getmad alle sind irre; aber wer seinen wahn zu analysieren versteht, wird philosoph genannt

Vorgeschichte:

Ich war auf dem Treffen “der Armen Gesellschaft” des Maschinisten. Wir besprachen unter anderem die Informationsbeschaffung. Den wunderbaren Blog von Michael Kissig, Intelligent investieren warf ich ein.

Die Antwort von vielen:
“Ist das dieser hässliche Blog, den lese ich nicht.”

Zugegebenermaßen der Blog ist wirklich nicht hübsch, auf die inneren Werte kommt es an. Ich wollte das mehr Leute diesen wunderbaren Blog lesen können. Deshalb setzte ich mich vor gut zwei Wochen ans Werk. Das Ergebnis gibt es unten zu bestaunen.

Akt 1. Der Anfang. Der Übermut.

Ein neuer Blog muss her und zwar geschwind. Responsive soll er sein. Beiträge sollten gut erfasst werden können, SEO technisch sollte es auch gut sein.

WEBFLOW?
Ist super, kostet aber für mich dann Monatlich 19€. Also nee.

WordPress?
Ist ein bisschen träger, aber für den Anwender super. Okay dann nehme ich es. Es muss aber Fetzten. Kein Standard.

WordPress ist gesetzt .. super. Dann fangen wir mal mit einem Konzept an. Ich wollte das es fetzt, Matthias meinte mal was von Highcharts/Highstocks. Die zu implementieren wäre doch super. Ich lass mich in die Dokumentation ein, probierte aus. Irgendwie wollte es nicht. Dann fiel mir auf, es würde sowieso viel zu unübersichtlich werden.

Apropos Unübersichtlichkeit:

Akt 2. unübersehbare Unübersichtlichkeit

Wenn Kissing eins kann, dann viele Kategorien erschaffen, die gerne in einander übergehen und dabei sehr lange Titel haben. Auch findet man die ein oder andere nicht direkt.

Ich fing an die Website zu mappen. Übersichtlich sollte sie schließlich sein. (ohne Witz ich saß noch nie so lange daran das zu mappen)

(Ich hab mal Analysen gefunden mal Portfolio Analysen, die Kategorie wurde mittlerweile zu Portfoliochecks)

Akt 3. WordPress macht was WordPress will

Mittlerweile war ich im Flow, nichts konnte mich mehr aufhalten. Ich musste für heute nur noch den Header (oberer Webseiten Nereich) umändern. Normalerweise ist in WordPress eine Schaltfläche zum bearbeiten. War nicht da…
In Panik schrieb ich Matthias. 2h später, ohne mein zutun war der Button wieder da.

Akt 4. Titel Meister Kissig

Kennt ihr Titel von Doktorarbeiten, die immer sehr, sehr lang sind, und über mehrere Sätze gehen? Grade als ich dachte den perfekten Aufbau für eine Beitragsseite zusammengebaut hatte, droppt Kissing diesen Titel:
Mein Investor-Update mit Amazon, Blue Cap, Funkwerk, IAC InterActiveCorp, MasterCard, MBB, Navigator Equity, PayPal, Texas Pacific Land Trust, TTL Beteiligugen

Dies sprengte meine Titelleiste. Also nochmal von vorn. Neue Titelbilder müssen her und der Beitragsbereich muss überall nochmal überarbeitet werden.

Akt 5. Kissig er heißt Kissig

Die meisten Seiten waren mittlerweile fertig. Da viel mir auf. Kissing heißt gar nicht Kissing sondern Kissig. Nochmal alle Seiten überarbeiten.

Akt 6. Die Lizenzen

Die Seite sollte richtig fetzen. Wie wäre es also, wenn wir bei den legendären Investoren jeden legendären Investor mit einem kurzen Text und Bild vorstellen? Bei einem Klick wird der Besucher zur jeweiligen Seite weitergeleitet. Nach einer ¾ h Recherche graute es mir langsam. Man findet kaum Fotos die nicht unter Copyright sind. Also auch verwerfen…

Sehr erfahrungsreich war es auf alle Fälle.

Hätte man dieses Redesign für ein Unternehmen umgesetzt, wäre es in der Preisspanne 3k+ gelandet. Nur mal ein Paar Beispiele was ich alles gemacht habe:

  • Theme heraussuchen
  • neue Startseite
  • Plugins installieren
  • Einrichtung einer Backupsoftware
  • Mapping,
  • acht neue Kategorie Seiten
  • Bilder heraussuchen
  • Bilder komprimieren
  • Header neu bauen
  • Logik für Beiträge erstellen
  • Social Tags einfügen
  • Empfehlungsliste neu designen
  • Beobachtungsliste und Transaktionsliste komplett neu gestaltet
  • usw.

Das vorläufige Ergebnis:
(noch nicht fertig)

Jetzt seid ihr gefragt.
Macht dem Kissi(n)g Druck.

Sagt ihm, dass er unbedingt dieses Redesign haben möchte. Damit mehr Leute auf seinen wunderbaren Blog kommen. Damit mehr Leute verstehen was Value ist. Sein Twitter Account:
https://twitter.com/michael_kissig

Aber ey Pascal was willst du dafür haben?

Grundsätzlich ist dies eine einmalige private Sache. Ich hab Kissig nicht gefragt ob er eine Webseite haben möchte, sondern zeige ihn diese direkt, hat ein bisschen was guerilla-mäßiges, deshalb erwarte ich nicht viel. Kissig kann das geben was er für Fair hält. Dennoch es gibt schon ein paar Dinge die gut wären:

Okay. Theme Preis bekommste wieder:
Das Theme hat gut 60€ gekostet. Das würde ich schon ganz gerne ersetzt haben. Draufzahlen wollte und werde ich jetzt nicht ^^

Super ist es schon, wenn du sagen würdest, ich unterstütze dich bei der Laptop Reparatur. Weil es echt schwer ist auf dem Ding eine Webseite zu Designen. Das würde mir sehr helfen.

Wenn du da noch einen drauf setzen willst, kannst du mich ja mal zum Essen einladen.

Bedenke, selbst wenn du alles drei machst, ist das immer noch um längen günstiger als sich eine einzige Seite von einem WP Entwickler designen zu lassen.

Alle Details können wir gerne privat z.B. via Twitter direkt besprechen.

Falls du jetzt denkst, Mensch Pascal die Webseite sieht super aus! Kannst du das auch mal bei mir machen? Schreibt mir eine Mail: pascalweichert.buchungen[at]gmail.com

Euer Pascal

30. Mai 2019

Fast ..

wären es 2000 Euro geworden .. hier einmalig die Dividendeneinnahmen für den Mai 2019:

01.05. Gladstone Inv. €22.36
01.05. Gladstone Cap. €36.81
01.05. Oxford Square €30.82
01.05. JP Morgan €28.92
01.05. Altria €184.00
03.05. Generall Mills €45.13
03.05. Wadell & Reed €42.75
05.05. CVS €39.45
06.05. Munich Re €233.70
07.05. Blackstone €44.00
07.05. PNC €28.14
07.05. Universal €56.74
08.05. BASF €161.70
14.05. Global X €44.34
16.05. OneOk €125.24
16.05. Realty €14.88
16.05. Omega Healthcare €67.31
16.05. National Retail €46.07
16.05. Procter €34.35
16.05. Tanger €58.40
16.05. Main Street €40.80
16.05. Abbvie €116.19
16.05. BAT €66.93
17.05. Alliance Bernstein €38.37
21.05. Hercules €108.99
21.05. Lazard €40.00
21.05. Caterpillar €56.81
27.05. Starbucks €26.09
28.05. Marine Harvest (MoWi) €41.42
29.05. Welltower €48.70

Macht alles in allem 1929 Euro .. netto .. also nach Abzug der Kapitalertragssteuer.

Stolz?

Nope ..

außer Aktien zu kaufen habe ich ja nix gemacht.

Bisher sind im Jahr 2019 6564 Euro an Dividenden zusammen gekommen. Ziel bis Ende des Jahres sind > 13.500 Euro.

Ab welchem Betrag würdet ihr euren Job an den Nagel hängen und euch Privatier schimpfen?

Beziehungsweise .. ab welchen monatlichem Netto-Einkommen durch Vermietungen, Dividenden usw. würdet ihr das tun?

Würdet ihr nebenher dann „freiwillig“ einer Tätigkeit nachgehen? Minijob? Würdet ihr reisen oder etwas ehrenamtliches machen?

Würde es euch reichen wenn die Fixkosten (Miete, Strom usw) gedeckt sind? Wieviel Geld braucht ihr im Monat um euer Leben so zu bestreiten, dass ihr normal weiterleben könnt?

Bin mal gespannt ob hier ein paar Antworten zusammenkommen.

Wenn wir nicht wollen das diese schöne blaue Kugel bis Ende des Jahrjunderts 4-5 Grad wärmer wird als jetzt müssen wir handeln. Warum wir das nicht wollen kannst du hier nachlesen. Während z.b. der Flugverkehr nur für (je nach Quelle) 2-4% der jährlichen CO2 Emissionen verantwortlich ist .. gibt es zumindest einen massiven Hebel (wenn wir nicht auf Energie verzichten wollen):

Das ist die Nutztierhaltung.

Also Tiere die Milch, Eier, Fleisch, Wolle, Leder usw. für uns Menschen „produzieren“. Auch hier sind die Quellen nicht so ganz im Sync aber man geht davon aus, dass die Nutztierhaltung für ca. 50% der jährlichen CO2 Emssionen verantwortlich ist (z.b. in Form von Methan).

Eine Kuh erzeugt soviel schädliche Klimagase im Jahr wie ein Mittelklassewagen der ca. 18.000 km / Jahr läuft. Bei etwa 1.5 Mrd Rindern auf der Welt usw.

Wenn wir nun noch dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft glauben schenken werfen wir in Deutschland und der EU ca. die Hälfte der produzierten Nahrungsmittel weg.

Während es sicher massiv helfen würde, wenn der Großteil der Menschen vegan oder zumindest vegetarisch leben würde (vielleicht auch aus ethischen Gründen) kann man selbst aber zumindest mal anfangen keine Nahrungsmittel mehr zu verschwenden.

Ich weiß zwar nicht wie hoch der Anteil der tierischen Produkte an den weggeworfenen Nahrungsmitteln ist, aber an nen nicht mehr so hübschen Apfel traue ich mich eher ran als an umgekippte Milch.

Dementsprechend gehe ich davon aus, das der Anteil zumindest nicht unerheblich ist.

Versteht mich nicht falsch, ich bin weder Vegetarier noch Veganer und damit mittelbar ein Teil des Problems.

Ich kaufe aber seit vielen Jahren nur das was ich wirklich konsumiere und kann mich nicht erinnern wann ich bewusst Nahrung in die Tonne gehauen habe weil sie z.b. nicht mehr genießbar war.

Das wäre zumindest ein Punkt an dem jeder ansetzen kann der weiter tierische Produkte konsumieren will.

Warum wird Nahrung verschwendet?

Zumindest im Bereich der tierischen Produkte finde ich es schon fast pervers, dass 1 kg Aldi Fleisch (in welcher Art auch immer) nur etwas mehr kostet als 1 kg gutes Gemüse. Die Massenproduktion tierischer Produkte ist so billig geworden, dass sich auch bei diesen Preisen noch Geld damit verdienen lässt.

Wenn aber mein Hähnchenfilet eben nur 1 Euro / 100 Gramm kostet tut es mir nicht im Geldbeutel weh wenn ich es entsorge. Passiert mir das auch bei nem Wagyu für 35 Euro / 100 Gramm? Sicher nicht. Ich würde mich über das verschwendete Geld ärgern.

Und da sind wir auch beim Problem. Wenn etwas spürbar, keinen oder wenig Geldwert hat lässt es sich einfach verschwenden. Die paar Cent tun keinem weh. Es lässt sich günstig ersetzen. Wie auch beim Fliegen sind aber die Folgekosten nicht mit eingepreist. Würde man das tun wäre die Rechnung eine andere. Von der ethischen Komponente will ich gar nicht anfangen.

Kapitalismus?

Nun werden einige zurecht behaupten, man kann mit seinem Geldbeutel entscheiden bzw. wenn den Menschen das Klima wichtig ist hören sie halt auf Fleisch zu essen oder Nahrungmittel zu verschwenden.

Vielleicht ..

Menschen können im Angesicht einer direkten Bedrohung clever reagieren. Die Bedrohung ist konkret und ein verspätetetes Handeln führt zu Schaden. (Der Waldbrand vor der eigenen Haustür, die Überschwemmung der Stadt, der Angreifer mit dem Messer.) Menschen sind aber saudoof im Angesicht einer indirekten Bedrohung. (Zuviel Alkohol, Rauchen, schlechte Ernährung und den Folgeproblemen die einher gehen.) Oder planst du konkret an einer Leberzirrhose oder nem Herzinfarkt drauf zu gehen? Aber du hast trotzdem 10kg Übergewicht und trinkst nen Kasten Bier die Woche?

Klimawandel ist indirekt .. und schwer zu greifen .. außerdem bedroht er unsere Art zu leben, ich soll etwas tun ohne direkt die Auswirkungen meiner Handlungen zu erleben.

Na dann mal viel Erfolg ..

oder: 1 Jahr Persönlickeitsentwicklung

Mit Persönlichkeitsentwicklung befasse ich mich schon eine ganze Zeit, früher war es für mich ausschließlich ein Mittel zur Produktivitätssteigerung. Seit gut einem Jahr benutze ich dies aber um mein eigenes Wohlbefinden zu steigern. Was hat sich geändert? Was waren meine Learnings? Und wie war meine Reise zu meinem Lächeln?

2018

Springen wir in das letzte Jahr, ich war kurz davor mir das Leben zu nehmen. War zerfressen von Depressionen. Mein Körper reagierte auf viele meiner eigenen Signale nicht mehr. Man sagte ihm aufstehen. “Computer sagt neeeiin”. Es war wie bei vollen Bewusstsein dahinvegetieren. Als wäre die Befehlsverweigerung nicht genug, schmerzte der ganze Körper überall. Ich dachte mir: “Das soll das Schöne leben sein wovon alle Reden? Ich spüre nur Schmerz”.

Als Nichtsnutz oder Versager hätte ich mich beschrieben. Konnte nichts, und wenn etwas gutes passierte war es fast immer Glück. Ich war der festen Überzeugung für niemanden attraktiv zu sein. Deshalb wurde viel Zeit auf Portalen verbracht, die sich mit Porn oder käuflicher Liebe beschäftigten. Wollte ich mir Sex kaufen? Irgendwie nicht. Ich wollte zu der Zeit jemanden haben der mich in den Arm nimmt bei dem ich mich ausweinen konnte. Bis zu dem heutigen Tage hat der Frugalismus, bei mir in diesen Bereich gesiegt.

Hier habe ich wirklich versucht zu lächeln

Die ersten Laufversuche 90 Tageschallenge

Frauen ansprechen – vögeln – Der Player sein. War nicht meine Intention. Schließlich hatte ich eh kein Libido. Einsamkeit und die Gewissheit, die Angst nur dadurch bekämpfen zu können, trieben mich an.
Es war mit einer der schmerzhaftesten Erfahrungen die ich machen musste. Man gibt sein Bestes, erfährt aber ständig nur Ablehnung. In einer Situation an der es einem sowieso an Zustimmung mangelt.

Frugalistischer Urlaub

Innerlich hatte ich immer noch das Gefühl der brechenden Rippen. Arbeiten traute ich mir ehrlich gesagt nicht zu. Dachte oft, wer möchte so ein Plepp denn haben? Ich werd doch eh nur angeschrien. Menschen sind böse.

Zum Glück hatte ich ein volles Konto, dachte ich mir oft. Weil ich das Studium in Thüringen beendet hatte, konnte ich mir ein Thüringen Ticket für nur 120€, für ganze 6 Monate holen.

Dank des guten Wetters erkundete ich erstmal das Bundesland. Auf dem Foto sieht man mich zwar lächeln, aber Glücklich war ich noch nicht.

Weinkrämpfe waren auch nach der 90 Tagesschallenge an der Tagesodrnung. Aber es wurde besser. Ich beschäftigte mich sehr viel mit mir selbst. Schaute und analysierte datengetrieben was mit gut tat und was nicht.

Dezember: Erstes Lächeln

Es vergingen die Monate, mittlerweile hatte ich sogar einen festen Schlafrhythmus. Ich erkannte, an vielen Dingen ist meine Sichtweise schuld. Ich akzeptierte, dass die Sachen die in Jena passiert sind, eine Verkettung unglücklicher Ereignisse gewesen waren, und manche von der Antifa, solange man nicht über Politik redet, ganz nett seien können.
Auf dieses GIF bin ich ganz besonders Stolz. Auf Fotos habe ich früher nie gelächelt, ehrlich gesagt war ich auch nie wirklich glücklich. Selbst in meinem Abibuch stand: ”Grund Interpretation: Suizidgedanken.” Aber dieses GIF, dass eigentlich ein kleines Video für eine Freundin war, auf diesem Video lächle ich das erste mal von innen.

So langsam fangr ich an zu verstehen, warum die meisten Menschen das Leben gut finden. Warum die meisten Menschen es komisch finden, wenn man dem Tod sehr positiv gegenüberstand, nein sogar hoffte dass er bald kommt. Sie spürten diesen ständigen Schmerz nicht. Sie spürten Lebensfreude, die auch langsam in mir anfing mich zu berauschen.

Meine Ängste wurden mir mit jeden Tag mehr bewusst. Mittlerweile weiß ich, dass ich eine soziale Phobie hatte, die man nach heutigem Kenntnisstand am besten mit der Konfrontationstherapie begegnet. Also alles richtig gemacht^^

Täglich grüßt der Dispo

Mittlerweile schreiben wir Ende März. Über lange Zeit keine Arbeit zu haben, ist bekanntlich nicht das beste fürs Konto. Man konnte förmlich sehen wie es Monat zu Monat kleiner wurde. Mein Leben würde ich in einer Grafik so beschreiben:

Wobei man schon einen “Zinseszins” erkennt. Fand es immer noch echt kacke, aber nicht mehr absolut kacke.

Mir haben viele gesagt: “Pascal such dir einen Job, damit du das Studium finanzieren kannst”. Ehrlich gesagt, mochte mein Inneres, auch bis vor kurzem noch, das Studium wirklich nicht. Ich habe es verabscheut. “Ich soll arbeiten gehen für etwas, was ich absolut nicht mag?!” War oft die innere Antwort, zusammen mit einer inneren Resignation. 14h die Woche für so etwas arbeiten. Warum lebe ich überhaupt? Wofür? Ich hatte mich innerlich abgefunden in paar Jahren, wenn das ganze Geld aufgebraucht ist, obdachlos zu werden.

Komisch ist diese Aussage von mir zu hören, besonders wenn man mich länger kennt. Ich habe mich früher immer gefreut arbeiten zu dürfen. Mehr zu machen als andere. Mehr zu wollen. Hatte mit 19 das Ziel spätestens mit 30 eine Princess M 30 zu besitzen. Fand es mega nervig, wenn meine Betreuer mal wieder ein Mittagessen lang über die zu schlechte Bezahlung meckerten, aber nichts an ihrem Leben geändert haben.

Ich wollte mehr wissen haben als andere. Mehr Einfluss. Mehr Geld. Mehr Freiheit.

Das Streben nach Freiheit war für mich ein ganz großer Treiber, für Personen wie Lukas Mankow, die Herren von Mehr Geschäft,  oder unser Homo Oeconomicus aber auch. (Und alle haben auf das Studium ähnlich wie ich reagiert. Hm…)

Alle haben dieses spezielle Streben nach Freiheit. Damit meine ich nicht dieses in der Finanzblogbranche weit verbreitete: “Ich sitze 30 Jahre lang in einem vermeintlich gut bezahlten Job fest, der mir nicht ganz so gut gefällt, aber bin dann endlich dem Hamsterrad entkommen”. Sondern, ich habe nur ein Leben und mache hier und jetzt das beste daraus. Möchte möglichst Vielen helfen.

Um Geld anzuziehen war mit bewusst, dass auch in sich selbst investiert werden musste. Weiterbildungen für das Mittlere-Management. Seminare zu den verschiedensten Themen waren im Monat mit min. 20% des zu Verfügung stehenden Geldes eingeplant. Der Unterschied zwischen dem Opfer und Wachstumsdenken hätte nicht größer sein können.

Dieses Wachstumsdenken kam im April durch eine kleine Änderung wieder in mein Leben. Ich hatte mein Laptop Display vor einiger Zeit geschrottet. Somit konnte ich mein Laptop nicht wirklich benutzen. Jedoch wollte ich ein paar Dinge vorbereiten.

Deshalb holte ich mein alten 16 zu 10 LCD Bildschirm aus dem Keller. Welcher es vllt auf 20 FPS bringt und grade mal HD Auflösung hatte. Schloss ihn an. Startete den Laptop. Portfolio Performance lädt, da es im Autostart ist. Das Diagramm mit der akkumulierten Sparrate wurde geladen.
Was warum sind das nur 250€ pro Monat?! Ich war wieder angefixt. Durch eine Grafik. Zwei Tage später habe ich meine erste Bewerbung rausgeschickt, am 23.04.2019.

Ich hatte auf einmal wieder Wünsche, hatte mein Inneres immer gesagt: “Nein das darfst du nicht.”. Ich erlaubte mir am Laptop nach Spielen zu suchen, ich hatte ja immer diesen Suchtdruck. Steam geöffnet. Spiele vielleicht 5 min angeschaut. Steam wieder geschlossen. Suchtdruck war weg.

Du bist eine Diva wenn du hungrig bist!

So oder so ähnlich könnte man meine Haupterkenntnis der letzten Monate erklären. Springen wir nochmal in den Anfang April:
Der Maschinist erstellt einen Beitrag, welcher inhaltlich sagt, einfach mal die Klappe halten. In welchem ich gefühlt die halbe Kommentarspalte zusammen geflucht hatte, da ich sehr hungrig war. (Welch eine Ironie)

Nachdem ich was gegessen hatte, öffnete ich wieder den Browser. Shiiiiiit! Mir wurde bewusst: Du musst mal richtig essen. Deshalb bastelte ich mir eine “Wahrheitstabelle”. Wodurch ich mich indirekt zwang regelmäßig zu essen. Das war vor gut 3 Wochen.
BAM! Auf einmal funktioniert alles. Ich habe eine durchgängige Libido, Stimmung ist gut, mit sehr wenig Vola. Ich bin selbstbewusst, gehe viel raus, habe kaum mehr Angst, Fühle mich selten schlapp. Letsplays, genug gesehen interessieren mich nicht mehr.

Diese Veränderung die ich in den letzten 3 Wochen gemacht habe, ist echt nicht zu beschreiben. Die Körperhaltung ist auch irgendwie grader geworden. Selbst die meisten Unisachen verstehe ich auf einmal. Ich habe einfach zu wenig gegessen. Essen sehr niedrig zu budgetieren, obwohl man weiß, man braucht gefühlt das doppelte an Kalorien als ein normaler Mensch. Nicht gut.

Höchstleistungen von sich selbst zu verlangen, aber gleichzeitig den Lamborgini Urus nur mit Wasser betanken zu wollen. 20 Minuten später zu wundern warum man einen Motorschaden hatte. Willkommen in meiner Welt.

Jetzt Mitte Mai, würde ich mein Leben mit 7/10 bewerten

Wenn man bedenkt, dass ich vor gut einem Jahr nichts alleine konnte, mir fast in die Hosen gemacht habe beim Bestellen bei McDonalds. Dann ist diese Entwicklung schon echt heftig. Und wenn ich dies geschafft hab, könnt ihr es auch, sogar noch viel mehr. Man merkt richtig was alles möglich ist im Leben. Eigentlich müsste ich über das letzte Jahr ein Buch schreiben. Mir haben Psychologen 13 Jahre lang gesagt: “Pascal damit wirst du ewig leben”. Anscheinend habe ich irgendetwas falsch gemacht.

Was sich genau verändert hatte, gibt es hier in der Tiefe in diesen Videos. Die Kurzfassungen stehen jeweils in der Video Beschreibung:

Meine Learnings 2018:

Die nächste Challenge

Hier ist es aber immer noch nicht zu Ende. Die nächste Challenge steht an!
Eine Sport Challenge, welche eher eine “Pascal du musst regelmäßig essen, Challenge” ist. Da Etienne Garde, eine Ikone für meine Generation, die unter anderem für seine Ablehnung gegenüber von Sport bekannt ist, anfängt zu trainieren, bleiben mir keine Ausreden mehr.

Ausgangslage:
Ich hab mich über Kolljas alten Channel schlau gemacht.
Krummer Rücken, Fett ist auch gut zu sehen. Dies wird wahrscheinlich alleine durch das mehr und besser essen verschwinden. Da soll aber wieder ein Sixpack erscheinen. Ich weiß noch nicht wie ich das mache. Wird schon.

Meine Frage an euch. Was habt ihr letztes Jahr so geschafft und glaubt ihr sollte man das was ich letztes Jahr durchgemacht habe, in einem Buch festhalten?

Ihr seid die Besten.

Euer Pascal.

15. Mai 2019

Schlachtbank

Seit 2006 schreibe ich den Wert meines Depots zum Jahresende in ein Google Spread .. i‘ ve come a long way

AlterJahrDepotwert am Jahresende
26200419.500 Euro
27200528.300 Euro
28200638.600 Euro
29200750.800 Euro
30200850.000 Euro
31200962.500 Euro
32201081.000 Euro
33201191.500 Euro
342012119.000 Euro
352013150.000 Euro
362014173.000 Euro
372015212.000 Euro
382016292.000 Euro
392017360.000 Euro
402018387.000 Euro
4120194??.000 Euro

Da dreht man dem Kühnert nen Strick weil er Ideen hat die vielleicht neu oder anders sind. Da traut sich ein Juso was .. und dann folgt der Shitstorm. Wer das Interview genau gelesen hat, dem muss aber klar sein das er zumindest in manchen Bereich recht hat.

Die Sozialismus Experimente des letzten Jahrhunderts sind grandios gescheitert und der Kapitalismus ist übrig geblieben.

Der ist aber nicht perfekt, solange Menschen auf der Straße leben müssen oder sich eine ärztliche Behandlung nicht leisten können.
Oder wenn man übers Wochenende mit Ryanair für 12,99 nach Malle düst um sich abzuschießen. Der Kapitalismus berücksichtigt eben einige Dinge nicht die seine Grundlage bilden. Blasen wir weiter CO2 raus wie die Irren säuft Malle vielleicht bald ab. Wenn ein Flug von Hamburg nach München billiger als ne Bahnfahrt ist, ist das zwar nett aber ökologisch saudumm. Und solange manche Menschen ungeheure Reichtümer anhäufen und andere nichts zu futtern haben, sollten wir zumindest eine Debatte begrüßen.

Firmen (wie BMW) zu verstaatlichen ist natürlich Quatsch .. das hat der Juso Chef auch nie gesagt.

BMW gehört nur zu 30% den Quandt Erben .. und die haben die Aktien von der Mama geerbt. Sind sie nicht schuld dran. Und wenn mir wer 30% der Allianz Aktien anträgt, sag ich nicht nein. BMW befindet sich aber zu knapp 60% im Streubesitz. Sprich .. die Mehrheit hält die Masse .. das mögen institutionelle Anleger sein, Privatpersonen oder anderer Firmen.

Wir müssen also Firmen nicht zwangskollektivieren, denn das haben die meisten schon freiwillig gemacht.

Jeder Mensch hat die Freiheit sich an Produktionsmitteln zu beteiligen, solange es Aktiengesellschaften sind, somit hat er auch Stimmrecht und kann Entscheidungen beeinflussen. Der Besitzer der Unternehmensanteile bekommt sogar einen Teil des Gewinns als Dividende ausbezahlt oder profitiert von steigenden Kursen. Das ist grob übersetzt schon fast gelebter Sozialismus. Ich muss halt was dafür tun. Zumindest mal ein Depot eröffnen, 2-3 Bücher lesen und 50 Euro im Monat sparen.

Das Problem ist viel mehr, dass nicht jeder die Mittel hat das zu tun. Manche haben schlicht und einfach kein Geld um sich Firmenanteile zu kaufen und das sind auch in Deutschland sicher nicht wenige. Die große Masse ist aber zu doof und kauf lieber Konsumkack den sie sich nicht leisten kann auf Kredit.

Die finden es natürlich prima, den bösen Großkonzernen, die sowieso alle dem Maschmaier gehören eine vor den Bug zu knallen .. das theoretische Verstaatlichung aber zu 99% zu Misswirtschaft führt und am Ende alles marode ist kann man sehen wenn man sich mal mit der Industriegeschichte der DDR befasst.

Umwelt?

Da sehe ich eher ein Problem an dem der Kapitalismus scheitert.
Solange Umweltverschmutzung und Zerstörung nicht im Preis der Leistung enthalten sind funktioniert Kapitalismus an dieser Stelle nicht. Der Ryanair Aktionär hat natürlich wenig Interesse daran wenn Flugtickets teurer werden.

Armut?

Solange Menschen einen Vollzeitjob haben und trotzdem mit Hartz IV aufstocken müssen funktioniert Kapitalismus auch nicht.

Der Kapitalismus darf und muss verbessert werden und das ist für mich auch die Debatte .. wer sich aber nur die Buzzwords rauspickt um nen Shitstorm zu entfachen ist einfach nur ein Idiot und kein Stück besser als die Polemiker von der AFD.

29. April 2019

Trotteltrades

Nachdem Video habe ich mir mal meine Depot Historie genauer angesehen und muss schon sagen .. man hätte mir den Zugang zu meinem Depot oder zumindest die TAN Listen in einigen Jahren sperren sollen.

Bevor ich jetzt weitere Videos mache hier mal eine Liste der Trotteltrades nur aus dem Jahr 2006:

AktieWannHaltedauerKaufwertVerkaufwert Trottelaktion
Daimler200616 Tage4350 €4500 €Gebühren > als Gewinn
theor. Wert heute: 5800 €
MORPHOSYS200660 Tage1422 €1291 €theor. Wert heute: 3000 €
United Internet200645 Tage2500 €2200 € theor. Wert heute: 7000 €
Continental200611 Tage2100 €2200 €Gebühren > als Gewinn
theor. Wert heute: 3700 €
ThyssenKrupp200630 Tage4000 €3950 €theor. Wert heute: 1680 €
Siemens200630 Tage 4000 €3950 € theor. Wert heute: 5500 €
25. April 2019

Video statt Text

Versuchen wir mal ein Video .. kurz was über mich und einer meiner Investment Fails …

Feedback .. wie auch immer … willkommen!

7. März 2019

Devotionalien

Das Investment vieler Menschen die ich so kenne ist der Kauf von Gegenständen die sie mögen mit der damit verbundenen Hoffnung das diese im Wert steigen. Klassischerweise waren das früher Briefmarkensammlungen, Münzsammlungen oder antike Möbel. In neuerer Zeit sind das Computerspiele (besonders Konsolen), Sneaker, Spielfiguren, Uhren, Matchbox Autos, limitierte Blu Rays oder DVDs usw. man kann alles mögliche sammeln.

Hat auch Vorteile .. es macht Spaß und kann ein Hobby sein und man bewahrt das investierte Geld .. vielleicht .. oder vielleicht auch nicht.

Nicht erst seit Bares für Rares wissen wir das der emotionale Wert eines Gegenstandes teilweise Meilenweit vom tatsächlichen Wert abweichen kann .. natürlich in beide Richtungen.

Das Problem mit dem Sammeln von Dingen ist aber der Markt als solches. Es ist nicht zwangsläufig ein liquider Markt wie eine Aktien- oder Rohstoffbörse an denen mehr oder weniger immer eine ähnliche Nachfrage oder Angebot herrscht.

Die Märklin Eisenbahn

Ein Hobby meines Vaters ist die Märklin H0 Eisenbahn. Er kaufte in den Achtzigern und Neunzigern diverse Loks mit denen man nicht spielen durfte. Die werden verwahrt und liegen im Schrank. Ein Set welches er besitzt ist die Märklin 3300 Krokodil-Jubiläumspackung „125 Jahre Märklin“. Limitiert auf 35.000 Stück.

Der Kaufpreis lag meines Wissens bei etwa 500 – 600 DM. Das Set war Ende der Neunziger einen vierstelligen Betrag wert.

Und heute? Bei Ebay geht das Set zwischen 250 und 350 Euro raus. Tendenz fallend.

Was ist passiert?

Die Märklin Generation segnet das Zeitliche. Die Kinder und Erben haben selbst kein Interesse daran und das Angebot nimmt zu, während die Nachfrage weiter abnimmt. Nett gesagt hat das Set zum heutigen Zeitpunkt gerade einmal seinen Wert erhalten. Ein Investment wäre es nur Ende der Neunziger gewesen. Zukunftsaussichten? Eher mau da die Auflage nicht „gering“ genug war und in den nächsten Jahren das Angebot weiter steigen dürfte.

Das Lego Set

Vor 10 Jahre habe ich mir in einem Anflug von Kindheitserinnerungen das Lego Technic Set 8275 gekauft. Ein Bulldozer mit vier Motoren und Fernsteuerung. Die UVP lag bei 150 Euro, bekommen habe ich es bei Amazon für 120 Euro.

Hätte ich das Set nie ausgepackt und bespielt könnte ich es heute für bis zu 800 Euro verkaufen. Ich beobachte die Preise seit Wochen und der Preis für das orginal verpackte Set schwankt zwischen 600 und 800 Euro bei Amazon. Selbst ausgepackt und bespielt wird zwischen 150 und 250 Euro bei Ebay aufgerufen. Für mich eher Zufall da ich es nicht als Investment gekauft habe. Für den Lego Millenium Falcon von 2007 werden orginalverpackt zwischen 2000 und 3000 verlangt.

Was ist passiert?

Die Lego Generation wird erwachsen und hat vor allem Geld um sich Kindheitswünsche zu erfüllen. Da Lego die meistens Sets immer nur 1-2 Jahre im Programm hat kann man sie nicht mehr neu kaufen. Und wenn man nun einen Technik Bagger oder ein anderes nicht mehr erhältliches Set unbedingt haben will sind ein paar hundert Euro kein Hindernis. Als Kind hätten mich meine Eltern für verrückt wenn ich mir ein 500 Euro Set zum Geburtstag gewünscht hätte.

Und die Zukunftsaussichten? Die Lego Generation lebt noch ne Weile dementsprechend wird noch Zeit vergehen bis hier die Preise wieder fallen. Aber in 30 – 40 Jahren, wenn auch die Generation die Geranien von unten betrachtet, wird es Lego vielleicht so gehen wie Märklin. Gespielt wird immer noch damit aber das Angebot wird steigen da meine Kinder höchstwahrscheinlich weit weniger Interesse an Lego haben werden als ich selbst.

Und nun?

Das Sammeln von Gegenständen als Investment funktioniert definitiv. Aber nur wenn man ein Experte in dem Bereich ist und zukünftige Marktentwicklungen einschätzen kann und frühzeitig drauf reagiert. Außerdem ist das finden eines Käufers aus meiner Sicht weit schwieriger als an einer Börse. Die Preisfindung ist auch immer davon abhängig das man zur rechten Zeit am rechten Ort ist.

Mein Lego Investment ist allerdings eher ein glücklicher Unfall. Und auch wenn ich mich die letzten vier Wochen aus Spass mit der Materie beschäftigt habe fange ich nun nicht an in Lego zu investieren.

Der Herr Kissing trollt .. und ich bin da ganz auf seiner Seite. Kurz zusammengefasst hält er Rebalancing für ein Konzept der Loser und der Dummen. Warum soll man ein gutes Investment beschneiden nur weil der Kurs gestiegen ist und damit im Depot mehr oder weniger die gewünschte Gewichtung nicht mehr stimmt. Vor allem wenn der Investment Case weiterhin existiert.

Bei diversen Finanzbloggern durfte ich schon viel über Rebalancing, die richtige Auswahl von ETFs und Aktien usw. lesen war mir aber alles zu kompliziert. Folglich habe ich Rebalancing nie betrieben, aber eher aus Faulheit.

Entweder ich verkaufe ein Investment ganz oder gar nicht. Dazwischen ist nichts. Warum auch? Wieso sollte ich mich „teilweise“ trennen? Nur weil der Kurs über die Maßen gestiegen ist? Ich kaufe keine Aktien. Ich investiere in Firmen. Ich kaufe Anteile an einem Unternehmen um mich hoffentlich nie wieder davon zu trennen. Wenn ich verkaufe dann eben nur weil meine ursprüngliche Grundannahme nicht mehr stimmt oder sich verändert hat.

Weitere komische Auswüchse des Verkomplizierens sind dann Fragen wie: Wie viele Werte sollte man idealerweise im Depot haben? Soll man Stops setzen? Asset Allocation usw. ihr wisst was ich meine ..

Konsumsucht

Bei mir hat das eher andere Auswirkungen. Über die Jahre habe ich so viele (aus meiner Sicht) gute Investments gefunden das ich mittlerweile und Stand heute 70 verschiedene Werte im Depot habe. Vom Kaufkurs her gesehen ist das alles prima. Kein Wert hat mehr als 2% Depotanteil. Aber natürlich habe ich Investments die mehr als 100% im plus sind bzw. auch bis zu 50% im minus. Wenn man den aktuellen Kurs betrachtet sind sicher einige Positionen über- bzw. untergewichtet.

Da ich auf Dividendenwerte setze habe ich auch nur zwei Aktien im Depot die keine Dividende bezahlen. Das wären Adobe und Cytosorbents. Bei Adobe stehe ich mit etwa 100% im plus. Aber der Laden wächst weiter und hat einen fetten Burggraben. CTSO habe ja nur gekauft damit der Garnix hoffentlich schneller ins WoMo ziehen und seinen Job hintersich lassen kann. Kurz gesagt CTSO ist für mich persönlich ein Zock. Mein Einziger. Und was ich damit in Zukunft mache weiß ich nicht.

Der Rest zahlt Dividenden und die meisten davon steigen regelmäßig. Ich wäre also maximal doof wenn ich da was verkaufe.

Oder anders gesagt .. ich habs gern einfach. Alles was ich nicht tun muss ist gut und ich hab mehr Zeit für Mittagsschlaf. Mir den Kopf über mein Depot zu zerbrechen habe ich vor Jahren aufgegeben ungefähr da wo ich realisiert habe das ich durch den „handel“ mit Aktien nicht reich werde. Da gibt es dickere Fische im Teich. Ich bin die kleine Kaulquappe .. versuche nicht gefressen zu werden .. lege in Firmen an die ich gut finde und kassiere Dividenden.

Ein bis zweimal im Jahr checke ich meine Investments durch. Stimmt der Case nicht mehr verkaufe ich (egal ob ich Buchgewinn oder Verlust habe) und alles ist gut.

Meine Strategie kann ich jedem Huhn in 2 Minuten erklären .. und damit ist sie für mich gut genug.

Wir kommen den Problemen sehr nahe. Diesmal gibt es einen Internet Rückblick und eine Selbstreflexion woher alles kommt, wie man es weg bekommt.

Dieses mal beginnen wir direkt mit dem Internet Rückblick:
Und hier muss ich euch direkt enttäuschen. Mein Laptop ist kaputt gegangen, bevor ich dieses Dokument vollenden konnte. Ich dachte erst alles wäre verloren, hab vieles versucht, schon einen Reparatur Service angefragt (die wollen 514,80€ für beide Laptops!), jup auch den Ersatz Lappy hat es auch ein wenig erwischt.  Bis mir dann einfiel, Mensch du schreibst doch alles immer in Google Docs vor.

Hier deshalb meine Gedanken ohne Grafiken:

Ich würde diese 30 Tage nochmals in zwei Hälften teilen. Einmal 11 – 22 Dez. und ab 25 Dez. – 10 Jan.

Auffällig ist, der Anteil Youtube hat gegen wertschöpfende Websites (Webflow, Udemy, Google Docs) extrem zugenommen. Auch das was ich mittlerweile auf YouTube konsumiere ist anders.

Natürlich noch gerne Dhalucards TTT.

Neu Entdeckt im Bereich Konsum habe ich für mich die Pixelhelden am Wochenende für einmal Cops vs. Racer.

Auch wirkt ein gewisser Selbstbetrug. Chrome wird getrackt. Firefox nicht. Da ich die Arbeiten für die Uni gerne vom Konsum trennen wollte habe ich mir gesagt, Unisachen aufm Firefox, der rest aufm Chrome.

Aber dann denkt sich das innere: Okay dann schauen wir auch Porn aufm Firefox. Wenn man sich dann was zu essen gemacht hatte der Firefox noch offen war, so hatte man eben diesem verwendet um während des Essens beispielsweise TTT zu schauen. Auch wenn die Tendenz des Konsums eindeutig ist. (ER SINKT)  Ich entsinne mich nur einen Tag in der Pornhell gewesen zu sein.

20. Dezember Herzensdame Vorlesung

Am 20. habe ich tatsächlich bevor ich zu meiner Uni gefahren bin, etwas mit meiner Herzensdame gemacht, an ihrer Uni. Es gab diese:
“Pascal, Nein das mach ich jetzt nicht”, Momente. 30 Sekunden später dreht man sich rum und wundert sich warum man mit ihr jetzt doch in eine Vorlesung gegangen ist. Es war sehr schön, mit vielen bedeutungsvollen Blicken.

Als wir in der Mensa waren, meinte Sie:
“Du hast dich sehr verändert, du scheinst jetzt wieder richtig im Leben zu stehen”

Zum Schluss holten wir noch eine Weihnachtskugel, die Sie am 23. zu ihrer Freundin bringen wollte. Wir verabredeten uns Anfang nächsten Jahres bei mir zu Kochen, den Abschied einer gemeinsamen Freundin zu feiern.

Weihnachtstage

Am 23. bin ich nach Hause gefahren um mit meiner Clique Weihnachten zu feiern. Einen Tag darauf habe ich mit der Familie von meiner besten Freundin Weihnachten gefeiert. Sie hatte mich eingeladen, gehöre ja schließlich mittlerweile schon zur Familie.

Es war sehr schön, meine Kuschelreserven wieder aufzufüllen. Auch mal wieder was mit Freunden zu machen, sich keine Gedanken über politisches oder Unternehmerisches zu machen war super.

Aufgrund des übermäßigen Ausverkaufs an der Börse bin ich dann einen Tag früher, am 25. Dezember abgereist.

Kuschelige Dominanz?

Zuhause angekommen hatte mich meine WG nicht mehr wieder erkannt. Der sonst so extrem schüchterne Pascal war plötzlich sehr dominant. Die WG war, nach kurzem Mimimi, sehr sauber. Sie ist es immer noch 😀

Auffällig war für mich, dass damit mein Mangeldenken von einem Tag auf den anderen geendet hatte. Auch sind meine stimmungstechnischen Drawdowns mittlerweile marginal. Man steht sehr schnell wieder auf. Auch ist schmerz wieder ein Motivator und zerfickt einen nicht mehr direkt.

Die restlichen Tage des Jahres waren viel mit den Einsendearbeiten für die Uni Verbunden. Ich hab den 30. Sogar durchgearbeitet, wurde für Silvester von mehreren verschiedenen Leuten eingeladen. War mir egal. War zu müde.

Surreale Erfahrung

Kurz vor Mitternacht bin ich wieder aufgewacht. Ich hörte draußen die ganzen Böller, Raketen, Sirenen, Leute die Feiern.

Es schepperte extrem. Doch innerlich war ich entspannt, sehr in meinem Gedanken. Ist es das was ich will? Ich hatte wieder dieses Gefühl aus mich heraus zu gehen, mich und mein Leben von außen anzusehen. Dachte mir jemand zum Kuscheln wäre schon toll. Ich freute mich mega auf den 4. Januar. Ich war dort mit meiner Herzensdame verabredet. Wir wollten Kochen. Den Abschied einer Freundin feiern.

Fahrt nach Hagen

Da das prokrastinations Monster zugeschlagen hatte, ich am 30. Dezember fertig mit meiner Einsendearbeit war. Diese aber am 3. Januar in der Uni spätestens vorliegen hätte müssen, hab ich mir gedacht, bring ich die doch am 2. Persönlich vorbei. Gesagt getan. In der Mensa in Hagen hatte ich zwei Studentinnen aus Bonn (auch irgendwie cool) kennen gelernt. Wir haben uns nett unterhalten. Als ich dann wieder im Zug aufm Heimweg saß ist mir erst aufgefallen, dass ich mir ja die Nummern von denen geholt hatte. Wie früher 🙂

Herzliche Vorbereitungen

Am 3. Tag des neuen Jahres wurde nochmal kräftig die Wohnung geputzt. Schließlich erwarteten wir am 4. königlichen Besuch.

Wait. Was!?! Sie hat abgesagt. Zumindest das Kochen bei mir. Weil. Ich konnte es nicht glauben. Weil ich zu weit von der Innenstadt entfernt sei. (etwas über 10 min mit der Tram, es fahren mehrere Linien im guten 5-10 min takt hier hin) Ich fühlte mich leicht verarscht. Selbst viele Orte in der Innenstadt haben nicht direkt eine Straßenbahnanbindung. Hier ist direkt alles erreichbar.

Sie boten an in der Innenstadt was essen zu gehen. Okay, dachte ich mir wird dann halt dort eben lustig 🙂

4. Januar, der Tag an dem ich meine Freiheit wiederbekam

Ich war voller Vorfreude und ein bisschen zu spät (doofe DB). Aber alles okay, schließlich habe ich bescheid gesagt.

Wir neckten uns wieder direkt. Gingen Burger essen. Meine Herzensdame setzte sich natürlich neben mich. Ich hatte wieder dieses Spannungsgefühl. Welches ich auch immer in der Uni hatte. Am liebsten würde ich ihr alle Klamotten von dem leib reißen. Dinge tun, die ich nur mit ihr tun würde. Aber es geht nicht. Dies erzeugt in einem ein ganz komisches Gefühl.

Wir unterhalten uns über verschiedene Themen. Umwelt und Co. auch über Plastik Strohhalme und Verschmutzung der Meere. Das war so einer der ersten Momente an dem Abend wo ich dachte:
Moment wieso ist sie jetzt so komisch drauf.”

Burger essen war nicht genug. Eis musste her. In mir drinnen ratterte es. Ich war zu dem Zeitpunkt schon echt nicht mehr Glücklich. Ich hatte dieses Gefühl welches ich während des Studiums ganz oft hatte. Dieses als ob jemand dich ausgesaugt hatte. Batterie leer.

Ich verstand die Welt nicht mehr. Auch hatte ich nicht mehr das Gefühl, dass ich dort meine jungfräuliche Herzensdame hatte. Sie hatte sich sehr innerhalb der letzten 14 Tage, an denen wir uns zuletzt gesehen hatten, verändert.  

Wir waren fertig mit dem Eis. Zur Verabschiedung unserer gemeinsamen Freundin meinte ich zu meiner Herzensdame (sinngemäß): ”Wir können ja noch die Tage bei mir kochen”

H: Nee du wohnst zu weit weg. Ich hab auch erst frühestens im März wieder Zeit. Wir können uns aber doch hier in der Uni treffen. Du bist ja nie hier. Komm doch zu den VL dann können wir was zusammen machen.

P: oder ich komme zu dir da können wir auch was zusammen machen.

H: (Der Blick, das war so ein scheiße ich hab keine Ausrede blick mehr) Komm doch einfach zur uni. Du bist nie dort, dann können wir dort was zusammen machen.  

P: #Warmhalten

Wir verabschiedeten unsere gemeinsame Freundin. Ich ging noch ein paar hundert Meter mit meiner Herzensdame. Sie wolle noch einen Freund besuchen. Ihm die Weihnachtskugel vorbei bringen. Also die vom 20. Bitte was? Ich umarmte Sie zur Verabschiedung. Das letzte Mal.

Wieder Zuhause

Habe ich mir eine Flasche Wein geschnappt (die ich im übrigen bis heute nicht aufbekommen hatte) und hab mich den Rest des Tages im Zimmer eingeschlossen. Ich fühlte mich leer. Verarscht. Wieso spielte sie mir so etwas vor? Wieso war sie so anders. Ich verstand die Welt nicht mehr.

Am nächsten Tag wurde für mich einiges klarer. Ich glaub sie mochte mich früher wirklich sehr, immerhin hatte sie mich, sofern wir alleine waren, Schnucki genannt und bestand darauf Hase genannt zu werden. Ich verstand wieso so viele dachten Pascal du erzählst mist. Ich hatte nicht ihren wahren Charakter kennen gelernt, so zumindest meine Theorie. Sondern den “OMG du bist so cool ich passe mich an” Charakter. Ich meine ich hatte auch eine Maske auf. Diese Beziehung war, wenn man es überhaupt so nennen kann, der reinste Maskenball.

Ich habe entschlossen sie für mich virtuell zu löschen. Sprich Nummer weg. Unwiderruflich weg. Löschen. Alle Fotos weg. Dieses mal hatte ich das wirklich konsequent durchgezogen.

In diesem Moment verstand ich auch, warum es meinen Vater damals so einfach empfand seine große Liebe von einem Tag zum anderen zu verlassen, weil sie ihn angelogen hatte.

Dominiks Buch

Ich wurde von Dominik gebeten, sein Buch gegenzulesen. Ich dachte, “OMG wieso hab ich mir dafür 14 Tage Zeit gelassen, die Excel Tabelle ist mit Sicherheit auch nicht gut, und so viel wie ich beanstandet habe, der fühlt sich mit Sicherheit vollgespammt”.

Seine Reaktion war aber: Ach du meine Güte ging das schnell und dann sogar noch eine Exel tbl. mit Berechnungen. Hätte wirklich nicht sein müssen. Danke für die ganzen Tipps.

Ich denke im ersten Moment immer, die Leute wollen mich auf dem Arm nehmen, oder mich lächerlich machen. Es dauerte seinen halben Tag bis ich bemerkte, er meinte es wirklich ernst.

Und mal wieder bemerkte ich mein Selbstbild stimmt nicht mit der Welt überein, es ist zu negativ.

Das Gefängnis ist überall

Eigentlich wollte ich euch zeigen, hey so glücklich bin ich mittlerweile (inverse Depression). Aber es fühlt sich eher nach dem Beginn einer großen down Phase an. Es hatte auch den Typischen verlauf.

Erst steigt die Arbeitswut ins Extreme, man fühlt sich unschlagbar. (Ja so fangen down Phasen bei mir an). Nach ca. 3 Tagen kippt es ins andere extrem.

Eigentlich wollte ich euch zeigen, hey ich hab hier oder dort Arbeit gefunden. Aber ich habe keine einzige Bewerbung abgesendet. Es fällt mir verdammt schwer etwas zu verkaufen wohinter man nicht steht. Ich denke immer, ich bin doch ein Versager, Nichtsnutz, wer will mich denn schon haben?!?

Ich habe in meinem Browser die Erweiterung Deathclock. Die dir bei jedem öffnen eines neuen Tabs zeigt, wie viele Tage du statistisch noch zu leben hast, mach was draus.

Es sind die Tage in denen man hofft, dass dort irgendwann eine 0 stehen wird. In denen man hofft, dass draußen ein Auto ein erwischt, wenn man nicht aufpasst.

Es sind die Tage in denen man zu viele Sachen die passiert sind nochmal durchlebt, zusehen muss wie das Gehirn Erinnerungen abspielt von Personen die eines nicht natürlichen Todes durch das beschleunigen von großer Masse hinzugefügt worden ist. Erinnerungen wie die Person 5 Meter vor einem liegt, man schreit, weint sagt das sie aufhören sollen, sie mich aber zwingen weiter zuzusehen. Weiter machen.

Das Blubbern. Wenn der Schädelknochen durch die Masse des Hammers eingefallen ist. Sein Schädel komplett eingefallen ist, sich ein Blutsee in seinem eingefallenen Kopf gebildet hatte. Aber der Typ immer noch am Leben ist. Das schnaufen und stöhnen.. Dieses Blubbern. Er versuchte zu Atmen zog dabei immer wieder Blut ein. Blubbern.

Ich war da keine 14 jahre alt. Es war grün draußen. Mehr Erinnerungen habe ich nicht daran. Aber es hält mich im Moment immer noch wach.

Im ersten Moment wusste ich nicht wovon diese Art von Flashbacks getriggert worden sind. War es das ich sehr entspannt war, war es das ich nach Hause gefahren bin?
Nach längerem überlegen bin ich zu dem Ergebnis gekommen, es war die Diskrepanz zwischen Selbstbild (doof) und Bewerbung schreiben (Hey cooler Typ), die diese Erinnerungen getriggert haben.

Im allgemeinen habe ich diese Phase aber sehr schnell überstanden.

Phase des inneren Widerstandes,

folgte zugleich, ich stellte viele Sachen in Frage. (Exemplarisch die Diskussion ums Studium beim Maschinisten). Es ist manchmal so, bevor ich eine Sache innerlich Akzeptiere rege ich mich davor nochmal richtig darüber auf. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass eine Fortführung des Studiums zum jetzigen Zeitpunkt höchstwahrscheinlich das beste sei.

Und an dieser Stelle gingen meine PCs kaputt

Als wäre es nicht genug, hatte die Tastatur auch sayonara gesagt. 514€ Reparaturkosten für die Laptops. Der eine hat anscheinend einen Serienfehler der nach gut 2 Jahren auftaucht, bei dem anderen war es eigene Dummheit.
Ich hab noch versucht irgendwie an die Sachen wieder ran zu kommen, schließlich wollte ich noch einen Jahresrückblick veröffentlichen. Die Reparaturen werde ich erst nach der Klausurenphase angehen 😉

Man könnte fast sagen die Challenge hat sich von alleine erfüllt.

Getriggert die 2.

Viele Menschen. Viel Druck. Von unseren Kampfsportverein gab es die Uraufführung. Es war mehr als ein guter Erfolg. Die Halle platzte förmlich. Es war sehr schön. Als wir dann abends zusammen gegessen hatten, hatte ich jemanden ein wenig zu viel geärgert. Er wurde wütend.

BÖSER BLICK → Pascal Triggert

Ich hab im inneren gemerkt irgendwas geht grade wieder ab. Die Hormonglocke ging los, alle möglichen Gefühle flossen zusammen. Zuhause angekommen, hab ich es 3 Tage nicht mehr hoch geschafft. Ich wurde förmlich zerrissen. Wenig gegessen.

Zuerst wusste ich nicht wieso ich mich so gefühlt hatte. Nach längeren Reflektieren ist mir aber diese Korrelation, von enttäuschten Menschen zu Pascals Stimmung macht nen Abgang, aufgefallen.

Krankheitszeit = Reflektionszeit

Die letzten Tage kam mich die Grippe besuchen. Schließlich war ich letztes Jahr nur einmal kurz krank. Ich hab die Zeit genutzt um zu reflektieren. Warum hat mich der Blick getriggert?

Ich stieß auf diesen Artikel:

https://www.deutschlandfunk.de/ruhe-nach-dem-daueralarm-wie-sich-borderline-heilen-laesst.740.de.html?dram:article_id=384779

Machen wir den Borderliner Check nach DSM-5
https://de.wikipedia.org/wiki/Borderline-Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung

  1. Hektisches bemühen verlassenwerden zu Vermeiden. Bezüglich meiner Herzensdame Definitiv der Fall. Bevor ich den Sport angefangen hatte auch, seitdem ich anfange Anerkennung zu Diversifizieren eher weniger.
  2. Instabile Intensive Zwischenmenschliche Beziehungen. Ich weiß nicht. Es gibt die Intensiven, es gibt aber auch die durchaus sehr festen Beziehungen, diese sind stark in der Überzahl. Die Beziehung mit meiner Herzendame irgendwie schon. Faktisch hatte sie letztes mal ja nur gesagt: “Hey ich will was mit dir machen, aber nicht direkt bei dir”. Und sie lädt mich auch immer ein wenn Sie sturmfrei hat. Ich rede mir aber ein, die will nichts mit mir zu tun haben, mir wehtun. Schon irgendwie verrückt mein Verhalten.
  3. Identitätsstörung: Letztes Jahr als ich diesen ganzen Stress hatte, mit Sicherheit zum Teil. Als ich, mit 13  ins Heim gekommen bin, zu 110%. Ich versuche es mir immer so zu erklären: Als ich noch Zuhause war, und sehr oft von meiner Mutter ins Krankenhaus geprügelt worden bin, Sie einen liebend gern Berge voller Brennnesseln herunter geschubst hatte, zur selben Zeit auch noch von dem Freund meiner Oma auch des öfteren ins Krankenhaus musste*. Von meinem zwar stets bemühten aber sehr Instabilen Vater will ich nicht anfangen. Wenn dir so etwas eine längere Zeit passiert, möchte uns unser Gehirn kurzfristig am Leben erhalten und Installiert eine Puffer Persönlichkeit, die aber, genauso wie ein Krummer Rücken, mit der Zeit wieder verschwinden kann. Punkt 9 spielt da auch mit rein.    
  4. Impulsivität (Aggressivität): Als ich 13 war bestimmt. Jetzt nicht mehr.
  5. Suizidalität: Dazu schreibt man in Deutschland lieber gar nichts.
  6. Affektive Instabilität: s.o #Triggert nimmt aber auch ab.
  7. Chronische leere. Seitdem ich mich mit mir beschäftige irgendwie nicht mehr so oft.
  8. Unangemessen Heftige Wut. Ohne Witz keine Ahnung.
  9. Dissoziative Symptome (Damit ist gemeint, der Körper trennt Gefühl von Gedanken, z.B. wenn euch der Ex verlassen hatte, dieses Taube gGefühl): Seitdem ich mich hier mit mir selbst beschäftige nicht mehr in dem Maße wie vorher.

Zusammenfassend: Früher bestimmt. Jetzt ist die Tendenz abnehmend.

*Ihr müsst euch vorstellen meine Oma gibt mir heutzutage immer noch die Schuld dafür, dass ihr Freund mir damals, beide Arme ausgekugelt hatte. Wir reden hier vor der Zeit des Heimes, also ich war dort keine 13 Jahre alt.

Ich möchte hier nochmal hervorheben, man kann von einer Grippe, einem krummen Rücken, oder einer Störung mit sich selbst, genesen. Ich bemerke oft, dass Leute sagen: “Ja einen Krummen rücken kann man genesen, bei der Persönlichkeit sieht es anders aus.”. Wodurch es oft leichter ist, einen offenen Diskurs über Geld zu führen als über persönliche Probleme.

Wenn ich daran denke, dass ich mit 13 nicht mal Tütenkartoffelbrei machen konnte, weil ich vor so ziemlich allem Angst hatte, ist die Entwicklung auch in diesem Bereich enorm. Und ich will euch mitnehmen auf die Reise, wie ich all diese Sachen los werde. Dies hat mir im Internet, immer wenn ich nach Strategien gesucht habe irgendwie immer gefehlt.   

Man kann sich ändern, das beweise ich mir zumindest, fast jedes Jahr aufs Neue.

Den Artikel

von Deutschlandfunk fand ich sehr erleuchtend. Besonders weil mich wirklich böse Blicke und Verärgerungen triggern. Hinzu kommt die Art der sucht nach Anerkennung die mir des öfteren aufgefallen ist, welche mittlerweile am abnehmen ist.

Auch die Art der Therapie, die Mentalisierung oder DBT. Ich meine Strenggenommen hier mach ich seit Monaten eigentlich nichts anderes 😀  
Mir richtig bewusst werden, zusammenhänge zu erkennen, zu reflektieren, dass das Selbstbild vlt. doch nicht immer stimmt.

Vor allem Bodo Schäfer und Co. sind was Mentalisierung und DBT angeht, wahre Therapeuten. Nicht umsonst sag ich oft lapidar, Psychologen (zumindest die ich kennen gelernt hatte), sind unmotivierte Motivationstrainer.

Es ist was anderes, wenn ein anderer dir aufzwingt, unter Androhung von Konsequenzen, das man lieber dieses oder jenes machen solle, sich nicht in seinem Tempo entwickeln solle, keine Gefahren eingehen solle, weil die andere Person angst um einen hat.

Wenn außerhalb der Komfortzone, dann nur in Marginalen schritten, damit die Therapeutische Person unter keinen Umständen in die Haftung kommt.”

Oder man selbst auf diesem Weg kommt. Sich selbst außerhalb der Komfortzone begibt. Auch mal auf die schnauze fliegt, dann aber auch lernt wieder aufzustehen. Und nicht ständig in einer Art Komfortzonengummizelle gehalten wird. Also versteht mich nicht falsch, ich vermute, die meisten haben dabei sehr Edle motive. Die wenigsten sind auch so wie ich drauf, die sagen “Hey du hast gerade vor einem Monat ein Burnout gehabt, wie wäre es mit einer Fuckboychallenge”. Ich bin wahrscheinlich was das angeht, eher die Ausnahme.

Den Artikel von Selbst Schuld zum Thema Persönlichkeitsentwicklung kann man auf beide Seiten gut anwenden.

Getriggert die 3. diesmal positiv

Ich kam den Januar, abgesehen von Unisachen, auch bedingt durch die Grippe nicht so richtig in den Quark. Bis mein Mitbewohner, mal wieder, die Miete nicht zahlen wollte.

Ich war richtig wütend und kam in Wallung. Ich mein er hatte 0 Einsicht gezeigt, sich sogar noch Beschwert, dass ich ihm wegen wiederholter Nicht Pünktliche Zahlung das Internet bis  zum Zahlungseingang abstelle. .
Sinngemäß war es so:

Er: ”Aber ich habe in der letzten Zeit doch oft Pünktlich gezahlt. Guckt im Handy nach. Hier im Oktober”

Ich: ”Von wie vielen?”

Er: ”Einer von 6 Monaten, das ist doch mega gut” (und das hat er wirklich ernst gemeint)   

Die Lust Bewerbungen zu schreiben ist in einem aufgestiegen.
Das Selbstbewusstsein war auf einmal wieder da. Das Grübeln war weg.
Es war dieser innerlichen Ärger, den ich zuletzt gespürt hatte, als mein Berufsberater mich in der 8. Klasse als Abschaum und Dumm bezeichnet hatte. Weil er den Sonderschüler eine ABM vermitteln wollte, mir das Abitur ausreden sollte.

Eins steht fest. Es werden sich dinge ändern. Ich werde einen Job finden.

Geschichte wiederholt dich

Ich war vor kurzem mit paar Freundinnen essen, für mich gab es leckere Champignonpfanne, sie fragten wo ich die ganze Zeit war, warum ich denn so wenig mit denen gemacht hatte.

Springen wir zum Abitur:
Ich hatte eine Phase in der ich mich nicht gut gefühlt hatte, glaubte, dass ich keine Freunde hatte. Bis zu dem Tag als plötzlich 12 Menschen bei mir Geklingelt hatten. Sie meinten, sie hatten mich Vermisst, sich sorgen um mich gemacht. Schließlich hatte ich mich fast 7 Monate nicht gemeldet.

Merkt ihr was?
Diesen Automatismus, diese Denkweise, dass ich keine Freunde habe. Menschen meide, mich fast komplett aus der Öffentlichkeit zurückziehe. Aber in Wirklichkeit dann gleichzeitig doch sehr Qualitativ hochwertige Freundschaften besitze. An dem stoße ich immer wieder. Auch hier stimmt mein Weltbild mit der Realität nicht überein.

Selbiges auch bei einer Freundin. Sie wollte mit mir zusammenkommen, ich fühlte mich ungenügend. Das kommt auch so gut wie einmal im Halbjahr vor.  

Auch denke ich sehr oft, dass ich Menschen schon alleine durch meine Anwesenheit nerve. Dieses entspringt höchstwahrscheinlich auch den Verhalten welches meine Eltern mir entgegen getreten hatten.

Oder fast schon die Überzeugung, dass ich zu nix Tauge. Aber dann vom Freundeskreis gesagt bekomme: “Ey du kannst Marketing, du hast mit 18 in einem 300 Mann Unternehmen einen ganzen Betriebszweig Marketingtechnisch und Absatztechnisch neu aufgesetzt, du weißt was SEO mäßig abgeht, du bist anders, du hast sogar ein Analytics Advanced Zertifikat.”. Denke mir aber oft, was ist das Wert?

Andererseits denke ich aber auch, besser als manche Leute von Procter und Gamble muss ich ja irgendwie schon sein. Wenn man Nachts um 2 so eine Anzeige, bei einem Broad Match bekomme, hat jemand einfach nur Keywords ohne diese anzupassen bei Google Ads eingetragen.

(Wiederum ist dies zum Testen für ein paar Euros immer sehr gut, da man so neue Keywords finden kann, trotzdem Nachts um 2, bleibt für mich fraglich)
Auch auf dem OMR-Festival (Online Marketing Rockstars) vorletztes Jahr. Ich hatte mich sehr lange mit den Leuten von den Trust Agents unterhalten, weil ich mich mit Leuten unterhalten wollte die Ahnung von der Materie hatten. (Dieses Gefühl hatte ich nicht überall auf der Messe)  Die von den Nachbar Ständen haben unser Gespräch anscheinend mitbekommen, so dass es während des Gespräches hieß: “Darf ich euch mal kurz unterbrechen, du hast davon Ahnung. Bewirb dich mal bei uns, wir haben für dich noch eine Trainee Stelle”.

Wieder Selbstbild vs. Realität

Solange dieses Verhältnis bestehen bleibt, bleibe ich unbewusst unter meinen Möglichkeiten.

Kurz zusammengefasst. Es geht mir sehr viel besser als 2018. Wahrscheinlich ging es mir noch nie so gut wie heutzutage. Das Zimmer ist ordentlich, ich schaffe was. Auch der Mangel an Bestätigung geht zurück. Damit einhergehend verschwindet der Suchtdruck (Schoki und co.) So langsam fasse ich in Jena Fuß, auch wenn ich Emotional (noch) nicht so schönes mit diesem Ort verbinde. Die gesteigerte Volatilität der Stimmung wird wohl bis ende März, bis ich die letzten Klausuren geschrieben habe, anhalten.

Auch kommen wir dem Kern der Problematik immer näher.

An dieser Stelle möchte ich mich bei dir bedanken, Matthias. Als ich dir damals den Vorschlag zur Fuckboychallenge geschickt hatte, du es veröffentlicht hattest. Ohne Witz, ich hab dich in dem Moment so gehasst 😀 Ich dachte mir nur: “Fuck, dann muss ich das jetzt wirklich machen”. Ohne dein Zutun wäre ich heute nicht dort wo ich jetzt bin.

Den Sparkojoten, unseren Maschinisten und den lieben Gurumitzuvielurlaub  möchte ich nicht unerwähnt lassen.  Danke, dass ihr eure Zeit und Mühen investiert hattet.

Halt Stopp Komfortzone!

Mir sind in der letzten Zeit zwei Dinge aufgefallen, die ich dringend ändern sollte:

Ich habe anscheinend ein Problem damit mich zu verkaufen, Bewerbungen zu schreiben. Mein Körper hat sich sehr davor gesträubt. Lang genug. Deshalb werde ich mich diesen Monat bewerben ohne ende. Wenn ich keinen Job bekomme gehe ich in den Vertrieb!

Zum anderen, ist mir aufgefallen, dass ich oft Leuten aus Angst nicht mehr antworte.

Kleines Beispiel:

Matthias fragt, ist der Artikel so gut verbloggt. Ich lese das, sehe aber, dass ich ihn gestern nicht geantwortet habe. Bekomme wieder Angst, wie früher im Heim / zuhause eine Standpauke zu bekommen die sich gewaschen hatte. Antworte ihm gar nicht mehr.
Stellt euch vor, das ist nicht nur bei Emails so, sondern auch bei Whatsapp Nachrichten.

Deshalb will ich auch wenn ich innerlich den Widerstand spüre, Leuten antworten. Meine Erwartungshaltung ist was das angeht falsch. Darüber muss ich hinweg.  

Auch vermute ich, dass dieser Bestätigungsmangel hieraus kommt.  

Ansonsten verabschiede ich mich in die Prüfungsphase.

Darauf sollte im Moment der Fokus liegen.

Ihr seid die besten,
Euer Pascal



31. Januar 2019

Dividenden 2018

Seit 2013 notiere ich brav meine Dividendeneinnahmen. Davor habe ich es damit nicht so genau genommen .. mangels Lust auf Excel.

Alle Zahlen die nun folgen sind netto, spricht alles versteuert und das Geld welches ich wirklich auch bekommen habe.

  • 2018: €13.092 / Jahr bzw. €1091/ Monat
  • 2017: €11.596 / Jahr bzw. €966 / Monat
  • 2016: €8.565 / Jahr bzw. €713 / Monat
  • 2015: €7.439 / Jahr bzw. €619 / Monat
  • 2014: €5.918 / Jahr bzw. €493 / Monat
  • 2013: €4.040 / Jahr bzw. €336 / Monat

Macht in Summe: 50.650 Euro oder ein neues Audi A5 Coupé mit 245 PS (ich rechne gern in Autoeinheiten).

Einmal im Jahr prüfe ich alle meine Aktien. Wichtig ist mir hierbei ob die Dividenden gesteigert bzw. nicht gesenkt wurden. Wurde gesenkt schaue ich mir den Wert genauer an und ggf. fliegt er raus oder bekommt nochmal eine Chance.

Stand heute halte ich Anteile an 68 verschiedene Firmen. Nur eine handvoll der Werte haben eine Gewichtung von mehr als 2% gemessen auf den Kaufpreis. Die meisten liegen bei etwa 1,4%.

Selbst um Weihnachten 2018 als die Indizes ihre Tiefststände der vergangenen 12 Monate erreicht hatten war das Depot nicht im Minus. Auf der Suche nach einem guten Online Broker?

24. Januar 2019

Inspektionsreise

Zum Anfang des Jahres habe ich den (nennen wir es mal) EU Trip gemacht. Zuerst war ich in Brüssel und dann in London. Die guten und die schlechten Seiten anschauen. Ich bin großer Fan der EU und finde sie trotz aller Probleme eine der besten Erfindungen die wir bisher gemacht haben. Hab mir in Brüssel die ganzen EU Institutionen angesehen bin durch die Stadt gestreift, hab belgisches Bier getrunken und Pommes gegessen. Brüssel ist toll, hat man irgendwie so nie auf dem Schirm aber die Stadt hat Charme.

Dabei immer wieder über die trotteligen Insulaner gelacht die bei dem ganzen EU Kram sowieso noch nie richtig mitmachen wollten. Boshaftigkeiten rächen sich bei mir immer sofort, folglich bin ich in einem Pommesladen auf der obersten Treppenstufe (zum Klo) ausgerutscht und die Treppe runtergefallen. Zack .. Rippenprellung die spüre ich jetzt noch und so ne Woche konnte ich mich eigentlich nur mit Schmerzensschreien fortbewegen.

Dann bin ich nach London gefahren. Das geht von Brüssel aus mit dem Eurostar innerhalb von zwei Stunden. Der Zug knallt fast durchgehend mit 300 km/h von Brüssel Midi bis nach Kings Cross (St. Pancras) durch. Auch ne hervorragende Erfindung.

In London war ich (glaube ich) zum neunten Mal. Teure, volle und laute Stadt und durch den Bauboom hat sie sich in den letzten 25 Jahren stark verändert. Das Essen ist auf jeden Fall besser geworden, der Rest ist Ansichtssache. Was aber auf jeden Fall cool ist, sämtliche Museen kosten keinen Eintritt mehr und das sollte man nutzen. Ich war in der Tate Modern, im V&A, der National Portrait Gallery und im British Museum. Alleine in der Tate kann man ne ganze Woche verbringen und hat dann immer noch nicht alles gesehen.

Im Fernsehen nebenbei auch die Debatten zum Brexit im Britischen Parlament verfolgt, wieder über die doofen Briten gelacht und .. ihr wisst was jetzt kommt .. am nächsten Morgen hatte ich ne fette Erkältung am Hals.

Als völliger Totalschaden bin ich dann noch durch Belgravia, Kensington und Notting Hill gewandert und habe mit Miet- und Kaufpreise von Immobilien angesehen. Jeder Münchner weiß dann, dass er maximal eine Miete auf Sozialhilfeniveau zahlt.

In Kensington kann man ne nette Wohnung mit 2 Zimmern für 1200 Pfund mieten .. pro Woche. Alternativ ein kleines Stadthaus? 14 Millionen Pfund. In Belgravia sind aber auch mal 100 Millionen Pfund machbar. Immerhin habe ich nun auch mal Julian Assanges Wohnsitz gesehen. Er tut mir leid .. wohnt zwei Gehminuten von der Harrods Food Hall weg und kann dort nicht futtern gehen. Was eine Folter. Aja .. ihr solltet einen Großteil eurer Reisekasse in der Harrods Food Hall ausgeben für den Rest dann so lange lokale IPAs trinken bis ihr pleite seit.

Heimgekommen bin ich mit Easyjet. Und wundern warum so viel CO2 und Feinstaub in der Luft ist muss ich mich auch nicht mehr. Die Zugtickets nach London haben alles in allem 220 Euro gekostet. Der Rückflug 85 Euro. Wer ist so blöd und fährt da Zug? Meine Reisebegleitung ist mit dem Flixbus für 15 Euro nach Brüssel gefahren. Ich mit der Deutschen Bahn für 140 Euro (Sparticket gab es nicht mehr).

Kurz zusammengefasst: Zu viel Bier und Schlemmereien in Kombination mit meiner Boshaftigkeit führen zu körperlichen Schmerzen. Man kann sich aber durch wirkliche spannende Kunst und leckeres Essen davon ablenken lassen.

31. Dezember 2018

Peer2Peer Update

Da ich gefragt wurde wie ich auf den unterschiedlichen Plattformen investiere hier nun kurz was dazu. Ich benutze immer den Autoinvestor, will mit maximal 20 Euro in einen Kredit, versuche über 10% Zinsen zu bekommen bei möglichst kurzer Laufzeit, Buyback Garantie wenn möglich und keine Kredite die die schlechteste Wertung haben (Bondora).

Die Länder usw. in welche ich investiere und die Kreditarten sind mir dabei egal. Anbei noch Screenshot von den Auto Investoren.

Viainvest
Bondora
Mintos