend .. ich bin mit 10% an der Aktienfinder GmbH beteiligt. Habe dort aber keine aktive Rolle. Ich bin seit Gründung (Anfang 2019) beteiligt. Den meisten wird das nicht aufgefallen sein, da es im ganzen Blog wahrscheinlich weniger als 5 Links dorthin gibt. Ich mache auch nicht aktiv Werbung dafür.

Ich habe keine Impressum, ich war bisher zu faul. Ich kann aber nur kein Impressum haben, weil:

  • ich keine Werbung mache
  • nichts verkaufe
  • diese Website (eigentlich) total privat ist
  • keine sponsored Content anbiete
  • kein Affiliate betreibe

Wenn also (irgendwann) ein Impressum auftauchen sollte, bin ich wohl auf den oben genannten Zug aufgesprungen.

Wie finanziert sich das hier dann? Ganz einfach: privat, ist mein Hobby. Kostet auch nur 4-5 Euro im Monat für das Hosting plus meine Zeit.

Natürlich reizt es mich manchmal auch mit diesem Blog etwas nebenher zu verdienen .. sollte ich das irgendwann tun, würde ich das eher so im Creator Stil (Patreon, Ko-Fi) machen wo man dann ein paar Euros spenden kann, wenn man möchte .. oder auch nicht.

Aber alle Inhalte sollen kostenlos Allen zugänglich bleiben.

Ich will weiter Geschichten erzählen, mich aufregen und auch manchmal Hilfestellungen geben bzw. das tun und schreiben worauf ich Lust habe, ohne an Einnahmen, Werbepartner oder Seminarverkäufe denken zu müssen.

Wir alle kennen den Finanzwesir. Ausführlich und mit spitzer Zunge hat er uns die Welt (der Geldanlage) erklärt. Und nicht selten habe ich Neueinsteigern den Link zu seiner Website geschickt.

Seit letztem Wochenende werde ich das wohl nicht mehr machen.

Warum?

Albert hat eine Kehrtwende gemacht.

Er empfiehlt nun ein Produkt einer Firma an der er selbst beteiligt ist und das sagt er auch ganz offen.

Bei dem Produkt handelt es sich um einen sogenannten Alpha Fonds.

Kurz gesagt, es geht um einen Fond, der versucht mit Trendfolgestrategien eine ähnliche Rendite wie der Vergleichsindex zu erzielen bzw. hohe Schwankungen an den Börsen zu glätten und somit eine geringere Volatilität zu haben als ein Brot und Butter ETF. In Krisenzeiten soll dies besonders zum tragen kommen und „Ruhe ins Depot bringen“.

Der Fonds nennt sich Democratic Alpha und hier könnt ihr die Website besuchen.

Ich will das Produkt als solches nicht beurteilen.

Aber .. what isch dann denn the Problem?

Erstens predigte Albert über viele Jahre auf die Kosten der Geldanlage zu achten. Dann legt er aber einen Fond auf der etwa 5% Ausgabeaufschlag und bis zu 1,5% Jährliche Gebühren hat. Siehe Screenshot, da es auf der Website widersprüchliche Angaben hierzu gibt.

Zweitens nutzt er seinen sehr guten und extrem bekannten Blog (welcher von vielen Neueinsteigern gelesen wird) um Marketing für dieses neue Produkt zu machen – auch wenn er es in eine oder mehrere ausführliche Analysen zum Thema Trendfolge packt.

Drittens und laut Reddit hat er auch alte Blogbeiträge angepasst, damit sie besser zum Thema Alpha Fonds passen.

Viertens und das ist für mich das Schlimmste: Er spült seine Reputation den Bach runter. Wir wissen nicht wie gut oder schlecht das Produkt ist, wir wissen nicht ob sich die hohen Gebühren rechtfertigen, da es den Fond erst seit wenigen Monaten gibt. Wir können auch nicht beurteilen, ob die Kosten die (versprochene) geringere Volatilität rechtfertigen.

Ist halt alles irgendwie so, als wenn ein Hardcore Fleischesser nun vegan wird und dann allerdings nur sein nagelneues, eigenes, teures veganes Würstchen empfiehlt.

Was denkt ihr?

Danke auch an JC83 für den Hinweis zu Reddit.

Update 22.06.2021

Albert antwortet teilweise recht ausführlich auf die Kommentare in seinem Blog zur Alpha Strategie.

Dann habe ich noch zwei Anmerkungen zum Produkt als solches. Albert hat früher immer propagiert: Wenn du ein Produkt oder ein Geschäftsmodell (Fond, Aktie usw.) nicht verstehst .. dann FINGER WEG.

Ich gebe zu, ich habe keine große Ahnung von Trendfolgestrategien. Aber auch die Democratic Alpha Website konnte mir die Fondstrategie bzw. die eigene Anlagestrategie bisher nicht so erklären, dass ich sie verstanden habe.

Dann noch kurz ein Spread welches mal den Democratic Alpha Fonds neben nen ETF stellt. Ja da können sich die meisten durchaus selbst ausrechnen und wissen es auch .. aber es gibt immer wieder Leute die von sowas überrascht sind.

Annahmen:

  • 10k Einmalanlage
  • Democratic Alpha macht 8% pro Jahr im Schnitt
  • ETF macht 7% pro Jahr im Schnitt
  • DA Kosten 1,5% p.a. + 5% Aufgabeaufschlag
  • ETF Kosten 0,3% p.a.

Entwicklung über 20 Jahre:

Fragen wir uns also:

  • Mit wie vielen Krisen müssen wir rechnen damit sich das lohnt?
  • Was wenn die Erholung so rapide erfolgt wie nach Corona?
  • Überperformt Democratic Alpha (auch ohne Krisen) einen Brot und Butter ETF?
  • Ist euch der Aufpreis die „Ruhe im Depot“ wert?

20. Juni 2021

Podcast #010 – Maurice

Unverhofft kommt oft? Nachdem ich in der letzten Episode angekündigt habe, dass ich keine neuen Gesprächspartner habe, hat sich Maurice bei mir gemeldet.

Er ist 25 Jahre alt und arbeitet bei einer großen Versicherung in Nürnberg. Mit dem Investieren hat Maurice erst vor etwa zwei Jahren begonnen und wir sprechen darüber wie er überhaupt auf die Idee gekommen ist und was ihn motiviert.

Da Maurice bei einer Versicherung arbeitet interessieren mich natürlich diverse Details aus seinem Arbeitsalltag und ich erfahre, dass er in seinem jungen Alter schon Personalverantwortung hat.

Im letzten Drittel sprechen wir darüber, was es bedeutet nicht über seine Verhältnisse zu leben und warum es aus unserer Sicht viele trotzdem nicht schaffen etwas auf die Seite zu legen. Maurice will auch von mir wissen, wie ich es geschafft habe mich über so viele Jahre zum Sparen und Anlegen zu motivieren und dann fange ich glatt an in meiner Vergangenheit zu wühlen.

Hier ist das Transcript.




14. Juni 2021

Death in F.I.R.E.

das Folgende ist leicht inspiriert von Dagoberts Nichte

F.I.R.E – Financial Independence / Retire Early .. für viele mittlerweile ein Unwort oder auch ein Unkonzept.

Die Gründe sind vielfältig. Manche sehen den Weg dahin von zu vielen Entbehrungen begleitet, andere wissen schlicht nicht wie viel Geld sie final am Tag X brauchen, wieder andere sehen durchaus Erfüllung in dem was sie zum Broterwerb tun und arbeiten gerne. Wieder andere nehmen den Begriff wörtlich, andere legen ihn je nach Tageslaune flexibel aus. Und zum Geier .. was soll ich denn den ganzen Tag machen wenn ich mit 40 in Rente gehe?

Endlose Diskussionen um die 4% Regel, Entnahme Strategien, Steuern, zukünftige Entwicklungen der Gesellschaft und der Wirtschaft, Frugalismus, Minimalismus, Renten, FIRE Zahl usw.

Wenn man die Dinge irgendwann bis ins kleinste Detail zerlegt .. na .. dann werden sie auch madig.

Ich nehme mich da nicht aus.

Was ist FIRE für mich?

Im Jahr 2004 habe ich meinen Job mehr oder weniger gehasst und die Welt war eine andere. Mein Arbeitgeber hat alle paar Jahre 10% der Belegschaft abgebaut und die Arbeitsmarktsituation war nicht so rosig wie heute. Daneben war ich nicht sonderlich von meinen eigenen Fähigkeiten überzeugt (Imposter Syndrome).

Mein Ausweg war damals FIRE.

Das hieß da nicht so und ich kannte den Begriff nicht.

Mein Konzept war folgendes: Soviel Asche haben, dass ich NIE mehr einen Job machen muss, den ich nicht mag und so viel Asche haben, das man mir kündigen kann und ich keine Konsequenzen spüre .. AUCH wenn ich sehr lange keinen neuen Job finde.

Konsequenterweise habe ich angefangen, meine Ausgaben zu tracken, Geld zu sparen und Aktien zu kaufen. Ich hab ne Excel Tabelle gebaut (mit Sparrate, jährlicher Verzinsung usw.) und damals (2004) beschlossen ich brauche nördlich von ner halben Million Euro um der Zeche den Stinkefinger zu zeigen.

Ob das nun FIRE ist / war kannst du selbst entscheiden.

Fast Forward

Nun sind wir im Jahr 2021 und ich habe mich die letzten 17 Jahre nicht nur von Tütensuppe ernährt. Entbehrungen hatte ich keine. Ich habe hunderte kleine und große Fehler an der Börse begangen (sonst wäre ich heute weiter). Den Job den ich heute habe macht mir im Grunde Spass. Ich arbeite nur 4 Tage die Woche. Das Vermögen wächst.

Ein Mensch der nicht so von (immer wiederkehrenden) Existenzängsten geplagt wäre, hätte den Job vielleicht schon an den Nagel gehängt. Ich dagegen schraube meine FIRE Zahl alle paar Monate nach oben .. frei nach dem Motto: Noch ein Schippchen drauflegen .. Sicherheitspuffer und so.

Clever? Doof?
Kannst du auch selbst entscheiden.

Seit vielen Jahren an FIRE zu arbeiten hat es mir ermöglicht, auf ne 4 Tag Woche zu reduzieren ohne mir um Nettogehalt oder Rentenpunkte Gedanken zu machen. Auch werde ich keine Rentenlücke haben. Sinkende oder gar keine Rente im Jahr 2050? Who cares?

Und am Ende

In 25 Jahren wird das Renteneintrittsalter nicht mehr bei 67 Jahren sein sondern eher bei +70 Jahren.

Solange werde ich nicht arbeiten – du?

Dementsprechend „Retire Early“ definierst du für dich selbst. Egal ob du mit 40, 45 oder 60 das letzte mal stempelst, du musst es dir nämlich erst mal leisten können und (Stand heute) wird das eine absolute Minderheit sein.

FIRE ist also eine Idee, dann ein Weg und für ne kleine Minderheit auch irgendwann ein Zustand ..

P.S.
Bitte keine Kommentare das ich keine Existenzängste haben muss. Das weiß ich. Mein Kopf spielt mir aber trotzdem Streiche.



Heute spreche ich mit Thomas. Er ist 30 Jahre alt, arbeitet bei der Deutschen Bahn in München und hat vor langer Zeit Bitcoin für zwei Euro pro Stück gekauft. 

Ihr erfahrt warum man möglicherweise nicht immer gleich auf die Bahn schimpfen sollte wenn etwas nicht klappt. Wir sprechen lange über Nachhaltigkeit, Frugalismus und unser Konsumverhalten. Finanzthemen kommen natürlich auch nicht zu kurz und Thomas berichtet von seinem Investment in ein soziales Mietshaussyndikat, erzählt von seinem Depot und in was er investiert ist.

Zum Schluss geht es dann um eins unser gemeinsamen Lieblingsthemen: Fahrräder. Ich versuche herauszufinden wie viele Fahrräder ich eigentlich besitze und ihr solltet herausfinden ob Thomas seine Bitcoin noch hat?

Hier ist das Transcript.

Das ist die vorerst letzte Folge, da ich aktuell keine weiteren Gesprächspartner habe.

Fühlt ihr euch berufen: matthias.hotz@gmail.com